Segeln mit Windrädern?

 
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Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 26.01.2006 - 16:27 Uhr  ·  #1
Hallo allerseits, ein paar Ideen dieser Art gibt es im Internet, aber nicht viele. Sie haben verschiedene Verrücktheitsgrade, aber interessant finde ich sie immer.

Ich frage mich, ob es möglich sein könnte, ein Schiff mit regenerativen Energien anzutreiben. Klar, das gibt es schon, nennt sich Segelboot. Aber Segelboote haben ja nun trotz ihres Anmutes auch Nachteile. Sie müssen sehr leicht sein und da muss schon auf einiges an Komfort verzichtet werden. Segeln ist Arbeit und große Yachten werden immer schwerer segelbar mit wenigen Leuten oder auch nur einhand. Wenn kein Wind weht, geht im Grunde nichts und wenn welcher weht, diktiert er die Geschwindigkeit und irgendwie auch die Richtung, in die man fährt - bisweilen kommt man ums Kreuzen nicht herum.

Nun zur Spinnerei: Man nimmt eine geeignete Yacht, sagen wir so zwischen 15 und 18 Meter und entfernt erstmal Tank und Dieselmotoren. Den Tank ersetzt man durch Batterien, die Motoren durch Elektromotoren.
grundsätzlich sollte es ja kein Problem sein, so zwei Motoren von zusammen zwischen 500 und 1000 kw zu versorgen. Wieviel genau man in den Batterien speichern kann, ist natürlich die Frage, aber mal davon abgesehen: Man könnte das Deck so umbauen, dass letztlich nahezu die gesamte Decksfläche die Sonne aufnimmt - durch geeignete Überdachung. Sonnen kann man sich dann nicht mehr, aber das Ozonloch wird ja eh immer größer :)
Sonnenenergie wäre also das eine. Funktioniert am Mittelmeer ja sicher auch ganz gut. Angenommen, man wäre bekloppt genug, um 50qm Kollektoren dran zu bauen und es gäbe vielleicht in Zukunft mal einen Wirkungsgrad von 30% und 5 Sonnenscheinstunden am Tag, dann hätte man im besten Fall 75kwh am Tag. Ich rechne mal mit optimalen Werten, um zu sehen, ob es überhaupt eine Chance geben kann.
Nun kommen wir zur Windenergie: Im Grunde ist sie ja weit überlegen, bringt viel mehr Leistung, da potenziell 24 Stunden am Tag aktiv. Ein Boot liegt ja praktischerweise ziemlich oft am Wasser, wo der Wind ganz anständig ist.
Was meint Ihr? Man könnte konventionelle Räder verwenden oder auch senkrecht stehende, die hätten den Vorteil, dass man leichter sicherstellen kann, dass niemand hineingerät, auch wenn der Mast nicht sehr hoch ist. Mantelturbinen wären sicher auch eine nette Idee. Zudem kann man überlegen, ob man lieber mehrere kleine oder lieber eine oder wenige große Windräder verwendet. Jedenfalls denke ich, man könnte im Optimalfall durchaus auf eine Leistung von 3kw kommen - bei 8m/s. Das wären in 24 Stunden immerhin nochmal 75kwh (fast).

Dass man mit diesen Techniken nicht durch die Gegend rasen kann wie mit fossilen Brennstoffen, dürfte klar sein. Sollte sich geeignete Batterietechnik für ein paar Megawatt Speicherkapazität finden, sollte man immerhin immer für einen Sprint fit sein und ansonsten immerhin recht weit gemütlich cruisen können. Zusätzlich könnte man einen kleinen Dieselgenerator verwenden und das ganze System hybrid betreiben.

Mich interessieren jedefalls Eure Meinungen, wie man vielleicht das Optimum am Windenergie auf einer Yacht gewinnen könnte. Dass man seewasserfeste Anlagen braucht, ist klar. Aber wie nah könnte man kleine Räder zusammenstellen, damit sie sich nicht behindern? Welche Anordnung wäre wohl am vorteilhaftesten? verschiedene Höhen vielleicht? Könnte man zwei Räder übereinander auf einen Mast bekommen (wenn man keinen größeren Rotor verwenden möchte, der Einfachheit halber)?

Jedenfalls könnte man mit 150kw am Tag ja durchaus schonmal was machen. Zwar benötigt man bestimmt 1000kw um 30 knoten Fahrt zu machen, aber bei halber Fahrt dürfte sich ja der Energieverbrauch vierteln. Also hat man ca 15 Knoten mit 250kw.
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 27.01.2006 - 20:26 Uhr  ·  #2
Hallo,

Zitat
Ich frage mich, ob es möglich sein könnte, ein Schiff mit regenerativen Energien anzutreiben.

Wohl oder übel werden zukünftige Fahrzeuge irgendwie alle mit regenerativen Energien angetrieben werden müssen.

Ich werde mal meine Sicht der Dinge hier kundtun. Ich setze auf die Wasserstofftechnologie. Aus erneuerbaren Energiequellen muß Wasserstoff hergestellt werden. Mit diesem Wasserstoff kann man Autos, Flugzeuge und dergleichen mehr antreiben. Auch Schiffe und Boote. Und zwar mittels Brennstoffzelle.

Es steht ja nirgends geschrieben dass die erneuerbare Energie am Ort des Verbrauchs entstehen muß !!!

Da Erdgas zu 60% aus Wasserstoff besteht und über Rohre zu den Verbrauchern geleitet werden kann, existiert eigentlich heute schon ein riesiges, zukunftsfähiges Netz um den Wasserstoff zu verteilen. Diese extrem teuere Infrastruktur sollte doch nicht umsonst gebaut worden sein. Denn Erdgas wird wohl nicht ewig lieferbar sein. Nach dessen Ende gehts dann nahtlos in die Wasserstoffzukunft, hoffentlich :lol:

Dein Ansatz die ganze komplizierte Technik zur Energiegewinnung an Bord eines Schiffes (oder Fahrzeuges) zu verlegen, bringt meiner Meinung nach nur Gewicht. Und viel Gewicht ist für alle Arten von Fahrzeugen immer von Nachteil. Im Fahrzeug braucht man die schon konzentrierte Energieform.

An Land wiederum ist Gewicht kein Nachteil. Gewicht kann man ruhig in Kauf nehmen, wenn der Wirkungsgrad nur stimmt.

mfG

Strawberry
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 06.02.2006 - 08:44 Uhr  ·  #3
Zitat
Es steht ja nirgends geschrieben dass die erneuerbare Energie am Ort des Verbrauchs entstehen muß !!!


Das war allerdings gemeint :) Natürlich wird man ein Boot mit Brennstoffzelle antreiben können, das tut man ja bereits. Aber da sehe ich wenig Faszinierendes drin (ohne die Leistung der Erfinder in dem Bereich schmälern zu wollen). Es ging mir mehr darum, eine gewisse Autonomie zu erreichen. Letztlich fährt jede konventionelle Motoryacht ja nur Tankstellenslalom :) Selber produzieren löst das Problem, vor allem, weil stets Strom gebraucht wird, auch wenn man nicht fährt. Schließlich hängt der Plasmafernseher nicht zur Deko an der Wand :)
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 12.02.2006 - 17:44 Uhr  ·  #4
Hallo,

du könntest ja anstatt den gewonnen Strom in Batterien zu speichern, ihn in Wasserstoff und saurstoff zerlegen und in tanks zu speichern. Dann hättest du weniger Gewicht an Board, du hast aber wiederum einen schleteren Wirkungsgrad (eta).

Un den Sauerstoff brauchst du ja nicht zu speichern, den kannst du dir immer aus der Luft holen.

Es kann aber auch Bumm machen... :shock:
Aber andererseits könnten die Batterien auch auslaufen...
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 15.02.2006 - 17:49 Uhr  ·  #5
löschen die 5. 😉

Wie bereits 4 mal erwähnt: löschen bringt nichts :!:
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 15.02.2006 - 20:51 Uhr  ·  #6
Hallo Windkraft,

haben Sie keine sinnvollere Freizeitgestaltung als Ihre unsinnigen Kommentare hier zu veröffentlichen?

Gruß

Rüdiger
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 16.02.2006 - 04:46 Uhr  ·  #7
@ Rüdiger

wie würdest DU denn reagieren, wenn ein Beitrag von DIR ungerechtfertigterweise zensiert wurde? Gib mir mal nen Tipp :lol:
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 16.02.2006 - 06:37 Uhr  ·  #8
@ alle

Ich habe dieses Thema schon seit geraumer Zeit mitgelesen und muss leider sagen, dass windkraft meiner Meinung nach recht hat.

Sein vom Administrator gelöschter Beitrag zum Thema war konstruktiv und absolut werbefrei. Es ging dort nur um eine höhere Energieausbeute auf dem von Murray angedachten Boot.

Warum der Admin diesen Beitrag entfernt hat ist mir völlig schleierhaft, ebenso seine kurzzeitig hier lesbare Antwort auf diesen Beitrag.

Wie kann es angehen, dass er dort von einer "Zitat: nicht funktionierenden Anlage" spricht, obwohl er sie noch nie gesehen hat??? Das ist in keinster Weise objektiv und ich kann mir mittlerweile vorstellen, dass der Admin ganz andere Beweggründe hat, so vorzugehen, wie er das hier macht.

Wenn diese von windkraft angesprochene Anlage wirklich die Leistung bringt wie erwähnt wurde, dann ist das natürlich schlecht fürs Geschäft.

In diesem Sinne

Hendrik

P.S.: Der Geist des Menschen ist wie ein Fallschirm: er funktioniert nur wenn er geöffnet ist.
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Sieh Dir mal Batterien von......

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Gepostet: 16.02.2006 - 10:56 Uhr  ·  #9
Hi Murray,

sieh Dir mal die U-Boote genauer an.( Atom U-Boote )
Die haben Batterien/ Generatoren sowie Elektromotoren.
Und zwar kraftvolle ( Wenn nicht sogar die stärcksten!!)

Mfg WALDO
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 16.02.2006 - 11:08 Uhr  ·  #10
IIIIIIeeeee,

diese widerlichen Rechtschreibfehler.......

Mfg WALDO
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 18.02.2006 - 07:30 Uhr  ·  #11
@ Hendrik

DANKE!
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 23.02.2006 - 10:30 Uhr  ·  #12
Korrigiere mich, wenn ich mich irre, aber Luftsauerstoff eignet sich nicht zum dauerhaften und produktiven betrieb, da die Brennstoffzelle verunreinigt wird. Selbst wenn, habe ich noch nirgendwo einen Hinweis darauf gefunden, dass man Anagen zur Wasserstoff/Sauerstoff-Trennung und Befüllung irgendwo kaufen könnte. Auch kein Versuchsmodell. Ich gehe mal davon aus, dass sie im Kilowatt-Bereich einfach weit entfernt sind von "in einer Ecke vom Boot einbaubar". Und der Wirkungsgrad ist wirklich vergleichsweise schlecht.
Die Technik ist interessant, ich mag sie, aber ich glaube trotzdem nicht, dass sie so einsetzbar sein wird.
Mit einem 5000 Liter Wasserstofftank rumzufahren macht mir irgendwie auch Sorgen, muss ich sagen. Entweder er ist nicht so sehr crashsicher oder viel zu schwer. Beides wird schwierig bei der Größe...
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Hi Murray..

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Gepostet: 23.02.2006 - 11:27 Uhr  ·  #13
Wie schon erwähnt,
sieh Dir die U-Boote an.
HDW ( Howaldts- Werke- Deutsche Werft )
baut solche Brennstoffzellen in die U- Bootklasse 212 A ein.
Das neuste Boot der Marine.
Diese Zelle erzeugt Strom und damit wird ein PERMASYN- Motor
(permanent synchronerregter Magnetfeldmotor) angetrieben.

MfG :D

WALDO
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Vergessen...

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Gepostet: 23.02.2006 - 11:44 Uhr  ·  #14
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 24.02.2006 - 15:29 Uhr  ·  #15
@ Murray

DIe Luft kann man filtern! Außerdem wird die Luft auf dem Wasser nicht so dreckig sein, als hier aufm Land.
Der Wirkungsgrad heutiger Brennstoffzellen liegt maximal bei etwa 70-85%, also weitaus höher als der Wirkungsgrad üblicher Kraftwärmemaschinen wie beispielsweise Dampfturbinen.
Vermutlich übertrumpfen sie auch den Wirkungsgrad der SCHWEREN Batterien.
:arrow: Wieviele Schiffe kollidieren den auf dem Meer. (Die haben Radar und sowas...)
In die Luft fliegt da gar niks, bei entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen! Denn die zig Wasserstoffautos und selbstgebaute Fahrzeuge sind ja auch noch heil, oder stand was in der Zeitung? (Das dt. U-Boot lebt auch noch)

Es gibt wohl Versuchsmodelle ein Beispiel wäre der Brennstoffzellen-Kasten von Kosmos und wenn du im Internet recherchierst kommst du auch auf die Herstellerfirmen die die etwas größeren Zellen Herstellen z.B. für Autos oder U-Boote.
Wenn ich mich noch recht errinere ist Wasserstoff sogar leichter als Luft.

Die Technik ist simpel und es funktioniert, was willst du mehr?
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 24.03.2006 - 22:48 Uhr  ·  #16
Naja, wenn man mit 100kwh am Tag anfangen würde, würden davon vermutlich maximal 70% im flüssigen Wasserstoff ankommen. Wenns nur 60% wären würde es wohl auch keinen wundern. Wenn man davon wiederum nur 70% wiedergewinnen kann, ist man auf jeden Fall unter 50% Wirkungsgrad.
Immerhin: besser als Druckluft ist es allemal, aber eine fertige Anlage, die all das kann, also nach außen hin wie eine große Batterie wirkt, will ich erstmal sehen.
Immerhin muss man zugeben: Die Wasserstofftanks mögen eine Selbstentladung von 2% am Tag haben, aber vermutlich haben die Batterien damit auch zu kämpfen. Wie schwer aber wohl ein gut isolierter und stabiler Tank wäre? Ein paar Kubikmeter Zeug unter verhältnismäßig hohem Druck...
Sicher, dass man die Luft reinigen kann? Ich bin mir nicht sicher, was eigentlich genau mit Verunreinigungen gemeint war - ob das Sachen sind, die man sozusagen mechanisch entfernen kann oder ob es eher um andere Gase ging, denn Luft ist eben nicht nur Sauerstoff. Die loszuwerden dürfte sehr aufwändig sein.
Nunja, das Thema bleibt schon interessant. Zumal man bei immer genauerer Betrachtung auch feststellt, dass eine Produktion des Treibstoffs während der Fahrt oder irgendwie drumherum kaum realistisch erscheint. Die Leistung eines Decks voller Solarzellen wäre enorm - zum Laden, ja, aber nicht zum direkten Antrieb.
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 12.05.2006 - 13:57 Uhr  ·  #17
Hallo,

am kommenden Sonntag um 17:03h im ersten ein Bericht über ein umweltfreundlichen Rennboot.

Hier der Originaltext:
Zitat
Mit dem umweltfreundlichen Rennboot um die Welt
In einem mit Biodiesel betriebenen Rennboot in 65 Tagen um die Welt – dieses Ziel hat sich der Neuseeländer Pete Bethune gesetzt. Sein "Werkzeug" ist ein futuristischer Trimaran – 24 Meter lang und sieben Meter breit –, der dank zweier 540 PS starker Motoren und einem pfeilförmigen Design das Durchschneiden meterhoher Wellen erlaubt. Im Juni will Pete Bethune den Rekordversuch wagen. W WIE WISSEN begleitet den umweltfreundlichen Abenteurer bei seinen ersten Testfahrten.


Vielleicht interessierts ja jemanden...
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 14.05.2006 - 23:22 Uhr  ·  #18
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 15.05.2006 - 16:15 Uhr  ·  #19
Hi,

hab meinen eigens hier angekündigten Bericht verpasst.... :oops:

War er denn interessant / Passte er zu diesem Thema / War er evtl. Hilfreich?
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Re: Segeln mit Windrädern?

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Gepostet: 23.06.2006 - 19:32 Uhr  ·  #20
Ich kucke hier eigentlich nur in ziemlich großen Abständen rein. Aber das immerhin zuverlässig :)
Hab mir nochmal angesahen, was es für unterschiedliche Bootstypen gibt und welchen Antrieb sie haben.
Also letztlich technisch am sinnvollsten ist der Umbau eines Motorkatamarans, denn diese weisen deutlich kleinere Motorisierungen auf, was auch der theoretischen Annahme entspricht, dass Katamarane weniger Antriebsenergie brauchen bei gleicher Länge - und wahrscheinlich auch bei gleicher Verdrängung, wobei ja noch zu klären wäre, was wirklich noch verdrängt wird beim Fahren.
Jedenfalls hat der Katamaran die größte Decksfläche. Man kann so viel speichern, wie man will: Ganz uninteressant ist nicht, wie viel Momentanenergie man gewinnen kann. Selbst wenn man ganz einfach Alkohol herstellen könnte: Solange man sagt, dass man nicht tanken möchte (obwohl es vielleicht in Zukunft möglich ist, einfach zum eigenen Wasserstoff noch zuzutanken), muss es möglich sein, auch mit der derzeit gewonnenen Energie zu fahren. Meistens wird man mit einem Mix fahren, aber wenn man um die Mittagszeit vielleicht 30 kw oder so erzeugen könnte... dann käme das hauptsächlich aus Sonnenkraft. Für hohe Momentanleistung ist Sonne halt ideal, da kann man mit Wind nicht weit kommen. mehr als 5kw aus Wind zu erzeugen, halte ich für unrealistisch. Aber immerhin, vielleicht kann man 3kw 24std durchgängig schaffen mit einem großen Windrad oder mehreren kleinen.
Auf jeden Fall kann man feststellen: In einem halben Jahr dürften 500 Stunden Sonne realistisch sein, damit kann man bestimmt 10MWh erzeugen, aus dem Wind wohl mindestens nochmal genauso viel. Die Energie ist also da, man muss sie nur speichern. Mehr als 20kwh pro Seemeile braucht es wohl nicht bei moderater Geschwindigkeit (20kn?). Das heißt also, man hat halbjährlich eine Reichweite von 500sm - so als grobe Hausnummer.
Es gibt nur eine Speicherungsform, die lange hält und relativ viel Energie speichert mit recht gutem Wirkungsgrad, das wären Gasflaschen. Flüssig hat über 6 Monate 0 Sinn. Aber 1 Kubikmeter Gas hat "nur" 750kwh. Also bräuchte man über 10 Kubikmeter für 10 MWh. Ich weiß nicht, ob das unterzubringen ist. Ja, möglicherweise schon, wenn man nicht nur den ursprünglichen Tankraum nutzt, sondern zum Beispiel auch eine oder alle Gästekabinen. Man muss eben Abstriche machen. Aber eventuell wärs machbar. Mit 10MWh könnte man jedenfalls gut Gas geben. Wenn man dann noch die Möglichkeit einer Betankung von außen vorsieht, kommt man auch um die strikte 500-Meilen-Beschränkung herum. Aber die müsste man sowieso mal genauer kalkulieren.
Ist so eine Yacht sinnvoll? Ja, wenn man Spaß an der Innovation hat und beweisen möchte, dass es geht, ja :)
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