Ich habe mir nun eine ganze Weile die komplette Patentschrift reingezogen und hoffe
nun wieder etwas schlauer geworden zu sein.
Ich werde mal versuchen das Grundprinzip des Patents, so wie ich es verstanden habe, als Resumee auszuformulieren.
Im Patent geht es darum den Wirkungsgrad eines Vertikal Windrades hauptsächlich dadurch zu verbessern,
das die Erzeugung von Drehmoment auf einen möglichst grossen Bereich des 360 Grad Umlaufs des
Windrades erweitert wird, genauer auf ca. 270 Grad.
Im Prinzip ist das patentierte (aber zur freien Verwendung stehende) Flügelprofil eine Art Zwitter aus dem Darrieus und den Savonius Prinzip.
Bei Anströmung von vorne oder schräg von vorn auf das Blatt, reagiert es ähnlich dem Darrieus Prinzip.
Bei Anströmung von hinten oder schräg von hinten, und jetzt kommt das neue (!), wirkt die eigentliche Flügelfläche als eine Art Leitblech die
den Wind gezielt in den (recht voluminösen) Vorflügel leitet. Hier haben wir dann quasi das Savoniusprinzip.
Zur Flügelausgestaltung:
In der Patentschrift ist eine aeroelastische (also durch den Wind verformbare) Struktur des Flügels nicht zwingend vorgegeben,
sondern es sind elastische, durch Spannten stabilisierte Materialien eher als eine einfache und preisgünstige Bauform genannt.
Die Wölbung ala Surfsegel scheint in diesem Patent keine Rolle zu spielen.
Zwei Fotos möche ich euch nicht vorenthalten:
Interessant finde ich die Wölbung des Flügels im Rotorradius.
Auch das der Vorflügel etwas grösser als ein halber Kreis ist viel mir auf. (Sieht man auch auf weiteren Abbildungen dort)