Schlitzblattrotor

aus Blech
 
Seb
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Schlitzblattrotor

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Gepostet: 19.09.2009 - 17:47 Uhr  ·  #1
Hallo Interessierte,

Bin bei Achmed Khammas "Buch der Synergie" auf den "Schlitzblattrotor" gestoßen.
Hat fast die gleichen Ergebnisse wie ein Profil-Flügel, ist aber VIEL einfacher herzustellen.
Bitte mal Gucken:

http://www.buch-der-synergie.d…latt_Rotor

... auch die Unterlinks beachten. Ist sehr eindrucksvoll!

Viele Grüsse aus dem windreichen Kreis Anhalt-Bitterfeld

Seb
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Re: Schlitzblattrotor

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Gepostet: 19.09.2009 - 18:10 Uhr  ·  #2
Zum Schlitzflügwl gibta übrigens auch im Cansteinforum ne Menge Stoff zu nachlesen....

Gruß

Max
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Re: Schlitzblattrotor

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Gepostet: 19.09.2009 - 18:32 Uhr  ·  #3
Seb
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Schlitzblattrotor

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Gepostet: 19.09.2009 - 19:01 Uhr  ·  #4
Moin,

Die Link zu dieser Berliner Schule habe ich auch gesehen. Klingt ja alles
sehr vielversprechend, und vor allem kostengünstig zu bauen bei gutem Wirkungsgrad.
Habe mal Flügel zum Schitzblattrotor aus Pappe gebaut:

Wenn man die beiden nabenseitigen Blechenden zueinander verschiebt, dann wölbt sich das Blatt gegen den Wind.
Zieht man sie voneinander weg, dann neigt sich das Blatt mit dem Wind.
Mann könnte mit der ersten Variante das Umströmen des Repellers etwas unterbinden um den Wirkungsgrad zu erhöhen...
BAUT´S MAL NACH... ist interessant.

Grüße

Seb
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Schlitzrepeller

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Gepostet: 29.09.2009 - 11:11 Uhr  ·  #5
Ich habe die Objekte vor ein paar Jahren besichtigt und mit Herrn Ewert gesprochen. Einen kleinen 3-Blatt Repeller Dm 50cm habe ich auch gebaut. Der Wirkungsgrad des Flügels ist NICHT besser als der eines aerodynamischen Profils, sondern liegt zwischen gewölbtem Blech und aerodyn. Flügelprofil. Die Konstruktion ist soo einfach auch nicht. Der Schlitzreppellerflügel hat zwei Biegelinien. Der zu biegende Winkel ist NICHT über die Flügellänge konstant. Machbar ist das nur mit einer Biegebank. Meine Lieblingsschlosserei winkte ab. Sie können den Biegebalken bei ihren Maschinen nicht schräg stellen. Die Nabe ist auch nicht so einfach. Vorderer und hinterer Flügel haben nicht nur einen Abstand, sondern auch einen Winkel zueinander. Die Flügelenden sind prinzipbedingt biegeempfindlich. Ich habe auch schon beschädigte Blätter in der Schule gesehen. Das alles nicht zur Entmutigung, sondern zur Dämpfung der Euphorie.
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Re: Schlitzblattrotor

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Gepostet: 29.09.2009 - 17:15 Uhr  ·  #6
Da hast du recht, die zu biegenden Kanten ändern sich beidseitig von der Spitze von 20mm nach hinten auf 25mm. Die Seite mit nur einer Biegung änder sich von 16° vorne auf 23° hinten. Die andere Seite bleibt aussen konstant bei 11° und das innere wird um 13° abgekantet... so ein großes Problem sehe ich darin nicht. Aber deren Angaben sind fehlerhaft denn wenn man das Bild Schlitzweite betrachtet hat man links 23° und beim rechten Flügel 8° 12° und 15°

http://www.knobelsdorff-schule…tion_1.pdf
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Re: Schlitzblattrotor

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Gepostet: 06.10.2009 - 22:01 Uhr  ·  #7
Leider gibts es nur Angaben zum Material. Aluminium
Aber es gibt keinerlei Angaben zur Materialstärke was denkt ihr wie dick das Alublech war? 4mm?
Ich denke das man den Flügel auch mit einem 2mm Stahlblech ca. 1m lang bauen kann.

Evtl bau ich da mal einen Testrotor mit ~ 40cm Durchmesser

Was meint Ihr?
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Re: Schlitzblattrotor

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Gepostet: 10.10.2009 - 23:53 Uhr  ·  #8
Hmm, prinzipiell finde ich das geschlitzte Rotorblatt echt eine geniale Idee, aber ich finde das ist mechanisch nicht optimal umgesetzt. Zum ersten ist es extrem schwierig zu fertigen, da das Rotorblatt ja Biegungen mitten im Blech erfordert, zum zweiten hat es an der Stelle wo der vordere und der hintere Flügelteil an der Spitze des Rotorblatts wieder zusammenlaufen eine mechanische Schwachstelle, die eigentlich gar nicht sein müsste.

Wenn man jetzt aber den Vorderen und den hinteren Teil des Schlitzflügels von einander trennen würde... dann hätte man zwei mechanisch sehr einfach herzustellende Teile, die In sich auch eine sehr hohe Stabilität durch die Biegungen aufweisen. Man müsste sie nun nur wieder für den Flügel so zusammen bringen, dass sie einen definieren Abstand für den Schlitz im Flügel haben.... Das wäre aber doch mit flexiblen Abstandshaltern möglich. Wichtig finde ich, das die beiden Flügelteile sich gegeneinander verschieben können, um die mechanische Belastung gering zu halten.

Eine andere Frage die ich mir noch stelle ist, wie sich der Schlitzflügel wohl mit Pitch-Regelung verhält, gibt es da schon Erfahrungswerte?

Grüße
Jan
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Re: Schlitzblattrotor

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Gepostet: 11.10.2009 - 09:34 Uhr  ·  #9
Hallo,

meiner Ansicht nach erleichterst du den Fertigungsprozess durch das Trennen der Blätter nicht. Selbst wenn du das Blatt getrennt hast und den "inneren" Winkel biegen willst brauchst du eine Abkantbank die auf einer Seite geöffnet ist. Theoretisch gesehen brauchst du nur die Abkantbank und eine Schlagschere, einen Stufenfräser ersatzweise Bohrmaschine und Feile, eine Blechschere und einen Nietenzange. Die Gratänderung der äusseren Winkel bekommt man auch relativ leicht auf einer einseitig geöffneten Abkantbank hin.
Mir fehlt privat nur die Schlagschere... aber da wird sich schon was organisieren lassen.....

Gruß
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Re: Schlitzblattrotor

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Gepostet: 11.10.2009 - 10:03 Uhr  ·  #10
Hallo,
du scheinst dich damit ja schon genauer befasst zu haben. Hmm, sind die Schlagscheren auch auf einer Seite geöffnet? Sonst wird ja der Schnitt in der Mitte etwas kompliziert. Aber ansonsten scheinst du ja mein Argument der Einfachheit entkräftet zu haben. Allerdings habe ich auch mal darüber nachgedacht, ob sich nicht der Schlitzflügel auch aus Holz oder GFK herstellen lässt, da sieht es dann wieder anders aus.

Das zweite Argument mit den Kräften bleibt aber bestehen. Die Belastungen auf den Schlitzflügel sind eben am Flügelende extrem hoch, da sich die beiden Bleche beim Verbiegen nicht gegeneinander bewegen können. Das führt über kurz oder lang zu Schäden.

Grüße
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Re: Schlitzblattrotor

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Gepostet: 24.10.2009 - 08:47 Uhr  ·  #11
Hallo,
die Flügel, die ich in der Schule gesehen habe waren aus 1,5mm Alu. Es wird halbhartes Alu empfohlen. Vielleicht kann man auch Duralumin verwenden, weil die Biegungen nicht scharf sind. Das Material ist sehr zäh. Beim Biegen im Schraubstock habe ich schlechte Erfahrungen gemacht...Ich hatte mir schon 1,5mm VA Blech für einen 1,5m Rotor zuschneiden lassen. Angesichts des Gewichts und der hohen Fliehkräfte, aber wieder davon Abstand genommen. Der Schnitt in der Mitte des Blattes kann mit einer dünnen Trennscheibe gemacht werden. Bei Alu empfehle ich die Stichsäge.
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Re: Schlitzblattrotor

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Gepostet: 25.10.2009 - 15:33 Uhr  ·  #12
Du meinst das ein 1.5mm VA Blech zu schwer ist? Ich Frag mich ob es bei ner Länge von 1m stabil genug ist.
Was darf denn ein Flügel wiegen? 700g?

Gruß
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Re: Schlitzblattrotor

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Gepostet: 20.08.2010 - 16:53 Uhr  ·  #13
Bin neu hier im Forum und in einem Land angekommen, welches regenerative Energie im privaten Bereich erst seit kürzerer Zeit fördert. Wir haben uns in meinem Dorf zu einer ökonomischen Vereinigung zusammengeschlossen (was in Richtung Genossenschaft) und ich bin der "Ökoenergetiker". Doch darum geht es jetzt nicht. Ich habe mir mal einen Schlitzrepeller mit 60 cm Durchmesser (hatte dafür Alu übrig) gebaut um zu experimentieren. Als Grundlage habe ich die "Anleitung" von der Knobelsdorffschule herangezogen. Auf die Idee brachte mich der Sohn meiner Lebensgefährtin, der an der Schule bei Herrn Sterzenbach auch einen Teil seiner Lehre verbracht hat. Nun, die Ergebnisse sind nicht berauschend, aber das Teil funktioniert und hat auch erste "Starkwinde" heil überstanden. Die Bearbeitung machte keine Probleme, da ich über guten Technikzugang verfüge (ist halt ein Dorf mit vielen Bastlern und solchen die Technik für den Job brauchen). Jedoch würde ich momentan von einer größeren Anlage abstand nehmen, da der Aufwand gegenüber anderen Lösungen nichts bringt. Für mich ist ein gutes, "klassisches" Profil hier doch eher die bessere Wahl. Zumindest habe ich jetzt einen lustigen Gartenschmuck und nach Umbau auf einen "Cyckelgenerator" (Fahrraddynamo) eine Ladequelle für meine LED- Gartenbeleuchtung (der Winter wird lang und dunkel ;-) )
Hej då så länge och felstavning är gratis på köpet!
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Re: Schlitzblattrotor

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Gepostet: 02.08.2013 - 09:18 Uhr  ·  #14
Ein wenig spät, OK.

Ich lese da:
1)"eine um 30% höhere Leistung als bei einem ungeschlitzten Flügelblatt
Leistungsbeiwerte um 0,5 bei einer Schnelllaufzahl von 4,5 bei einem dreiflügligen Schlitzrotor "

..... Und die Erde ist eine Scheibe. Einen normalen Rotor auf CP=0.5 zu bekommen- das ist extrem schwierig.
Das weiss ich. Da optimiert man Stunden herum, bis hinter der "0," eine 5 steht.
Das aber bei speziell entwickelten Laminarprofilen. Aber einige Leute schaffen das mit gebogenen Blechen.
Da fällt mit ad hoc der Dunning-Kruger-Effekt ein....

(Wobei das Konzept an sich nicht soo schlecht ist.)

2) Die Befestigung des 3-Blatt-Rotors hat schon was (s. Attachment);
Und das auf einem Schulgelände aufgestellt.
Als Elternteil, wenn ich ein Kind auf dieser Schule hätte, würde ich mich da beschweren.

3) Hmm:
"Die Befestigungsschrauben müssen gegen Verdrehung mit Zahnscheiben o.ä. gesichert sein."
Hmm. Er hat doch schon Stop-Muttern drauf- für was dann die Scheibe- die - unter uns gesagt - kontraproduktiv ist?
Die trauen ihren eigenen Lösungen nicht.

Egal- da geht ohnehin zuerst das Blech durch Ermüdung kaputt und dann stellt sich die Frage nicht mehr.
Wir können ja mal fragen, od das Teil noch läuft.


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