Die Mazenauer-Turbine

ein ultimatives "Windrad" - glaubwürdig oder nicht?
 
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Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 06.01.2016 - 17:26 Uhr  ·  #1
Hallo liebe Windfreunde und Strömungsexperten,

nachdem das Prinzip des Windrades - wenn auch im Detail durchaus anspruchsvoll - im Grunde eine "Dinosauriertechnologie" (Windmühlen) darstellt und grundsätzlich unbefriedigend bleibt (schwankender Ertrag, Flächenverbrauch, Landschaftsbild), möchte ich an dieser Stelle mal einen horizonterweiternden Blick auf eine äußerst geniale und bemerkenswerte Erfindung werfen, die alle Energieprobleme lösen könnte und in gewissen Sinne als "ultimatives Windrad" bezeichnet werden könnte.

Die Rede ist von der selbstbeschleunigenden Mazenauer-Turbine des geichnamigen Schweizer Erfinders.
http://mazenauer-rotor.com/
http://www.aladin24.de/Mazenauer/mazenauer.htm
http://www.kuenstlermensch.kulturserver.de

Natürlich haben wir alle gelernt dass so etwas nicht funktionieren kann, weil das den 2. Hauptsatz der Thermodynamik widerlegen würde und für die meisten ist damit die Diskussion leider auch schon beendet, obwohl sie gar nicht wirklich verstanden haben, um was es überhaupt geht.
Deshalb möchte ich gerne kurz erklären warum die grundsätzliche Fragestellung keineswegs so trivial ist wie sie vielleicht aussieht und warum ich diese Erfindung für überaus glaubwürdig halte:

Der 2. HS der Thermodynamik ist nur ein Erfahrungssatz und kann nicht bewiesen werden. Ausnahmen sind also grundsätzlich möglich!
Es handelt sich dabei nicht ein Perpetuum-Mobile das Energie aus dem Nichts erzeugt, sondern sie nutzt (meiner Meinung nach) die Wärmeenergie der Luft und wandelt diese in Drehbewegung um.
Luft ist nämlich kein statisches, energieloses Gebilde, sondern die Luftmoleküle rasen mit durchschnittlich Schallgeschwindigkeit ungerichtet durch den Raum und kollidieren milliardenmale pro Sekunde miteinander -das ist das was wir als Wärme oder brownsche Molekularbewegung kennen. Es ist in der Luft also reale Stoßenergie latent vorhanden!

Die Große Frage ist nur - können diese kreuz und quer umherschwirrenden Moleküle irgendwie gebändigt und in eine Richtung gelenkt und quasi sortiert werden um diesen dabei entstehenden "Wind" über eine Turbinenschaufel abzugreifen? Ich denke Ja!

Die MAzenauer-Turbine ist eine Sogturbine und genau darin unterscheidet sie sich von unseren sonstigen Druckturbinen fundamental.
Innerhalb der Engstelle der Mazenauer-Turbine entsteht nämlich ein Unterdruck, weil der größere Kegel mehr Luft ausschleudet als der kleinere Kegel einsaugen kann. Es gibt dort also wenige Moleküle, die "im Weg rumstehen". Die Folge ist, dass alle Moleküle die gerade zufällig in Richtung der Engstelle fliegen, dies mit ihrer hohen molekularen Geschwindigkeit tun können ohne noch groß aufgehalten zu werden und prallen entsprechend schnell auf die druckseitigen Spiralwände des großen Kegels was schließlich zur sich immer weiter verstärkenden Selbstbeschleunigung führt.

Die Mazenauer Turbine ist auch nicht die einzige Erfindung in dieser Richtung - es gibt in den USA noch die Aerodynamic-Air-Turbine-Engine und Viktor Schaubergers Repulsine, die alle nach ähnlichen Sogprinzipien arbeiten sollen.

Vor allem aber der hochprofessionelle Nachbau der Mazenauer-Turbine (von mazenauer-rotor.com) macht ein Funktionieren des Rotors besonders glaubwürdig - denn wer würde so viel Geld in die Hand nehmen und ein Produkt auf einem derart hohen Niveau entwickeln, wenn er dessen Funktionieren nicht vorab mit günstigeren Prototypen ausprobiert hätte?

Was ist eure Meinung dazu? Glaubt ihr den alten Lehrsätzen, Dogmen und Ansichten des Mainstreams oder glaubt ihr, dass es in dieser Richtung durchaus noch mehr "zwischen Himmel und Erde" zu entdecken gibt? Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion :-)
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 07.01.2016 - 00:02 Uhr  ·  #2
Hallo Zephyrus
sicherlich glauben wir in erster Linie immer an die alten Grundsätze, die Richlinien und wissenschaftlichen Erkenntnisse, wäre es nicht so, wäre unser momentane " Technik " nicht die, wie wir sie auf unserem Planeten haben, erdulden, begrüssen, verwünschen etc. etc.

Bestimmt gibt es da aber gewaltig mehr zu Entdecken, zu Erforschen und ich glaube fest daran, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als das was wir momentan kennen. Die pysikalischen Grundsäzte werden fortlaufend präzisiert und man kitzelt immer mehr herraus, nur zu welchem Preis für unsere Erde und uns Menschen? Etwas neues Erfinden kann man nicht, alles was es im Universum gibt, also vorhanden ist, kann nur weiter eintwickelt werden und manchmal verhilft der Zufall, das etwas entdeckt wird, somit gibt es keine Erfinder, sondern nur Entdecker. Ein Rückblick in die vergangenen 50 Jahre zeigt uns doch mehr eindrücklich was machbar wurde und so wird es auch in der Zukunft weiterlaufen. Irgendwann mal, werden solche Projekt wie die Mazenauer Turbine oder die TESLA Theorie machbar, es ist also eine Frage der Zeit wie mit Visionen und an bereits vorhandenen Grundideen weiter geforscht wird. Ich bin auch sehr gespannt auf eine angeregte Diskussion zu diesem Thema und hier im Forum tummeln sich ja einige Menschen die sicherlich nicht uninteressiert sind.
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 07.01.2016 - 07:04 Uhr  ·  #3
Wenn da Wärmeenergie umgewandelt wird muss man eine Temperaturdifferenz messen können, aber die sprechen ja praktischerweise von "Ätherenergie". Bau das Ding, miss wie viel Lewistung du bekommst und wir diskutieren weiter. Alles andere ist nichtmal heiße Luft.
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 07.01.2016 - 12:14 Uhr  ·  #4
Danke für eure Antworten und ich gebe soderica recht - es gibt eigentlich nur Entdeckungen, die gefunden werden können aber man wird sie nicht finden wenn man nicht danach sucht. Genau das ist leider in den "renommierten" Wissenschaften der Fall. Hat sich einmal ein Lehrsatz wie der 2.HS der Thermodynamik durchgesetzt, ist es sehr sehr schwierig ihn wieder zu brechen. Das ist reine Psychologie - die Meinung der Masse wirkt immer glaubwürdiger als eine Einzelmeinung. Sonst würden Religionen auch nicht funktionieren. Menschen können an alles glauben wenn es nur genug Mitgläubige gibt. Das Problem des 2.HS ist seine hohe Komplexität - keiner versteht ihn wirklich, aber wir haben alle einen konditionierten Abwehrreflex dazu - ebenso nichts als heiße Luft..

Zur Abkühlung: Es gibt Computersimulationen zur MAzenauer-Turbine (bei http://www.kuenstlermensch.kulturserver.de) die zeigen eine sehr deutliche Abkühlung im Bereich der Engstelle in der Mitte des Rotors, was auch leicht nachvolliehbar ist, da im Bereich des Unterdrucks schlicht weniger Moleküle da sind, die mit der Rotorwandung kollidieren könnten und diese zur Wärmeschwingung anregen könnten. Diese Abkühlung in der Mitte bewirkt, dass nun Wärmeenergie von der Umgebungsluft an die inneren durchströmenden Moleküle abgegeben wird, was die Beschleunigungswirkung des Rotors noch unterstützen sollte.
Insgesamt ist die ausgestoßene Luft am großen Kegel kälter als die am kleinen Kegel eingesaugte Luft entsprechend der mechanischen Leistung und der Energieerhaltungssatz (1.HS) ist gewahrt. Der Theorie mit dem Äther stehe ich auch skeptisch gegenüber. Nicht weil ich den Äther an sich negiere (im Gegenteil!), sondern weil das in meinen Augen eine Ebene zu tief ansetzt. Der Äther "bewegt" vielleicht die Elektronen um die Atome usw. und bettet alles in sich ein, aber letztlich kann ich mir (wie beim Windrad) nur Molekülstöße als Antrieb vorstellen und die Luftmoleküle werden von der Sonne "angetrieben" indem sie den Boden erwärmt und die Schwingung des Bodens auf die Moleküle übertragen wird. Es geht also um nichts anderes als die Nutzung von Sonnennergie - nur wesentlich genialer und effizienter als Sonnenkollektoren und vor allem rund um die Uhr und an jedem Ort.

So ein Teil zu bauen ist leider nicht ganz einfach - vor allem weil man wahrscheinlich erst mit größeren Modellen Erfolg haben wird. Denn der Reibungswiderstand der Luft wächst mit der 4.Potenz zum Querschnitt. EIne gute Möglichkeit wären wahrscheinlich 3D-gedruckte Prototypen. Die genaue Geometrie ist im Netz vorhanden und sollte nicht das Problem sein. Wer also Zugang zu einem größeren Drucker hat, könnte schon viel erreichen.
Ein ganz anderes Problem sehe ich allerdings in der Sicherheitsfrage. Nicht technisch sondern in Form von sehr vielen Lobbyisten aus der Industrie, die alles andere als begeistert auf derartige Versuche reagieren würden. Einen entsprechenden Hinweis hat es von mazenauer.com schon gegeben und das dürfte auch der Grund sein, warum man nichts mehr von Ihnen hört. Es wäre nicht der erste Fall..
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 08.01.2016 - 12:27 Uhr  ·  #5
OK - das Interesse ist wie zu erwarten war nahe null. Vielleicht wird es interessanter, wenn wir der Frage nachgehen, warum das eigentlich so ist.

Wir sehen mit einem Mausklick eine faszinierend einfache aber geometrisch komplexe Konstruktion die alle Energie- und Verteilungsprobleme der Meschheit vielleicht lösen könnte und sie besteht im Grunde nur aus einem rotierenden Bauteil (mit Ummantelung) ohne irgendeine Kompliziertheit, die schwer zu durchschauen wäre. Ein Mehr an Genialität ist eigentlich kaum vorstellbar. Dazu sehen wir Bilder vom Erfinder, dem Original und von hochprofessionellen Nachbauten, die ohne ein Funktionieren auf diesem hohen technischen Niveau keinen Sinn machen würde. Dseweiteren gibt es genaue Beschreibungen und BAupläne. ALles liegt offen.Die Firma mazenauer.com wirbt auch nicht um irgendwelche Gelder, die einen [automatisch zensiert] vermuten lassen würden. Dazu gibt es verwandte Erfindungen und auch plausible Theorien.

Aber dennoch will sich das niemand genauer ansehen, obwohl es sich auch hier wie bei Windrädern um eine Strömungsmaschine handelt und somit verwandt ist.
Auch hier geht es um Luftströmungen, Sog und Druck (Auftrieb) und wie die naturgegebenen Kräfte in diesen Spiralwendeln wirken müssten. Darüber könnten wir sehr gut diskutieren und abschätzen, ob das Funktionieren kann, oder ob es trifftige Gründe dafür gibt, dass es nicht geht.

Sind wirklich alle schon so desillusioniert und Betrachten das Gesetz von Betz als Ende der Fahnenstange? :'(
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 08.01.2016 - 14:32 Uhr  ·  #6
Hallo,

Betz IST das Ende der Fahnenstange für freilaufende Strömungsmaschinen, auch wenn das desillusionierend wirkt. Bei Maschinen mit Gehäuse ist das etwas anders, aber auch da gilt:

Pabgabe = Pzugeführt x eta

Wenn es irgendwann mal mehr als "Äther" und "Elmslichter" für Pzugeführt zu vermelden gibt, bring ich mich gern mit ein.

Bis dahin frage ich mich: Warum sollte man sich mit so einem (sorry) Quatsch auseinandersetzen, wenn es noch genug Ansätze für die Verbesserung vorhandener Maschinen und Techniken gibt?

Hab es gut

Mari
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 08.01.2016 - 16:06 Uhr  ·  #7
Zitat

OK - das Interesse ist wie zu erwarten war nahe null.

Vielleicht hast Du ja in einem Forum für Esoterik mehr Glück...

Dieter
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 08.01.2016 - 16:37 Uhr  ·  #8
Zitat
Bis dahin frage ich mich: Warum sollte man sich mit so einem (sorry) Quatsch auseinandersetzen, wenn es noch genug Ansätze für die Verbesserung vorhandener Maschinen und Techniken gibt?


weil man mit anderen Verbesserungen nur marginale Wirkungsgradunterschiede erzielt aber keine befriedigende Lösung des globalen Energieproblems und der damit verbundenen Umweltzerstörung. Was macht dich so sicher, dass es Quatsch ist, ohne dich überhaupt mit der Thematik beschäftigt zu haben. Ich tue das schon seit einigen Jahren und habe Computersimulationen geschrieben usw. und kann nur sagen - die Sache ist nicht so trivial als dass man sie mal schnell zur Seite wischt.

Zitat
Betz IST das Ende der Fahnenstange für freilaufende Strömungsmaschinen, auch wenn das desillusionierend wirkt. Bei Maschinen mit Gehäuse ist das etwas anders, aber auch da gilt:
Pabgabe = Pzugeführt x eta
Wenn es irgendwann mal mehr als "Äther" und "Elmslichter" für Pzugeführt zu vermelden gibt, bring ich mich gern mit ein.


Ich gebe Dir in Bezug auf Betz und mit der Formel völlig recht aber leider hast du nicht gelesen was ich geschrieben habe. Die Energie die diese Turbine umsetzt - also Pzugeführt ist nach meiner Meinung die Umgebungswärme. Kein Äther und auch kein Elmslicht sondern WÄRME. Und was ist Wärme? Wärme ist die physikalisch allgemein bekannte und anerkannte brownsche Molekularbewegung. Luftmoleküle rasen mit unglaublich hoher Geschwindigkeit durch den Raum und kollidieren verlustfrei miteinander. Jedes Molekül bringt eine Stoßenergie mit sich. Könnte man alle Moleküle innerhalb eines m³ Luft nur in eine Richtung lenken, entspräche das der Bewegungsenergie eine AUtos von 1 Tonne das mit 57 Km/h untwegs ist! Die Energie ist also zweifelsfrei da. Das einzige Problem ist die Ordnung. Wie bekomme ich die Moleküle in eine Richtung sortiert? Durch Sog!
Ich stehe also absolut auf der Seite der Wissenschaft und nicht auf der der Esoteriker. Es geht nur um ein erweitertes Verständnis von bekannten Tatsachen aus einem anderen Blickwinkel.
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 08.01.2016 - 17:14 Uhr  ·  #9
Zitat

Wie bekomme ich die Moleküle in eine Richtung sortiert? Durch Sog!


Dann gibt es im Programm der Marke Nilfisk sicherlich etwas Passendes: https://www.nilfisk.de/de/Pages/default.aspx
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 08.01.2016 - 18:24 Uhr  ·  #10
Hallo dig-it,

warum ziehst du hier das Niveau so in den Dreck? Habe ich dir irgend etwas getan? Was ist deine Motivation? Ich habe das Gefühl, dass du intellektuell nicht ganz folgen kannst und zu diesem Thema eigentlich nicht wirklich etwas zu sagen hast. Warum schreibst du nicht, wo für dich der Schwachpunkt liegt? Mit deiner pauschale Aburteilung zeigst du nur auf welch arrogantem Niveau du lebst. Ich dachte ich hätte schonmal geistreichere Beiträge von dir gelesen und vielleicht kannst du ja mit ARGUMENTEN mein negatives Bild wieder zurechtrücken...Ich habe nichts gegen Dich und ich habe nichts gegen die Wissenschaft - ich würde nur gerne ein wenig über erweiterte strömungsmechanische Aspekte diskutieren, aber von Offenheit und Toleranz ist bisher leider wenig zu spüren :(
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 08.01.2016 - 23:11 Uhr  ·  #11
Zephyrs, bleib mal auf dem Teppich ...

So persönliche Anfeindungen sind nicht so toll.
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 08.01.2016 - 23:45 Uhr  ·  #12
Nabend Zephyrus,

wenn es die Wärme sein soll, hat man es mit dem ollen Spassverderber Carnot zu tun. Der sagt, dass der maximale Wirkungsgrad
1 - (Tu / To) ist. Wenn aus dem Prozess also mechanische Energie rausgezogen wird (P abgabe) muss sich die verwendete Luft massiv abkühlen. Tut sie das? Wenn Ja, um wieviel?

Es müsste ein eisiger Höllensturm aus der Maschine ausgetreten sein, um die mechanische Wirkung zu erzielen, die in den verlinkten Artikeln beschrieben ist. Davon steht da aber nichts. Stattdessen wird von 'Elmslichtern' berichtet......

Man kann die Luft mit dem Quirl noch so sehr beschleunigen oder um die Kurve leiten, dabei ändert sie ihre Temperatur vielleicht um ein paar lausige Grad, weil hier ein bisschen Verdichtung und dort ein wenig Entspannung stattfindet, aber in Summe kommt dabei nichts raus. Allein die Reibungsverluste des notwendigen Luftmassenstroms in dem Rotor ....... nee. Sei mir nicht böse, aber das Konstrukt ist absolut unsinnig. Daran ändern auch die Verschwörungstheorien gegen die Industrie nichts, die immer dann kommen, wenn ein 'genialer Erfinder' erkennen muss, dass er auf dem Holzweg ist.

Diesen Textteil fand ich aber zumindest lustig:

"Durch die naturgerechte Bewegung, die radial-axiale Eindrehung des Mediums Luft als Energieträger, entsteht ein Rotationssog. Dieser Sog erzeugt ein Vakuum, was eine annähernd reibungslose Geschwindigkeitssteigerung zur Folge hat."

Die Geschwindigkeit des Mediums Luft soll in einem Vakuum! annähernd reibungslos gesteigert werden? :fgrin: Muhahahah....


Wenn du daran glaubst, dass es doch funktioniert, solltest du dein Haus beleihen oder deine Freunde anpumpen, eine Fabrik dafür aufmachen und die Dinger verkaufen. Du wirst reich und hast die Welt von der Klimaproblematik befreit (aber dafür vielleicht tiefgefroren). Aber sei bitte vorsichtig: "Vor Gram über die misslungenen Versuche ergab sich der Erfinder dem Alkohol und starb dann, ohne die Experimente wieder aufgenommen zu haben." :'(

Ärger dich nicht, hab's gut

Mari
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 08.01.2016 - 23:53 Uhr  ·  #13
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 09.01.2016 - 09:51 Uhr  ·  #14
Ja, ist schon gewaltig so ein Tornado. Aber wo kriegt man stationär die Unmengen Wasserdampf her, aus dem so ein Tornado seine Energie holt? Vielleicht aus einem Dampfkessel mit Kohlefeuerung?

Leute, hört auf damit, bevor noch jemand auf die Idee kommt, dass die Kleinwindmüller einen an der Kartoffel haben. Es gibt noch genug zu denken und zu bauen, um preiswerte Kleinwindmühlen zu haben, die vernünftig laufen und mehr Energie produzieren, als zu ihrer Herstellung gebraucht wurde. Da ist Arbeit genug für kreative Köpfe.

Habt es gut

Mari
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 09.01.2016 - 12:40 Uhr  ·  #15
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 09.01.2016 - 18:04 Uhr  ·  #16
Hallo Mari,

sehr gute Einwände, aber soweit mir bekannt ist, bezieht sich der Carnot-Wirkungsgrad im Wesentlichen auf thermodynamische Kreisprozesse die innerhalb geschlossener Kolben usw. ablaufen. Da wird was komprimiert, erwärmt und wieder entspannt usw. ohne aber die innere Dynamik des Mediums zu berücksichtigen. Das ganze Schwirren der Teilchen im Inneren des Kolbens wird auf die gemittelten Größen von Druck und Temperatur reduziert. Mit dieser Art von Kreisprozessen ist tatsächlich nicht mehr drin als der Carnot-Wirkungsgrad, aber die Turbine arbeitet ja völlig anders...

Woher ziehst du den Schluss eines eisigen Höllensturms - hast du irgendwelche konkreten Energieangaben gefunden die die Turbine erzeugt haben soll? Für eine Selbstbeschleunigung reicht es ja zunächst, dass die Kraftentwicklung etwas größer ist als die Reibungskräfte der Lager und Grenzschichten verschlingen. In der Wärme steckt ungeheuer viel Energie drin. Wenn man sich mal umgekehrte Vorgänge ansieht kann man vielleicht ein Gefühl dafür bekommen. Wenn man z.B mit einem Mixer Wasser verquirlt, wird diese Energie zum großen Teil in Wärme umgewandelt - sprich das Wasser wird wärmer. Man merkt davon aber nahezu nichts, obwohl die eingebrachte mechnische Leistung gefühlsmäßig groß ist.
Aber du hast natürlich recht - ich sollte das mal genauer ausrechnen.

Zitat
Die Geschwindigkeit des Mediums Luft soll in einem Vakuum! annähernd reibungslos gesteigert werden? :fgrin: Muhahahah....


Was der Autor damit sagen wollte ist genau das was ich auch schon geschrieben habe - nur vielleicht nicht ganz glücklich formuliert. Es entsteht in der Mitte der Turbine natürlich kein absolutes Vakuum, aber ein Unterdruck. Unterdruck bedeutet dass die Molekükldichte geringer ist und somit viel leerer Raum entsteht. Jedes Molekül das zufällig in Richtung dieses Leerraums fliegt, kann nun mit seiner hohen molekularen Geschwindigkeit viel weitere Strecken fliegen bis es wieder mit einem anderen Molekül kollidiert, als das bei Normaldruck mit sehr vielen Molekülen der Fall ist. Die Folge ist: die Reibung sinkt und die Strömungsgeschwindigkeit erhöht sich. Das sind ganz normale Vorgänge die auch der klassischen molekularen Gasdynamik längst bekannt sind. Von daher weiß ich nicht was daran jetzt schon wieder so komisch sein soll :-)?

Den Geschwindigkeitsverlauf der Strömung kann hier schön sehen:
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 09.01.2016 - 21:45 Uhr  ·  #17
Hallo

Ich denke schon der kleine Kompressor hat keine Funktion da die Zentriefugalkräfte nach aussen , also zur Ansaugseite wollen, somit ist die Strömung in die andere Richtung.
Alle beschaufelten Kompressoren arbeiten anders, haben mehrere Stufen und Leitschaufeln um eine Drucksteigerung zu erzeugen.
Auch eine Expansion halt ich für unmöglich da der Ausgang ja nicht in ein Vakuum endet, sondern bei normalem Umweltdruck oder.
Also keine Druckunterschiede vorhanden.
Das Beispiel Nilfisk ist da nicht abwegig, der würde dann auch funktionieren wenn aussen dann ein Vakuum wäre.

Gruß Aloys.
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 09.01.2016 - 21:48 Uhr  ·  #18
Hallo Mari,

Zitat
Aber wo kriegt man stationär die Unmengen Wasserdampf her, aus dem so ein Tornado seine Energie holt?


z.B. in den Gebieten dort wo die Tornados entstehen!
Wir fangen ja erst an, im großen Stil die Wetter Energie anzuzapfen.
Warum nicht auch mal darüber nachdenken ob es möglich wäre auch solche Systeme zu bauen und diese Energien zu nutzen?

Grüße
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 09.01.2016 - 22:14 Uhr  ·  #19
[quote]
Wir fangen ja erst an, im großen Stil die Wetter Energie anzuzapfen.
Warum nicht auch mal darüber nachdenken ob es möglich wäre auch solche Systeme zu bauen und diese Energien zu nutzen?

Normaler Wind, Sonne, Gezeitenströme... können mit leicht beherrschbarer Technik hundertfach die Energie erzeugen, die wir als Menschheit jemals auf diesem Planeten verbraten können. Da muss man nicht auch noch immense Anstrengungen unternehmen, um Tornados zu zähmen...

Dieter
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Re: Die Mazenauer-Turbine

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Gepostet: 10.01.2016 - 11:06 Uhr  ·  #20
Hallo Zephi, Erdorf, Hallo zusammen,

Woher ziehst du den Schluss eines eisigen Höllensturms....

DU hast doch gesagt, es würde die Bewegungsenergie der Gasmoleküle (sprich: Wärme) als Energiequelle genutzt. Dann müsste sich die Luft in der Maschine doch wohl abkühlen. Da sie vorher etwa Raumtemperatur hatte muss sie nachher eisig kalt sein, wenn man da nennenswert Energie rausziehen will.

Die mechanische Energie des Mixers bleibt übrigens 1:1 als Wärme in dem gequirlten Wasser. Ob man das fühlt oder nicht, liegt nur an der Menge der eingebrachten Energie und den zwischenzeitlichen Verlusten. Das kann man nachmessen oder man setzt sich mal testhalber auf eine maximal belastete Wasserwirbelbremse. Da kriegt man einen prima warmen Po :happy: .


Warum nicht auch mal darüber nachdenken ob es möglich wäre auch solche Systeme zu bauen und diese Energien zu nutzen?

Machen wir doch. Ich finde nur halt keinen Grund dafür anzunehmen, dass das Ding auch nur eine trübe Funzel zum Leuchten bringen würde, weil ich nicht sehe woher die Energie dafür kommen sollte.


Aber wie gesagt: Geld besorgen, Maschine bauen, Maschine testen. Bis dahin bin ich raus aus der Diskussion und bastel lieber an meinem kleinen Betz-Maschinchen weiter.

Hab's gut

Mari
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