Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

 
radixdelta
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 12:46 Uhr  ·  #221
Ich weiß nicht wie man das Fertigungstechnisch einfach lösen kann, aber ich bin mir sicher weitere Spanten über den Flügel verteilt würden nochmals meßbare Mehrleistung bringen. Gerade bei der Winderzeugung per Ventilator, weil da sehr viel Radialkomponente im Wind sein dürfte.

Ich möchte behaupten, das neben der Vermeidung der normalen Flügelrandverluste auch die Ausnutzung der Radialkomponente der Windgeschwindigkeit (oder überhaupt jeder Strömung die nicht parallel zum Boden verläuft) zur Effizienzsteigerung durch die Endkappen beiträgt.

Ich glaube Carl hatte das irgendwo vermutet, ich finde das Logisch.
arcobär
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 12:46 Uhr  ·  #222
Wenn die Blattzahl nur geringen Einfluss auf die Schnelllaufzahl hat und der 3-Flügler sogar noch etwas schneller dreht, was mit dem runderen Lauf zusammenhängen könnte, könnte das Bedeuten, dass der durchströmte Flügel doch gewisse Ähnlichkeit mit dem durchströmten Savonius hat. Das bedeutet, dass er mehr Widerstands- als Auftriebsläufer ist.
Die Schnelllaufzahl ist ja fast identisch..
Der durchströmte Flügel hat aber den großen Vorteil zum Savonius, dass er bei ca. 75% des Umlaufes Vortrieb erzeugt, der Savonius nur bei knapp 50% und das sehr ungleichmäßig..
Deshalb läuft auch nur der durchströmte Flügel als Einflügler so rund.

Noch etwas zum Nachdenken: Mein dreiflügeliger H-Rotor mit NACA0018-Profilen brachte mit Flügelendkappen weniger Leistung.

Gruß Uli
Carl
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 15:22 Uhr  ·  #223
@ radixdelta: Was Du da sagst, ist sehr einleuchtend und deckt sich auch mit einigen meiner Beobachtungen. Am besten man findet es mal im Messversuch heraus. @ Uli: Wenn Du die bestrichene Flaeche des Savonius aus der Windrichtung gesehen betrachtest, dann musst Du glauben, dass die Seite, die sich gegen die Windrichtung dreht, keinen vortriebsmaessigen Nutzen haben kann. Das ist aber eine Taeuschung, weil das offene mit der Stroemung mitlaufende Blatt von dem gegenlaeufigen teilweise als Einleitflaeche - wie beim durchstroemten Fluegel - profitiert. Zu einem guten Teil kann dieses gegenlaeufige Blatt naemlich eine solche Einleitflaeche aufweisen, die wohl mit der Windrichtung verlaeuft obwohl es sich gegen den Wind zu drehen scheint. Das ist, weil die Blaetter beim Savonius konzentrisch zur Drehachse hin angeordnet sind. So gesehen sind etwa 2/3 der bestrichenen Flaeche des Savoniusrotors im positiven Sinn aktiv und arbeiten. Ich habe oft gehoert, der Savonius-Rotor sei ein Widerstandslaeufer (ich will keine Namen nennen). Wenn ein Savonius eine Schnelllaufzahl von ueber 1,6 haben kann, wie greift dann diese Logik des Widerstandlauefers? Savonius muesste doch auch ein Auftriebslaeufer sein, oder er kann vielleicht noch eigens mit einer speziellen Wirkungsbezeichnung definiert werden. Da koennte moeglicherweise irgendetwas mit der Einschaetzung der 50%igen Wirksamkeit im Umlauf noch einmal hinterfragt werden. Meine Einschaetzung war bis vor wenigen Jahren noch identisch mit ebendieser, inzwischen traue ich dem Savonius allerdings allerhand Ueberraschungen zu. Schau mal bei Wikipedia in den Artikel: Savonius-Rotor. Interessant ist auch der Artikel: Sigurd Savonius, sehr interessant sogar, wenn man erfaehrt, dass Savonius seinen Rotor nicht erfunden hat, um ein Windkraftwerk damit zu bauen. Carl
BerndH
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 17:26 Uhr  ·  #224
hallo Freunde

Folgendes liegt heute abend für den Bernd an:

1) Den Savonius nochmal auf den Messstand und die Leistung bei höheren Drehzahlen messen.
Gestern hatte ich ja erstmals Leistungen bei verschiedenen Drehzahlen ermittelt.
Dabei kam mir der Gedanke das ich den Savonius tags zuvor vielleicht zu stark abbremste bei meiner ersten Messung.
Ich glaube ich bremste ihn auf die Drehzahl, wie ich es auch beim durchströmten machte.
Da der Savonius aber durch seinen geringeren Durchmesser naturgemäß viel schneller dreht, werde ich das nachher nochmal bei verschiedenen, auch höheren Drehzahlen messen.

2)
Werde ich wie von Uli vorgeschlagen den durchströmten nochmals als 1, 2 und 3 Flügler bei verschiedenen Drehzahlen messen
sowie die jeweiligen Leerlaufdrehzahlen ermitteln.

3)
Carl, heute morgen habe ich natürlich Mist erzählt, bzw. war ich wohl noch nicht richtig wach :)
Die vorgestrige Messung des Einflüglers mit und ohne Endkappen erfolgte mit den provisorischen Kappen aus Teppichklebeband.
Diese haben zwar in etwa die gleiche Fläche, sehen aber natürlich nicht so schick aus.
Ich werden nachher den Einflügler mit der jetzigen Kappe messen.
Wind_Stefan
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 17:54 Uhr  ·  #225
Hallo,

Bernd ich finde es toll das du deinen teststand so gut hinbekommen hast. Auch decken sich deine bisherigen resultate mit meinen ergebnissen die ich mit provisorischeren mitteln gemacht hatte.

Wenn du die flügelendkappen noch etwas größer als das flügelprofil von oben gesehen machst, also rundherum überstehen lässt, wird sich noch einmal eine kleine verbesserung einstellen, war jedenfalls bei meinen versuchen so.

Auch hätte ich zwei kleine vorschläge die du wenn du möchtest mal probieren könntest. Ist noch von damals als idee übrig geblieben als ich mit diesem flügelprofil "experimentiert" hatte. Wurde nur leider nicht mehr weiter von mir umgesetzt.
Hier mal zwei kleine skizzen um es anschaulicher zu machen, sind alles draufsichten:

Ich dachte mir damals noch einen zweiten kleineren vorflügel vor den großen zu setzen. Würde so vermute ich das anlaufverhalten noch etwas verbessern und die aerodynamik bestimmt auch deutlich.
Oder diese version um wenigstens die aerodynamik zu verbessern. Kommt ja annäherungsweise einem NACA profil entgegen. :D

Ist bestimmt mit wenig aufwand zu realisieren und an deine fertigen flügel zu montieren um es direckt zu vergleichen.

Gruß
Stefan
Carl
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 18:04 Uhr  ·  #226
Das tolle mit den verschiedenen Rotortypen ist doch eigentlich, dass sie individuell jeder fuer sich eigene Vor- und Nachteile mitbringen, nach denen man je nach Standort, Windverhaeltnissen und nach anderen Kriterien seine eigene guenstigste Auswahl treffen kann. Es gibt Einsatzmoeglichkeiten, wo z.B.ein Savonius die bessere Wahl sein kann und vizeversa andere, wo der Darrieus oder andere Turbinen besser sind. Da ist immer Luft fuer alle drin. Carl
BerndH
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 18:07 Uhr  ·  #227
Stefan, das wurde aber auch mal Zeit das du dich hier auch mit einbringst !! :D
Immerhin hast du ja dieses schöne Windrad mit den drei durchströmten Flügeln gebaut, von dem ich mir die Tragarmhalterung
abgeguckt habe. :)

Vielleicht kannst du uns ein bisschen davon erzählen, welche Erfahrungen du bislang damit machen konntest ?

Stefan derzeit verwende ich einen Vorflügel der nicht halbkreisförmig ist, sondern schon so ein bisschen "stromlinienförmig".
Ich vermute das du das mit dem direkt aufgesetzten kleineren Rohrabschnitt auch erreichen wolltest.?
Oder bist du der Meinung, das es so besser wäre, weil innerhalb des Vorflügels dann eine kreisrunde Form erhalten bliebe,
was bei mir ja nicht der Fall ist.
Bild 1 mit "Vorflügel vor Vorflügel" könnte man sich auch mal testen.

Derzeit mangelt es mir an Ideen für Rohrmaterial aus den man Vorflügel sägen könnte.
HTPP Toilettenrohr ist wenig geeignet weil es sich nur sehr mässig bearbeiten lässt, das schmilzt z.B. beim Sägen.
Installationsrohre hab ich nur bis 32mm gefunden.
Am besten gefilen mir noch Dachrinnen aus Kunststoff.
BerndH
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 19:21 Uhr  ·  #228
Messergebnisse aus dem windigen Wohnzimmer (Werkstatt ist nicht geheizt..)

Ergebnisse für den durchströmten Rotor:

1 Flügler:
Leerlaufdrehzahl 111 U/min
Werte bei Abbremsung auf :
110 U/min = nicht messbar (beim Zuschalten der Bremse fällt Drehzahl sofort unter 110 U/min)
100 U/min = 0,012 NM = 0,126 W
90 U/min = 0,017 NM = 0,154 W
80 U/min = 0,025 NM = 0,209 W
70 U/min = 0,036 NM = 0,264 W
60 U/min = 0,041 NM = 0,260 W

2 Flügler:
Leerlaufdrehzahl 122 U/min
Werte bei Abbremsung auf :
110 U/min = 0,013 NM = 0,150 W
100 U/min = 0,026 NM = 0,272 W
90 U/min = 0,040 NM = 0,377 W
80 U/min = 0,058 NM = 0,486 W
70 U/min = 0,072 NM = 0,528 W
60 U/min = 0,077 NM = 0,484 W

3 Flügler:
Leerlaufdrehzahl 119 U/min
Werte bei Abbremsung auf :
110 U/min = 0,015 NM = 0,173 W
100 U/min = 0,033 NM = 0,346 W
90 U/min = 0,059 NM = 0,556 W
80 U/min = 0,072 NM = 0,603 W
70 U/min = 0,084 NM = 0,616 W
60 U/min = 0,092 NM = 0,579 W

In der Gegend von 70 U/min (müsste noch genauer ergründet werden) ergab sich während der Messung das Leistungsmaxima.
Das entspricht knapp 60% der Leerlaufdrehzahl.
Dieser Wert ist sicher hilfreich bei der Auslegung des Generators.
Auffallend auch, das die Kurve der Leistung vom 1 zum 3 Flügler immer flacher verläuft also das Leistungsmaxima nicht
mehr so punktuell liegt, was sicher für einen späteren Wirkbetrieb und die Generatorauslegung sehr positiv ist.
Also wohl doch 3 Flügel ?

Mein Kommentar zur Messung:
Das ermitteln dieser Werte ist eine Sache für sich die neben technischen Verständnis vor allen Feingefühl abfordert.
Es bedarf doch etwas Geschick und Einfühlungsvermögen die Komponenten wie Drehzahl, Bremswirkung,
Massenträgheit (kinetische Energie des beschleunigenden/abbremsenden Rotors) in Einklang zu bringen und daraus (nicht zu früh) ein aussagekräftiges Messergebnis pro Drehzahl zu bilden.
Alle oben genannten Parameter wirken ständig aufeinander ein.
Einfach nur schnell auf die Waage gucken wenn die Drehzahl zufällig gerade mal erreicht ist, ist zu wenig.
Evtl. erwischt man dann ein Ergebnis, das durch Beschleunigung oder gerade erfolgende Abbremsung des Rotors verfälscht ist.
Man muss schon eine Weile beobachten, der Wert muss sich einpendeln und erst wenn man sich sicher ist sollte man die Werte übernehmen...

Erschwerend auch, das die Drehmomentabgabe im 360 Grad Umlauf nicht gleichmässig erfolgt sondern pulsierend,
je nachdem welche Stellung die Flügel zum Wind gerade haben.
Meine Federwaage nimmt das aber trägheitslos entgegen, weshalb man wirklich Verständnis für die Sache
bei der Messwertaufnahme mitbringen sollte. Der pulsierende Drehmomentwert wird händisch gemittelt.

Gott seit Dank ist diese Art von "Messerei" und das Beachten und Umsetzen der oben genanten Punkte
genau mein Ding... :) auch aus beruflichen Gründen..
Und es macht auch einfach riesig Spaß :D (mir zumindest...)
BerndH
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 19:48 Uhr  ·  #229
@Radixdelta
Ich glaube was du meinst zu verstehen.
Du schlägst vor weitere Spannten, formähnlich meinen schwarzen Abschlusskappen, auf dem Flügel zu verteilen damit
sich der Wind besser auf dem Flügel hält bzw. überhaupt erst dort fängt.

Das Flügelprofil nach Ed Lenz hat auch meist solche weiteren Spannten.
Überhaupt hat unser Rotorblatt schon eine gewisse optische Ähnlichkeit mit den Blättern nach Ed Lenz.
BerndH
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 20:28 Uhr  ·  #230
@ Uli
Zitat
könnte das Bedeuten, dass der durchströmte Flügel doch gewisse Ähnlichkeit mit dem durchströmten Savonius hat. Das bedeutet, dass er mehr Widerstands- als Auftriebsläufer ist.
Die Schnelllaufzahl ist ja fast identisch..

Da stimme ich Dir voll zu.
Wie es Carl auch schon so schön formulierte, scheint das durchströmte Profil so eine Art durchströmter Savonius auf
einer "Umlaufbahn" bzw. "Kreisbahn"zu sein, also ein NICHT um seine eigene Achse rotierender Savonius.
Sollten wir Werte eines guten Savonius (durchströmten) erreichen können, wäre diese Bauart, also "Carls Flügel",
für mein Empfinden der klassichen Bauart eines Savonius haushoch überlegen, alleine weil sie schonmal viel esthetisher
ausschaut und auch die bauartbedingten Nachteile wie schwer zu bändigenden Unwuchten etc. der rotierenden "Litfaßsäule" nicht mitbringt.
trilobyte
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 21:43 Uhr  ·  #231
@bernd: vielen dank für die messungen!
was mich stark interessieren würde ist wie sich verschieden lange flügel verhalten (mit länge meine ich die ausdehnung auf der kreisbahn)
das wird sich ja sehr stark auf die schnellaufzahl auswirken...


gruss

peter
BerndH
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 21:45 Uhr  ·  #232
Peter was meinst du genau ?
Höhe des Flügels ? Seine Tiefe, oder Durchmesser des Rotors ?

Hmm jetzt glaube ich du meinst die Tiefe, also quasi "die Breite".
arcobär
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 22:51 Uhr  ·  #233
Hallo Bernd,

danke für deine Ergebnisse. Das bedeutet, dass 2 Flügel ein Muss und 3 Flügel das Optimum sind. Der Leistungssprung vom 1- zum 2-Flügler ist gewaltig und war so nicht zu erwarten. Eine noch höhere Flügelzahl als 3 wird kaum noch Verbesserung bringen und rechtfertigt nicht den Aufwand. Ich hoffe, dass meine Messungen das auch bestätigen.

Ich habe mir in Auswertung der bisherigen Ergebnisse noch mal Gedanken zum möglichen Wirkprinzip des durchströmten Flügels gemacht.

Bei Anströmung direkt von hinten arbeitet er als reiner Widerstandsläufer. Da scheint ein gerades Profil eventuell vorteilhafter zu sein, da ein gekrümmtes die Windströmung nicht direkt in den Vorflügel leitet, sondern diesen teilweise versperrt.

Bei Anströmung schräg von hinten arbeitet er auch als Widerstandsläufer. Hier wirken die Profile wie Leitbleche und es findet, wie du schon angemerkt hattest, eine Durchströmung statt, wodurch eine zusätzliche Kraft auf der von der Strömung abgewandten Seite erzeugt wird.

Wann arbeitet der Flügel als Auftriebsläufer? Ich denke hauptsächlich bei Schräganströmung von vorne. Da ein Auftrieb nur an gekrümmten Flächen oder Profilen erfolgt, muss etwas mit dem Flügel geschehen. Der Vorflügel bildet die Spitze des Profils . An den Vorflügelkanten bilden sich durch den Strömungsabriss Wirbel, die sich in diesem Fall nicht negativ, sondern positiv auswirken. Sie füllen den Raum zwischen Vorflügelkante und Profil auf und lassen den Flügel zum Profil werden. Ähnliches ist mir aus dem Schiffbau bekannt. Um z.B. die Abströmung am Heck zu verbessern, werden einfache Bleche angebracht, an der sich Wirbel bilden, die den Raum zwischen Kante und Schiffsboden ausfüllen und wie eine Strömungsleitfläche wirken lassen.
Wenn es so wie von mir angenommen sein sollte, müsste ein Vorflügel mit der Form eines Profilvorderteiles, ähnlich deiner Dachrinne, der bessere sein. Ein runder Vorflügel hätte eventuell Vorteile durch die größere Innenfläche als Widerstandsschaufel bzw. bei der Durchströmung.

Die Profilbildung könnte auch bei der Anströmung direkt von vorne entstehen und dadurch den Widerstand gering halten.

Kompliziert ist es, glaube ich, bei der direkten senkrechten Anströmung. Hier scheint sowohl der Widerstand als auch noch der Auftrieb wirksam zu werden. Die Windströmung trifft senkrecht auf den Flügel und strömt nach allen Seiten ab. Ein Teil strömt zum Vorflügel und durchströmt ihn und erzeugt Vortrieb. Es könnten sich auch hier Wirbel im Bereich des Eintrittes in den Vorflügel bilden, die den Flügel zum Profil werden lassen und einen Auftrieb, zwar geringer als bei der Schräganströmung, erzeugen.

Die Schließung des Vorflügels und Flügelendkappen ist erforderlich, da sonst ein beachtlicher Teil der widerstandserzeugenden Kraft verloren geht. Der Savonius wird aus diesem Grund auch mit Scheiben abgedeckt bzw. die Schaufeln des durchströmten Savonius geschlossen.

Gruß Uli
BerndH
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 26.11.2008 - 23:33 Uhr  ·  #234
Noch mehr Messwerte: :)

Ich testete den Einfluss der Endkappe sowie deren Grösse auf die erzielbare Leistung beim Einflügler.

1 Flügler ohne Endkappe
Leerlaufdrehzahl 110 U/min
100 U/min = 0,01Nm = 0,105 W
90 U/min = 0,013Nm = 0,123 W
80 U/min = 0,022Nm = 0,184 W
70 U/min = 0,029Nm = 0,212 W
60 U/min = 0,035Nm = 0,219 W

1 Flügler mit "primitiv" Endkappe aus Teppichklebeband
Leerlaufdrehzahl 112 U/min
100 U/min = 0,012Nm = 0,126 W
90 U/min = 0,017Nm = 0,160 W
80 U/min = 0,025Nm = 0,210 W
70 U/min = 0,035Nm = 0,257 W
60 U/min = 0,041Nm = 0,258 W

1 Flügler mit "geschwungen geformter" Endkappe
Leerlaufdrehzahl 111 U/min
100 U/min = 0,012Nm = 0,126 W
90 U/min = 0,017Nm = 0,160 W
80 U/min = 0,025Nm = 0,210 W
70 U/min = 0,036Nm = 0,264 W
60 U/min = 0,040Nm = 0,251 W

1 Flügler mit "riesen" Endkappe
Leerlaufdrehzahl 111 U/min
100 U/min = 0,013Nm = 0,136 W
90 U/min = 0,018Nm = 0,170 W
80 U/min = 0,025Nm = 0,210 W
70 U/min = 0,035Nm = 0,257 W
60 U/min = 0,040Nm = 0,251 W

Wie man sehen kann ist eine Endkappe zwingend nötig, der Einfluss einer besonders grossen Endkappe aber relativ gering.
Im höheren Drehzahlbereich bringt sie leichte Vorteile.
Im wichtigen Nutzdrehzahlbereich brachte sie bei meinen Messungen aber gar nichts.
Wenn man auch noch die skurile Optik bedenkt, scheidet so eine riesen Endkappe für mich aus.

Der Unterschied mit/ohne Endkappe ergibt bei meinen heutigen Messungen "nur" noch ca. 25%
Ich habe daher mehrmals gemessen aber die Werte blieben stabil.
Irgend etwas muss bei meiner ersten Messung
vor 2 Tagen bei der Werteermittlung "70 U/min mit Endkappe" nicht ganz gepasst haben.
Ich beziffere die Verbesserung neu auf ca. 25%.


Carl
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.11.2008 - 01:21 Uhr  ·  #235
Ich habe erst spaet am Abend Zeit gehabt, hier nachzuschauen und es hat sich sehr viel getan bei Euch in der Zwischenzeit. Ich will zuerst mal versuchen, auf Stefans Vorfluegelformen einzugehen. Von dem, was man nicht auch ausprobiert, kann man nicht mit absoluter Gewissheit sagen, wie es sich verhalten wird und wie es reagiert. Ich selber habe oft Ideen gehabt und diese, nachdem ich sie umgesetzt hatte, wieder verwerfen muessen. Von tausend Versuchen ist nicht immer auch nur einer halbwegs erfolgreich. Momentan haben wir ja eine Gluecksstraehne, was die moeglichen und schon erzielte Erkenntnisse - unter anderem mit ausgefeilten Messmethoden und fachmaennische Bearbeitung erreicht durch Bernd - betrifft. Auch alle anderen ziehen - jeder wie er kann - am gleichen Strick und die Ergebnisse bisher koennen sich wirklich sehen lassen! Viele Fachleute, die ihr Leben lang lernen und vieles schon von der Pike auf studiert haben, koennen manchmal unendliche Versuchsreihen durchfuehren, ohne je im Leben das Glueck zu haben, etwas Aussergewoehnliches zu finden. Andere spielen ohne einen Funken Fachkenntniss herum und finden vielleicht wie Dagobert das grosse Los. Mir ging das ja so, viel mehr als Glueck war das nicht mit der Erfindung der einfachsten Variante unseres durchstroemten Fluegels. Ich kann Euch ja erzaehlen, wie das Ganze passiert ist, das lockert vielleicht die strenge freiwillige Disziplin, der sich so mancher hier unterzieht etwas auf: Man muss auch mal ein Paeuschen machen! Also, so war es! Vor nun etwa 20 Jahren interessierte ich mich nebenbei auch fuer die Argumente der damaligen Energiewirtschaft, weil, obwohl meine Grundeinstellung der umweltfreundlichen und das Leben und Gesundheit achtenden Technik und Lebensweise zugehoert, andererseits auch das Verstaendniss fuer oekonomische Beduerfnisse und Abhaengigkeiten da war und auch immer noch ist. So sehr man sich eine Abschaltung der Atomkraftwerke und Vermeidung von Umweltschaeden, die durch Kohle und Mineraloel entstehen wuenscht, haette eine sofortige Abschaltung ja moeglicherweise immer auch andere ernst zu nehmende Folgen und Nebenwirkungen, nicht nur den unschaetzbaren Gewinn, den Natur und Leben auf der Erde dabei erzielen koennen. Der Zufall wollte es, dass ich eine Info-Monatszeitschrift der RWE ins Haus bekam, in der ein H-Rotor der Firma Heidelberg-Motors beschrieben wurde, der nach einem halben Jahr der Erprobung in der Antarktis, wo er ( dann abgebremst) Windgeschwindigkeiten von 250kmh ueberstehen musste, abschliessend beurteilt wurde. 20 Jahre ist das her. Das fuer damalige Technik Tolle daran war auch die Loesung, mit Hilfe eines Ringgenerators die Reibungsverluste, die normalerweise durch ein fuer ausreichende Drehzahlen notwendiges Uebersetzungsgetriebe entstehen, zu vermeiden. Beim Ringgenerator fiel dieses ja ganz weg! Damals schon warnten Wissenschaftler vor moeglichen Folgen wie Klimaerwaermung etc. so dass sich fuer mich mit dem Artikel zum Heidelberg-H-Rotor ein kleiner Hoffnungsschimmer hin zu einer besseren Zukunft auftat. Da wurde etwas gemacht und nicht nur geredet! Damals hatte ich keine grossen Moeglichkeiten, selber etwas in Bewegung zu setzen, aber von dem Heidelberg-H-Rotor, der nach seinem Versuchslauf in der Antarktis vom germanischen Lloyd das Zertifikat der Arktistauglichkeit zugesprochen bekam, wollte ich mir ein Miniaturmodell fuer meine Bude, um es auf den Tisch oder auf den Schrank zu stellen und mich daran zu erfreuen, bauen. Werkzeug hatte ich eine Kneifzange, eine alte Schere, etwas Draht und das Konservenblech einer Kaffedose. Ein Hammer und ein paar Naegel waren auch dabei. Also ganz so, wie bei dem einen oder anderen unter Euch hier auch. Damit nun einen H-Rotor mit aerodynamischen Fluegeln zu bauen, wenn auch nur als halbwegs im Leerlauf funktionierendes Modell im Kleinformat, eigentlich undenkbar! Fuer die Fluegel konnte ich nur in sehr primitiv annaehernder Weise die aerodynamische Form abkupfern, indem ich vorsichtig vom Konservenblech eine wannenfoermige Vorderkante eines Fluegels formte, in dieser halbrunden Form wollte ich mit Draht ein weiteres gerades Stueck Blech festmachen, direkt am Vorderblech innen in der Wanne ohne den Schlitz, den wir ja inzwischen vom durchstroemten Fluegel kennen. So stellte ich mir vor, muesste der Fluegel mehr schlecht als recht ein klein wenig Vortrieb erzielen, ausreichend fuer den Betrieb als Hobbyminiaturmodell, ohne andere Leistung als den Leerlauf an sich. Als ich nun diese beiden fast ganz so wie bei unserem durchstroemten Fluegel geformten Blechstuecke lose in der Hand spielerisch gegeneinander verschob, stellte sich mir die beim Draufblick auf dieses improvisierte Profil die Frage, just in dem Moment, als sich beim Oeffnen eines Spaltes zwischen den beiden Teilen ein sichtbarer von einer Fluegelseite zur anderen verlaufender Luftkanal bildete, was wohl geschehen wuerde, wenn der Wind von hinten auf dieses so zusammengestellte Gebilde in dieser offenen Konstellation und Form einwirken wuerde. Ich erwartete eigentlich wenig, vielleicht eine minimale Verbesserung des Vortriebes bei Wind von hinten, aber nicht das Ergebniss, welches sich mir nach Fertigstellung dieser rudimentaeren Konstruktion aufzeigte. Ihr habt es ja inzwischen in etwa auch erlebt, also - mein Erstaunen war kaum in Worte zu fassen. Das Ding, so stuemperisch es auch gebaut war, lief und lief, bei wenig Wind schon, und mit soviel Kraft dahinter! Der Rest ist schnell erzaehlt: Ich bildete mir sofort ein, ein grosser Glueckspilz zu sein und machte mir Gedanken darueber, moeglichst als Erster die Sache zum Patentamt zu bringen. Das tat ich dann auch, verbrauchte von der Anmeldung bis zum erteilten Patent zwei Patentanwaelte, musste fuer eine Unsumme von Gebuehren und Honorarzahlungen aufkommen, musste auch eine spezielle Ausdrucksweise und buerokratische Formen erlernen, um alle Formulare korrekt ausfuellen zu koennen und alles ins Amtsdeutsch zu uebersetzen, wartete 7 1/2 Jahre, bis man mir das Patent endlich erteilte, bezahlte insgesamt 13 Jahre lang die sich jaehrlich fast verdoppelnden Jahresgebuehren an das Patentamt und bin ansonsten von unserem Rotor Jahr fuer Jahr mit unermuedlicher Arbeit im Wind belohnt worden und erlebe jetzt zu guter Letzt den grossen Erfolg, zuerst schon etwas bei Wikipedia und nun auch bei Euch zu sehen, dass andere auch von diesem Spass angesteckt werden koennen. Das ist, wie ich inzwischen weiss, mehr wert, als alle anderen Illusionen, die ich mir einmal in andere Richtungen gemacht habe. Jetzt ist die Erfindung in unser aller Hand, sie ist frei, und jeder kann damit machen, was er will. Dass wir jetzt etwas wirklich Gutes damit machen und dass daraus etwas Nuetzliches fuer alle werden kann, sieht man schon. Ich erlebe, wie sich auch fuer mich ein Traum erfuellt, wenn auch auf ganz andere Weise, als ich es mir urspruenglich vorgestellt hatte. Carl
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.11.2008 - 09:23 Uhr  ·  #236
Hallo Bernd,

ich hoffe, dass ich meine Messung mit und ohne Endkappe am Sonntag an meinem Einflügler im Kasten habe.
Deine Vorflügel sehen optisch sehr gewaltig aus. Meiner besteht aus einem halben 30-er Plasterohr und mein gerades Profil ist 13 cm tief, so dass der Vorflügel wesentlich kleiner wirkt.
Wir werden sehen.

Dein Pensum schaffe ich nicht, da ich erst immer relativ spät nach Hause komme und mich noch um meinen Hund kümmern muß. Größere Arbeiten muss ich immer auf das Wochenende verschieben.

Wie stellst du eigentlich immer deine tollen Fotos hier rein?

Gruß Uli
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.11.2008 - 11:00 Uhr  ·  #237
Zitat geschrieben von arcobär
Wie stellst du eigentlich immer deine tollen Fotos hier rein?


falls jemand webspace braucht um fotos zu veröffentlichen:
Forum/phpBB2/viewtopic.php?t=1960&start=10

ich biete für's forum 100 megs webspace an!
(wenn's denn sein muss auch etwas mehr ,-))

gruss

siegi
Wind_Stefan
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.11.2008 - 17:09 Uhr  ·  #238
Hallo,

Zitat geschrieben von BerndH
Stefan, das wurde aber auch mal Zeit das du dich hier auch mit einbringst !! :D
Immerhin hast du ja dieses schöne Windrad mit den drei durchströmten Flügeln gebaut, von dem ich mir die Tragarmhalterung
abgeguckt habe. :)

Vielleicht kannst du uns ein bisschen davon erzählen, welche Erfahrungen du bislang damit machen konntest ?


Sorry Bernd, ich kann leider nicht sehr viel über meinen H-Rotor berichten. Habe sehr wenig zeit im moment um mich um meine windräder zu kümmern. :D Auch ist wie gesagt der standort suboptimal , da muss es schon recht stark wehen um einigermaßen gute bedingungen zu bekommen. Eins kann ich aber sagen, nachdem ich nun endlich einen einigermaßen passenden leichtgängigen generator gefunden habe dreht die turbine beim leichtesten lüftchen an. Und das trotz einer übersetzung von 1:8. Leistung konnte ich leider noch nicht messen. Muss auch bestimmt den riemenantrieb noch verändern.

Zitat geschrieben von BerndH

Stefan derzeit verwende ich einen Vorflügel der nicht halbkreisförmig ist, sondern schon so ein bisschen "stromlinienförmig".
Ich vermute das du das mit dem direkt aufgesetzten kleineren Rohrabschnitt auch erreichen wolltest.?


Ja ich denke mir das die vorderkannte des flügels doch sehr viel windwiderstand bietet und das man so noch etwas mehr leistung herausholen könnte. Deine idee mit der stromlinienform wäre natürlich die bessere alternative.
Sind aber alles nur ideen und überlegungen meiner seits, hatte leider in der richtung nicht weiter getestet.

Zu den rohren kann ich nur sagen das ich auch installationsrohre aus der elektroabteilung benutzt habe, lassen sich sehr gut mit einem handwinkelschleifer und sehr dünner trennscheibe schneiden. Die gibt es aber auch größer als 32mm durchmesser. :D Gebe aber zu sind schon etwas schwerer zu besorgen.

Gruß
Stefan
BerndH
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 27.11.2008 - 20:15 Uhr  ·  #239
@ Uli
Zitat
Noch etwas zum Nachdenken: Mein dreiflügeliger H-Rotor mit NACA0018-Profilen brachte mit Flügelendkappen weniger Leistung.

Meinst du jetzt weniger Leistung als ohne Endkappen ?
Nunja das ist ja auch ein reiner Auftriebsläufer bei dem sich die Luft nicht irgendwo stauen soll sondern
immer schön um das Profil fliessen soll ohne Strömungsabriss.
Vielleicht haben deine Kappen die Flügelrandverluste vergrössert oder die Strömungsverhältnisse negativ beinflusst.
Zitat
Wie stellst du eigentlich immer deine tollen Fotos hier rein?

Die Fotos habe ich auf meinen Webspace hochgeladen. Ich bin ja auch Betreiber einer Internetseite, da habe ich 10GB Space.
Aber viele User mit DSL-Zugang haben durch ihren eigenen Provider auch Webspace ohne es zu wissen oder können ihn dort anmieten.
Empfehlen kann ich meinen Webspaceprovider (der bringt mich nicht ins Internet, bei dem hab ich "nur" 3 Domains und 10GB Space)
Dort geht es glaube ich ab 1,95 Euro/Monat los incl. Domain und 1GB Space, was vollauf reichen sollte.
Ihr könnt ja selber mal gucken
http://www.all-inkl.com/index….42d84d870b

Die Bilder werden vom heimischen Rechner in ein Verzeichnis der eigenen Domain hochgeladen,
das ist so einfach wie Dateien auf dem eigenen Rechner zu kopieren.
Den zugehörigen Link trägt man dann hier im Forum ein, indem man zweimal auf "IMG" klickt und genau
in der Mitte den Bildlink einfügt. Das ist wirklich sehr einfach.

@Carl
Vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung wie es Dir mit deiner Erfindung ergangen ist.
Wir werden nun sicher alle unser Bestes geben, um aus deiner Erfindung das bestmögliche heraus zu holen.
Meiner Schaffenskraft darfst du Dir schonmal sicher sein :)
Musst du nach Freigabe des Patentes eigentlich immer noch Gebühren zahlen ?
Carl
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Re: Darrieusrotor mit durchströmten aeroelastischen Flügelprofil

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Gepostet: 28.11.2008 - 04:11 Uhr  ·  #240
@Bernd: Nein, nach 13 Jahren habe ich aufgehoert Patentjahresgebuehren zu zahlen, einmal, weil das Patentamt vom Patenthalter auch ohne vorhandene Einkuenfte aus dem Patent gleich hohe Gebuehren einfordert wie fuer Patente, die ausreichend vermarktet werden und dann auch, weil der Patentschutz sowieso nur ueber den Zeitraum von 20 Jahren aufrecht erhalten bleibt, wenn man keine Folgepatente, etwa mit Verbesserungen einer Technik im Zusammenhang mit dem zuvor erteilten Patent, anmeldet. Das wollte ich aber nach meinen Erfahrungen mit damaligen Vermarktungsmoeglichkeiten nicht riskieren, ich habe mir statt dessen vom gleichen Geld ein Dach ueber dem Kopf gegoennt. War ja auch noetig! Das Patent als Anmeldung bleibt beim Patentamt gespeichert, weil alle Neuanmeldungen darauf geprueft werden muessen, ob es nicht vorher schon eine gleiche oder aehnliche Sache gab. Ich habe den Patentschutz auch ordentlich abgemeldet, so dass jeder, der mit der Technik des durchstroemten Fluegels arbeiten will, dies auch frei und ohne Furcht vor Fremdforderungen tun kann. Momentan bin ich dabei, nocheinmal alle Beitraege im Forum durchzuforsten, will alles brauchbare fuer einen Artikel bei Wikipedia zum "durchstroemten Fluegel" abspeichern. Ein besseres Suchwort fuer die Enzyklopedie zu unserem Fluegel habe ich leider noch nicht gefunden. Es wird noch etwas Zeit dauern, bis der Artikel dort eingestellt werden kann. Bisher habe ich dort nur mit Hilfe anderer Autoren Artikel wie Sigurd Savonius, Georges Darrieus, Kreisbahnlagerung, Windkraftkonverter, chinesische Windmuehle (ue in einem Buchstaben, meine spanische Tastatur bringt das nicht), Windplatte und Wirligig begonnen und bei Windkraftanlage, Persische Windmuehle, Windmuehle, Darrieus-Rotor, Savonius-Rotor und einigen anderen schon bestehenden Artikeln mitgearbeitet. Mein Haus im Harz, wo ich jetzt wohne, ist alt und benoetigt dringende Reparaturen, so dass mich das im Moment (voraussichtlich noch fuer einige Zeit, 2 Jahre?) in Atem halten wird. Nebenbei schaue ich jedoch gerne hier herein, es gibt ja doch noch ein paar Tips, vielleicht auch neue Ideen oder Erfahrungen mit denen ich gelegentlich noch helfen kann. Deine aussagekraeftigen Messungen habe ich bei mir sofort abgespeichert. (Auch einige Fotos von allen Modellen, die hier bisher vorgestellt wurden). Es sind auch meine Erfahrungen bisher gewesen, dass ein ueberstehender Spant als Abdeckelung wenig bringt, im Gegenteil, er kann bei Sturm als unnoetige Angriffsflaeche nachteilig wirken. Die etwas stromlinienfoermige Form des Vorfluegels kann sicherlich Reibung verringern helfen und so den Schnelllauf beeinflussen, allerdings wird so der gesamte Fluegel auch tiefer, die weiter vorstehende Nase duerfte auftriebsmaessig keine hoeheren Werte bringen, vielleicht sogar je nach Anstellwinkel soviel weniger, dass es die zu erwartenden Vorteile durch groessere Schnelllaeufigkeit mit weniger Drehmoment wieder einebnet. Ich hab das noch nicht ausprobiert und bin deshalb sehr gespannt auf Deine Untersuchungsergebnisse. Carl
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