Wie sichert man eigentlich ein Windrad gegen Sturm ?

 
**
Avatar
Geschlecht:
Herkunft: Oberfranken
Alter: 50
Homepage: engelGesucht.de
Beiträge: 15
Dabei seit: 10 / 2018
Betreff:

Wie sichert man eigentlich ein Windrad gegen Sturm ?

 · 
Gepostet: 31.10.2018 - 16:34 Uhr  ·  #1
Bin ja neu hier und fahr gerade mein Haus runter weil ab morgen eine Weile weg bin..

Da mein 2,5 Meter SWP600 nur knapp über den Dreifach-Schornstein rotiert, hab ich die die Windfahne senkrecht runter am Schornstein Richtung Süden festgezurrt.
Was schon man nicht so toll ist, weil bei starker Westböe die Windfahne nach unten gezogen würde. Na das wird das 35kg SWP600 sicher aushalten.

Jetzt hab ich aber noch ein Flügelblatt locker an den Mast gebunden, so daß sich das Windrad nicht drehen kann. Kommt aber so eine kräftige Nordböe dann würde das andrehende Windrad das Alu-Flügelprofil Richtung Mast biegen. Und verbogene Flügel sind ganz sicher nicht gut.

Hab halt Stromkabel kurzgeschlossen. Aber 10 Meter 4mm plus 10 Meter 6mm haben wohl auch Widerstand und würden wohl eh nicht das andrehen verhindern.

Trotzdem könnte es besser sein, die Flügel drehbar zu lassen und nur die Windfahne anzubinden.

Wie auf zu sehen, könnte ich die das Windrad gut Richtung Westen anbinden. Das ist aber eher die falsche Richtung.

Hm, ich könnte ein Brett bauen, das an Ostseite mit Haken in das Loch der Windfahne gehängt wird, so dass die Westseite des Brettes weiter als der Mast reicht und so die Flügel nah am Rotor blockiert. Und dann mit Seil von Ostseite das Rad Richtung Westen anbinden.

Wenn ich im Winter wieder komme möchte ich eigentlich nicht aufs Dach um das Windrad wieder zu befreien :-/

Die 65 kmh Windböen hat mein Windrad mit so kurzem Mast ja locker weggesteckt.
Hab aber noch keine Erfahrung mit 120 kmh.

Ideen bitte bis morgen Mittag zu mir..
das Roland und Dankeschön :-)
****
Avatar
Geschlecht: keine Angabe
Alter: 30
Beiträge: 117
Dabei seit: 03 / 2016
Betreff:

Re: Wie sichert man eigentlich ein Windrad gegen Sturm ?

 · 
Gepostet: 18.11.2018 - 23:25 Uhr  ·  #2
Weiß nicht, ob das Thema noch aktuell ist...

Irgendein Mitglied des Forums hat den Generator mal zerlegt - glaube Levcuso. Der Generator hat wohl eine Fliehkraftbremse mit BREMSBACKEN, was an sich nicht so schlecht ist. Vorrausgesetzt sie ist in einem funktionstüchtigen Zustand. So bremst sie doch auch, wenn der Generator infolge fehlender Last hochdreht. Nicht nur bei hoher WIndKRAFT. Trotzdem blöd, da Verschleiß...
Und wann ist die Bremse verschlissen?

Alles, was du da mechanisch sicherst kann sich bei Sturm losreißen...du gibst ja WIderstand.
Ich würde ihn lieber laufen lassen und auf eine ordentliche Last klemmen, die sicher arbeitet (keine Lampen etc.).

Meine Meinung.

Oder am allerbesten - wenn du wirklich länger wegbleibst - abbauen.
*****
Avatar
Geschlecht:
Herkunft: Mecklenburg-Vorpommern
Alter: 45
Homepage: sonnenhof-dalliend…
Beiträge: 247
Dabei seit: 03 / 2008
Betreff:

Re: Wie sichert man eigentlich ein Windrad gegen Sturm ?

 · 
Gepostet: 22.11.2018 - 08:18 Uhr  ·  #3
Wie geht's dem Windrad?
Die montierte Fliehkraftbremse haben ich sofort entfernt, damit ich meine Anlagensicherheit nicht auf ein Verschleißteil aufbauen musste....
In meinem Fall ist die SWP direkt an meine 24V batteriebank angeschlossen, keine weiteren Geräte dazwischen. Der Gleichrichter ist an der Batteriebank montiert und der Wechselstrom vom Windrad wird über 3 Phasen zur Batteriebank geleitet. Das Windrad ist immer unter Last! Das System steht jetzt so seit 10 Monaten, bei zu starkem Wind ist an den Flügelprofilen Strömungsabriss, welches dann sehr laut hörbar ist aber anscheinend kein Problem darstellt. Grundsätzlich bin ich mit der Leistung der SWP sehr zufrieden, an meinem 24V Batteriebank System. Ob es bei Einspeisung gut ist, keine Ahnung. Ich würde jedenfalls das Windrad nicht nur mit einem Einspeisewechselrichter belasten, wäre mir zu unsicher. Sturmsicher unter Last ist es, aber mitunter dann sehr laut!

Gruß von der Ostsee
Jörg
Gewählte Zitate für Mehrfachzitierung:   0