Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

Leichtbauart gesucht.
 
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Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 21.07.2017 - 14:22 Uhr  ·  #1
Ein Hallo ins Forum.
Als Neuling hier im Forum habe ich an Euch folgende Fragen.Welche Bauform eines 1KW Vertikalachsrotors würde sich als schraubbar,robust,leicht transportabel und aufbaubar,realisieren lassen?Bis zu wie viel Windstärke könnte so eine Bauform beaufsichtigt laufen gelassen werden,ohne ein grossartiges Fundament bauen zu müssen?Mir zu Verfügung steht ein selbstgebauter leichter Aussenläufergenerator mit 1KW Nennleistung bei 12m/s.Rastung unauffällig.Leerlaufleistung 50V bei 30 U/min.Fehler von einem interresierten Laien, bitte ich zu entschuldigen, da auch meine Computerkenntnisse nicht die Besten sind.Mit Grüssen Bernd
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 21.07.2017 - 21:54 Uhr  ·  #2
Hallo Wickler,
herzlich wilkommen im Forum der Windradenthusiasten. Um deine Frage zu beantworten sind mehrere Ausgangsinformationen von großem Nutzen. Ich versuche es einmal aufzulisten. Die Aufzählung und Fragen sind aber bestimmt nicht vollständig.
Mit welcher Windstärke möchtest du wieviel Leistung erzeugen? Hast du handwerkliche Fertigkeiten und Fähigkeiten um eine Konstruktion herzustellen, die ähnlich wie ein großer Gartenschirm mit schweren Gewichten am Fußpunkt belastet werden kann. In welcher Höhe über dem Boden kannst du dein Windrad stabil um den Mast rotieren lassen? Hast du einen geeigneten Standort, wo auch der Wind so richtig bläst? Wie weit ist dieser Standort von der beabsichtigten Verbrauchseinspeisung (Einspeisewechselrichter oder Akku) entfernt ( Kabellänge). Hast du daran gedacht, eine oder besser zwei voneinander unabhängige Bremseinrichtungen für dein Windrad vorzusehen. Übrigens kaum jemand wird die Zeit und Muße aufbringen, ein einmal gebautes Windrad bis zu einer gefährlich erscheinenden Windstärke beaufsichtigt laufen zu lassen. Bei einem Sturm können unkontrolliert hohe bis sehr hohe Kräfte auftreten und es macht keinen Spaß, die Einzelteile aus den umliegenden Grundstücken aufzusammeln. Mit anderen Worten heisst das, du musst dein Windrad so bauen, dass es bei einem Sturm stabil bleibt und niemand gefährdet wird.
Am einfachsten zu bauen sind sog. Savonius-Rotoren. Dazu eignen sich sehr gut große leere Blechfässer. Schau dir aber auch mal den C-Rotor und andere Bauformen hier im Forum an. Beispiele findest du sicher genug. Als Anfänger sich an Auftriebsläufer heran zu wagen kann ich dir nur abraten. Generell empfehle ich dir, dich erst einmal gründlich im Forum umzuschauen alles so gut es geht als Wissen aufzunehmen und bei Unklarheiten Fragen zu stellen.
Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir viel viel Wind
Illiat
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 22.07.2017 - 14:51 Uhr  ·  #3
Savonius leicht zu bauen und gut.

Der Savonius hat eine Schnelllaufzahl etwa 1,6.

Für den Laien : Schnelllaufzahl 1,6 heißt um soviel schneller als die gerade vorhandene Windgeschwindigkeit.

Das ist wichtig weil ein Generator bei 12 m/sec nur dann 1 KW Nennleistung erreichen kann, wenn der Windrotor entsprechend schnell oder langsam läuft.

Wenn das beim Savonius zu wenige Drehzahlen ergibt dann ginge es nur noch mit der Darrieus-Variante wobei hier auf standortbedingte
möglichst günstige Windverhältnisse zu achten wäre.

Auch hier hängt es von der Schnelllaufzahl des jeweiligen Darrieus-Models bzw. seinen spezifischen Flügelprofilen ab, wie gut (frei von Turbulenzen und mit genug Wind) der Standort sein muß, da ein langsam laufend konstruierter Darrieus-Rotor durchaus geringfügige Turbulenzen und Schwachwind verträgt und ein schnellläufiger da total passen muß, geht nicht :-)

An einem schlechten Standort mit starken Luftverwirbelungen wäre der Savonius-Rotor die wahrscheinlich vernünftigste Wahl, zumindest in dem Größenbereich um 1 kw Leistung.

Was Fundament und Tragkonstruktion betrifft, da würde ich vorzugsweise bei keinem Windrad kleckern.

Gruß, Carl
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 23.07.2017 - 09:27 Uhr  ·  #4
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 24.07.2017 - 14:35 Uhr  ·  #5
Hallo Forum.Vielen Dank für die verwendete Zeit,mir so schnell zu antworten. Hallo Carl. In Ihrer Antwort steht:Savonius Schnelllaufzahl 1,6 ist zu bevorzugen. Es wird wohl für mich das Vernünftigste sein.diese Bauform zu wählen. Nur, ist sie in ihren Bestandteilen nicht zu sperrig? Ich gehe dann von einer Baugrösse:1600mmX3000mm,mit einer Drehzahl von 216U/min.bei Nennleistung aus. Oder ist es doch eher Schnelllaufzahl 1 mit Baugrösse:1060mmX3300/4400mm mit der Drehzahl 216U/min. Nach welche Richtung tendiert die Schnelllaufzahl mehr? Die Tragbarkeit aller Bauteile darf nicht aus den Augen verloren werden,sonst macht es keinen Sinn die Idee weiterzu verfolgen.
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 24.07.2017 - 18:08 Uhr  ·  #6
Sorry, die Schnelllaufzahl (SLZ) von 1,6 ergibt sich ohne die Abbremsung durch den Generator bei der Lastabnahme.

Man kann beim Savonius etwa 1 Drittel der SLZ herunterbremsen und kommt so bei 1 U/sec grob geschätzt in den optimalen Leistungsbereich.

Sperrig ist der Savonius schon. Eine Alternative die vergleichbar gut mit stark verwirbelter Luft und auch extrem häufigen Windgeschwindigkeitswechseln zurecht kommt, ist wie Illiat schon sagte der C-Rotor, dieser ist allerdings komplizierter zu bauen und da die Flügelprofile in starrer Bauweise nur schwer in stabile Statik zu bringen sind (bei Deiner Baugröße) und weil aeroelastische Leichtbauweise zwar in Deiner Baugröße das Statikproblem lösen kann - jedoch leider nur mit besonderen Fachkenntnissen ratsam.

Auch der Savonius läßt sich in Leichtbauweise fertigen. Und nicht nur das, es gibt verschiedene Bauweisen, Flügelanzahlen und Formen.

Es gibt noch weitere Vertikalläufer - Alternativen die sich zwischen Savonius-rotor mit seiner extrem gutenTurbulenzverträglichkeit , dem etwa gleichwertigem C-Rotor und dem Darrieus-Rotor mit seiner größeren Abhängigkeit von laminarer glweichmäßiger Strömung ansiedeln, z. B. der Lenz-Rotor. Es ist alles eine Frage der Windverhältnisse am Stellplatz wonach man dann erst sein ideal passendes Modell finden kann.

mfg, Carl
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 12.08.2017 - 20:52 Uhr  ·  #7
Moin zusammen,

Also eine SLZ von 1,6 für einen Savonius kann ich definitiv nicht bestätigen - mit Glück 0,8. Bei meinen Messungen ging es eher gegen 0,6 aber nie über 1, nichtmal im Leerlauf und wir reden hier ja vom belasteten Zustand. Wenn man hier mit 1,6 auslegt dann wirds in die Hose gehen.

Max
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 13.08.2017 - 09:06 Uhr  ·  #8
Hallo Max. Als Neuling hier hatte ich die ganz oben genannte Frage gestellt. Bei Ihrer Messung von 0,6 würde ich vielleicht mit der schlankeren Bauform 33 U/min. bei 3m/s erreichen. Das wären wohl so 6 Watt aus meinem getriebelosen Generator. Hätten Sie da nicht etwas besseres an Bauform im Hinterkopf ? Es müsste aber, die in der Frage gestellten Kriterien erfüllen. Gruss Bernd
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 13.08.2017 - 09:23 Uhr  ·  #9
Moin Max und schönen Sonntag! :-)

Mit einem riesigen Schreck habe ich zunächst gegoogelt und bei der Mehrzahl der dort meist englischen Beiträge zu Savonius SLZ nur Bestätigungen Deiner Aussage gefunden, mit einer optimalen Leistung unter Last mit TSR (Tip - Speed - Rate) 0,6 bis 0,7.

Das zu Deiner sonntäglichen Aufmunterung.

Danach allerdings habe ich mich literarisch auf die Socken gemacht, weil ich mich doch fragen mußte, warum eigentlich ausgerechnet ich auf derart optimistische Werte wie SLZ 1,6 beim Savonius kommen konnte.

Dein Schreck lass nach!!

OK, unser bei Bastlern wegen seiner Bauanleitung: "Der Savonius Rotor" beliebter Heinz Schulz gibt in seiner seit 1989 5.ten unveränderten Auflage 1999 im ÖKO Buch Verlag ganz oben auf Seite 18 folgendes zu wissen:

Ohne Belastung ist die Umfangs-Geschwindigkeit eines gut gebauten (darauf scheint er Wert zu legen) zweistufigen Savonius-Rotors etwa 1,8 mal so hoch wie die Windgeschwindigkeit (Schnelllaufzahl 1,8)

Da mir das als Aussage nicht genügte, habe ich bei der wissenschaftlichen Fachliteratur nach gehakt, schließlich ist ein zweistufiger Savonius kein klassischer einstufiger!

(Es gibt ja auch Raketen mit mehreren Stufen)

Also - für das einstufige Modell im Buch Windenergie in praktischer Nutzung von Felix von König Nachdruck 1979 der 2.ten Auflage im Pfriemer Verlag München findest Du auf Seite 126 im 4.ten Absatz ganz unten auf der Seite folgende Aussage:

"Dass es beim Savonius-Rotor "nicht ganz mit rechten Dingen zugeht" ergab sich schon frühzeitig aus der verblüffenden Beobachtung, dass seine Umfangsgeschwindigkeit bis zum 1,7-fachen der Windgeschwindigkeit anwachsen kann. Das heißt - so geht es auf Seite 127 weiter - die Schaufeln liefen dem hineindrückenden Wind davon.

Nun zu meiner eigenen Aussage von SLZ 1,6 für den Savonius:

Ich weiß schon, dass dies Idealwerte sind und ein sehr anständig gebauter Savonius-Rotor oberste Voraussetzung für derartige Leistungen sein müßte!

Präzision bei der Achsführung genau in Flucht, die Achse in guten Lagern (oben Radial-Lager unten zur Gewichtsaufname Achsiallager) geführt, gute Auswuchtung und stabile Bauweise ist dabei schon das A und O, wie gesagt für Königs SLZ 1,7 in klassischer seit etwa 1920 unveränderter Bauweise mit 2 Schaufeln.

Was Schulz gezaubert hat, 0,1 SLZ über Königs Wert, ist glaubhaft, wegen der stufenweise versetzten Schaufeln.

Geht man von der Bauweise gewöhnlicher Bastelstuben aus die mal eben schnell Bock haben, was Neues auszuprobieren und dabei viel zu wenig Kenntnisse in Maschinenbau, Statik, Werkstoffkunde etc. mitbringen, so dürfte der beste Leistungsbeiwert erreicht bei einer SLZ von 0,6 bis 0,7 realistisch sein.

Bei einer Bauweise, die dem Begriff: "Made in Germany" Ehre macht -

wage ich auch weiterhin zu behaupten, dass eine SLZ von 1,6 erreichbar ist und dass unter Last abgebremst der maximale Leistungsbeiwert in etwa bei SLZ 0,9 -1,0 erreicht werden kann. Bei letzterem will ich mich allerdings nicht zu weit aus dem Fenster hängen, denn das hängt nicht nur vom Rotor alleine ab.

Gruß, mit strahlendem Gewinner-Lächeln, Carl :-)
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 13.08.2017 - 13:22 Uhr  ·  #10
Hallo

Ich hab da mal Aerodynamische Gedanken zu !

Jedes Windrad , auch der Savonius setzt dem Wind einen Wiederstand entgegen.
Diesem weicht die Luft auch rundherum aus.
Die erfährt aber eine Beschläunigung dadurch zu höherer Geschwindigkeit in unmittelbarer Nähe.
Das vor laufende S Blatt verstärkt diesen Beschläunigungszwang, und die Luft weicht nach aussen , auf der einen Seite, und zum offen stehenden zweiten Blatt zur anderen Seite aus.
Da kann die Geschwindigkeit dann schon höher ausfallen als die normal anströmende Luft.
Ist der S an der Achse geschloßen kann vom vorlaufenden Blatt die Luft auch von der Achse in das andere Blatt strömen.
Hinter diesem wirt die Luft dann in eine Kurve mit Sogwirkung gezwungen, das ist dann auch aerodynamischer Natur.
Ist der S an der Achse offen mit ? 20 % Durchlass, wird die Strömung, je nach Anblasrichtung auch richtung Achse und dann hinter die vorlaufende Schaufen geleitet.
Alles gar nicht so einfach da das Spiel sich ständig und Übergangslos wiederholt, mit umgekehrter Richtung.
Im Lastfall wirt das vorlaufende dann auch langsamer, hat weniger Wiederstand .
Das Arbeitsblatt wird erheblich stärker angeströmt , Innen so wie Aussen herum.
Die Drehzahl passt sich dann den Druck- und Sogverhältnissen an.

Gruß Aloys.
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 13.08.2017 - 15:18 Uhr  ·  #11
Hallo Alois,

Felix von König schrieb es in Anführungsstrichen: Dass es beim Savonius-Rotor "nicht ganz mit rechten Dingen zugeht" erkannte man schon früh wegen der Schnelllaufzahl von 1,7.

Du machst Dir zu Recht Gedanken über die Ursachen! Deine Vermutung ist im Ansatz ganz richtig.

Der sich drehende Savonius-Rotor entwickelt sogar einen Magnus-Effekt. Sigurd Savonius hat 1920 seinen Rotor auf der Suche nach einer von der Strömung und nicht von einem Hilfsmotor in Drehung versetzten Vorrichtung erfunden, die den Flettner-Rotor, der mit Magnus-Effekt arbeitet zu ersetzen.. De Fakto kann ein Savoniusrotor - gehalten an einer Drachen-Zugleine - fliegen. Dank des Magnus-Effekts.

Es ist allerdings sehr kompliziert, alle Ein- und Auswirkungen der Strömung im und um den Savonius-Rotor physikalisch zu berechnen da - wie Du schon sagst, in jedem Umdrehungsabschnitt des Rotors bezogen auf die vorherrschende Strömungsrichtung ein anderes Wirkungsfeld zu berechnen wäre. Das gegen die Strömung fahrende Blatt erfährt unterschiedliche Impulse durch die umlaufende Strömung, je nach Schalenstellung auch verschieden innerhalb des durchströmten Rotors. Ein Teil der Strömung wird auch innen - je nach Blattstellung - von einer Schale in die andere (auch auf die gegenläufige Seite jeweils einer der inneren Schalenformen umgelenkt und wirkt dort ebenso als Drehimpuls. Einen variablen Drehimpuls erwirkt der Savonius-Rotor in einem Umkreis von etwa 270° seines Umfanges und nicht so viel weniger wie ein reiner Vortriebsläufer oder gar nur in der Hälfte seines Drehkreises.

Der Savonius-Rotor ist - auch wenn ich für diese Aussage bereits wenig kompetitiv angefeindet wurde - kein 100% iger Vortriebsläufer, genausowenig wie der C-Rotor, an dem ich fast 30 Jahre lang herumgetüftelt habe. Beim C-Rotor, der übrigens auch - wie der Savonius - an einer Drachenleine fliegen kann, gilt für die Berechnung der SLZ das Gleiche:

Wer mit kleinen Modellen wissenschaftlich in professionellem Windkanal mit hochempfindlicher präziser Messtechnik Daten sammeln möchte, sollte nicht vergessen, den Bau des Modells "bei einem Uhrmacher" in Auftrag zu geben!

Sonst passiert das gleiche wie schon öfters mal gehabt - Messdaten passen nur noch in die Tonne.

Ähnlich wie beim Savonius werden auch beim C-Rotor immer wieder stark unterschiedliche Schnelllaufzahlen bekannt (auch aus vorakademischen Kreisen) die jedesmal davon abhängig sind, wer und vor allem wie das jeweilige Modell gebaut wurde

Gruß, Carl :-)
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 14.08.2017 - 14:36 Uhr  ·  #12
Hallo Carl

Eine Ide zum "sichtbarmachen" der Strömungsverhältnisse, wurde früher bei der Turbinenentwicklung praktiziert.
In einem Wasserströmungskanal , 100 cm breit und 10 cm tief, wurden die Lauf und Leitschaufeln senkrecht hinein gestellt.
Sie schauten ein paar cm heraus.
Bei eingeschalteter Strömung staute sich nun das Wasser an Stellen mit Drucksteigerung, und in niedrig Druckgebieten sankt der Wasserspiegel.
Das kann sehr gut beobachtet werden, da es wie ein stationärer Zustand aussieht.
Ein Savonius da hinein gehalten, sollte seine schwächen und stärken verraten !!
Das geschieht ja bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten und Drehzahlen, müste also gut zu erkennen sein.
Auch das durchfließen an der Achse vorbei , das hin und herströmen im System, und das abströmen zu einer Seite (Magnuseffekt) würde sich verraten .
Man kann es auch in einem stehenden Gewässer langsam durch ziehen !

Gruß Aloys.
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 14.08.2017 - 16:36 Uhr  ·  #13
Hallo Aloys,

So eine Methode kannte ich noch nicht. Es klingt sehr überzeugend, man sollte die Abläufe sehr viel deutlicher erkennen können als mit anderen Methoden. :-)

Es müßte eine sehr langsame Strömung sein, in der beobachtet wird denn ich habe einmal flach liegend einen kleinen Savonius dazu benutzt, Dünger in Bewässerungsgräben einer Bananenplantage einzubringen. Der Savonius rumpelte bei etwa 1 m/sec Fließgeschwindigkeit ziemlich heftig wie ein bockiger Esel und rüttelte so an einem Siebkasten mit dem Granulat. Praktisch ein Rüttelsieb. Der Drehimpuls wurde nicht genutzt, nur das Hüpfen in der Strömung welches durch die Lastwechsel und Auslenkungen des Strömungsverlaufes erzeugt wurde. Eingestellt wurde die Düngermenge über die Größe der Siebfläche.

Meines Wissens gibt es auch Computersimulationen zum Strömungsverlauf, ich kann aus dem Handgelenk nicht die Quellen nennen.Mir wurde von jemandem (der sich auskennen müßte) gesagt, dass diese zwar hilfreich aber auch nicht 100% an den Betrieb unter Echtbedingungen heranreichen. Auch mit Rauch oder gefärbten Mitteln oder sonstigen erkennbaren von der Strömung bewegten oder mitgetragenen Medien hat es Versuche gegeben.

Es wäre sicherlich aufschlußreich, Deinen Vorschlag umzusetzen.

Gruß, Carl
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 17.08.2017 - 19:06 Uhr  ·  #14
nachdem ich mich geoutet habe und in Kürze sicher gesperrt werde,

ist dieser Savonius/ Durchströmrotor mit ca. 10 Kg

leicht transportabel, besteht aus zwei Partytischen und steckbaren Rollladenpanzern gebaut,

das wäre mein 3 Qm TOPMODELL für Praktiker

als unzerstörbar von mir getestet

Gruß Onno
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 18.08.2017 - 06:34 Uhr  ·  #15
Die Tragkonstruktion ist solide und wirkt professionell. Ob Sigurd Savonius damit einverstanden wäre, dass dieses Modell seinen Namen trägt läßt sich nach fast 100 Jahren nicht mehr im Erfahrung bringen. Von Savonius gibt es Zeichnungen nicht nur einer Variante seiner Rotoren.
Gruß, Carl :bandit:
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 18.08.2017 - 18:00 Uhr  ·  #16
 
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 30.09.2019 - 08:35 Uhr  ·  #17
Ahoi Forum,

ich war schonmal vor langer Zeit hier unterwegs, weis nur nicht mehr meinen alten Acount.

Meldung hier von neuen Standort BalticSea Ribnitz-Damgarten SelbstversorgerHof LPG neues Leben Freudenberg..... :) länger geht noch....

Der Turm ist schon errichtet, der richtige Wagen fährt schon alle Einkäufe für Leb und Wohl. Jetzt muß das ganze nur noch verkalbelbautkontstruiert gemacht getan...... :) wir sind dabei.

Frage habe ich jetzt erstmal keine, wusste nicht wohin mit der Vorstellung..........
.
wenn das mit dem Bild jetzt noch klappen würde....
E laden Garten
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Re: Welche Bauform eines Vertikalachsrotors ?

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Gepostet: 30.09.2019 - 21:56 Uhr  ·  #18
Ahoi nach Freudenberg. Bin in Ribnitz aufgewachsen - so klein ist die Welt ;-)

vg in die Heimat
max
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