PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

 
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PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 09:38 Uhr  ·  #1
Schon seit geraumer Zeit stehe ich vor der Frage wie ich auf einem Mehrfamilienhaus am effektivsten eine PV Anlage errichten kann. Es handelt sich um ein dreistöckiges Gebäude mit sehr flachem Walmdach - Giebel in Ost-West ausgerichtet. Dachneigung beträgt 12-15 Grad. Auf der Südseite habe ich kaum Hindernisse (Fahnenmasten, Lüfter, Schornstein, Sät-Anlage) und könnte knapp 20 KW installieren. Dachhaut ist mehrlagig "Dachpappe", darunter Vollschalung und Kriechboden mit zugänglicher Installationsebene. Im Haus befinden sich 12 Wohneinheiten, überwiegend Leute höheren Alters.

Ich finde keine vernünftige Lösung zur Installation einer PV-Anlage. Das zieht sich nun schon über die gesamte Bauzeit und nun ist das Gebäude fertig gestellt und noch immer ist die Marktsituation unübersichtlich.

Schwierig ist immer die Verteilung an die Mieter. Das ist sehr aufwendig und kann ökonomisch sinnvoll nicht selbst verwaltet werden. Zudem hätten wohl auch nicht alle Bewohner Bock auf sowas...

Es bestünde also aus für mich wirtschaftlicher Sicht nur die Möglichkeit komplett alles einzuspeisen. Das rechnetnsich denke ich irgendwann zwar noch aber ich kaufe Jak nichts was einfach nur da ist um sich gerade eben so zu refinanzieren. Es wäre also schon schön den Strom zu verarbeiten.

Lösung 2 sind diverse Systemanbieter:

a). Komplettanbieter die einem alles abnehmen, den PV Strom den Mietern anbieten und alles an Abrechnung übernehmen und auch den EEG Abgabekram etc. für einen lösen.

Die bieten einem dann entweder an die Flächen zu pachten für sowas wie einmalig 1000 Euro und dann übernehmen sie Aufbau und Wartung der Anlage ( auch mit Speicher) und man bekommt Ein Kombipaket wo man vergünstigt Strom bekommt. Denen ist dann auch egal ob da nicht alle Mieter mitmachen wollen. Die treten dann als Energieanbieter auf und vermarkten den eigens produzierten Strom an meine Mieter zu sehr günstigen Preisen in verschiedenen. Tarifenoptionen.

Oder aber ich kaufe die Anlage ( bei denen ) und dann kann ich mich in eine Energiecloud einbinden. Davon gibts ne gute Hand voll Anbieter. Seneca, EWE, Sonnenbatterie etc.

Da kann ich den Strom dann an bis zu drei Bezugspunkten werweißwo verwenden. Das aber eben auch nur zu wieder zu bezahlenden "Flatrate"-Preisen oder kleinen Volumina, der Rest wird eingespeist.

Z.B.

ich erzeuge im Jahr 20.000 kWh und habe dann die Möglichkeit für z.b. einen Festpreis von 40 Euro im Monat 3000 kWh Strom für z.B. 13 Cent pro kWh zu kaufen. Oder für 70 Euro im Monat 6000 kWh zu 12 Cent pro kWh.

Nachteil dabei ist dass die komplette Verwaltung der Anlage und ihrer Finanzen und Einnahmen komplett in dritter Hand liegt währen ich selbst die Anlage bezahle und letztlich ist dann die kWh auch nicht bedeutend günstiger als vom günstigen "normalen " Stromanbieter - sonst wäre das eine gute Option.

Was also kann man machen?

Gerne würde ich den Strom meinen Mietern vergünstigt anbieten wollen aber das kann man alleine vergessen und wenn das andere machen dann sind die Optionen nicht sehr groß. Die Hürde ist die Vermarktung an die Mieter und die damit in Zusammenhang stehende Abrechnung. Für mich soll das ganze möglichst mindestens kostenneutral bleiben - wenn im Monat noch Hunni übrig bleibt wäre aber auch nicht schlimm ;-)

Hat von euch vielleicht einer schon ähnliches realisiert oder weiß rat? Finde die Situation nicht so ganz einfach wie im privaten Haushalt wo ich natürlich über möglichst hohen Eigenverbrauchsanteil profitieren kann.

VG
Max
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 11:54 Uhr  ·  #2
Hallo Max,

Erfahrungen mit so einer Situation habe ich leider (oder zum Glück :D ) keine. Dafür allgemeine Lebenserfahrung ;-)

So ein Haus mit 12 Wohneinheiten wird noch sehr viele andere Herausforderungen mit sich bringen. Komplizierte, für die meisten nicht verständlichen, Regelungen machen die Sache nicht einfacher, im Gegenteil.

Ich sehe hier folgende Prioritäten (in dieser Reihenfolge):
+ Das Verhältnis und die Beziehungen der Mieter untereinander
+ Das Verhältnis und die Beziehungen der Mieter zum Vermieter
+ Rechtliche Aspekte, Abrechnung, Steuer, Zähler, Rechnungen ggf. jährlich wiederkehrender Ärger :'(
+ Technische Aspekte
+ Ökologische Aspekte
+ Wirtschaftliche Aspekte

Mein Grundgefühl in dieser Sache sagt: "Don't do it" or "keep it simple"

Technische Aspekte:
Zitat
Es handelt sich um ein dreistöckiges Gebäude mit sehr flachem Walmdach - Giebel in Ost-West ausgerichtet. Dachneigung beträgt 12-15 Grad.

Professionelle Solarfelder nehmen gerne Ost-West Ausrichtung bei 15° Neigung!
Dein Walmdach ist super geeignet für Eigenverbrauch. Du kannst in Dachneigung auf Süd, Ost und West Flächen PV installieren. Wenn du mehr Schub bei Bewölkung möchtest, auch noch die Nordfläche.

Ökologische Aspekte:
Technisch wird der Strom, wenn der Bedarf im Haus da ist, egal wie die PV angebunden ist, so gut wie immer vor Ort auch verbraucht. Selbst ohne Akku bietet das Walmdach einen hohen technischen Eigenverbrauch der PV an.

Um andere komplizierte Sachen zu vermeiden, würde ich, Stand jetzt, die PV selbst installieren und nur einspeisen. Ggf. mit einem Stromanbieter Sonderkonditionen für die Mieter versuchen auszuhandeln. Wenn das bei allen ankommt, kann man vielleicht später mit dem Stromanbieter zusammen überlegen ob ein zentraler Akku sich lohnt.
Die Kontrolle der Dachfläche abgeben würde ich nicht.
Vielleicht mal im PV Forum nachfragen ob es dort Erfahrungen mit solchen Konstellationen gibt?

Ich hoffe das hilft ein wenig.

Grüße
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 13:02 Uhr  ·  #3
Hallo Frank,

Zitat
Ökologische Aspekte:
Technisch wird der Strom, wenn der Bedarf im Haus da ist, egal wie die PV angebunden ist, so gut wie immer vor Ort auch verbraucht. Selbst ohne Akku bietet das Walmdach einen hohen technischen Eigenverbrauch der PV an.


Das ist hier problematisch. Stell dir vor du hast eine Solaranlage und speist bei 12 Nachbarn unterschiedlich viel Strom ein. Viel spaß beim auseinanderklabüstern. Dazu bist du dann Stromanbieter und umlagepflichtig etc. Das ist ein riesiger bürokratischer Aufwand. Das kann man total vergessen!

Und einfach nur einspeisen damit ich in 18 Jahren auf Null bin und hoffen dass in dieser Zeit nichts kaput geht ist auch Unsinn. Da muss es doch was geschickteres geben. Vielleicht haben andere User ja noch Ideen oder Erfahrungen.
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 13:15 Uhr  ·  #4
Hallo Max,

da hast du mich falsch verstanden. Ich sehe das genauso wie du. Was ich meine, wenn du über einen Anbieter in das Netz einspeist wird der Strom technisch gesehen, ja sofort im Haus verbraucht, wenn der aktuelle Bedarf da ist. Das ist eine rein Technische und Ökologische Sicht und das geht auch ohne Akku, zumindest teilweise.

Den Bürokratischen Aufwand und den möglicherweise immer wiederkehrenden Ärger, weil die Leute das nicht verstehen, würde ich mir in keinem Fall antun.

Es müsste einen Stromanbieter geben, der deine Konstellation und Installation wertet und dir den Strom für mehr Geld als rechtlich vorgeschrieben abnimmt und z.B. deinen Mietern besserer Konditionen anbieten kann und sich so einen Vorteil verspricht. Erfahrungen habe ich leider keine :'(
Vielleicht ist das für greenpeace-energy Gemeinschaftsstrom interessant?
Zitat
Unser Mieterstrom ist für zahlreiche Projekte beziehbar, egal ob Neubau oder Bestand. Generell kommen Mehrfamilienhäuser ab ca. 15 Parteien in Frage. Auch unterstützen wir Sie gerne bei der Planung und beantworten Ihre Solarfragen für Ihren Neubau.


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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 14:07 Uhr  ·  #5
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 14:09 Uhr  ·  #6
Ja, ich habe es jetzt auch gefunden. Die nennen das Mieterstrom. Anfragen kostet ja nichts. Immerhin sollten die sich besser damit auskennen als wir :D

Ob du es dann machst oder nicht kannst du mit besseren Informationen besser entscheiden :-/
Erst einmal verstehen wie es gehen könnte. Ich kann mir vorstellen dass es vielleicht auch andere Anbieter gibt. Ich kam nur auf greenpeace durch die Betrachtung der rein technischen und Ökologischen Sicht. Es gibt ja auch noch eine wirtschaftliche Sicht und vielleicht andere Anbieter die das auch anbieten und für dich interessanter machen.

Grüße
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 14:45 Uhr  ·  #7
Ich habe noch einen Fehler bei der Beurteilung deiner Nordseite gemacht. Flach aufgestellte PV ist ein wenig 'tricky'. Diese hat nicht nur bei Bewölkung sehr gute Eigenschaften, sondern selbst eine Nordseite wird bei dir ab geschätzt 15° Sonnenstand auch direkt bestrahlt. Mit anfänglich stumpfem Winkel aber ja, das liefert eben auch Strom im Tagesverlauf bei schönen Wetter.

Es gibt Online Ertragsrechner die das mehr oder weniger gut vorhersehen können. Auch hier würde ich ggf. mal im PV Forum nachfragen was die so meinen was gute Ertragsrechner für solche Flächen sind.

Herr Malzahn hat mir z.B. bei einer anderen Anlage mit wenigen % Gefälle berichtet dass der Ertrag unterschätzt wurde. Es tatsächlich mehr Ertrag gab. Mich hatte das nicht gewundert, ich habe leider verpasst nachzufragen wie viel. Wie auch immer es schien genug zu sein, dass er das erwähnen wollte.

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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 14:55 Uhr  ·  #8
Hallo Max, nachdem viel Spaß mit 12 Mietern.....
Ich hatte es schon einmal erwähnt. Pvgis ist ein guter Rechner oder nimm
Sinny Design von SMA. Da kannst du deine Dachflächen per Google Map anpassen. Ist nicht sehr kompliziert. Habe selbst ich geschafft. Einziger Nachteil ist das kann nur drei Dachflächen auf einmal.
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 15:10 Uhr  ·  #9
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 15:20 Uhr  ·  #10
Ich habe mir PVGIS nmal angeschaut. Das Tool ist super wie ich finde. In Englisch verfügbar.
Ich verstehe das Tool so, dass auch Bewölkung mit abgeschätzt wird. Mehr noch, für Berg und Tal Lagen kann man eine individuelle Horizont Datei mit angeben. Wie man die erstellt oder wo man die her bekommt weiß ich nicht.

Ich habe die Nordfläche mit 1kWp mal für Hamburg prognostizieren lassen. Achtung Norden wird mit -179° angegeben.

Grüße
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 19:28 Uhr  ·  #11
Hallo zusammen,

Ich habe noch ein wenig mit PVGIS herum gespielt. Man kann dort auch unterschiedliche PV Technologien auswählen.

Beste Performance im Winter hatten sogenannte Cis oder Cigs Module. Nachgeforscht hatte ich dann folgende Quelle gefunden:
photovoltaiklexikon cis-cigs

Zitat
Die Module sind unter schlechten Lichtbedingungen hervorragend für die Solarstromproduktion und darum bei Nordlagen oder Streulicht interessant für den Hausgebrauch. Hinzu kommt, dass sie in der Wintersaison bessere Ergebnisse als andere Materialien erzielen.


Im PVGIS bringen diese Module im Dezember ca 15% mehr Ertrag.
Na das könnte doch was für Strominseln sein oder, wenn die zum selben Preis zu haben sind oder die Flächen begrenzt sind?

Außerdem habe ich PVGIS für Inselaspekte untersucht. Leider bietet PVGIS hier direkt keine Unterstützung. z.B. wird nicht berücksichtigt möglichst viele Stunden am Tag Strom zu produzieren, nämlich dann wenn er auch gebraucht wird. Was z.B. mit teilweiser Ost-West PV erreicht wird. Auch bräuchte man eine Tagesprognose um besser abschätzen zu können was für Akkukapazitäten Sinn machen und ob nicht doch mehr PV ausgerichtet auf Bewölkung installiert werden sollte.

Grüße
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 20:01 Uhr  ·  #12
Hast du dir mal SMA angesehen?
Ich denke da kann man auch Inselanlagen erstellen. Genau wie die Varianten Eigenverbrauch und nur Einspeisung. Beim Eigenverbrauch wird man über den Begriff der 70% Abschaltung stolpern. Ich bevorzuge da 70% weich. Das bedeutet das erst nach dem Eigenverbrauch die Regel zur Drosselung greift. In der Regel bei Ost West Anlagen eh nicht so das Problem da fast nie 70% der Anlagenleistung auf einmal erreicht wird.
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 20:34 Uhr  ·  #13
Zitat
Hast du dir mal SMA angesehen?

Nein, noch nicht, bin im PVGIS versunken und war eher irritiert bezüglich der Ergebnisse für Off-Grid Systeme.
Es ist schon spät :'( Ich will mir SMA noch anschauen :-/ :lol:

Danke für die Tips ;-)
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 21:02 Uhr  ·  #14
die Produktion ist erstmal gar nicht so wichtig, ich würde auch 30 Kw drauf kriegen wenn ich Ost, west und Süd verwende. Das Problem ist was mit dem Strom geschieht...
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 23.04.2021 - 21:41 Uhr  ·  #15
Zitat
Das Problem ist was mit dem Strom geschieht...

Was soll schon mit dem Strom geschehen? Der Strom wird verbraucht. Wenn nicht im Haus dann an anderer Stelle. Für andere lohnt sich das :D

Die Frage ist ob sich der Aufwand dich lohnt, bei den rechtlichen Rahmenbedingungen und zwar in einer einfachen Art. Kommst du da z.B. mit Greenpeace Energy weiter? :-/

Süd bringt mehr Ertrag/kWp. Alles andere bringt über den Tag verteilt, dafür weniger Leistung und weniger Ertrag/kWp. Wenn es 'eng' wird mit den Rahmenbedingungen ist nur Süd besser.

Grüße
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 24.04.2021 - 01:07 Uhr  ·  #16
Ich hab da eine Idee :-/

Zitat
Kosten für den Wohnungsstrom zählen nicht zu den Nebenkosten ... Ein Sonderfall liegt vor, wenn der Mieter sich nicht selbst beim Stromanbieter anmeldet, sondern im Mietvertrag vereinbart wird, dass er dem Vermieter Vorauszahlungen für den Wohnungsstrom zahlt. In diesem Fall muss der Vermieter die Stromkosten ähnlich, wie die Nebenkosten, mit dem Mieter nach Ablauf eines bestimmten Zeitraums abrechnen.
Quelle

Die Idee ist, dass Max alleine den Vertrag mit einem Stromanbieter macht und die Stromkosten auf die Mieter umlegt. Weil es Nebenkosten sind müssen diese transparent, wie alle Nebenkosten dargelegt werden. Es ist zulässig und gewünscht die Kosten auf den Verbrauch umzulegen und entsprechende Zähler zu installieren. Anteilige Kosten für Solaranlage, Wechselrichter und Installation und Wartung dürften auch umlegbar sein. z.B. auch Investitionen auf X Jahre umgelegt.

Direkt Geld verdienen wird man damit nicht dürfen, aber alle Kosten umlegen! Wenn sich für die Mieter ein Vorteil daraus ergibt (insgesamt günstigerer Strom) sind die ja vielleicht bereit etwas mehr Miete zu zahlen, z,B. 10 Euro pro Monat mehr. An der Miete darf verdient werden!

Schau mal Max ob die Idee was für dich ist.
Davon unabhängig musst du natürlich immer noch schauen ob sich der Aufwand für dich 'lohnt'. Wie sieht es denn aus mit:
+ Informationsgewinn?
+ Bestimmte Mieter anziehen?
+ Nachhaltiges Image?
+ Werbung?

Grüße
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 24.04.2021 - 06:25 Uhr  ·  #17
Hi , warum nicht einfach als Stromversorger das angehen , immerhin sind das Mal geschätzte ca 30000 kWh Strom pro Jahr bei 12 Parteien , also ca 9000 Euro im Jahr Strombezug für alle ....da könnte man schon über eine Netzangebundene Inselanlage nachdenken

Gruss Lars
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 24.04.2021 - 07:32 Uhr  ·  #18
Mit dem Strom der Mieter habe ich nichts zu tun, da hat jeder selbst seine Verträge. Wenn man da zwischenfunkt kann man nur selbst als Energieversorger auftreten. Das ist sehr umfangreich an Aufwand, daher gibts Firmen mit den besagten Konstrukten diebdas anbieten. Das nennt sich dann "Mieterstrom". Das ist nichtmal in allen Fällen kostendeckend. Das mit 12 Parteien abzukaspern...ojee.

Wo man aber ggf. ansetzen könnte: Heizung und Hausstrom.

Die Heizungsanlage ist eine Luftwärmepumpe kombiniert mit Gastherme. Man könnte also den Strom für die Wärmepumpe verwenden und den Rest einspeisen. Fragt sich wie so ein Ding arbeitet und ob sich das sinnvoll kombinieren lässt. So hätte man auf jeden Fall nur einen separaten Zähler und kann einfach mit den Mietern über die Wärmemengenzähler abrechnen indem man Netzstrom und PV Strom ins Verhältnis setzt.
Manvmuss auf jeden Fall dieBürokratie im Rahmen halten.
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 24.04.2021 - 07:53 Uhr  ·  #19
Das ganze muss ja auch bei Mieterwechsel transparent bleiben, da wirds dann spannend wenn man das nicht über einen Mieterstromanbieter regelt. Ich muss am Bau der PV Anlage keinen Gewinn erzielen, einfach nur abschreiben möchte ich sie dann aber doch nicht und es müssen Rücklagen für ggf. auftretende Schäden am Dach etc. gebildet werden - auf Pappeflachdach installieren ist nicht so ganz ohne, das wird nach Jahren gerne mal unbemerkt undicht.
Wenn man mal im Internet nach ähnlichen Konstellationen sucht wird schnell klar wo die Probleme liegen und dass viele potenziell gewillte Vermieter vor dem gleichen Problem stehen. Hier fehlt es eindeutig an Förderungen und Erleichterungen
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Re: PV Anlage auf dem Mehrfamilienhaus - aber wie stellt man das am besten an ?

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Gepostet: 24.04.2021 - 10:30 Uhr  ·  #20
Hallo Max,

Zitat
Mit dem Strom der Mieter habe ich nichts zu tun, da hat jeder selbst seine Verträge. Wenn man da zwischenfunkt kann man nur selbst als Energieversorger auftreten.


Nein, wenn es im Mietvertrag so steht kann Strom Teil der Nebenkosten sein. Sind die Wohnungen schon vermietet?
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