Waschmaschinen motor / Limaumbau

 
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Re: Waschmaschienen motor

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Gepostet: 17.05.2013 - 01:15 Uhr  ·  #41
Ich habe nochmal genau über das ganze nachgedacht und mir hat sich folgendes Problem bezüglich der Rotorwelle aufgedrängt.

In der Ursprungskonfiguration dient die Welle die die beiden Klauenschalen trägt dem darin liegenden Wicklungspaket als Eisenkern um das Magnetfeld zu verstärken. Somit wird die Feldspule mit Eisenkern dadurch zum Elektromagneten bzw. verstärkt diesen enorm und leitet gleichzeitig den Fluss schön direkt in die Klauen, ist also Teil des Magneten. Ich vermute folgendes und möchte das hier mal zur allgemeinen Disussion stellen:

Wenn wir nun einfach wie auch in den Videos gezeigt Einen Ringmagneten auf die Klauen legen und diese dadurch über diesen verbinden...bauen wir dann nicht eigentlich einen magnetischen Kurzschluss zwischen den beiden Klauenblechen auf?
Die Eisenwelle wäre damit quasi der kürzeste Weg zum AUsgleich des magnetischen Flusses zwischen den beiden Magnetseiten.

OK, nicht der ganze Fluss wird diesen Weg gehen aber doch zumindest ein ( großer ) Teil.
Seht ihr das auch so? Und wenn ja, wie stark schätzt ihr diesen Effekt ein?

Was muss man tun um das ganze zu vermeiden sollte ich Recht haben:

1.Die Welle müsste dann aus einem nicht magnetische leitendem Material bestehen...also beispielsweise VA Stahl.
Gut, die könnte man sich wohl drehen lassen...
Das werde ich wohl auch tun und anschließend vergleichen denn ich habe ein geeichtes Flussdichtemessgerät von Siemens ;-)
Mal sehen wie groß der Unterschied dann in der Praxis ist.

2. Die Welle muss weg und durch einen Vollmagneten, also einen Rundmagneten ohne Loch ersetzt werden. Problematisch dabie ist hinterher die genaue Ausrichtung.
3. Die Welle wird in der Mitte gekappt, eingekürzt und erhält eine Überschubpassung aus VA oder Kunststoff um so zumindest vielleicht einen cm "Luft" durch nichtleidtendes Material zu geben. Auch das muss gedreht werden, ist aber nicht ganz so dramatisch. Eher stellt sich hier die Frage nach der Art der Verbindung der Teile. Ich würde es durch Reibeschluss, sprich aufschrumpfen machen...oder auch irgendeine Gewindelösung, ist weniger Aufwand beim Drehen.
Klingt erstmal kompliziert, ist es aber auch :-D

Vielleicht bewerte ich das ganze jetzt aber auch über...daher wirds wohl wieder eine lange Nacht und ich frage mal "Femm" um Rat ;-)
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Re: Waschmaschienen motor

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Gepostet: 17.05.2013 - 02:34 Uhr  ·  #42
So, jetzt ist es amtlich, die welle muss Weg oder aus Edelstahl gefertigt oder mit möglichst großem Abstand unterbrochen werden.

Ich habe mal den Rotor simuliert...habe ihn 7 cm breit gemacht und ihm eine Materialstärke der Klauen von 5mm gegeben. die gelben Dinger sind die Magneten bzw. der Magnetring. Nun dürfen wir die Werte nicht als wahr annehmen da alles stark vereinfacht ist und uns darauf verlassen, es geht hier nur um die Beträge bzw. den Hebel des ganzen und der ist real!



Je roter alles wird, desto größer ist dort die Flussdichte. In dem 3mm breiten Luftspalt der zwischen Rotor und Stator ist haben wir eine mittlere Flussdichte von etwa 0,14 Tesla mit der durchgehenden Eisenwelle. An der roten diagonalen Linie rechts im Luftspalt sieht man meinen Messbereich.

Hier die Auswertung dazu




Im Vergleich dazu beide Grafiken erneut ohne Welle:




Als Rechenausgabe im Programm erhalten wir dort ein Mittel von 0,26 Tesla.

Letztlich ist das quasi fast das doppelte an Flussdichte und in der Praxis bedeutet das dann theoretisch auch das doppelte an induzierter Spannung...praktisch dann nicht ganz...aber das 1,5-fache ganz bestimmt.

Dann mache ich mir auch gar nicht erst die Mühe das mit der Originalwelle zu probieren...

Weiterhin habe ich simuliert: nimmt man aus der Welle ein Stück von 0,5 cm raus, haben wir noch 0,22 Tesla. Bei einem cm sind es immerhin wieder 0,24. Auf jeden Fall sollte es deutlich größer sein als der Luftspalt zwischen Rotor und Statorblechen. Damit kann ich wohl leben, vielleicht kann man in der Praxis auch noch etwas mehr rausnehmen...mal sehen wie viel Platz innen so ist.

Ich habe mir dazu nun erstmal folgendes gedacht:

Aus der Welle schneide ich in der Mitte ein möglichst großes Stück heraus, so dass ich vielleicht noch 0,5 cm Überstand von den Stirnflächen der Klauenschalen habe. Ich weiß nicht wie stark die Welle bei dem Modell sein wird, tippe aber mal auf 1,5 cm Durchmesser. Dann spanne ich jedes Wellenteil in die Drehbank ein, zentriere es ( rund sollte es wohl sein wenn man nicht zwischenzeitlich was verbogen hat... ) und bohre mir ein ca. 1,5 cm tiefes Loch mit 6,5mm Durchmesser und drehe natürlich die Stirnflächen nach dem Säge noch wieder genau plan.
Anschließend schneide ich ein M8 Gewinde hinein. Ich habe hier noch eine ganze Tüte voll mit M8 EdelstahlLangmuttern mit Innengewinde von 30 mm Länge. Die drehe ich mir dann auf die richtige Länge ab, führe ein kleines Stück Gewindestange hindurch und schraube das ganze wieder zusammen...wenn man das ordendlich stramm zieht sollte das alles wieder plan sein und beim Gewinde schneiden kann man sich ja nun auch nicht sooo dermaßen verhauen, selbst wenn man es von Hand macht....genau genug auf jeden Fall möchte ich meinen.

Ich denke das ist die einfachste Lösung...

Es geht sicherlich noch um Längen effektiver aber da müsste man sich dann wohl einen komplett neuen Rotor drehen und fräsen und das kostet und ist aufwendig, da kann am sich sonst auch lieber direkt was fertiges kaufen.

edit: Ich habe nochmal statt des Neodymmagneten ( N40 war das übrigens ) mit N50 und einem Ferritmagneten gerechnet.

Im Beispiel ohne Welle ( dmaits besser vergleichbar ist ) erhalten wir für

N52: 0,27 Tesla
starkem Ferritmagneten: 0,09 Tesla

Mit Welle und Ferritmagneten sind es: 0,001 Tesla...also quasi NICHTS- das kann man also lassen, da geht quasi alles direkt über die Welle wech! :o

Zwischen Ferritmagnet mit Welle und ordentlichem Neodymmagnet mit unterbrochener Welle liegt also mal eben ein Unterschied mit dem Faktor von knapp 250 (!!!)

So, gute Nacht ;-)

Max
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Re: Waschmaschienen motor

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Gepostet: 17.05.2013 - 05:06 Uhr  ·  #43
Und dann sicherlich in richtung gewinde abdrücken.
Wir haben auf Arbeit auch so eine hebel Presse..ich probiers mal damit.

Wenn das jetz so schlechte Werte mit ganzer Welle sind wieso hat dann der Herr im Video relativ gute Werte.
Kann man das nich so machen wie ich schonmal dachte? Also mit mehreren kleinen Magneten auf der außseite eingelassen in die Klauen sodass sie mit der Oberfläche abschließen..und auf die eine klauen seite nur den Pluspol nach oben und bei der anderen nur minus nach oben?

Gruß
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Re: Waschmaschienen motor

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Gepostet: 17.05.2013 - 05:14 Uhr  ·  #44
das ist ungünstig, da die Magnete auch wieder teilweise in Kurzschluss gehen wenn sie ganz eingelassen werden...es geht aber es ist dann so wie mit Welle. Maximal halb einlassen ist optimal. Dafür fehlt aber wieder der Platz...das Prinzip hast du aber sonst richtig verstanden.

Es mag ja sein dass der Herr im Video gute Werte hat...er hätte aber definitiv nochmal deutlich bessere mit unterbrochener Welle...
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Re: Waschmaschienen motor

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Gepostet: 17.05.2013 - 05:52 Uhr  ·  #45
Hilfe hilfe..nja ich habs so gewollt..erst mal muss ich die Klauen auf bekommen..könnte aber gut möglich sein das das vor nächster Woche nichts wird..ich probiers nochmal so wie der auf der Nachbarseite(das windrad) in richtung des gewindes mit einem abzieher..falls das nich anschlägt doch mit der hebel Presse auf Arbeit..
dort habe Ich auch gleich eine drehmaschine...reicht das mit dem trennen der welle wenn ich zwischen die beiden Teile eine schraube mache?
oder muss ich tatsächlich ein nicht magnetischen Stoff bringen?
Ich bin auf alle Fälle diesem Forum und dir bis hier hin dankbar für die Ratschläge.

Gruß
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Re: Waschmaschienen motor

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Gepostet: 17.05.2013 - 14:08 Uhr  ·  #46
Nun, sooo kompliziert ist das auch nicht ;-)
Es gibt sicherlich einfachere Möglichkeiten an einen Generator zu kommen aber ich finde diese Art von Umbau sehr interessant- hab ich in der Form auch noch nicht gemacht und mache daher mal mit :-)

Die Welle einfach nur austrennen und mit einer (VA)-Schraube wieder "verlängern" würde ich nicht machen. Zum einen müsstest du die Schraube einkleben damit das ganze auch gegen Verdrehung gesichert ist, zum anderen habe ich noch keine Gewindestange gesehen die wirklich rund läuft. Durch das Absetzen der Wellenenden und des Zwischenstücks hast du die Gewissheit, dass hinterher alles genau plan aufeinander liegt und somit rund läuft. Wenn du eine Drehbank zur Verfügung hast ist das doch prima. Dann würde ich auch das Gewinde direkt dort schneiden, genau so:

http://www.youtube.com/watch?v=9V2G0KNXHcY

...Aber du kannst das ja vorher testen. Wenn du nur mit dem Gewindestift alleine schon einen sehr guten Rundlauf hast, dann kannste das ja auch so lassen und das Zwischenstück weglassen.
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Re: Waschmaschinen motor / Limaumbau

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Gepostet: 17.05.2013 - 20:53 Uhr  ·  #47
Ich habe das Thema mal in die Kategorie "Lichtmaschinen" verschoben da es ja nun primär darum geht...
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Re: Waschmaschinen motor / Limaumbau

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Gepostet: 21.05.2013 - 07:32 Uhr  ·  #48
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Re: Waschmaschinen motor / Limaumbau

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Gepostet: 22.05.2013 - 07:28 Uhr  ·  #49
Ich bekomm einfach nich die Klauen ab
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Re: Waschmaschinen motor / Limaumbau

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Gepostet: 22.05.2013 - 07:44 Uhr  ·  #50
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Re: Waschmaschinen motor / Limaumbau

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Gepostet: 22.05.2013 - 17:15 Uhr  ·  #51
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Abzieher

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Gepostet: 22.05.2013 - 21:46 Uhr  ·  #52
Hallo,
mit dem Abzieher schaffte ich es auch nicht . Auch Versuche mit warm machen brachten kein Ergebnis. Man braucht eine gute Presse dazu.

Ist hier beschrieben:

Übrigens sind die Magnete in die Klauen eingelassen, damit die Lima sich früher Magnetiesiert, was auch der Fall ist.

Gruß
Stav
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