Solarstrom in Deutschland

wie der Ausbau ausgebremst wird
 
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Solarstrom in Deutschland

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Gepostet: 07.03.2021 - 18:28 Uhr  ·  #1
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Re: Solarstrom in Deutschland

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Gepostet: 07.03.2021 - 18:58 Uhr  ·  #2
Danke O-) für den Link , absolut richtig ganz einfaches "Net metering" ( Vor und Rück laufender Stromzähler ) waere einfach und gerecht

Ich denke Rosemarie wird Ihren Bernhard nicht abhalten können sich vom Netz zu trennen und bei Uns hier über Inselanlagen mit sich einzu bringen ..... :D :P
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Re: Solarstrom in Deutschland

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Gepostet: 07.03.2021 - 23:39 Uhr  ·  #3
Ja ist technischer Blödsinn was hier in Deutschland passiert.

Wegen der Bürokratie kaufen sich Solarhäuser mit Netz technisch unsinnig eigene Akkus!?
Dabei ist das Netz ein viel größerer, besserer und sicherer Akku, nimmt und liefert sehr hohe Ströme.
Diese Leistung kann der Netzbetreiber sich ja auch moderat entlohnen lassen, dagegen spricht ja nichts.
Oder es wird vom Statt subventioniert, wie in den Niederlanden um Anreize zu schaffen.
Es kann doch nicht sein, dass eine eigene Akku Lösung billiger ist als das was der Netzbetreiber anbietet!
Wer ist denn hier der Profi und sollte es besser können?

Es ist nicht so, dass man hier in Deutschland keine einfachen Lösungen anbieten kann. Man will es nicht.

Lars hat schon recht, wenn hier in Deutschland ein Akku benötigt wird, warum dann überhaupt noch Netzanschluss?
Da ist sehr, sehr viel Wahrheit drin.

In der echten Strominsel gibt es dann eben im Sommer Strom Überschuss, der keinem Zugute kommt,
dafür muss man sich nicht mit den Bürokraten herum ärgern und eben den Überschuss anderweitig selbst kreativ verwerten.
Das ist dann ökologisch nicht die beste Variante, darum scheint es unseren Politkern ja auch nicht zu gehen.
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Re: Solarstrom in Deutschland

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Gepostet: 08.03.2021 - 07:51 Uhr  ·  #4
Hast recht, bei am Netz anliegenden Systemen machen Akkuspeicher normalerweise wenig Sinn.

Im Winter, wenn wenig Strom von den Dächern könnte es vielleicht mal sinnvoll werden:

Solarzellen auf Dächern hat man wohl häufiger als Hauswindräder die Winters die Löcher füllen können. Dann wäre es Winwin Situation die Hausspeicher syncron als Sammelspeicher fürs Netz mit der manchmal zu hohen Windproduktion zu nutzen und die dann vom Netz genutzte Speicherkapazität vom Netzbetreiber über preisgünstigeren Brauchstrom zu vergüten.

Das wäre mit Sicherheit noch Zukunftsmusik.

Speichersysteme sucht man jedenfalls für das Problem zeitweilig zu hoher Windenergieproduktion.

Möglicherweise hat die Förderung von Akkusystemen schon einen solchen Hintergrund der auch die Überproduktion von Solar im Sommer ausgleichen soll.

Sprich: Es müsste weniger Strom für Haushalte produziert werden weil diese sich dann selbst versorgen, das Netz würde entlastet.

Das wäre die andere Seite der Medaille.
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Re: Solarstrom in Deutschland

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Gepostet: 08.03.2021 - 08:40 Uhr  ·  #5
Ich werde dieses Jahr meine Solaranlage aufrüsten weil meine jetzige nur bis 13/15 Uhr, je nach Jahreszeit, Strom generiert, ungünstiger Standort, der 2. Teil kommt auf die Ostseite.
Wenn alles so bleibt wie es ist, ist es in Ordnung sollte sich was an der Additionseinheit >_< was ändern werde ich auch einen Speicher aufrüsten müssen.
Mit der Solaranlage habe ich vor reichlich einem Jahr angefangen mit der Ankündigung der Erhöhung der Strompreise, Deutschland hat ja mittlerweile die höchsten Strompreise in Europa.

Viele Grüße
Perser
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Re: Solarstrom in Deutschland

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Gepostet: 09.03.2021 - 11:52 Uhr  ·  #6
Zitat
... werde ich auch einen Speicher aufrüsten müssen ...

Es scheint so, als ob sich das für die PV Betreiber rechnet. Das machen viele mittlerweile.

Das zeigt gleichzeitig die Unfähigkeit der Politik und Netzbetreiber für sinnvolle Regelungen zu sorgen.
Immer noch wird das Netz als reiner Zulieferer von Strom angesehen und die PV Betreiber eher als lästig empfunden:
"Sollen die doch ihren Strom selbst verbrauchen."

Lars und ich hatten mal überschlagen, dass man gut ist wenn man bei reinen Akkukosten <= 10 ct/kWh landet.
Hinzu kommen Abzüge durch den Ladewirkungsgrad von 5% ..20%.
Dazu kommt bei Eigenverbrauch auch noch Geld für einen passenden und intelligenten Wechselrichter hinzu.
Das Privatleute das dennoch insgesamt günstiger hin bekommen als die Profis aus der Energieversorgung ist
trauriges Zeugnis der fehlgeschlagen Politik
:'(

Richtig wäre es:
das Netz auch zum Speichern zu nutzen, also in beide Richtungen den Strom fließen zu lassen, was den Nutzen der Leitungen erhöht.
Das Netz als Akku zu verstehen.
Klare Rahmenbedingungen für den Netzakku zu schaffen damit ein vergleichbarer Markt entsteht und
sich Netzakku Anbieter einem fairen Wettbewerb stellen können.
Es ist ja auch nicht so, dass jede eingespeiste kWh physikalisch in einem Akku landet.
Zumindest teilweise wird der Strom ja woanders gleichzeitig verbraucht.

So könnte es dann z.B. Stromtarife geben, die anbieten, wenn du innerhalb einer Woche,
deinen selbst produzierten Strom wieder verbrauchst zahlst du nur 5 Ct/kWh für die Netzakku Nutzung.
Bei einem Monat 15 Ct/kWh für die Netzakku Nutzung.
In einem Jahr 25 Ct/kWh für die Netzakku Nutzung..
Und wenn du mehr verbrauchst als das du einspeist zahlst du 30 Ct/kWh.
Und wenn du mehr einspeist als das du verbrauchst, bekommst immerhin noch 5 Ct/kWh.

Jeder Anbieter kann natürlich etwas andere Preise machen damit ein Wettbewerb entsteht
und der PV Anbieter vergleichen kann, was für ihn besser ist.
Muss man dann noch subventionieren?

Grüße
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Re: Solarstrom in Deutschland

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Gepostet: 09.03.2021 - 14:13 Uhr  ·  #7
Hallo

Das Netz als Akku zu nutzen wäre ja schön, geht aber nicht so einfach.
Der Grund ist das die Leistung gleichzeitig erzeugt und auch verbraucht werden muß.
Ein Kraftwerk stellt eine Leistung zur Verfügung die auch nicht immer ganz gebraucht wirt, also keine 100 % tige Ausnutzung.
Die Kraftwerke sollen aber mit schwarzen Zahlen laufen.
Ist zu viel Leistung am Netz werden auch ganze Blöcke abgeschaltet.
Das ist im Tagesverlauf sehr unterschiedlich.
Die AKWs sind schwirig rauf und runter zu fahren oder sehr kompliziert.
Darum furen die die Grundlast, eine Belastung die nie unterschritten wurde.
Die Kolekraftwerke mußten auch mit Feuerung und Regelung der Turbiene an die Last angepasst werden.
Am schnellsten zur Verfügung sind Gasturbinen, die in ein paar minuten am Netz sind.
Die sind ALLE mit einander durch das Netz verbunden und Synkron laufent.
Dehnen macht macht 1 MW das plötzlich dazu kommt nicht viel aus, aber auch nur allen zusammen.
Geht die Solarproduktion so stark hoch in der Mittagszeit, und müssen dann alle Kraftwerke deshalb vom Netz, wer hält dann die Frequenz stabiel.
Ausserdem können die Kraftwerke auch als Phasenschieber laufen, aber wer macht das freiwillig ohne eigenen Nutzen.
Kommt dann mal keine Regenerative Leistung sollen sie dann wieder alles alleine machen.
So baut man 3 Kraftwerkstypen parallel auf, die jede für sich zeitweise alles leisten können, also müssen auch drei Kraftwerkssysteme bezahlt werden.
Dann noch die Anschlußgebüren für Zähler und KO die wir sowiso zahlen, die sollten alleine für die Netzerhaltung eigentlich reichen, da muß ja nur mal repariert und aufgerüstet werden.
Wenn Ich mich daran erinnere wie die Stromtariefe so sind, hohe Anschlußgebür bei niedrigen Strompreisen und umgekert, niedrige Anschlußgebür und hohe Strompreise füren bei Kleinverbraucher oft zu etwa gleichen Zahlungen, egal in welche Kategorie man fällt, und was da so verbraucht wirt
Das ist doch alles [automatisch zensiert], da spart man Strom und zahlt mehr wie früher, Beispiele gingen ja auch durch die Presse.
Durch die Tarife werden Verbraucher in Klassen oder Kasten eingeteilt, meist zum Schaden der großen Menge an Verbrauchern.
Die Aluminiumindustrie bekommt den Strom für ein Appel und ein Ei , dann soll sie den auch selber machen.
Am besten gleich am Meer und die Fabrick auch dahin.
Dann kann man die Überlandleitungen sparen oder anders nutzen.
Es gibt viel zu verbessern aber alle warten nur ab und leben in saus und braus oder
In diesem Sinne

Gruß Aloys.
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Re: Solarstrom in Deutschland

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Gepostet: 09.03.2021 - 16:45 Uhr  ·  #8
Danke Aloys,

Ja, Stromerzeugung ist eine komplexe Sache, wo zudem noch die Versorgung gesichert sein muss.

Zitat
Das Netz als Akku zu nutzen wäre ja schön, geht aber nicht so einfach.

Natürlich ginge das. Wenn ein geeigneter gesetzlichen Rahmen für Akkuleistung, sogenannte Regelleistung bestünde,
der sich sowohl für Anbieter als auch Nutzer z.B. "Häuslebauer" lohnt.

Und das sich Regelleistung sich lohnt, sieht man überdeutlich an den "Häuslebauern", die PV betreiben und nun neu,
sich Akkus und Wechselrichter kaufen um ihre PV selbst besser zu nutzten.

Was ich meine was fehlt und wo es hin kommen muss:
Im Netz angeschossene professionelle Akkusysteme, die sich wirtschaftlich lohnen und
wirtschaftlich günstiger sind, als das was der "Häuslebauer" sich daheim hinstellt.
Das müsste doch machbar sein. Man könnte anders und professioneller arbeiten.
Verschiedene Akku Typen und Techniken kombinieren und zumindest so günstig sein,
das ein normaler "Häuslebauer" dieses Angebot nutzt und sich eben keinen Akku + Wechselrichter selbst kauft.

"Für den französischen Auftraggeber Neoen macht sich Teslas Riesenakku in Australien bezahlt.
70 MW sind für Regelleistung reserviert, was gutes Geld einbringt."
Quelle:

Regelleistung wird schon jetzt im Netz bezahlt und lohnt sich. Es gibt nur keine Angebote für die "Häuslebauer" mit PV.
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Re: Solarstrom in Deutschland

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Gepostet: 20.03.2021 - 12:08 Uhr  ·  #9
Hallo

Was wirt den nun eigentlich vergütet, das ist ja unglaublich!
Im Kundenmagazin von EVO Oberhausen steht etwas von 50 Cent, und soll nun um 2,5 Cent gesenkt werden, um den Eigenverbrauch zu stärken.
Aber viel Schöngerede und man soll ein Gespräch machen mit dem Netzanbieter.
Ich denke die Zählerkosten, die das meiste wieder auffressen, sind überall gleich, egal ob 1 Kw Anlage oder 10 oder noch grösser.
Ich traue dem allen nicht, wie wohl auch die meißten Hausbesitzer.
Wenn man erst mal am Haken hängt !!!

Gruß Aloys.
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