Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

 
BerndH
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.10.2008 - 21:06 Uhr  ·  #121
Hallo Fluppser
Ich war einer der ersten 10 die das Video downloaden konnten... :)
Ich hab es mal auf meinen Webspace gepackt :

http://www.vallstedt-networks.de/diverses/MOV01000.MPG

Finde ich ganz toll deinen ersten Prototypen.
Sag mal, wie ist denn das gelagert ? Auf jeden Fall finde ich es schonmal bemerkenswert wie das Ding auf deinem Dach immer schneller wurde.
Und sooo knapp war dein Materialfach nun auch nicht, immerhin ist der Haltearm für den Flügel doch sehr aerodynamisch. :)

Deine Idee mit der Getränkeflasche bringt mich gleich auf die Idee, später evtl. den
Vorflügel als halbes Plexiglasrohr auszuführen. Das dürfte den endgültigen Flügel nicht so massig wirken lassen.
arcobär
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.10.2008 - 09:42 Uhr  ·  #122
Hallo,

ich finde Euere Überlegungen ja recht interessant.
Eine Prüfstrecke hatte ich mir auch gebaut. Auch konnte ich verschiedene Anstellwinkel einstellen.
Nur den Flügel hatte ich fest aus einem dünnen Sperrholzbrett gebaut, da von Canstein in einem anderen Forum von einem Aluflügel sprach.
Vielleicht sollte man Ihn mal fragen. Er hat doch auch eine E-Mailadresse.
Ohne Belastung drehte das Teil auch wie verrückt , auch im Freien bei wenig Wind.
Leider war die Leistungsmessung bei mir so ernüchternd.
Ich hatte gehofft, dass sich von Euch auch jemand mit seinen Erfahrungen bezüglich der Leistung meldet.
Ich habe den Flügel erst mal beiseite gelegt, aber ich denke, dass ich mich noch mal
mit dem durchströmten Profil beschäftigen werde.
Wenn der Einflügler auch leistungsmäßig funktioniert, wäre es die Sache.

Gruß Uli
Windikus
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.10.2008 - 09:47 Uhr  ·  #123
Hallo Bernd,

erstmal vielen Dank für das hosten des kleinen Filmchens. Mir war garnicht bekannt das Rapidshare nach 10 Downloads selbigen sperrt.

Ich habe den Flügel auf einen alten Ventilator aus einem Wärmetauscher gebaut, allerdings genau umgekehrt. Das ehemals bewegliche Ventilatorteil ist nun (aus Gewichtsgründen) der Fuß und die ehemalige Halterung ist nun die Welle für den Keksdosendeckel. Ist alles vom Schrotty (siehe Seite 11 dieses Themas)

Der Haltearm für den Flügel ist im übrigen eine alte Teppichbodenleiste ;).
(so ein kleines Messie-Gen hat manchmal seine Vorteile).


Gibt es denn eine einfache Lösung zum Messen des Drehmoments ? Selbstbaulösungen wären natürlich von Vorteil.

Grüße vom Fluppser
Windikus
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.10.2008 - 11:00 Uhr  ·  #124
Hallo arcobär

Es ist für mich als totaler Newbie (beschäftige mich erst 2 Wochen mit der Materie Windkraft) doch ein großes Problem so auf die Schnelle eine Leistungsmessung durchzuführen. Ich würde natürlich nichts lieber als das tun, nur fehlen im Moment, zumindest mir, die Vorraussetzungen.

Ich denke das ich noch etwas Zeit brauche um entsprechende Werte zu generieren. ;)

Ich würde auch sehr gern auf deinen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Wie sollte es nach Optimierung des Flügels/Vorlfügels sinnvollerweise weitergehen ? Wie macht man am sinnvollsten eine Drehmomentsmessung ?
Wäre es schon sinnvoll sich an den Bau eines Scheibengenerators zu machen ?


Eine Beobachtung von dir ich kann allerdings schon bestätigen:
Der Flügel entwickelt auf ca. dreiviertel der Umlaufbahn ein Moment ...
so hast du's geschrieben, und genauso reagiert auch mein kleiner Einflügler.

Desweiteren scheint er sich bei oben und unten verjüngt zulaufenden (schreibt man das so ?) oder komplett geschlossenem Vorflügel schneller zu drehen (Büroventilatorwindkanalmessung ;) ).

Wie gesagt, schöner wäre es natürlich bei diesen Tests sofort die Leistung zu messen aber ...... siehe oben

Grüße vom Fluppser
radixdelta
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.10.2008 - 12:48 Uhr  ·  #125
Ich bin nicht ganz neu hier, lese schon seit ewiger Zeit ab und an mit. Zum Thema Leistungsmessung habe ich mir schon aus anderen Gründen Gedanken gemacht, das will ich mal mit euch Teilen.

Die Leistungsmessung geht am genauesten über Drehzahl und Drehmoment. Drehzahl lässt sich relativ einfach messen, für's Drehmoment würde ich folgende Bastellösung vorschlagen:

Ein Generator wird drehbar gelagert. Auf einen definierten Hebelarm wirkt eine Feder und hält den Generator in Position. Wird nun dem Generator Leistung entommen, wirkt ein Moment und die Feder wird gespannt, der Hebel lenkt aus. Diese Auslenkung ist Maß für das Moment.
Um die Auslenkung am PC zu messen würde ich folgende Lösung vorschlagen: Ein kleiner Zahnriemen, z.B. aus einem alten Drucker oder Videorekorder, ist am Hebelarm befestigt und läuft über ein Zahnrad zu einer schwachen Feder, die am Gestell festgemacht wird. Das Zahnrad bewegt ein Poti oder ein Drehkondensator und macht damit eine Auswertung möglich. Die schwache Feder zieht den Riemen zurück.

Geeicht wird die Geschichte mit einem Kraftmesser, oder man kennt die genauen Federkonstanten der beiden Federn.
Als Genarator bietet sich etwas ohne Rastmoment an, allerdings kommt es dabei weniger auf den Wirkungsgrad an, er dient nur als einstellbare Bremse. Ein Schrittmotor bietet sich als Tachogenerator an, weil man damit auch die momentane Stellung des Rotors detektieren kann. Dann kann man sogar etwas über das Anlaufmoment bei verschiedenen Rotorpositionen aussagen.

Königsklasse wäre, wenn der Hebelarm über zwei (gleiche? oder eine schwächere in "rückwärtsrichtung"?) Federn gehalten wird und so die Messung in beide Richtungen möglich wird. So wird die Widerstandskomponente gegen den Wind messbar. Austauschbare Federn verbessern die Meßgenauigkeit in verschiedenen Bereichen.

Über Dämpfung müsste man nachdenken, die Last ist ja wechselnd. Das darf sich nicht aufschaukeln. Zum einen wäre es interessant die Lastentwicklung über eine Umdrehung zu erhalten, bei hohen Drehzahlen wird das aber die Trägheit der Mimik nicht hergeben. Da gilt es zu experimentieren.

Grüße
radixδ
JR
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.10.2008 - 19:09 Uhr  ·  #126
Och, da schaue ich mal 3 tage nicht ins Forum und verpasse fast alles :shock:
Mich freut es zu sehen das mein kleiner Ansatz wieder zu so viel Experimentierfreude führt.
Zunächst muss ich " CS " allerdings recht geben das man es vielleicht besser doch nicht als "Absaugung und Ausblasen" bezeichnet , dennoch muss ja irgendwie der Druckausgleich zwischen dem Vorflügel und dem hinteren Teil stattfinden, und das ist meistens mit einer Luftströmung verbunden. Der Ansatz mit der Rauchpatrone würde auch mich brennend interessieren , wie und welche Strömungsverhältnisse am Profil nun wirklich anliegen. Denn eines ist mal klar ,ein reiner Widerstandsläufer mit schnelllaufzahl 1 ist er bestimmt nicht wenn wenn sich ein Auftriebserzeugendes Profil bilden kann. Und da es Canstein mit einer Schnelllaufzahl von 3 angibt sollten wir noch solange probieren bis wenigstens die erreicht wird. Da nicht alle an der Küste wohnen können, denke ich ist dieses Profil für Schwachwindgebiete gar nicht so verkehrt.
Achso Bernd wegen deiner Flattergeräusche würde ich mir keine Gedanken machen ,die sind durch spannen des Stoffes und den stabis immer zu unterdrücken. Bei 120 km/h Windgeschwindigkeit könnte das dann aber doch zum Problem werden ,aber da hörst du dann auch ganz andere sachen im Wind heulen , außerdem hast du die garantiert nicht jeden tag 😉

Ich freue mich auf noch mehr Aufschlußreiche Bilder und ,oder tolle kleine Viedeos und Fakten.

Mit allerfreundlichsten Grüssen und voller Erwartung

JR
CS
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.10.2008 - 19:26 Uhr  ·  #127
Zitat geschrieben von JR

... dennoch muss ja irgendwie der Druckausgleich zwischen dem Vorflügel und dem hinteren Teil stattfinden, und das ist meistens mit einer Luftströmung verbunden. Der Ansatz mit der Rauchpatrone würde auch mich brennend interessieren , wie und welche Strömungsverhältnisse am Profil nun wirklich anliegen. Denn eines ist mal klar ,ein reiner Widerstandsläufer mit schnelllaufzahl 1 ist er bestimmt nicht wenn wenn sich ein Auftriebserzeugendes Profil bilden kann. Und da es Canstein mit einer Schnelllaufzahl von 3 angibt sollten wir noch solange probieren bis wenigstens die erreicht wird.


Du sagst es! Ich bin auch sowas von gespannt, wie sich da ein auftriebserzeugendes Profil bilden kann.
Man müsste eine kleine Kamera von oben auf den Flügel filmend montieren, sodass man das Profil und den Zwischenraum zum Vorflügel als Querschnitt sieht. Wenn das Blatt jetzt durch den Rauch dreht, kann man vielleicht was erkennen, mit Betonung auf vielleicht ;)

Gruß,
Christian
JR
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.10.2008 - 21:15 Uhr  ·  #128
Hi CS
Beim Windsurfen ist es ganz einfach, man nimmt das Segel und läßt es sich im ersten moment durch den druck vom Wind Wölben, und dann drehen das man vorwärts kommt, und den rest kennen wir ja. Auch wenn es dort keinen Vorflügel gibt, das Prinzip bleibt dasselbe. Solange es für die Luftströmung an einem aerodynamischen Profil auf einer Seite eine längere strecke zu überwinden gibt ,als auf der anderen seite ,entsteht Auftrieb. So hat man es mir zumindest beigebracht :?: :!:
Oder hat sich das geändert ???
Und sobald sich der hintere teil des Profils durch den nachgebenden "Stoff" wölbt, ist genau diese Grundvoraussetzung für Auftrieb in der Theorie erbracht.
CS
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.10.2008 - 23:01 Uhr  ·  #129
Zitat geschrieben von JR

Solange es für die Luftströmung an einem aerodynamischen Profil auf einer Seite eine längere strecke zu überwinden gibt ,als auf der anderen seite ,entsteht Auftrieb. So hat man es mir zumindest beigebracht :?: :!:

Hallo JR,
so wird es leider immer wieder erzählt und die Geschichte "oben muss die Luft schneller fließen, weil sie einen längeren Weg hat" stirbt nicht aus ;) Den Luftteilchen, welche sich an der Nase eines Tragflügels trennen müssen, kann es ja eigentlich egal sein, ob sie hinten auch gleichzeitig wieder zusammen treffen...
Also die Wölbung eines Profils drückt die darüberliegenden Stromlinien zusammen. Man stellt sich jetzt z.b. 20 waagerechte Linien vor, mit gleichem Abstand (ungestörte Luft). Nun legen wir ein Profil auf diese Linien, aber müssen auch gleichzeitig die Linien um das Profil herumführen. Die ersten Linien über dem Profil müssen näher zusammenrücken und der Wölbung folgen. Je höher man geht, desto ungestörter werden die Stromlinien und irgendwann sind sie wieder gestreckt und die Luft bekommt vom Störkörper nix mehr mit. Wenn man das jetzt betrachtet, ergibt sich eine Verengung zwischen der obersten, gestreckten Stromlinie und dem gewölbten Profilrücken, ähnlich einer Düse. Und voilà, Herr Bernoulli lässt grüßen: Querschnitt verengt sich, Strömungsgeschwindigkeit nimmt zu, Druckabfall entsteht = Sog. Andersherum auf der Unterseite.
Aber das ist nur eine Komponente die den Auftrieb liefert!!
Ein weiterer großer Teil entsteht durch die Umlenkung der Luftströmung nach "schräg unten". Die Luftteilchen werden durch die Formgebung des Profils mit einer vertikalen Komponente beschleunigt.
So grob halt.

Aber was mich eben an dem durchströmten Profil wundert, wie da der Auftrieb entsteht, obwohl vor dem eigentlichen Profil, also der Wölbung, ein üble Barrikade steht und die Luft verwirbelt! Ein Flugzeug wäre kaum oder schlecht fliegbar, mit einem halben Abflussrohr vor der Tragfläche.
Also nur eine gewölbte PLatte oder ein übliches Profil, OK, ergibt einen Auftriebsläufer.
Nur eine halbe Dachrinne und man hat einen Widerstandsläufer.
Aber beides passt für mich noch nicht zusammen, aber ich bin da guter Dinge, bei soviel geballter Kompetenz! :D

Und nun gute Nacht euch allen!

Gruß,
Christian
BerndH
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.10.2008 - 23:19 Uhr  ·  #130
Möglicherweise ist der Anteil der Komponente " Auftriebsläufer" an Gesamtertrag dieses Patents nicht soo gross.
Vielleicht überwiegt die "ausgefallene" Savonius Komponente, bei der der Flügel als Leitblech dient.
JR
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.10.2008 - 23:44 Uhr  ·  #131
Ok CS ich freue mich immer wieder über ausführliche und genaue erklärungen, ich bin nur sehr schreibfaul und versuche es den meisten, die in aerodynamik nicht ganz so versiert sind, so zu erklären ,das es jeder versteht. Denn wir sind ja nicht auf dem Flugplatz wo jeder weiß wie es läuft.
Trotzdem freue ich mich schon auf die "Rauchbombe" ,die wird Licht ins Dunkle bringen.
Nur so zum schluß nochmal eine laminare Strömung kann theoretisch auch nur an einem laminaren Profil auftreten. Das weiß ich auch. Nur irgendwie muß das Ding ja laufen. Aber ich werde mir jetzt auch mal so ein Profil mit ner halben Tonne vorne dran zusammenbasteln und schauen was geht. Irgendwie hat mich die Neugier jetzt doch gepackt.

voller tatendrang

JR
Windikus
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 28.10.2008 - 00:11 Uhr  ·  #132
Nabend allerseits,

so quasi zur Nacht noch ein paar Neuigkeiten vom Amateurteststand.
Die Flasche wurde nun durch einen im Durchmesser und Länge größeres Dachrinnefallrohr ersetzt.
Habe selbiges aufgesägt, erst halbe/halbe dann nochmal knapp 2-drittel zu reichlich 1 Drittel. Im "langsameren" Drehbereich hat die 2-drittel Dachrinne eindeutig die Nase vorn. (da bekommt doch der Begriff "Nase vorn" gleich eine ganz neue Bedeutung ;) )
So ähnlich ist es ja im Patent von Herrn Canstein skiziert worden. (siehe Bernd's Beitrag von gestern).

So Freunde, nun aber mal was wirklich neues:
Verschließt man das obere und untere Ende des Vorflügels, erhöhen sich die RPMs um 20 Prozent. Wie gesagt zu Leistung und Drehmoment kann ich (noch) keine Aussage machen, bin aber zuversichtlich mit Hilfe radixdelta's Tipps was basteln zu können. Danke nochmal für die Hinweise radix.


Na dann gute Nacht
Fluppser



Achso nochwas:
"Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht...."

Da glaub ich fest dran ! :)
arcobär
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 28.10.2008 - 12:22 Uhr  ·  #133
Hallo radixdelta,

man kann das Drehmoment auch mechanisch messen, aber der Aufwand ist relativ hoch. Es bleibt immer noch das Problem des Bremsens mit konstanten Moment.

Wesentlich einfacher ist die Leistungsmessung mit einem geeigneten DC-Motor als Last, wie ich es auch gemacht habe.

Um Leistungsverluste zu umgehen, setzt man den Rotor direkt auf die Motorwelle. Der Motor sollte dann bei den geringen Drehzahlen (ca. 200 U/min) eine möglichst hohe Nennspannung besitzen. Bei ebay werden z.B. zur Zeit wieder Dunkermotore mit 120/180/220V DC angeboten, die für kleine Versuchsrotore mit niedrigen Drehzahlen gut geeignet sind.

Mit einer einstellbaren Kostantstromquelle bestehend aus einem Operationsverstärker, MOS-FET und Potentiometer kann man sehr schön die Kennlinie aufnehmen.

Die Drehzahl entspricht in etwa der Motorspannung. Das Drehmoment entspricht beim DC-Motor recht linear dem Strom. Mit der Motorspannung und dem Motorstrom bekomme ich dann exakt die abgegebene elektrische Leistung, die dann durch den Motorwirkungsgrad ca. 80% der mechanischen entspricht.

Gruß Uli
radixdelta
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 28.10.2008 - 14:00 Uhr  ·  #134
Zitat
Es bleibt immer noch das Problem des Bremsens mit konstanten Moment.


Das Moment wird durch eine Last am Generator eingestellt. Konstant muß das nicht sein, ich messe es ja.

Zitat
Mit der Motorspannung und dem Motorstrom bekomme ich dann exakt die abgegebene elektrische Leistung, die dann durch den Motorwirkungsgrad ca. 80% der mechanischen entspricht.


Zwei Probleme. Zum einen kennt man den Wirkungsgrad nicht. Das wäre bei Vergleichsmessungen egal. Aber der Wirkungsgrad variiert sehr mit der Drehzahl und der Last. Und dann bekommst du Probleme bei dem Vergleich von Profilen mit unterschiedlicher Schnelläufigkeit.
BerndH
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 28.10.2008 - 17:41 Uhr  ·  #135
Ich befürchte ausserdem, das beim direkten Vergleich eines Schnellläufers mit einem Langsamläufer die stark unterschiedliche Generatordrehzahl (wenn man jeweils über den gleichen Genearator misst) dazu führt, das das langsamer laufende Blatt schlechter abschneidet, auch wenn es ein grosses Drehmoment erzeugt, ganz einfach weil der Generator bei z.B. nur 1/3 der Drehzahl (gegenüber dem Schnelläufer) nur eine viel kleinere max. Leistung abgeben kann, selbst bei riesigen zur Verfügung stehenden Drehmoment. Der erheblich langsam drehende Generator kann trotz höheren Drehmoments keine grosse Leistung erzeugen, das hohe Drehmoment bleibt wirkungslos.

Vergleiche verschiedener Rotorblattformen lassen sich meiner Meinung nach nur dann mit dem gleichen "Testgenerator" aussagekräftig bilden, wenn die Schnelllaufzahlen der zu testenden Blätter unter Belastung in etwa gleich sind, oder man die Eingangsdrehzahlen für den Generator durch Übersetzung in etwa angleicht.
arcobär
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 29.10.2008 - 10:58 Uhr  ·  #136
Hallo radixdelta,

sicher stellt sich mit einer Last am Generator irgend ein Moment ein. Dieses ist aber von der Drehzahl abhängig. Damit wird die Aufnahme der Leistungskurve sehr fummelig.
Der Wirkungsgrad des DC-Motors (Generators) schwankt in dem gemessenen Bereich sicher nur um einige Prozent, da die Reibungsverluste nahezu identisch sind und die Verluste durch den geringen Wicklungswiderstand von 0,5 Ohm und Lastströmen von 100...200mA auch sehr gering sind. .
Die gemessene Schnelllaufzahl war beim Einflügler mit durchströmten Profil 1,5 und beim Dreiflügler mit „normalen“ Profilen 3. Damit lagen die Drehzahlen bei meinem Rotor mit 50 cm Durchmesser zwischen 200 und 400 U/min. Der Unterschied ist nicht so gewaltig.
Jede Übersetzung zur Drehzahlanpassung bringt Leistungsverlust und sollte vermieden werden.
Ich denke, dass die Genauigkeit meiner Messung im 5 %-Bereich lag. Der gemessene Leistungsunterschied lag aber bei ca. 500 %.

Gruß Uli
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 29.10.2008 - 22:08 Uhr  ·  #137
Hmmm eines ist für mich schwer zu verstehen.

Wie kann ein Rotor, dessen Drehzahl "nicht gewaltig" unter der eines anderen liegt, der aber im Gegenatz zum anderen ein kräftiges Drehmoment und das auch noch über 3/4 des Drehkreises erzeugt, 5x weniger Leistung erzeugen ? Etwa gleich viel Leistung, oder meinetwegen auch etwas weniger wären für mich von der Logik her denkbar, aber 5 x weniger bei oben genannten Fakten ?
Irgendwie wiederspricht sich da was. Muss man das verstehen ? Ich peil es nicht.

Ist die Leistung nicht ein Produkt aus Drehmoment und Drehzahl ?
radixdelta
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 30.10.2008 - 00:44 Uhr  ·  #138
Zitat
sicher stellt sich mit einer Last am Generator irgend ein Moment ein. Dieses ist aber von der Drehzahl abhängig. Damit wird die Aufnahme der Leistungskurve sehr fummelig.


Klar ist das Moment von der Drehzahl abhängig, weil die Leistung ebenso davon abhängt. Ich muß dann wohl oder über zwei Werte gleichzeitig Protokollieren, aber solch eine Auswertung macht man zweckmäßigerweise mit dem PC. Dann bekommt man richtige Kurven und kann in kürzester Zeit viele Meßreihen durchführen. Das Equipment ist relativ günstig und lässt sich teilweise selber bauen.

Zitat
Ich denke, dass die Genauigkeit meiner Messung im 5 %-Bereich lag. Der gemessene Leistungsunterschied lag aber bei ca. 500 %.


Ich glaube da irrst du. Die Generator-Kennlinien, die ich bisher gesehen habe, waren sehr steil bei geringen Drehzahlen. Da 200-400 Umin weit unter der Nenndrehzahl sind, dürften kleine Änderungen schon große wirkung haben. Die 5% sind daher viel zu optimistisch. Und damit die 500% eine Fehleinschätzung.
Ausserdem wirst du so niemals echte Rotor-Wirkungsgrade angeben können, sondern nur relativ zu anderen Profilen Testen. Die Ergebnisse kann niemand hier mit seinen eigenen Tests vergleichen.
Wenn man so einen Prüfstand erstmal hat, kann man auch Generatorkennlinien aufzeichnen, wenn man verschiedene Generatoren montiert, per Elektromotor antreibt und abgegebene und aufgenommene Leistung vergleicht.

Ich finde hier leisten einige anerkennenswerte Arbeit indem sie mit viel Fleiß und nicht zuletzt auch Geld ein paar Dinge ausprobieren. Vieles davon wird zunichte gemacht, wenn nicht möglichst genau und reproduzierbar (auch für andere) gemessen wird. Ich denke das mit etwas Schrott und Material für vielleicht unter 100€ die Grundlage für Rotor- und Generatortests gelegt werden kann, deren Ergebnisse für jeden mit eigenen Tests vergleichbar sind.
arcobär
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 30.10.2008 - 09:38 Uhr  ·  #139
Hallo,

die Motorkennlinien gelten für den Motorbetrieb. Der steile Anstieg des Wirkungsgrades resultiert nur aus dem Reibungsmoment.

Beim Generatorbetrieb wird die abgegebene Spannung nur durch den konstanten Spannungsgradienten und die Drehzahl bestimmt. Davon muss nur noch die Spannung durch die Wicklungsverluste abgezogen werden, die bei der geringen Leistung vernachlässigbar ist.
Der Strom ist proportional dem Moment
Die abgegebene Leistung ist die Summe aus der mechanischen Leistung durch die Lagerreibung und der elektrischen Leistung.

Macht Euch nicht durch die Motorkennlinien verrückt.

Wieso sollen 500% Leistungsunterschied so unwahrscheinlich sein?
Da der durchströmte Einflügler nur mit der halben Drehzahl des „normalen“ Dreiflüglers dreht, hätte er z.B. bei halbem Drehmoment nur 25% der Leistung des Dreiflüglers.

Gruß Uli
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 31.10.2008 - 00:19 Uhr  ·  #140
Wenn ich Generatorkennlinie schreibe, dann meine ich das auch ;-)

Im ernst, so wie du dir das Vorstellst kommen keine Vergleichbaren Meßwerte heraus. Der Wirkungsgrad des Generators hängt erheblich von der Drehzahl ab, und deshalb sind die 500% auch nicht realistisch, wenn man die reine Wellenleistung des Rotors betrachten will.

Ich habe schon ein paar mal Maschinenkennlinien aufnehmen müssen, anschließend Fehleranalyse und Fehlerabschätzung relativ und absolut. Da gehen einem die Augen auf wo überall Ungenauigkeiten sind und wie groß die sind.
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