Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

 
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Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

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Gepostet: 01.09.2012 - 17:36 Uhr  ·  #1
Hallo,

wir sind eine Berliner Gruppe, die aktuell ein Windrad nach Hugh Piggot baut.
Dabei haben wir gerade Probleme beim Auswuchten.

Die Gesamtmasse der drei Flügel.

1: 1220g
2: 1203g
3: 1420g

Der dritte Flügel ist aus dem selben Holzstück gefertigt worden, fällt jedoch sehr aus der Reihe.
Nun gibt es verschiedene Meinungen was die Gesamtmasse anbelangt einmal hier
http://www.kleinwindanlagen.de/Forum/cf3/topic.php?t=2268
"Das Gewicht des bzw. der einzelnen Flügeln ist total unwichtig, die Größe auch. Sie dürfen auch problemlos ganz unterschiedlich schwer sein."
oder
selber Thread wie oben
"1. Die Flügel sollten gleiche Masse haben.
Nach Hacker, „Wind ins Netz“ sollte der Unterschied bei den Größen, die er vermutlich meint, so um D 1,5m, nicht mehr als 0,5 g sein"

Ist die Abweichung der Gesamtmasse allgemein zu groß?
Meine Annahme:
Fliehkraft eines Flügels ist Fz=m*r*2*Pi*fn²
Wenn m und r meine zwei Variablen sind ist doch nur das Ergebniss aus beiden wichtig, nicht die Aufteilung....
Liege ich damit falsch?

Gruß
Johannes
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Re: Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

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Gepostet: 01.09.2012 - 19:37 Uhr  ·  #2
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Re: Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

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Gepostet: 03.09.2012 - 21:27 Uhr  ·  #3
Masse interessiert nicht, die Dinger sollten auf Nabenmitte ausgewuchtet werden.

Musst nur Blei im Schwerpunkt reinpacken, wenn der Gewichtsunterschied zu gross ist.

Der Arminius
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Re: Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

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Gepostet: 03.09.2012 - 23:02 Uhr  ·  #4
Es ist schon von enormer Wichtigkeit, dass die 3 Repellerblätter das gleiche Gewicht haben, denn davon ist die Anllauffähigkeit, der Rundlauf und die Drehgeschwindigkeit abhängig. Bei so grossen Gewichtsdifferenzen wie Du sie hier angibst, wird der Schwerste Flügel zwangsläufig den Gesetzen der Physik immer unten sein. So gesehen wird mehr, oder unnötige Energie verschwendet um diesen schwereren Flügel in Rotation zu bringen. Sollte sich der Repeller dann über dieses Hindernis hinwegsetzen und ordentlich drehen, kommt es zu einseitigen Belastungen auf den Repellernabe, was widerum mit frühzeitigen Verschleiss goutiert wird. Auch die Drehgeschwindigkeit leidet unter dieser Unwucht ( bekannt vielleicht vom PKW, wenn plötzlich die ganze Karosse zu Schwingen beginnt) und man nicht mehr mit 100 Sachen über die Piste brettern kann ( Reibungen an/in den Lager und Wellen).
Folglich gilt: Nur perfekt ausgewuchtete und tarierte Repeller funktionieren einwandfrei und bringen entsprechend gute Leistung. Ist im Flugzeug-Schiffsbau genau gleich und diese Propeller und Schiffschrauben dienten ja dem Repeller als Grundlage.

Lösung Eures Problems geht mit der Einbringung von Gewichten in die leichteren Flügel, oder falls möglich und die Profilform nicht darunter Untermassig wird, durch Abschleifen überflüssiger Masse.

Gruss soderica
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Re: Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

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Gepostet: 04.09.2012 - 08:47 Uhr  ·  #5
Noch eine Anmerkung/Frage:

Zitat
Musst nur Blei im Schwerpunkt reinpacken, wenn der Gewichtsunterschied zu gross ist.


Theoretisch muss das Gewicht der einzelnen Blätter nicht gleich sein, solange der Schwerpunkt des gesamten Rotors stimmt.
Das heisst:
wenn nun heyjoe an den Blattspitzen soviel Gewicht anbringt (z.B. einschrauben von Bleigewichten) damit die Flügel exakt ausgewuchtet sind (egal welche Wuchtmethode), wird es natürlich trotzdem so sein, dass die drei Flügel nicht das selbe Gewicht aufweisen.
Das sollte aber meiner Meinung nach kein Problem sein! Oder lieg ich da falsch??
Ich würde halt die Trimmgewichte an den Blattspitzen anbringen, da sie dort den größten Hebel haben....


Grüße
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Re: Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

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Gepostet: 04.09.2012 - 10:23 Uhr  ·  #6
wenn nun heyjoe an den Blattspitzen soviel Gewicht anbringt (z.B. einschrauben von Bleigewichten) damit die Flügel exakt ausgewuchtet sind (egal welche Wuchtmethode), wird es natürlich trotzdem so sein, dass die drei Flügel nicht das selbe Gewicht aufweisen.

Blödsinn, dann kannst Du ja gleich alles vergessen: Warum schreiben wir hier, dass jeder Flügel das gleiche Gewicht haben soll?
unter Auswuchten verstehe ich nicht das Eigengewicht der einzelnen Flügel, sondern die Feinwuchtung mittels gezielt eingesetzter Masse, so wie es der Pneushop auch macht. Beim Repeller sollte dieser also in jeder Position stehen bleiben und nicht nach oben oder unten laufen. Hast Du nun aber Flügel versch. Gewichtes, so benötigst Du sehr viel Zeit und Geduld um genau das Gegengewicht an der richtigen position und im richtigen Verhältnis zu montieren. Je genauer das Gewict der Blätter ist, je einfacher gelingt das Auswuchten. dazu gibt es im WEB unzählige Beiträge und Clips, die z.B. den Vorgang mit dem Auftragen von Gewicht mit Lack aus der Spraydose zeigen.

Gruss soderica

PS: wichtig ist logischerweise auch, dass die Flügel auf einer Ebene sind und nicht untersiedliche Positionen zueinander haben
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Re: Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

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Gepostet: 04.09.2012 - 11:09 Uhr  ·  #7
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Re: Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

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Gepostet: 04.09.2012 - 12:04 Uhr  ·  #8
Bisher habe ich und auch andere Selbstbauer, die Flügel nach der Rohfertigung folgendermassen auf das gleiche Gewicht eingestellt:
Zuerst wird der Punkt ermittelt ( auf der Längsachse, Nabe bis Blattspitze ) bis der Flügel in etwa gerade stehen bleibt. Das gelingt am einfachsten, wenn der Punkt zuerst mit der Hand gesucht wird, sprich halte den Flügel zwischen Daumen und Zeigefinger, bis er in der Waage ist. Diese Stelle makiert man und spannt den Flügel in eine Gabel ein bis zur exakt gesuchten Position. Das wiederholt man bei allen Flügeln und erkennt, dass sich die Positionen bei jedem Flügel an einer anderen Stelle befinden. siehe Anhang.
Ausgehend dann vom schwersten Flügel werden die beiden anderen entsprechend beschwert, wobei es Sinn macht, schweren Gewichtsauftrag Richtung Nabe anzubringen.

Anschliessend nach Montage auf der Nabe, erfolgt das Feintuning und hier sollte Flächig, über den gesamten Flügel Lack aufgesprüht werden.

So habe ich es gehandhabt und die besten Ergebnisse erzielt
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Re: Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

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Gepostet: 06.09.2012 - 19:28 Uhr  ·  #9
Hallo,

danke für die ganzen Beiträge.
Wenn ich das richtig verstehe muss ich mir nicht so viel Gedanken um die unterschiedliche Gesamtmasse machen sondern mit dem Auswuchten beginnen.
Es bestand die Überlegung den 3 Flügel neu zu machen
Ich hoffe wir bekommen das ganze benötigte Blei in den Flügel:-)

Gruß
joe
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Re: Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

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Gepostet: 06.09.2012 - 22:59 Uhr  ·  #10
Hallo Joe

das mit dem Blei einbringen ist eigentlich kein Problem:

Schrottflinte mit Vogelschrott hilft da bestimmt :D

Spass bei Seite: Bohre einfach ein paar Löcher in die Planke und füll da ein paar Fischerbleikugeln rein. Etwas 2K Spachtel reindrücken und nach dem aushärten sauber verschleifen.
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Re: Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

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Gepostet: 07.09.2012 - 07:54 Uhr  ·  #11
Hi,

@ soderica: Na dann: Danke für deine Korrektur! O-)

greetz
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Re: Probleme beim Auswuchten (Hilfe gesucht)

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Gepostet: 08.09.2012 - 17:58 Uhr  ·  #12
Sicherlich sollten alle Flügel in etwa gleich schwer sein...das ist aber gerade bei Holzarbeiten nur selten möglich. Bei mir liegen auch teilweise 100 Gramm Unterschied bei Holzblättern von 1,5m Länge an.
Letztlich weiß man auch gar nicht so genau wo denn genau er nun zu schwer oder zu leicht ist. Die Methode das ganze zwischen zwei Finger zu nehmen oder auch auf eine Schnur zu legen um den Schwerpunkt zu finden schafft da Abhilfe und man kann schonmal grob vorwuchten...ich mache das ganze aber anders:

Ich wuchte direkt an der Nabe. Da die Rotorblätter ja direkt am Generator angeschraubt werden, aknn sich hier wieder alles verschieben denn auch die Laserteile laufen nicht hundertprozentig rund- müssen sie auch gar nicht, sollte man aber wissen. Je nach Größe des Generators können hier größere Unterschiede auftreten als bei den Rotorblättern.
Nach dem Montieren der Blätte würde ich erstmal die Abstände zwischen den einzelnen Flügelspitzen messen- diese sollten gleich sein- so ist es aber in der praxis nicht. An der Wurzel um ein grad schief angeschraubt macht an der Spitze schon bestimmt einen cm aus. Auch sowas bringt das ganze Teil wieder in Unwucht selbst wenn alle Blätter gleich schwer sind und den selben Schwerpunkt haben.

Irgendwelche Bleigewichte in die Blätter einzubringen find cih auch nicht so toll...tauscht man mal ein Blatt ist alles für die Katz und man bekommt den Kram da nicht mehr heraus.
Ich würde daher direkt am Generator wuchten bzw. an der rückseitigen Rotorscheibe. Dort hat man genug Platz und Möglichkeiten, Flacheisenstücke anzuschrauben oder aufzukleben. Damit wuchtet man das Gesamtpaket inkl. Generator.

Wenn das Lager nicht leichtgängig genug ist um das ganze zu überprüfen, kann man den Rotor auch waagerecht mit Geni auf einen Tisch legen oder mittig an einer Schnur aufhängen. Dann wird er acuh in die entsprechenden Richtungen kippen und man kann ihn wuchten...nicht jeder hat zu Hause 3 m Deckenhöhe ;-)
Das geht dann sehr exakt, man muss nix an den Blättern tun, alles ist wieder entfernter und das ganze ist optisch unauffällig. Wenn man den ganzen Gewichtkram nicht am generator will, kann man natürlich das ganze auch einfach an der Nabe anschrauben was an gewichten benötigt wird...macht sich gut wenn man das ganze dann hinterher unter einem Spinner verstecken kann...


Gruß
Max
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Gepostet: 15.04.2013 - 21:36 Uhr  ·  #13
Also es ist zwar etwas Spät aber andere könnten noch nutzen davon ziehen
Deswegen muss ich auch meinen Senf dazugeben
Ich kann mich auch nur Menelaos Anschließen , das komplette Windrad Mit Generator und Nabe sollte man Auswuchten!
http://www.made-in-china.com/s…6360-.html

Also wenn etwas nicht klappt mit dem Auswuchten, kann es auch mit einem fibration meter.. Schwingungssmessgerät ( gibt's bei ebay ab 140 Euro ) im betrieb machen das ist dann die genaueste Methode aber am besten bei Starkwind oder Sturm.
Oder mit Hilfe eines Motors ( funktioniert nur bei kleinen Modellen...) Je höher die Drehzahl beim auswuchten desto besser....

Vielleicht hat jemand im Forum (oder im Shop)so etwas und kann es dann gegen Gebühr herborgen? Ich hatte so etwas in der Firma, und nach einem Tag Starkwind lief mein Windrad spitze ....



Zum abbremsen muss man allerdings den Rotor aus dem wind nehmen, es sollte aber Vorher schon annähernd das gleiche Gewicht auf jedem Flügel vorhanden sein und der Schwerpunkt bei jedem Flügel auf ungefähr auf gleicher Länge sitzen (da gewichte, die aussen zuviel sind grössere Unwucht erzeugen als innen da die Fliehkraft mit dem Durchmesser steigt .....

Sollte Jemand im HolzFlügel bohren und BLEI reingeben alles wieder gut nachlackieren, weil, wenn 1 Flügel Wasser saugt ist das wuchten umsonst...

http://www.ebay.at/sch/i.html?…=1&_ipg=50
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