Geothermie

Erdkollektor im Eigenbau
 
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Geothermie

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Gepostet: 17.02.2014 - 15:30 Uhr  ·  #1
Hallo Leutz,

das Thema Energie ist und bleibt aktuell, ich strebe weitgehende Unabhängigkeit, zuimindest von den Sch...Konzernen an. Mittlerweile läuft mein DC-Netz, wenn auch ohne Windturbine, die ich weiter-verdealt habe. Die Grundlast ist bereits auf ca. 3kWh je Tag gesunken und es wird weiter daran gearbeitet. Immer wieder kommt Werbung ins Haus, wo Unternehmen eine Solaranlage anbieten, die für 6000€ Anschaffungskosten die Stromrechnung halbieren soll. Also ich habe dies bereits mit dem Einsatz von vielleicht 500€ erreicht. Drastische Verbrauchssenkungen durch sparsamere Geräte und vor Allem LEDs haben dies ermöglicht.

Das nächste große Thema ist die Heizung. Seit 2006 gehe ich jedes Jahr in den Wald und schnippele Baumstämme auf handhabbare Länge, die dann in unserem Holzvergaserkessel verfeuert werden. Die Brennstoffkosten betragen für die laufende Heizperiode 350€, plus die Arbeit natürlich, die ich natürlich nicht rechne. Was ich allerdings nicht weiß, ist, ob ich in einigen Jahren noch fit genug bin, um die Arbeit in diesem Umfang leisten zu können. Eine Möglichkeit, an Heizungsenergie zu kommen, sind Wärmepumpen, die Grundlast übernehmen und bei Bedarf (wenn es richtig kalt wird) tatkräftige Unterstützung vom Holzkessel erfahren könnten.

Solche Anlagen kann ich natürlich kaufen, muss dafür aber ein kleines Vermögen hinlegen. Rein technisch gesehen dürfte dies aber keine große Nummer sein, ich würde mir das durchaus zutrauen. Bereits heute habe ich eine Kleinklimaanlage installiert, die als Übergangsheizung dienen kann und den Wohnbereich im EG beheizen. So werden aus 1 kWh Strom bis zu 3kWh Wärme. Eine zusätzliche Wasser-Wasser-WP, die aus einem draußen verlegten Schlauchnetz Wärme zieht und an den Heizungspuffer abgibt, kann doch eigentlich nicht so schwierig sein?

Oder doch? EIn Cousin von mir wollte vor einigen Jahren innovativ investieren und hat 15000€ in eine Luft-Wasser-Anlage gesteckt. Das Ergebnis war niederschmetternd, die Monteure der Hersteller- und Installationsfirma waren jahrelang Dauergäste, bis er den ganzen Krempel herausreißen und sich einen Gasanschluss legen und Solarkollektoren aufs Dach schrauben ließ. Was allerdings nicht viel heißen muss. Wo bei ihm gewerblich an allen Ecken und Enden die Kacke am dampfen war und sich juristische Nachspiele häuften, funktioniert bei uns bisher alles prima - und das für sehr wenig Geld.
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Re: Geothermie

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Gepostet: 17.02.2014 - 17:43 Uhr  ·  #2
Hallo Stefan,

sehr schön. Die Brennholzbeschaffung sehe ich auch so wie du. Die Arbeit ist hart und nicht gerade ungefährlich. Noch mache ich es auch so. Wenn man eine Wärmepumpe einsetzt, sollte das abzukühlende Medium eine möglichst hohe Temperatur und eine möglichst hohe Dichte und möglichst hohe Wärmeleitfähigkeit haben. Luft ist dafür nicht so gut, wenn andere Sachen verfügbar sind. Dafür ist Luft leicht verfügbar. Ein Wärmetauscher im Garten ist eine gute Sache. Du nutzt damit die Sonnenenergie und die Wärme aus dem Regen, die dort auftreffen. Es ist nicht die Wärme von Unten aus dem Erdinneren. Ein Rohrregister im Garten wird oberflächennah eingegraben. Rasen wächst normal. Man muß einen Wasserkreislauf installieren und einen Wasser/Kältemittel WT, weil man nicht sauber und dicht genug Leitungen für Kältemittel vergraben kann.
Gruß
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Re: Geothermie

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Gepostet: 17.02.2014 - 22:41 Uhr  ·  #3
Hab unter Anderem ne Luftwärmepumpe am Laufen für Heizzwecke ... für ne Wärmepumpe muss die Heizung aber schon anders ausgelegt werden als für "normale" Brennstoffe. Bei mir beobachte ich, dass die Leistungsfähigkeit der Anlage mit zunehmender Temperatur des Heizkreises deutlich nachlässt.
Bei mir hat das zur Konsequenz, alles Fußbodenheizung und dichtere Verlegung wegen Niedertemperatur ... so bis ca. 25° max. Temperatur.
Letzte Woche hab ich vom Heizungsbauer nen Ofen mit Wasserführung mit dranhängen lassen, Fazit:
Für die Kosten für Ofen, Kamin, Anschluss etc. müsst ich die Hütte über 10 Jahre ausschließlich mit dem Ofen beheizen um auf Null zu kommen.

Die Wärmepumpentechnik ansich ist simpel und steinalt
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Re: Geothermie

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Gepostet: 18.02.2014 - 12:35 Uhr  ·  #4
Die Technik / Prinzip der Wärmepumpe ist schon lange bekannt, aber sehr viele Laien ( normale Menschen) verstehen mit den Angaben von Wirkungsgrad nicht umzugehen/ zu verstehen.
Wirkungsgrade von 4 oder 5 fach ist zwar möglich aber sehr unrealistisch. Je mehr Temperaturdifferenz ich habe um so mehr lässt der Wirkungsgrad nach!
Wir haben grade im Winter wo wir die Wärmepumpe am Meisten brauchen sehr hohe Temperaturunterschiede von zum Teil - 20 Grad und + 22 Grad im Haus....
Das mit einer Luft- Wärmepumpe zu machen ist meiner Meinung nach Quatsch!
selbst wenn ich da noch mit dem Wirkfaktor 2 fach rechne bei 25 Cent Strom/ kWh, komme ich mit 11 Cent kWh Gas billiger weg!

Meiner Meinung nach muss man bei der Wärmepumpe darauf bedacht sein eine möglichst hohe Primärtemperatur und eine niedrige sekundär Temperatur!
Delta T ( Temperaturunterschied ) klein halten! Dann macht die Wärmepumpe einen Sinn!
Auch im Winter bringt die Solaranlage bei -20 Grad immer noch hohere Temperaturen.. Selbst mit +10 Grad kann man einen großen Speicher im Winter "heizen " woraus die Wärmepumpe ihre Primärwärme entnimmt.
Somit ist der Wirkungsgrad der Solaranlage auch im Winter sehr hoch und gut nutzbar und die Wärmepumpe arbeitet wesentlich effektiver!

Es gibt übrigens eine EISHEIZUNG!?! Dabei entnehmen die Wärmepumpe ihre Primärwärme von knapp unter null ihre Wärme ( statt außenluft -15 - -20 Grad!)
Und mit der Solaranlage wird noch so viel "Wärme" ( im Winter )erzeugt, dass sie auch in die Eisheizung einspeisen kann.
Stichwort ( Latentspeicher!)

Nein ich werde mir keine Eisheizung einbauen! Aber auch mit Sicherheit keine Luftwärmepumpe! :-)

Gruß Ralf
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Re: Geothermie

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Gepostet: 18.02.2014 - 18:44 Uhr  ·  #5
Ein Wärmepumpe zur Heizung von Wohnräumen hat eigentlich nur in Verbindung mit einer Fußbodenheizung eine relativ vernünftige Effizienz. Die kommt je nach Lage der Dinge mit Vorlauftemperaturen von 35 Grad und häufig weit weniger aus. Bei Heizungen mit Heizkörpern liegt der Vorlauf aber meist um die 50 Grad oder sogar noch darüber. Das heißt, die Temperaturdifferenz zwischen der "draußen" gewonnenen Wärme und der von der Heizung benötigten ist im zweiten Fall sehr viel größer. Die Wassertemperatur muss also - meist elektrisch - deutlich mehr angehoben werden. Dabei geht der Wirkungsgrad der Wärmepumpe in rapide nach unten.

Dieter
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Re: Geothermie

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Gepostet: 18.02.2014 - 18:57 Uhr  ·  #6
es kommt auf die Rahmenbedingungen an, z.B. wieviele Tage man im Jahr eben die -20° hat, das kann von Region Standort zu Standort sehr unterschiedlich sein.
Bis -5 geht ne LWP schon noch recht ordentlich und klaro kommts auf die Spreizung an. Die Umbausätze für Betrieb am Radiator mit Vorlauftemperaturen von 60° halte ich für uneffektiv und auch die BRauchwasserbereitung ist in meiner Sicht grenzwertig.
Dann braucht man auch für den Flächenkollektor noch einiges eben an Fläche, die hat auch nicht jeder. Alternativ ist dann noch n Grabenkollektor ne Idee.
Ideal wäre Wasserwärmepumpe, also mit Speisung aus Brunnen, die hätten bei mir so 12° das ganze Jahr über, dafür brauchts aber eben Brunnen, die gibts auch nicht umsonst und die Wasserwirtschafter reden da auch noch mit, das wird auch nicht überall genehmigt.
Erdsonden gibts auch, da hat man sich die Pumpenergie teilweise gespart, dafür brauchts evtl. mehr Bohrungen.
Die Möglichkeiten sind vielfältig, welche man wählt will eben gut abgewogen sein.
Bei mir hab ich als Sekundärquelle noch ca. 200000L Wein, aus dem ich mit ner Wasserwärmepumpe für die ganz kalten Tage die Wärme ziehe und ins Heizsystem einspeise. Das passt aber eben auch in meinen betrieblichen Ablauf bestens hinein, weil der Wein idealerweise eh über die Lagerdauer mindestens einmal an die Null bis -2° gehen sollte zur Weinsteinstabilisierung.
Wenn jemand für die extrem frostigen Tage noch nen Wärmetauscher im Kaminofen hat ist auch das eine gute Sache, da gibts schon recht günstige Konstruktionen auch zum Nachrüsten im Rauchrohr.
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Re: Geothermie

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Gepostet: 18.02.2014 - 19:01 Uhr  ·  #7
PS: nein, der Wein wird nicht durch die WP gepumpt, sondern Kühlmedium, dass dann durch Wärmetauscher am Tank außen fließt. :)
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Re: Geothermie

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Gepostet: 18.02.2014 - 19:38 Uhr  ·  #8
Ich hätte auch gerne eine Wärmequelle, die aus 200 000 Litern Wein besteht. Bevorzugt ein guter Saint-Estèphe.
Möglicherweise käme ich dann sogar ohne jegliche zusätzliche Energie aus... :-)

Übrigens, das mit den Frostschutzmitteln im Wein, war das nicht in Eurer Gegend? Zugegeben, ist schon lange her... lol

Prost!

Dieter
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Re: Geothermie

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Gepostet: 18.02.2014 - 19:41 Uhr  ·  #9
..na Vitis, soviel Wein hat auch nicht jeder im Keller, der dann auch noch runtergekühlt werden muss....!

Das mit einem Brunnen ist so eine Sache. Zum einen musst Du das Wasser hoch pumpen ..kostet Energie (Strom Pumpe!) und das nicht wenig! Mein Brunnen ist 34 Meter tief und um aus 8 grad warmen Wasser 3- 5 Grad zu entnehmen um dein Haus zu heizen, brauchst die eine Menge Wasser!
ein Liter ein grad = ein Watt Leistung...Ich habe die Zahlen nicht parat... aber es ist eine Menge Wasser!

Der zweite Punkt: wohin mit den vielen Wasser ?!? ...zurück in den Brunnen ?!? dann ist das Wasser ja schon kalt!°
also braucht man einen Anderen Brunnen ( zum Versickern !)oder ein "Abfluß" ( Wasserverschwendung!)

Wenn Man die LWP nur bis -5 Grad sinnvoll betreibt , braucht man noch eine zweite Heizung...oder die LWP wird unrentabel!

Alles nicht so einfach, wie es in der Werbung oder Prospekten einem vorgegaukelt wird.

Es läßt sich alles gut berechnen, und das sollte man auch tun, bevor man die schönen Euros zum Fenster hinauswirft.

( Auch ich bin ein Fan von WP....aber bitte sinnvoll eingesetzt!) :-)

Gruß Ralf
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Re: Geothermie

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Gepostet: 18.02.2014 - 21:20 Uhr  ·  #10
Na klar kommt das Wasser zurück in den Brunnen...!

Es ist das Erdreich drum herum dass den "Wärmespeicher bilded und diese Wärmeenergie an das Wasser abgibt welches letztlich nur das Transportmedium ist.

Meine Nachbarn haben eine Tiefenbohrung und sind seit 10 Jahren total happy damit - bislang ohne eine einzige Störung...

Gruß
Max
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Re: Geothermie

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Gepostet: 19.02.2014 - 02:59 Uhr  ·  #11
Hallo Max
Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Das Wasser im Brunnen muss "fließen" , d. h auch im Untergrund fließt das Grundwasser. Wenn man das Wasser kalte direkt zurück in den Brunnen pumpt muss der Brunnen unten entweder ein sehr großes Wasservolumen haben. oder die Untergrundströmung ist so groß, das sehr schnell "frisches warmes Wasser" nachfließt ( ähnlich wie ein Fluss). Allein durch Erwärmung durch die umgebende Masse (Erdreich) ist das System zu träge.
Es wäre das Gleiche wie mit einer Erdsonde, nur ohne Wärmetauscher unten.... Da werden auch meines Wissens immer mehrere gebracht( mindestens 4 - 5 ?!? ).

Zitat eines Heizungsbauers :
Eine Brunnenanlage für eine Wärmepumpe besteht immer aus zwei Teilen: einem Förderbrunnen und einem Schluckbrunngen.
Aus dem Förderbrunnen wird das Grundwasser zur Wärmepumpe gebracht, dort wird dem Grundwasser Wärme entzogen und anschließend wird es über den Schluckbrunnen wieder zurück in die Grundwasserschicht gebracht.


Das Wasser sickert dann ewentuell durch die Erdmasse wieder in den Brunnen und nimmt da die Umgebungstemperatur mit..... hast Du Recht ! :-)

Ein weiteres Problem ist das Grundwasser selbst. Bei hohem Eisen- oder Kalkgehalt ( sehr oft der Fall !) kann man Probleme im Wärmetauscher kriegen ....
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Re: Geothermie

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Gepostet: 19.02.2014 - 08:32 Uhr  ·  #12
Wobei in D laut meinem Heizi auch nicht mehr direkt auf die Wasser-WP gefahren werden darf, sondern n zweiter Wärmetauscher davor sein muß. Quasi Primär und Sekundärkreis, was auch auf den Wirkungsgrad geht, weil man nochmal ne Pumpe braucht. Es soll wohl so verhindert werden, dass beim Defekt das Kältemittel ins Erdreich geht ... nicht das da einer auf die Idee kommt Fracking zu betrieben.

Das mit dem Diethylenglycol (Frostschutz), war ne Schweinerei in Österreich, wurde aber in D ein Skandal draus, weil der Importwein mit deutschem vermischt wurde und als deutscher in den Handel kam. War ne Üble Sache und hat uns fast in die Insolvenz getrieben, weil deutscher Wein über Nacht unverkäuflich wurde und der Preis in den Keller fiel. Die Großgebindepreise haben sich davon nie wieder erholt und haben den Strukturwandel durch Zahlungsunfähigkeit von Kollegen massiv beschleunigt. Der hat viele tausende Existenzen und im Nebeneffekt auch Menschenleben gekostet. Es gab in der Zeit viele "Unfälle" mit E605 bei Betriebsleitern. Der Importeur hat seinen Namen geändert, sich auf den Import aus Übersee spezialisiert und wurde um so größer, ist heute eine der größten Handelskellereien.

Meine Wärmetauscher sind außen auf den Mantel aufgesetzt, mit Sollbruchstelle nach außen, also wenn was krepiert gehts nach außen weg, ins Produkt kann nichts kommen. Dazu sind da noch 2 mechanische Überdruckventile und eine elektronische Überwachung verbaut ... Sicher ist Sicher.

Bei Wärmepumpen ist es in etwa wie bei den Windkraftanlagen, die bunten Werbeblättchen sind mit äußerster Skepsis zu betrachten. Da hilft nur lesen, lesen, lesen ... Haustechnikforen sind da ne gute Sache. Auch dem Heizi muss man gut auf den Zahn fühlen, was die Fachkompetenz in der Technik angeht.
Da gilt es die Verlegeart der Fußbodenheizung zu berücksichtigen, den Estrich, die Beläge, wegen der Wärmespeicherkapazität, Durchflussmengen, Verluste, Leitungsführungen, etc. etc., sonst kann so ne Kiste richtig teuer werden. Die Foren sind voll von hilfesuchenden Häuslebauern, denen die WP die Haare vom Kopf frisst.
Man muss auf alle Fälle auch noch n paar Tage einplanen fürs Feintuning der Anlage, das geht beim hydraulischen Abgleich los, geht über die Hysterese und geht bis zum Einstellwert der Rücklauftemperatur als Regelwert.
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Re: Geothermie

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Gepostet: 19.02.2014 - 21:05 Uhr  ·  #13
Zitat
Immer wieder kommt Werbung ins Haus, wo Unternehmen eine Solaranlage anbieten, die für 6000€ Anschaffungskosten die Stromrechnung halbieren soll. Also ich habe dies bereits mit dem Einsatz von vielleicht 500€ erreicht. Drastische Verbrauchssenkungen durch sparsamere Geräte und vor Allem LEDs haben dies ermöglicht.



Naja , die 5000 kwh pro jahr die man davon bekommen kann , werden sich wohl schon rechnen 8-)

Oder denkst Du eine Waermepumpe lebt von der Luft und der Liebe alleine ?

Wie machst Du Warmwasser ?
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Re: Geothermie

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Gepostet: 19.02.2014 - 22:59 Uhr  ·  #14
Wärmepumpen sind eine feine Sache doch der Aufwand ist zumeist groß.
Ich empfehle für Nachrüstung Luft Luft WP wie sie in Hochwertigen Split Klima Geräten verbaut sind.
Vorteil: Kosten unter 2000 Euro, Inbetriebnahme in 1-2 Tagen und verlässlicher Nutzen für 10-20 jahre

Es wird zwar immer kritisiert das diese nicht jeden Tag des Winters hocheffektiv laufen und deren Leistung nur als Zusatz taugt aber ich beheize mein Haus damit ca zu 80% der kalten Jahreszeit mit eigenem Strom.
Für die restlichen 20% kommt ein Pelletsofen zum Einsatz der auch seine behaglichen und optischen Vorteile hat ohne teuerer wie eine WP in den Betriebskosten zu sein.
Gut dann könnte man ja eigentlich ständig mit Pellets heizen, .... wenn man nicht selbst Strom mit Wind und PV erzeugen würde :-)
Für eine einfache schnelle und günstige Zusatzwärme sind sie aber trotzdem für jeden geeignet.
War vor Jahren da auch viel in einem Forum wo die Innenteile gegen einfache Wärmtauscher für Brauchwasseraufbereitung teils ersetz wurden. Ist eine gute Sache wenn man seine eigen Stromenergie um realativ erschwingliches Geld verdrei oder vervierfachen kann.
Gruß Hans
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Re: Geothermie

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Gepostet: 20.02.2014 - 00:39 Uhr  ·  #15
Mein Traum , war immer diese Ochsner Europa Mini mit "Direktverdampfer" Erdreich- Waermetauscher
, wuerde passen auch zu meiner Inselanlage http://www.ebay.de/itm/Waermep…0650850237

....Nur muss /will ich sowieso auch mit Holz bzw Festbrennstoff heitzen

In my case :-) , machts heute wohl keinen Sinn mehr eine Waermepumpe zu installieren , da ich wohl besser beraten bin , anstatt den gut 3000 Euro der oben genannten , lieber gleich 6000 watt mehr PV ...und Heizstab


Natuerlich , wer am Stromnetz heangt , der kann ja mal hier nachlesen , wie gut Waermepumpen sind , beim Aktuellen Strommix aus der Dose ...

http://www.agenda-energie-lahr.de/leistungwaermepumpen.html

gruss
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Re: Geothermie

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Gepostet: 20.02.2014 - 11:42 Uhr  ·  #16
Zitat geschrieben von wieso
Naja , die 5000 kwh pro jahr die man davon bekommen kann , werden sich wohl schon rechnen 8-)

Oder denkst Du eine Waermepumpe lebt von der Luft und der Liebe alleine ?

Wie machst Du Warmwasser ?


nein, natürlich nicht. Es rechnet sich nur, wenn der Wirkungsgrad stimmt, das ist klar. Aber, wenn die Strompreise so weiter steigen, dann dürfte ds auch bald unwirtschaftlich sein, es sei denn, der Betriebsstrom kommt auch vom Dach.

Alles Gute kommt von oben: Solarstrom und auch die Brauchwassererwärmung.
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Re: Geothermie

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Gepostet: 20.02.2014 - 12:44 Uhr  ·  #17
Zitat geschrieben von vitis

Wobei in D laut meinem Heizi auch nicht mehr direkt auf die Wasser-WP gefahren werden darf, sondern n zweiter Wärmetauscher davor sein muß. Quasi Primär und Sekundärkreis, was auch auf den Wirkungsgrad geht, weil man nochmal ne Pumpe braucht. Es soll wohl so verhindert werden, dass beim Defekt das Kältemittel ins Erdreich geht ... nicht das da einer auf die Idee kommt Fracking zu betrieben.


das ist ja auch irgendwo einzusehen, andererseits machen sie sich in die Hosen, wenn bei unseren Kleinnlagen etwas Chemie auslaufen könnte, während die Industrie es im großen Maßstab darf (wie beim Fracking). Vorgestellt habe ich mir es aber so, dass nur geachlossene Kreisläufe zum Einsatz kommen, also einer, der ein Wasser-Frostschutzmittelgemisch durch ein verlegtes Schlauchnetz pumpt, dem dann von der WP Energie entzogen wird, die dann an den Heizkreis/Puffer abgegeben wird. Hohe Temperaturen sind so nicht zu erreichen, aber 40° Vorlauf erzielt auch Wirkung.

Ich denke, ich werde einmal ein paar Sensoren im Garten verbuddeln......
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Re: Geothermie

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Gepostet: 20.02.2014 - 20:52 Uhr  ·  #18
Hallo Stefan
.....Mir ist da grad eine Idee gekommen...
wenn du schon im Garten ein Register/ Sensoren verbudeln willst, leg doch gleich daneben noch eine Leitung wo Du mit der Solaranlage sehr niedrige Temperaturen im Gegenstromprinzip einspeist... Ich denke da an Temperaturen Alles unter ca 20 Grad ( Schafft die der Kollektor im Winter immer noch ...!), die Du sonst nicht nutzen kannst! Dadurch könnte Die WP im Primärkreislauf mit wesentlich höheren Temperaturen ( statt 8 Grad mit 12 Grad!) beginnen zu arbeiten ....
Auf die Masse (Erde) gesehen ist das eine Menge Energie, die 4 Grad Unterschied !
...und der Rasen wird schneller grün! :-)
Müsste man sich mal durchrechnen.....
Wäre einfach und billig. ( 100 Meter Verbundrohr 22 mm um die 80 €uro Zusatzpumpe, Abzweig Regelung pi mal Daumen 200 € ...)
Ich werde meine Hauswände als Massenspeicher nutzen .. mit einer Wandheizung auf der Aussenwand gleich hinter der Dämmung. spare ich mir den großen Pufferspeicher....und kann die Solaranlage optimaler nutzen alles was ich an Solarwärme übrig habe oder nicht nutzen kann, weil Speicher voll und oder unter 20 Grad pumpe ich in die Außenwände. Da wo es am kältesten ist !
Ein schöner Nebeneffekt ist die Schimmelgefahr ist gebannt!
Gibt noch weit mehr Vorteile wie warme Außenwände weniger Dämmung nötig ( Gleicht die Mehrkosten fast wieder aus...:-) !)
Fassade wird nicht Grün/ Stockgig....und und und ..

Aber parallel Schlauch im Garten legen ...wenn ich sowieso dabei bin ... ;-)

Gruß Ralf
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Re: Geothermie

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Gepostet: 20.02.2014 - 22:01 Uhr  ·  #19
Zitat
Aber, wenn die Strompreise so weiter steigen, dann dürfte ds auch bald unwirtschaftlich sein
Genau , COP oder die JAZ (JahresArbeitsZahl) von Waermepumpen , wird wohl gleich bleiben , im Gegensatz zum Strompreis ...
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Re: Geothermie

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Gepostet: 21.02.2014 - 01:27 Uhr  ·  #20
Unwirtschaftlich? Warumm soll eine WP das durch höhere Strompreise werden?
Pellets, Gas, Öl, Fernwärme und Holz werden genauso teuerer- am Verhältniss wird sich wenig ändern.

Das blöde ist nur das manche denken wenn sie eine WP kaufen das dann alles gelöst ist doch eine WP ist das Ende der Lösung vorher kommt Dämmung und eine sehr Niedrige Energiekennzahl des Gebäudes.

Also vorher mal 5-10 tausend investieren und dann eine WP ist der richtige Weg oder Holzheizung.
Viele denken kurzsichtig und das ist das Problem, eine Dämmung lebt fast ewig mit einem Anstrich hin und wieder.
Einfach zu verarbeitende Dämmstoffe (Styrodur/XPS) auf Erdölbasis werden knapper und teurer, heute gekauft und ein Leben lang weniger als die Hälfte der Heizkosten.

Gruß Hans
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