Inselanlage FuturEnergy AirForce1

 
donpedrobrasil
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Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 22.04.2013 - 17:14 Uhr  ·  #1
So, nun mal der versprochene Bericht zu der 1KW FuturEnergy „AirForce1“ Windkraftanlage.
Wir sind im März 2011 nach Brasilien direkt ans Meer (mit sehr hohem Salzluftgehalt) ausgewandert und spielten mit dem Gedanken, unser Haus mit eigenem Strom zu versorgen. Wir ließen uns in DE von einigen Vertreibern beraten, gut, günstig und nicht so schwer sollte sie sein, die Anlage, denn wir wollten sie im Reisegepäck mitnehmen (hat dann auch gut geklappt)
Wir wurden uns mit einem Vertreiber einig, da er uns auch sehr seriös erschien. Der Auftrag belief sich auf das 1KW 24 Volt Windrad, einen 50 Amp. Laderegler und einen 3000 Watt MeanWell TS 3000 Wechselrichter. Als Batterien empfahl uns der Vertreiber 2x2 12 Volt 175 AH einfache LKW-Batterien in Reihe geschaltet. In der Beschreibung über das Windrad des Vertreibers steht folgendes:
Allgemeines
Die komplette Windkraftanlage ist korrosionsgeschützt und seewasserfest. Die Dakota wurde zwanzig Monate an verschiedenen Orten im Mittelgebirge auf ihre Überlebenssicherheit mit Erfolg getestet.

……und im 21ten Monat warse hin. Unsere ist nun mit kurzen Unterbrechungen 19 Monate in Betrieb!?

Das Desaster begann sehr früh: der Dumpload von dem LR gab ganz schnell den Geist auf und die Batterien litten bereits an der ständigen Überladung, bald darauf explodierten bei dem WR alle 12 Kondensatoren, die Platine löste sich unter der hohen Salzluft im Bereich der Ventilatoren auf.
Dass wir hier in Ceara mal locker Windknoten von 34-40, sprich 17-21 m/s erreichen, wusste der Vertreiber wohl nicht, denn der nächste Schaden folgte schnell: der Masthalter riss in der Länge auf und versagte seinen Halt. Bei der Demontage wurde die Schleifringeinheit beschädigt und das darin verarbeitete hochgiftige Quecksilber verteilte sich auf der Arbeitsplatte und dem Fußboden. Diese Mängel wurden dem Vertreiber am 9.9.2011 gemeldet, am 17.11.2011 erhielt ich die E-Teile und die Mühle wurde wieder installiert. Danach gab es weitere, kleine Probleme, die aber relativ schnell gelöst werden konnten.
Nach dem Wiederzusammenbau der Mühle machte diese auch Anstalten, vernünftig zu laufen…….bis zum November 2012 (Windsaison!!). Die komplette Mühle ratterte und klapperte auf dem Mast, der Masthalter belegte sich innerhalb von Stunden mit rot-braunem Belag.
Ich will hier nicht weiter ins Detail gehen, schaut euch die Fotos an und bildet euch euer Urteil über eine KORROSIONSGESCHÜTZTE UND SEEWASSERFESTE Inselanlage für 1200,-€ zzgl. Zubehör.
Dem Vertreiber gebe ich keine Schuld, ihm lege ich nur eine Falschberatung bzgl. der LKW-Batterien zur Last. Er hat die Fotos an den Hersteller geschickt, ich dazu parallel auch, aber der Hersteller reagiert überhaupt nicht, zumal das ganze eine Garantiegeschichte ist.
Von was leben solche Unternehmen? Okay, von Garantiefällen nicht…….von Empfehlungen aber garantiert auch nicht.
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der Masthalter, gesichert mit 3 Madenschrauben
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das Gelenk der Windfahne
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die Führung regelrecht weggerostet
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korrosionsgeschützt und Seewasserfest?
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Industrielager, Wert 2,80€ in sich zerlegt
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Menelaos
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 22.04.2013 - 18:07 Uhr  ·  #2
au weia... :-(
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 22.04.2013 - 19:22 Uhr  ·  #3
Eieiei...

Das ist aber übelst fies gelaufen. Ich würde jetzt in meinem dummen Verstand sagen, dass man für solche Luft mindestens V4A Teile verbauen sollte. Und keine Sachen aus normalen Stahl.
Da wirst du aber wohl eine Schippe mehr Geld augeben müssen.
Das ist echt mehr wie grob fahrlässig und kann unmöglich ernst gemeint sein, mit dem testen
unter Meeresbedingungen.

Hast du schon von Erfahrungen von anderen Betreibern dieser Anlagen gehört ?

Wie der "Service" der Firma bei anderen eventuell ausgesehen hat ?

Viele Grüße und viel Erfolg wünscht,

André
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 22.04.2013 - 20:46 Uhr  ·  #4
Zitat

Von was leben solche Unternehmen?


Diese Leute leben von Leuten wie Dir und mir, die etwas Gutes für die Umwelt tun möchten und darauf vertrauen, dass die Verkäufer das auch möchten und uns seriös beraten. Das ist aber in gefühlten 90% aller Fälle leider nicht der Fall.

Heute habe ich hier in Frankreich mit zwei Käufern einer Ecotec Scirocco 5,5-6 gesprochen. Die besitzen beide seit zwei Jahren diese Anlage - einer französischen Firma, produziert in England - für rund 65 000 Euro !!! Beide haben noch nicht einmal zwei Monate Strom geliefert und sind zur Zeit (klar doch!) defekt. In Schottland haben die Behörden den 17 Besitzern dieser Anlage im Juni 2012 nahegelegt, sie aus Sicherheitsgründen flach zu legen, da sich bei einzelnen Betreibern Teile lösten...

Schade um so viel vergeudetes Geld und so viele enttäuschte gute Absichten. "Samba triste" für Euch. Aber vielleicht lässt sich das am Meer in Brasilien etwas besser ertragen!

Bom dia !

Dieter
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 22.04.2013 - 22:33 Uhr  ·  #5
Ich möchte hier keinesfalls mein Herz ausschütten, weil es für mich dumm gelaufen ist, sondern ganz einfach anderen Usern zeigen, was für Schrott auf dem Markt angeboten wird und sie davor warnen, den gleichen Fehler zu begehen.
Stargazer
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 23.04.2013 - 09:30 Uhr  ·  #6
Hi,

und das ist auch gut so. Das finde ich immer gut,
wenn jemand seine Erfahrung hier postet.

Vielen Dank und halte uns auf dem laufenden,

Viele Grüße

Andrê
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 23.04.2013 - 10:03 Uhr  ·  #7
Hallo Don Pedro,
auch von mir vielen Dank für die Info und mein Beileid zu dem Projekt.

Aber kannst Du noch ein oder zwei Bilder einstellen, wo man die Anlage in Gesamtaufnahme sieht, habe leichte Schwiereigkeiten die Detailaufnahmen zuzuordnen.

Und ich habe noch eine Frage zum Schleifring-Übertrager:
Ich kann das kaum glauben, Du bist Dir sicher das die Konstruktion mit Quecksilber arbeitet???
Normalerweise besteht sowas aus Schleifringen und federbelasteten Graphitkohlen.
Besteht evtl. die Möglichkeit das sich Kohlenabrieb/staub mit Feuchtigkeit/Wasser vermischt hat und so eine metallische Flüssigkeit gebildet hat?

Deine LKW-Batterien möchte ich etwas in Schutz nehemen.
Wenn Sie durch defekten Dumpload/Überladung beschädigt werden, dann liegt das Problem ja nicht an den Batterien.
Wichtig ist auch das sie vor Tiefentladung geschützt sind, und auch die korrekte Ladeschlussspannung sollte eingehalten werden. Anzahl der Ladezyklen spielt auch eine Rolle.
Was für einen Laderegler setzt Du ein?
Den Meanwell WS 3000 TS oder den danach eingesetzten Powerjack 3500W Sinuswechselrichter kenne ich jetzt auch nicht, aber evtl. sind die nicht besonders batteriefreundlich?
Will sagen man kann im Ummgang mit Akkus viel falsch machen. Zur Batterietechnik gibt es wissenschaftliche Abhandlungen bis zum Abwinken...


Kannst ja mal berichten wie es weitergehen soll. Dir kann hier sicher weitergeholfen werden.
Für eine Inselanlage ist Photovoltaik auch eine sehr gute Option. Entweder pur oder unterstützend zu einem Windrad.

Gruß Ede
donpedrobrasil
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 23.04.2013 - 10:26 Uhr  ·  #8
Zitat geschrieben von Ede

Hallo Don Pedro,
auch von mir vielen Dank für die Info und mein Beileid zu dem Projekt.

Aber kannst Du noch ein oder zwei Bilder einstellen, wo man die Anlage in Gesamtaufnahme sieht, habe leichte Schwiereigkeiten die Detailaufnahmen zuzuordnen.

Und ich habe noch eine Frage zum Schleifring-Übertrager:
Ich kann das kaum glauben, Du bist Dir sicher das die Konstruktion mit Quecksilber arbeitet???
definitiv Quecksilber, wurde unserem Monteur auf Anfrage beim Vertreiber auch bestätigt
Normalerweise besteht sowas aus Schleifringen und federbelasteten Graphitkohlen.
Besteht evtl. die Möglichkeit das sich Kohlenabrieb/staub mit Feuchtigkeit/Wasser vermischt hat und so eine metallische Flüssigkeit gebildet hat?

Deine LKW-Batterien möchte ich etwas in Schutz nehemen.
Wenn Sie durch defekten Dumpload/Überladung beschädigt werden, dann liegt das Problem ja nicht an den Batterien.
Wichtig ist auch das sie vor Tiefentladung geschützt sind, und auch die korrekte Ladeschlussspannung sollte eingehalten werden. Anzahl der Ladezyklen spielt auch eine Rolle.
Was für einen Laderegler setzt Du ein?
Morningstar TS 45
Den Meanwell WS 3000 TS oder den danach eingesetzten Powerjack 3500W Sinuswechselrichter kenne ich jetzt auch nicht, aber evtl. sind die nicht besonders batteriefreundlich?
Will sagen man kann im Ummgang mit Akkus viel falsch machen. Zur Batterietechnik gibt es wissenschaftliche Abhandlungen bis zum Abwinken...


Kannst ja mal berichten wie es weitergehen soll. Dir kann hier sicher weitergeholfen werden.
Für eine Inselanlage ist Photovoltaik auch eine sehr gute Option. Entweder pur oder unterstützend zu einem Windrad.

Gruß Ede
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 23.04.2013 - 10:57 Uhr  ·  #9
Zitat geschrieben von Ede
Aber kannst Du noch ein oder zwei Bilder einstellen, wo man die Anlage in Gesamtaufnahme sieht, habe leichte Schwiereigkeiten die Detailaufnahmen zuzuordnen.
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die Mühle installiert kurz vor der Stilllegung
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Laderegler TS 45 und 3000 Watt WR rein Sinus
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 23.04.2013 - 11:47 Uhr  ·  #10
Hier nun die Reaktion des Herstellers, gesendet über den Vertreiber an mich:

Hallo Herr Wagner,

hier die Antwort von Sandra:

"We believe this is the same brazilian unit that we sent a replacement body and slip-ring and stated that if the customer replaced this it would no longer be covered by the guarantee.
Kind regards
Sandra"

Ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll? Kann man mit solchen Leuten noch zusammen arbeiten?

Mit freundlichen Grüßen
H.K
dig-it
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 23.04.2013 - 12:34 Uhr  ·  #11
Zitat

Kann man mit solchen Leuten noch zusammen arbeiten?


Nur, wenn Du Dich weiterhin verar...... lassen möchtest!

Dieter
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 23.04.2013 - 12:38 Uhr  ·  #12
Kann man mit solchen Leuten noch zusammen arbeiten?

Nur, wenn Du Dich weiterhin verar...... lassen möchtest!

Dieter

das war die Äußerung des Vertreibers, nicht meine
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 23.04.2013 - 21:58 Uhr  ·  #13
Also ich habe auch eine Futurenergie und kann von der Verarbeitung so
nichts schlechtes sagen, alle Eisenteile sind Galvanisch Verzink und die
weiße Teile sind Pulverbeschichtet, so wie das aussieht sind das schon
sehr raue Klimatischen Bedingungen, wo es wahrscheinlich kein Windrad
für 1200€ länger halten wird. Wie weiter oben schon geschrieben wurde,
das sich eine Platine aufgelöst hat, da gibt es dann für ein Windrad auch
nichts anderes. Ich würde eher sehen, hier die Beratung nichts von den
Klimatischen Bedingungen gewusst hatte oder nur einfach verkaufen wollte.
Ich hatte mich bevor ich mir mein Windrad gekauft hatte, über zwei Jahre
mit duzenden von Herstellern und Vertreibern Kontakt gehabt und muss
jetzt sagen, das von den ganzen nur 2 ! ehrlich waren und einem nicht das
Blaue vom Himmel versprochen haben.

Gruß
Manni
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 24.04.2013 - 00:24 Uhr  ·  #14
alle Eisenteile sind Galvanisch Verzink und die
weiße Teile sind Pulverbeschichtet,


...und da bist Du Dir ganz sicher?? Wann und wo hast Du denn die Mühle gekauft? Unserem Verkäufer war bekannt, wo die Mühle installiert werden sollte.
Wenn Du über eine schlechte Verarbeitung nix sagen kannst, dann ist Dir ja sicher auch nicht bekannt, dass die Schleifringeinheit mit Quecksilber gefüllt ist...
Eine 23 KG Anlage auf einem 50er Mast gesichert mit 2x 8er Madenschrauben soll eine "Zitat: Überlebensgeschwindigkeit: 50 m/s" haben??? Bei uns ist der Masthalter schon bei 20 m/s in der Länge aufgerissen. Im August montiert und im September schon ein solcher Schaden?? Da war von Rost noch keine Rede, da war noch alles weiß (pulverbeschichtet?)
Wir mussten ja die Anlage komplett demontieren und hatten JEDES Teil in der Hand.
Wir haben nicht ein einziges verzinktes Teil vorgefunden!
Wir fahren mit unser Buggy BJ 1991 mit pulverbeschichteten Alufelgen täglich am Strand und somit logischerweise im Salzwasser, da siehst Du noch die Farbe, bei den Mühleteilen kannst Du sie mit dem Fingernagel abziehen.
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 24.04.2013 - 11:02 Uhr  ·  #15
Das die Teile galvanisch Verzinkt sind, bin ich mir ganz sicher, da ich mein Windrad auch schon etwas umgebaut habe und beim
Blöd anstellen ist mir ein Teil heruntergefallen und was kam zum Vorschein beim abplatzen der Pulverbeschichtung,
so richtig schön glänzender Zink.
Genauso sah es aus als ich die Mastaufnahme ausgedreht habe, innen schön dick verzinkt.
Das mit der Schleifringeinheit ist doch nichts besonders, diese werden in vielen Industriellen Standardanwendungen so eingesetzt,
oder meinst du die werden für die Windräder extra so gebaut, oder willst du eine Schleifringeinheit die bei jeder Drehung irgendeinen
Punkt hat, wo sie jämmerlich quietscht.
Die Überleebengeschwindigkeit von 50m/s sehe ich nicht tragisch, da sich mein Windrad so bei 15m/s langsam aus dem Wind dreht
und bei 25m/s schon so eine kleine Windangriffsfläche besitzt, das die Drehzahl sich schon drastisch reduziert, und die
zwei 8er Madenschrauben halten das auch locker, oder verwendest du das Windrad als Hubschrauber, hier habe ich eher die Bedenken
das sich bei einer Böe das 1,2m lange 50mm Edelstahlrohr verabschiedet.
Ich hatte bevor ich mich zur Futurenergie entschieden selbst mehrmals mit denen Kontakt gehabt und kann hier nichts dazu sagen, Antworten
meist innerhalb eines Tages, ich hätte das Windrad sogar selbst bei denen bestellen können, aber durch die höheren Versandkosten, wäre
es sogar teuerer geworden als ich es hier gekauft habe.
Mein Windrad sieht auch anders aus als deins, der Spinner ist runder und um den Generatorhalter, Drehgelenk ist eine Aerodynamisch
geformte Abdeckung montiert.
Du schreibst auch Brasilien am Mehr wie sieht es da mit Sand aus, feiner Sand wo mit dem Wind mitgetragen wird, ist wie
ein Sandstrahler und das hält keine Anlage auf Dauer aus.
Noch einmal zum Rost, sieh dich mal im Nachbarforum um, da berichtet jemand über eine Black 300 die 24 Monate gelaufen ist
und nicht ganz so verrostet ist, aber doch schon beträchtlich angenagt ist und der Aufstellort war Deutschland.

Ich sage jetzt mal, das man hier mal zuerst bedenken sollte was das Windrad kostet bzw. gekostet hatte, was willst du für 1200€
erwarten, alles aus Edelstahl, Keramiklager und vergoldeten Lackdraht im Generator, dann kauf dir mal zuerst die Einzelteile
dann wirst du sehen was diese schon kosten.
Ich habe mir die Futurenergie gekauft, weil ich denke hat eine vernünftige Substanz um weiter zu machen und es gibt kein
Windrad, das zu hundert Prozent Fehlerfrei oder ohne Probleme ist.

Gruß
Manni
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 24.04.2013 - 11:24 Uhr  ·  #16
Hallo, also gut sieht die Anlage bei weitem nicht aus, mein Beileid.
Eine Pulverbeschichtung über Verzinkung - ich bin kein Fachmann aber ich weiß nicht ob sowas gut halten würde denn verzinktes lässt sich in guten zustand nicht mal streichen das die Farbe dann ablättert. Ich denke eher Verzinkt oder Pulverbeschichtet.
Galvanisch Verzinktes hält aber Salz auch nicht lange aus aufgrund der Schichtstärke.
Normales Regenwasser hingegen Jahrzehnte wenns gut gemacht wurde .
Pulverbeschichtetes sollte dies machen aber wenn die Grundierung/Untergrund nicht gut vorbereitet ist oder kleine Abplatzungen sind wird dies sicher schnell unterwandert.
Ich würde es unter diesen Umständen mit einer WKA lassen und PV Module verwenden oder einen WKA Eigenbau mit V2A Edelstahl teilen.
Ansonsten sehe ich da wieder Schwarz bzw Rostbraun auf einige Jahre...
Gruß Hans
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 24.04.2013 - 11:39 Uhr  ·  #17
danke Manni, für Deine Lobrede!
Zitat: Mein Windrad sieht auch anders aus als deins, der Spinner ist runder und um den Generatorhalter, Drehgelenk ist eine Aerodynamisch geformte Abdeckung montiert.

genau das meine ich damit, wenn ich frage, wann und wo Du die Anlage gekauft hast. Vielleicht habe ich einen Ladenhüter oder eine Montagsmühle erwischt.
Dafür lege ich meine Hand ins Feuer: an meiner Mühle ist nicht ein verzinktes Teil verarbeitet und wenn es pulverbeschichtet sein soll, dann ist es eine laienhafte Arbeit.
Und zur Schleiringeinheit: da lies bitte mal die Meinung hier von EDE: Und ich habe noch eine Frage zum Schleifring-Übertrager:
Ich kann das kaum glauben, Du bist Dir sicher das die Konstruktion mit Quecksilber arbeitet???
Normalerweise besteht sowas aus Schleifringen und federbelasteten Graphitkohlen.
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 24.04.2013 - 14:40 Uhr  ·  #18
Hallo

ich müsste genau nachsehen aber meine war Oktober oder November 2011, ist also ungefähr 1 1/2 Jahre alt, was ich langsam
eher glaube, wenn ich die Bilder von manchen Ebay Auktionen, Internetseiten und den Importeuren sehe, das die Windräder
je nach gut dünken bzw. wie viel der Importeur verdienen will bzw. bezahlen will, mal so oder mal so ausgestattet sind.
Wie schon oben geschrieben, die Schleifringeinheit wurde ja nicht extra für die Windmühlen entwickelt, vielleicht weniger
Kontakte wie in den Industrie Teilen eingebaut, ist aber ein Industrie Teil und wenn es dir so nicht gefällt mit dem
Quecksilber, ist das deine Sache, ich finde es soweit ok, weil komplett gekapselt und Wartungsfrei.
Eine Frage hätte ich aber noch, wie ist den die Schleifringeinheit kaputt gegangen, heruntergefallen!.

Gruß
Manni
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 24.04.2013 - 14:57 Uhr  ·  #19
Eine Frage hätte ich aber noch, wie ist den die Schleifringeinheit kaputt gegangen, heruntergefallen!.

Gruß
Manni


nein, nicht runter gefallen, der Masthalter war ja gerissen und wir mussten die Mühle demontieren. Uns war ja nicht bekannt, was auf uns zukommt, der Monteur musste ja die Kabel inkl. des runden Endteils herrausziehen. Dabei öffnete sich das kleine runde Behältnis und die Soße lief aus. Das ist ja auch nicht das Problem, wenn man(n) weiss, was sich darin befindet. Wenn einem bekannt ist, da ist Quecksilber gut verpackt drin, dann geht man halt dementsprechend damit um. Aber wenn man an den Kabeln zieht und es passiert so etwas, das ist wohl doch schon recht gefährlich, oder?
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Re: Inselanlage FuturEnergy AirForce1

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Gepostet: 24.04.2013 - 23:58 Uhr  ·  #20
Also mir gefällt die Quecksilberlösung wenn sie dicht ist. Wartungsfrei und dauerhaft.
Man muss es ja nicht schlucken, denke mit einem Handbesen kann man das schon wegkehren, den Besen würd ich aber dann nicht weiterverwenden..
Fiberthermometer haben auch Jahrzehnte mit Quecksilber gearbeitet und in Neonröhren /Energiesparlampfen ist das auch alledings in gefährlicherer Form bzw im Gas was bei zerbrechen schon blöd ist.
Gruß Hans
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