Stoff- bzw. Segelrepeller

 
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Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 04.12.2008 - 14:05 Uhr  ·  #1
Hallo allerseits

Nun schon seit 3 Jahren dreht sich ein Windrad auf unserer Terrasse. Dies jedoch nur weil es uns optisch gefallen hat. Erst jetzt habe ich mir Gedanken gemacht, ob damit auch Strom produziert werden kann. Ich bin total neu in diesem Gebiet und habe in eurem Forum nichts darüber gefunden.

Ich werde Uwe ein Bild mailen, welches er dann einstellen kann.



Ein Rotorblatt, oder besser Segel, ist 108 cm lang. Das Rad dreht schon bei extrem wenig Wind. Zum Messen fehlt mir jedoch ein Messgerät. Die Segel sind auf Stäbe aufgezogen und werden mit "Gummischnur" gehalten. Je stärker der Wind weht, desto mehr drückt es das Segel weg, sodass bei Sturm das Windrad sozusagen stillsteht. In der Regel dreht es mit schätzungsweise 50-100 rpm.

Was meint ihr?

Gruss flyfisher
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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 05.12.2008 - 18:03 Uhr  ·  #2
Hallo zusammen

Uwe scheint momentan nicht an seinem PC zu sein...

Wem darf ich das Bild schicken um es einzustellen? Danke schon im voraus. :P

flyfisher
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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 05.12.2008 - 18:17 Uhr  ·  #3
schick es an meine Mailadresse, die geb ich Dir per PN.
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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 05.12.2008 - 20:03 Uhr  ·  #4
So, wenn alles funzt, sollte hier nun das Bild erscheinen. Danke Bernd!

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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 05.12.2008 - 22:53 Uhr  ·  #5
Hallo nochmals

Irgendwie scheint sich bei meinem Windrad keiner ran zu trauen. Den Beitrag haben schon um die 100 Personen angeschaut. Doch antworten traut sich irgendwie keiner. :(

Dann mal eine konkrete Frage an die Repeller-Spezialisten:
Warum wird das Rad nicht wirklich schnell?
Würde es schneller, wenn ich stärkere Gummis, oder gar fixe Schnüre, einsetzen würde?
Klar, bei Sturm würde es sich wohl in seine Bestandteile auflösen. Aber das ist ja wieder eine andere Sache. 😉
Also, was meint ihr? Oder ist der Beitrag in einem falschen Thema?

flyfisher
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Gepostet: 08.12.2008 - 05:40 Uhr  ·  #6
Nun ja Repeller Spezialist bin ich sicher keiner aber aus dem Bauch raus denk ich halt das:
Das Windrad taugt ev nur zur Stromerzeugung geringe aber dafür konstante Leistung taugt.
Würdest du die Schnüre verstärken wäre eine höhere Drehzahl möglich wie auch im selben Ausmaß das Risiko steigt das sich buchstäblich alles in Wind auflöst das es grundlegnt nicht für Belastung ausgelegt ist.
Mich wundert das es ohne Abspannung (zumindest siehts so aus) überhaupt noch steht.
Eine kleine Bastelei wie Led Beleuchtung im Garten oder Radio oder so wäre es sicher möglich.
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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 08.12.2008 - 22:02 Uhr  ·  #7
Ich denke auch das die derzeitige "Sturmsicherung" durch die Gummischnüre so ausgelegt ist,
das sie relativ früh eingreift bevor grosse Kräfte zerstörerisch wirken könnten.
Auch wundert mich das so ein sehr dünner "Mast" in der Lage ist die Kräfte aufzufangen.
Der Repellerdurchmesser ist ja nicht gerade der kleinste.
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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 08.12.2008 - 22:55 Uhr  ·  #8
Zitat geschrieben von flyfisher
Hallo nochmals

Irgendwie scheint sich bei meinem Windrad keiner ran zu trauen. Den Beitrag haben schon um die 100 Personen angeschaut. Doch antworten traut sich irgendwie keiner. :(

Dann mal eine konkrete Frage an die Repeller-Spezialisten:
Warum wird das Rad nicht wirklich schnell?
Würde es schneller, wenn ich stärkere Gummis, oder gar fixe Schnüre, einsetzen würde?
Klar, bei Sturm würde es sich wohl in seine Bestandteile auflösen. Aber das ist ja wieder eine andere Sache. 😉
Also, was meint ihr? Oder ist der Beitrag in einem falschen Thema?

flyfisher


hallo Fliegenfischer

also das mit dem, dass sich niemand an " Dein" Windrad traut, repektive die Fragen dazu beantworten kann, will oder möchte, hängt vielleicht schon mit der sehr filigranen Bauweise dieses, sage ich mal salopp, Spielzeugs, zusammen. Hoffe nun aber, dass ich Dir nicht auf den Schlips getreten bin :lol:

Betrachten wir das gute Stück doch einmal genauer:

Mastkonstruktion: viel zu mikrig für so eine grose Segeltuchfläche

Flügelkonstruktion: Origamitechnik in der Stoffvariante, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss, hast ja selber festgestellt, dass sich das Ding dreht

Flexstäbe und Gummizüge als Halterung der Stofflügel: absolut untauglich, viel zu schwach ausgelegt, die ganze Sache ( ist ja sicherlich auch ne Frage des Preises- Herstellungskosten ) für den Garten reichts aber allemal

Flügelaufnahme, Lagerung: so weit erkennbar, alles aus Kunststoff, sicherlich sogar aus eher billigem Material

Welle und Antrieb: wahrscheinlich aus Metall, aber viel zu dünn.

Fazit:
Dieses Ding ist nie und nimmer dazu gebaut worden um damit einen Generator anzutreiben, selbst ein Druckermotörchen ist hier schon zu viel.

Vergiss es, ist der Mühe nicht wert, lass das gute Stück so wie es ist und erfreu Dich daran, dass es sich noch dreht, glaube nähmlich nicht, dass wenn Du daran was rumbastelst, Dein windrad noch lange so schön aussieht.

Das mit dem versteifen oder Verspannung der Flügel, würde ich nicht empfehlen, dass Spielzeug ist nicht dazu ausgelegt, gebaut worden.
Oder mal andersrum: würdest Du an einem Fünfliberchlapf einen 1200er KAWA Motor bauen?

Willst Du was in dieser Richtung im Garten oder auf der Terasse stehen haben und soll es noch irgendwie Strom produzieren, dann ackere Dich mal hier im Forum durch, oder such bei ebay oder ricardo nach Windrad-Windrädli. Gibt da einiges, was angeboten und auch entsprechend mit Generatörchen bestückt werden kann.

Du hast offen gefragt, sogar nachgefragt, hoffe, die gelieferten Argumente überzeugen nun auch Dich. Also Kopf hoch, davon geht die Welt nicht unter.

Gruss soderica,
bin ja so zu sagen dein Nachbar
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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 08.12.2008 - 23:15 Uhr  ·  #9
Speziell dieses "Windspiel", das ja eher für optischen Genuss optimiert wurde, hat vielleicht keine grossen
Aussichten auf energetischen Erfolg. Grundsätzlich denke ich aber schon, das auch mit Segeltuchkonstruktionen gute Erfolge möglich sind.
man denke nur an unsere Vorfahren und deren Windmühlen die teils sehr ähnlich aufgebaut waren.
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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 09.12.2008 - 07:32 Uhr  ·  #10
Sorry, war mal wieder länger unterwegs. Danke, daß Ihr das aber auch so unter einander gelöst habt.

Uwe
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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 10.12.2008 - 23:04 Uhr  ·  #11
Hallo zusammen

Besten Dank für die zahlreichen Antworten. Natürlich bin ich nicht betüpft über eure klaren Antworten. Ich habe ja gefragt. :lol:

Es ist schon so, dass es eher eine filigrane Sache ist. Und wirklich, der Mast ist nicht abgespannt, sondern lediglich mit Schraubschellen ans Geländer geschraubt.

Das mit dem Stromproduzieren lass ich mit diesem Windrad also mal besser bleiben und suche etwas im Forum rum.

Danke und viele Grüsse aus der Schweiz.

Marco
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Gepostet: 25.01.2010 - 10:32 Uhr  ·  #12
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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 25.01.2010 - 11:27 Uhr  ·  #13
Ich find die Idee für Anwender schön, die sonst Probleme mit ner Baugenehmigung bekommen. Das Gerät hat ja doch eher den Charakter eines "Windspiels". Wenn es zu nem vernünftigen Preis zu haben ist, kann es tatsächlich auch ein günstiger Einstieg in die Windenergie sein.
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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 09.10.2011 - 10:59 Uhr  ·  #14
Ein bißchen im Forum stöbern lohnt sich wohl - das Segelwindrad hat es in sich! Vor allem zwei Vorteile - stabiler Leichtbau möglich und Stellwinkel reguliert sich je nach Windstärke. Leichtbau schont die Lager und Schäden wegen kleiner Unwuchten treten dann auch weniger auf. Wenn so ein Windrad drei Jahre draußen in der Wiiterung überstanden hat, ist das toll und sagt dem erfahrenen Windradbauer was. So Segel lassen sich kostengünstig auswechseln, wenn´s mal sein muß. Die große Fläche nutzt gut Schwachwind (im Mittel 3 m/sec), wenn man sich mit dem Schweißgerät eine große Gabel (wie beim Fahrrad) brutzelt, kann man einen Nabendynamo besegeln, dürfte für den gewieften Bastler kein Problem sein. Mit einem Nabendyn lade ich auch mit langsameren Rotoren eine 12V Batterie, nur Brückengleichrichter zwischenschalten genügt. Die Regulierung des Stellwinkels (leichte Elastizität durch Gummiband oder evtl. Federspirale bringt vielleicht sogar noch den zusätzlichen Vorteil, dass die Turbulenzverträglichkeit steigt. Für sowas lohnt sich vielleicht der Verzicht auf ein paar % Leistungsbeiwert weniger als mit normalen Profilen. Zumal die Minderleistung bei derart aerodynamisch genähten Segeln wohl eher im ertragbaren Rahmen bleibt.
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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 09.10.2011 - 21:38 Uhr  ·  #15
Bei Gebiet mit lauen Wind ists sicher eine alternative für Nabendynamos wie ich oben annodazumal angemerkt habe und kleiner bleuchtungsaufgaben/kleinakkuladung doch nach mittlerweile denk ich das das ding nach 4 Jahren in Fetzten ist.
Soll heißen auch eine möglichkeit zu basteln doch fürn Threaderöffner ist die Sache mittlerweile wohl gelaufen bevor seitenweise Ratschläge hinzukommen.
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Re: Stoff- bzw. Segelrepeller

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Gepostet: 10.10.2011 - 09:41 Uhr  ·  #16
Ja, 4 Jahre Lebenszeit für ein dauerhaft stark beanspruchtes Segel wäre schon viel und setzt voraus, dass es gutes Tuch und beste Verarbeitung ist. Bei "nur" Schwachwind vielleicht noch ein paar Jahre länger, kommt auch drauf an, ob das Tuch lichtecht ist. Das Interessante daran - für mich - ist die Alternative zu Vertikaltechnik bei turbulenten Standorten. Das Djunkensegelprinzip, welches sich noch turbulenzfreudiger automatisch zum Wind anstellt und bei dem sogar die Schot wegfallen kann, kommt dafür in Frage. Man braucht keine Gummibänder. Wieso, wer´s nicht glaubt, hier ein Foto, keine Halteseile zum Segelausrichten zu sehen.
http://www.kleinwindanlagen.de…0_5914.jpg
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Segelrepeller turbulenzfest?

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Gepostet: 07.11.2011 - 07:48 Uhr  ·  #17
Segelrepeller haben nicht nur Nachteile. Die Lebensdauer ist normalerweise geringer, nach spätestens (geschätzt) 5-7 Jahren ist die "Takelage" bei Dralonsegel schon mürbe, damit muß man sich abfinden, wenn man die Vorteile nutzen will.
Einfaches Nylon hält noch weniger. Ich habe mit PVC verstärktem Gewebe gute Erfahrungen gemacht, das hält 10 bis 15 Jahre oder länger und ist billig, aber leider auch schwerer als gängiges Dralon-Segeltuch. Vielleicht geht auch Kevlar-Aramidfaser, das ist sehr leicht und stark, leider schwierig zu verarbeiten und die Witterungsbeständigkeit (lichtecht?) ist für mich ein offenes Fragezeichen.
Die Vorteile von Segelrepellern sind eindeutig: Leichtbauweise und größerer Leistungsbereich in turbulenter Anströmung. Die bessere Turbulenzverträglichkeit gilt allerdings nicht für jedes Segelsystem. Nur Lugger, Djunken- und Lateinersegel stellen sich automatisch optimal zur Anströmrichtung an. Man muss also eine dieser drei untereinander verwandten Segeltechniken wählen.
Für Leute mit ungünstig verwirbeltem Standort, die wegen des höheren Wirkungsgrades Horizontalbauweise vorziehen, wäre das also eine Alternative zur Vertikaltechnik.
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