Nutzung der irdischen Magnetfelder

Wenn eine Magnetnadel im Kompas dreht müßte mehr gehen
 
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Nutzung der irdischen Magnetfelder

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Gepostet: 11.09.2017 - 08:03 Uhr  ·  #1
:-) Auch wenn es nur im entferntesten mit Wind zu tun hat riskiere ich die Frage -

Ob die magnetischen Kräfte der Erdpole zu irgend etwas anderem als das Kreisen der Kompassnadel über der "Windrose" nutzbar zu machen sein könnten?

Schließlich sind auch schwache Kräfte in ihren Auswirkungen mitunter gigantisch. z.B. die Corioliskraft, wegen der Eisenbahnschienen in Richtung Nord - Süd auf einer Gleisseite stärker abnutzen.

Gigantisch sind schließlich auch die Ursachen dieser Kräfte und da nach dem Gesetz Energie nicht verloren geht vielleicht einen Gedanken wert?

Die Coriolis-kraft nehmen wir mit unseren Sinnen sonst kaum war, für die meisten Menschen existiert sie - zumindest in ihrer Wahrnehmung - gar nicht. Sie scheint jedoch auch dafür verantwortlich zu sein, welche Drehrichtung das Auge eines Hurrikans nimmt oder dafür, dass Schneckenhäuser mit ihrer Spirale auf den entgegengesetzten Erdhalbkugeln jenseits des Äquators jeweils rechts oder links herum gedreht sind.

Als möglichen Testversuch für die polare Anziehungskraft ginge vielleicht ein solches Experiment:

Zum Beispiel ein Fahrversuch einer fast reibungslos gelagerten für Magnetismus sensiblen Anordnung auf einer Schiene Richtung true Nord auf ebener Strecke, bei der auch die Gravitationskraft durch einen mit Helium gefüllten Auftriebskörper weitgehend ausgetrickst wird. Würde die Anziehungskraft des Nordpols ausreichen, um eine feststellbare Positionsveränderung des Testobjektes hervorzurufen?

Ich denke mal, dass ein Helium gefüllter Ballon in der Atmosphäre zu sehr ein Spielball der Luftströmungen werden würde um ein nachweisbares Ergebnis zu liefern. Allerdings könnte man einen solchen Ballon auch an eine Schiene fesseln auf der er nur nach Nord oder Süd auswandern kann. Stellt man dann fest, dass er nie nach Süd und immer nach Nord auswandert, dürfte das schon ein Merkmal sein.

Hat schon einmal jemand Versuche in dieser Richtung gemacht?

Gruß, Carl
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Re: Nutzung der irdischen Magnetfelder

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Gepostet: 11.09.2017 - 13:19 Uhr  ·  #2
Zitat

einer fast reibungslos gelagerten für Magnetismus sensiblen Anordnung


Die könntest Du vielleicht - um den Versuch zu vereinfachen - an Deinem Körper installieren. Und dann hängst Du Dich an einem windstillen Tag an einen Ballon und schaust, ob Du Richtung Norden schwebst. Vergiss nicht, Dich warm anzuziehen. Am magnetischen Nordpol ist es fast so kalt wie am geographischen... ;-)

Völlig schwerelos...la,la,la

Magnetische Grüße!

Dieter
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Re: Nutzung der irdischen Magnetfelder

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Gepostet: 11.09.2017 - 20:00 Uhr  ·  #3
:-) Ok, Dieter, Spaß muss sein. In ein Esoterik Forum schickste mich jetzt aber nicht oder?

Einen etwas gemütlicheren Versuch zur Frage habe ich schon mal gemacht: Ein Magnet an langem Faden an die Zimmerdecke gehängt und in Querrichtung zu den Polen zum Schaukeln gebracht um zu beobachten ob sich die weit ausholenden Schwünge mit der Zeit nach Norden ausrichten.

Gruß Carl
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Re: Nutzung der irdischen Magnetfelder

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Gepostet: 11.09.2017 - 21:20 Uhr  ·  #4
Zitat

Ein Magnet an langem Faden an die Zimmerdecke gehängt und in Querrichtung zu den Polen zum Schaukeln gebracht um zu beobachten ob sich die weit ausholenden Schwünge mit der Zeit nach Norden ausrichten.


Und wie hast Du dabei die Coriolis-Kraft neutralisiert? Stichwort: Foucaultsches Pendel...

Übrigens: Foucault verwendete bei seinen Versuchen Eisenkugeln, die durchaus auf ein Magnetfeld hätten reagieren müssen. Aber die Rosetten, die seine Pendel durchliefen, wiesen keinerlei Abweichungen außer die durch Coriolis-Kraft erklärbaren auf. Und das trotz einer normen Pendellänge von bis zu 67 Metern. Für mich ist das Magnetfeld der Erde in Bodennähe keine nenneswert verwertbare Energiequelle.

Dieter
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Re: Nutzung der irdischen Magnetfelder

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Gepostet: 12.09.2017 - 07:35 Uhr  ·  #5
Hallo Dieter,

das Foucaultsche Pendel ist mir seit einem Besuch des Doms in Petersburg (damals Leninggrad) - wir brachten Holz auf einem Kümo von Russland nach Hull in England - ein vager Begriff.

Du hast recht, soweit die Corioliskraft an einem von der Zimmerdecke hängenden kurzen Pendel noch nachweisbar sein könnte - man konnte bei meinem primitiven Versuch auch sonst kein sehr eindeutiges Ergebniss feststellen.

Auch als ich schliesslich an dem hängenden Neodymmagnet einen Schaschlikspieß befestigte um wenigstens so etwas Bedeutungsvolles festzustellen kam ich zu keiner erleuchtenden Erkenntniss. Da war etwas, jedoch nach 1/2 std. herumfummeln war mir das Ergebnis doch zu mager und verschob es in die Schublade.

Allem gesunden Menschenverstand nach und auch den heutigen Erkenntnissen entsprechend hast Du mit Deiner Annahme, dass aus bodennahen Erdmagnetfeldern keine nutzbare Energie zu gewinnen ist recht. Jedenfalls nichts was unseren Riesen-Energiehunger stillen könnte.

Allerdings hatte ich die Frage so eindeutig auch nicht gestellt. Eher anders gemeint: ob, wie (und womit) ließe sich die Anziehungskraft (ggf. die abstoßende Variante) nutzen, außer als Magnetkompass. Anwendungen mit niedrigem Energiebedarf etwa, also keine Energieerzeugung in dem Sinn.

Nochmal zur Corioliskraft: So unscheinbar der sich drehende Wasserwirbel beim Ablaufen im Waschbecken erscheinen mag - dass auf so kurzer Strecke was so deutlich erkennbar wird zeigt doch, dass da unheimlich was passiert. Zumal - für uns - in strömendem Wasser eine hohe Energiedichte zu erwarten ist. Also auch in diesem Drehimpuls. Mir ist bisher allerdings keine Anwendung bekannt, die sich dieses nutzbar machen kann.


Gruß, Carl
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Re: Nutzung der irdischen Magnetfelder

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Gepostet: 12.09.2017 - 08:10 Uhr  ·  #6
Hallo Carl

So eine "kleine Kraft" sichtbar (nachzuweisen) zu machen ist mit ein wenig Hirnschütteln ( wachrütteln der Grauen Zellen !) oder auch leichte Schläge auf den Hinterkopf manchmal mit SEHR einfachen Mitteln möglich .

Beispielsweise hatte unser Physikprofessor im Hörsaal uns die Gravitationskraft von zwischen zwei Massen sehr einfach "sichtbar gezeigt " ...
Von der Decke hing ein langer "Faden" woran in Augenhöhe auf einem Querträger ( ca 50 cm lang zwei schwere Bleikugeln im Gleichgewicht gegenüber aufgehängt waren . Faden in der Mitte des Querträgers...) und jeweils in Drehrichtung rechts waren zwei Bleikugeln fest gelagert ( mit Boden verbunden) ohne das sie sich berührten dicht an den frei hängenden Kugeln.
Das Ganze war im Ruhezustand ( keine Bewegung) . Wenn man jetzt die "festen Kugeln" jeweils links der Drehrichtung platzierte (ohne die frei ausgehängten Kugeln zu berühren) konnte man mittels eines kleinen Spiegel , der am Faden montiert war die Auslenkung deutlich an der 6 Meter entfernten Wand zu erkennen /sehen.

...nur ein Beispiel wie man SEEEHR kleine Kräfte (wie Massenanziehung zwischen zwei Körpern Bleikugel war ca je 10 Kg schwer nachweisen und sichtbar machen kann.... mit EINFACHEN Mitteln !!

Gruß Ralf
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Re: Nutzung der irdischen Magnetfelder

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Gepostet: 12.09.2017 - 20:01 Uhr  ·  #7
Hallo Ralf,

ich habe Probleme, Dein Experiment nachzuvollziehen: was dreht sich? (Stichwort Drehrichtung rechts) und was sieht man an der 6 m entfernten Wand? Den Spiegel der sich bewegt von der Wand aus gesehen oder einen damit reflektierten Lichtimpuls der vom Spiegel auf die Wand geworfen wird. Ansonsten ja, manche Physikprofessoren sind eine Klasse für sich! :-)

Gruß, Carl
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Re: Nutzung der irdischen Magnetfelder

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Gepostet: 13.09.2017 - 03:28 Uhr  ·  #8
Hallo Carl,
Hier ein Link, das Grundprinzip ist immer das Gleiche... :https://www.google.de/search?q=experiment+massenanziehung&client=opera&hs=rxz&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwiGqI6tjaHWAhWDUlAKHUivC_8Q_AUICygC&biw=1348&bih=677#imgdii=oCSGfLwHOG6jMM:&imgrc=67lWKOYlDvBURM:

Hoffe es hilf Dir weiter. ;-)

Gruß Ralf
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Re: Nutzung der irdischen Magnetfelder

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Gepostet: 13.09.2017 - 07:18 Uhr  ·  #9
:-) Ja, jetzt habe ich den Aufbau verstanden, dankel
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