Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

Wärmepumpe und Erdwärmespeicher
 
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Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 09.03.2015 - 23:12 Uhr  ·  #1
Also ich bin eine hardcore autonom sein will person (meine Freundin wird es gerade) und bastele an verschiedenen Systemen herum.

Da es sich bei unserem Projekt in erster Linie um einem Apfelfarm mit Produktion handelt, muss die Energieversorgung sichergestellt sein.

Wir rechnen mit 8kWh/Tag als durchschnittlichen Energieverbrauch

Nun, so wie es aussieht, wehen in Nurkse/Estland die Winde ganz schön kräftig, weshalb ich als Anhaltspunkt die infos von "wieso" http://www.kleinwindanlagen.de…#real44916 genommen habe.

Nachdem sich meine Freundin die Videos angesehen hat und die Excel-Tabelle mit den Daten, ergibt sich dann, das wir 3 kleine Futurenergy Airforce 1 in 48V Ausführung auf 16m Masten mit dem windMax1000 MPPT Laderegler verwenden wollen (Kabellänge ist rund 50/70/90m). Das sollte dann durchschnittlich 8kWh pro Tag liefern.

Die Batterien sind Gel-Panzerplatten Batterien mit 24V/1500Ah (= 36kWh).

Des weiteren sollen ein oder zwei Solaranlagen mit dem Victron BlueSolar MPPT 150/85 mit je 12 x 200Wp angeschlossen werden.

Denke, das sollte die Autonomie voranbringen.

Nun habe ich leider ein super Buch (hatte ich vor über 22 Jahren beim Hugendubel in München gekauft) über Wärmepumpen und Erdwärmespeicher verloren... In diesem Buch hat ein Landwirt einen richtig fetten Erdwärmespeicher selber gebaut und im SOMMER, mit auf dem Dach ausgelegten schwarzen (flexiblen) Rohren, billig die Sonnenwärme eingefangen.

Tja, dafür habe ich leider keinen Platz, aber...

...im ersten Haus meiner Freundin rennt eine Geothermie Pumpe welche im Garten an einer in 1,5m tief eingegrabenen schlange von 680m Länge betrieben wird und ein Log-Haus mit 200m² im Winter bei -20°C ohne murren beheizt. Solche installationen sind in Estland standard!

Die Geothermie Pumpe kostet allerdings 11.000€.... örgsund saugt so um die 700W!

So, nun habe ich folgende Idee:

Elektrische Energie ist für mich Priorität, aber im Sommer habe ich eine satte Überproduktion. Bei drei KWA von je 1kWp und einer einzelnen SKA von 2,4kWp habe ich im Sommer rund 30kWh/Tag. Bei zwei SKA sind es dann schon 54kWh...

Da werde ich 10kWh zum leben und zur Produktion verwenden und 20, bzw., 44 kWh/Tag wegwerfen?

Meine Idee ist es nun, mir ein paar 24V/1kW (3 x 333W) Heizpatronen sowie eine Umwälzpumpe (keine Solar- oder Trinkwasser pumpe) und ein elektrisches 3/2 Magnetventil zu besorgen.

Da bei 3 KWA sowie der SKA die Batterier (36kWh) im Sommer IMMER geladen sind, will ich bei erreichen der Float-Spannung von 29V die Umwälzpumpe sowie die Heizpatronen einschalten. Ich will dabei pro Solaranlage 2 Heizpatronen verwenden. Sobald das Wasser im Heizpatronen Kreislauf höher ist, als die Temperatur im Erdwärmespeicher schaltet das Magnetventil um und der Erdwärmespeicher wird aufgeladen.

Wenn die Spannung unter, z.B., 27V abfällt werden die Heizpatronen wieder abgeschaltet.

In dem mir abhanden gekommenen Buch, läd der Landwirt den Erdwärmespeicher auf 85°C auf, und benötigt für den Betrieb der Fußbodenheizung nicht mehr als eine Umwälzpumpe und ein Mischventil wie das ESBE VTA 522...

SOMIT KEINE WÄRMEPUMPE NOTWENDIG, solange die Temperatur im Erdwärmespeicher höher als die Fußbodenheizung ist

Erst wenn die Temperatur im Erdspeicher unter die, z.B., 35°C fällt, wird die Wärmepumpe benötigt.

Desweiteren kann die Wärmepumpe verwendet werden, um eine verkleinerte Geothermie Anlage parallel zu bedienen

Die Frage ist, kann mir jemand dazu Literatur oder was auch immer empfehlen?
NOe
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 10.03.2015 - 08:46 Uhr  ·  #2
Moin,

fantastischer Ansatz natürlich. Tatsächlich befässt sich die Industrie, vielmehr die Stromanbieter, ebenfalls mit diesem Thema. Genau aus dem selben Grund: Solar-Anlagen liefen im Sommer zu viel, im Winter zu wenig Strom. Meinses Wissens nach gibt es aktuell noch keine gangbare Lösung...

Ich persönlich bin sehr skeptisch, ob man die Wärmeisolierung so hinbekommt, dass über Monate keine nennenswerte Temperaturabfälle entstehen. Ich habe zu Hause eine Pelletheizung mit 1000l-Pufferspeicher. Dieser ist mit 100mm Hartschaum und so einer Art Reflexions-Kondom isoliert. Wenn die Heizung aus ist, also auch die Umwälzpumpe steht, verliert der trotzdem 1°C pro 1-1,5 Stunden...

Beste Grüße
Nils
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 10.03.2015 - 09:50 Uhr  ·  #3
So wie ich das mit dem Erdwärmespeicher verstehe, ist es wohl die beste und billigste Lösung
mit den endlos langen Kollektorschläuchen auf einer flachen Dachfläche und einer einfachen
Zirkulationspumpe...

... aber die Dachfläche steht mir nicht zur verfügung.

Auf der anderen Seite haben wir Holz in massen wegen gut 7ha Wald und einen funktionsfähigen
Holzscheidtofen an den ein Bufferspeicher von 1000-1500 Liter angeschlossen werden kann.

Das Problem ist nur, das man ihn von Hand bestücken muß...

...und wenn man jetzt mal im Winter 2 Monate in den Urlaub fährt oder man Krank wird,
kühlt das Haus vollständig aus.

Ich suche eine Lösung, um das Haus sicher über 2 Monate auf eine Mindesttemperatur von
12-16°C zu halten...

Da gibt es noch meine 450 USD Made-In-China Pellet-Mühle, aber da muß ich einen
extrem robusten Pelletofen finden, denn meine Buderus war in weniger als eine Woche dicht.

Die hat die NICHT-DIN-NORM Pellets übel genommen und mußte von mir vollständig
zerlegt und gereinigt werden.

Gut, es gibt Made-In-China Pellet-Öfen die das mitmachen und auch nur 600-2000€
kosten, aber will man sowas? Da muß man jedenfals jede Menge Sicherheitseinrichtungen
Nachrüsten (Auf dem Internet sind nette Bilder von Unfällen mit Kaminöfen...)

Muß da nochmal in China nachfragen...

Mal ne Frage: Weis jemand wo man eine Maschine bekommt, die Sägespäne macht?

Meine Pellet-Mühle benötigt einen 2,2kW Motor und ich habe einfach einen 3kW BDLC von
Golden Motor verwendet, weil es die billig mit Elektronik gibt (580€ inclusive Versand nach DE).

Sägespäne trocknen ist aus einem aus eBay-Schrott gebauten Förderband mit 4m² Glasplatte
und 4 EBM-Pabst Tangiallüfter im Sommer (Baden-Würtemberg) ohne Schwirigkeiten in
großen Massen möglich... Produziere in einem Sommer 30m³ komplett trockene Späne.

Was mir fehlt ist halt eine Holzraspel- oder Sägespäne-Maschine...
Die benötigte Leistung sollte unterhalb der 3kW sein.

Und nein, im Baumarkt erhälltliche Hechselmaschinen sind nicht geeignet weil zu grob,
wobei ich aber eine davon mit einem 1,5kW BDLC fpr 250€ umgebaut habe, man kann
jetzt nur keine 40mm Äste mehr reinstecken weil 1kW fehlen!

Ich denke, irgendwie werde ich es schon schaffen, die im Sommer zuviel produzierte
Solar- und Windenergie nutzvoll loszuwerden...
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 10.03.2015 - 10:00 Uhr  ·  #4
Hallo

Ich habe auch ein 80 Litter Becken zum kerzenziehen vor Weinachten.
Das wird dann mit ~ 80 W dauerbeheizt.
Temperaturverlust bei Ausfall ist fieleicht 12 ° an einem Tag.
Gegen Verdunstung ist da eine Wachsschicht drauf !!!
( Auf grössere ( offene ) Behälter würde ich Speiseöl draufkippen.)
Iso ist nur 4 cm dick Steropur.
Bei grösseren Behältern sollte das aber besser werden .
Grundsätzlich kämen die Heizwiderstände direkt in den Wärmespeicher ohne Pumpen.
Ein Satz im oberen fiertel zum schnelleren Nachheizen, und ein zweiter ganz unten für den gesammt Speicher.
Bei uns im Haus ist auch Heizkörper UND Fusbodenheizung parallel mit je einer Pumpe.
Das würde ich nicht mehr so machen, sondern nur eine Pumpe für beides.
Diese hätte dann in jedem Raum einen Heizkörper . Beide Anschlüsse unten.
Der Rücklauf ginge dann über die Fusbodenheizung in dem selben Raum.
Der Vorteil ist ein schnelleres aufheizen des Raumes mit dem Heizkörper und die Restwärme dann in die Grunderwärmung des Bodens, die ja eine Weile dauert.
Ist der Boden auch warm, macht der Heizkörper dann ja zu und alles ist Isi .
Jeder Raum kann dadurch individuell auf einer anderen Temperatur gehalten werden.
Sonst erfordert das sehr fiel teure Technik, und mehrere Pumpen die Strom verbrauchen.
Ausserdem auch Wärmetauscher !
Der sollte bei uns rein, wegen Sauerstoff der durch die Kunsstoffschlangen eindringen würde.
Die Fusbodenheizung brauche ich aber Jahrelang nicht zu entlüften, und hat immer noch den gleichen Druck.
Ist also nur Theorie gewesen die sich nicht bestätigt, sondern nur gekostet hat.
Da gibt es einige angeblich wichtige Sachen die nur ein Promille bringen, aber die Unkosten verdoppeln.
Bei Eurer Anlage würde ich haubtsächlich auf die Windenergie setzen, da diese das ganze Jahr, und 24 Stunden am Tage verfügbar ist.
Sonnenenergie nur zur Verstärkung am Mittag.
Wie diese gerechnet wird würde mich noch genauer interessieren.
Mit 12 Panelen A 200 W wären es ja im Idealfall 2,4 kw die in dieser Region sicher nicht , und nur im Hochsommer möglich sind .
Und die angegeben Stunden sind dann die tatsächlichen Sonnenstunden, oder zb 2 Stunden die max Leistung, aber nur Rechnerisch, und dafür auf 5 bis 6 Stunden verteilt.
Da kämen ja unterschiedliche kwh zusammen.

Gruß Aloys.

Zu Deinem Pelletofen :
Der " MUß " unbedingt eine Ausmauerung haben, die den Brennraum locker auf 1000 Grad halten kann.
Nur dann verbrennen alle Holzgase vernünftig und setzen den Ofen nicht zu.
Wir haben auch so einen " Allesbrenner " der nur aus Wasser gekülten Wandungen besteht.
Der ist auch immer zugetehrt.
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 10.03.2015 - 10:14 Uhr  ·  #5
Hallo Aloys,

Zitat geschrieben von FamZim
Zu Deinem Pelletofen :
Der " MUß " unbedingt eine Ausmauerung haben, die den Brennraum locker auf 1000 Grad halten kann.
Nur dann verbrennen alle Holzgase vernünftig und setzen den Ofen nicht zu.
Wir haben auch so einen " Allesbrenner " der nur aus Wasser gekülten Wandungen besteht.
Der ist auch immer zugetehrt.


Die Buderus Pellet-Heizung ist eine 3-9kW von 2012, also NEU und entspricht allen Normen.

Die Heizung mag aber NUR genormte DIN-PELLETS bei denen sichergestellt ist,
das es sich nur um EINE Sorte von Holz handelt...

Steht auch ganz groß und deutschlisch in der Bedienungsanleitung!

Bei selbstgemachten Pellets ist da alles drin, was man nur bekommen kann von Birke
über Esche zu Eiche und Tannen...
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 10.03.2015 - 11:17 Uhr  ·  #6
Hallo , als Isolierung koennte man Strohballen nehmen , hier in Irland kosten die ca 1 Euro vom Feld (also ca 2-3 Euro per m2 Wand ( ca 0.4 m dick )

Ein Irischer Kollege laed so einen Erdspeicher mit Solar und Waermepumpe enzieht dann die waerme


Persoenlich , traeume ich immer schon von einer Waermepumpe , an meiner Batterie , das geeignetste was fuer unser Log-cabin ohne Fusbodenheizung in Frage kommt waere wohl eine Luft-Luft Waermepumpe (die Ansaugluft koennte man dann ja aus dem vorgewaermten Erdspeicher beziehen )

Diese hier hab ich mir anbieten lassen ca1000 Euro , da sie direkt an der Batterie arbeitet ohne meinen Inselwechselrichter zu belasten .....

Waere Ideal , um warme Luft in einen isolierten Steinspeicher zu blasen bei Ueberschuss , und zum Heizen ins Haus vorgewaermt aus dem Stein/Erdspeicher beziehen, ..... ein See waere auch eine Idee als Speicher

Jedoch ists wohl relative gleich an Kostenaufwand ob man einen Erdspeicher baut oder die Stromerzeugung ausbaut zur direkten Heizung ....(je nachdem wie man den Erdspeicher baut ....)

Nehmen wir worst case und keine Erzeugung von Wind und Sonne , 1 kWh Akku macht dann ca 3 kWh Waerme , dann steckt da schon einiges drinn an Waerme in einer Grossen Batterie .....

eine zb 60 kWh Batterie (C5) hat dann ca 180 kWh Waermekapazitaet bei Anschaffungskosten von ca 6000 Euro (plus waermepumpe 1000 Euro)
die Batt kann ich laut Garantie 1500 mal entladen macht 1500x180kWh=270000 kWh oder 2,3 cent kosten fuer Waerme aus der Batterie


Muss nur noch den Strom dafuer herkriegen :fgrin: ,
\

Zitat
Nun, so wie es aussieht, wehen in Nurkse/Estland die Winde ganz schön kräftig, weshalb ich als Anhaltspunkt die infos von "wieso" topic.php?p=44916#real44916 genommen habe.

Nachdem sich meine Freundin die Videos angesehen hat und die Excel-Tabelle mit den Daten, ergibt sich dann, das wir 3 kleine Futurenergy Airforce 1 in 48V Ausführung auf 16m Masten mit dem windMax1000 MPPT Laderegler verwenden wollen (Kabellänge ist rund 50/70/90m). Das sollte dann durchschnittlich 8kWh pro Tag liefern.

Die Batterien sind Gel-Panzerplatten Batterien mit 24V/1500Ah (= 36kWh).


... Ich hab ja schon zuviel geschrieben , aber Gel batterien wuerde ich nicht nehmen und die Future energy wuerde ich via Mastervolt Windmaster GTI AC-coopling .....

By the way , hier verkauft einer (weiss nicht ob er sie noch hat ) 4 Stueck Skytstream 3.7 Windturbinen (unausgepackt) fuer wenig Geld , das sind gute Turbinen ....AC 230 Volt , nix gegen die Future energy , aber ...

Gruss Lars
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 10.03.2015 - 12:26 Uhr  ·  #7
Hallo

Zum Ofen : unserer ist natürlich auch allen ??? Gegebenheiten gewachsen und von einer " Guten " Firma :bandit:
Brennt mit Koks fast überhaubt nicht, mit Kole etwas besser und mit Holz schön Teerich !!
Alles geprüft und nach den Normen, ich denke die haben nur gerechnet nach Oberfläche zum Wärmetauschen und so nebensächliches, nicht nachprüfbare Daten, er ist einfach ein Energieverschwender .
Auch nicht annähernt gute Verbrennung.
Wenn der nicht qualmt ist es zufall.
Also nur mit Ausmauerung, ganz egal was die erzählen !
Und Pellets sind doch mit hohem Druck gepresst im allgemeinen, und haben fast keine Wasseranteile mehr.
Bei Eigenprodukten kann das dann anders sein, und die brennen auch nur mit Gebläse denke ich, da sie sonst zu dicht aneinander liegen und der Sauestoff nicht an alle heran kommt.

Wärmespeicher hab ich vor ? 30 Jahren mal ein Projekt gesehen mit einem runden Speicher in der Hausmitte.
Alle Zimmer drummherum.
Und über alle Etagen.
Da braucht man fast keine Leitungen.
Das geht schon mit Luftklappen in der Isolierung zum Heizen.
Es gibt halt sehr viele Möglichkeiten, die aber bestimmt nicht alle gewünscht und erlaubt sind.

Gruß Aloys.
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 10.03.2015 - 12:30 Uhr  ·  #8
Der Mr Cool 48V DC Air Conditioner müßte mit 24V funktionieren...

Aber nachdem der nur mit 20A Abgesichert wird, könnte man auch einen LTC3862 Boostconverter davorschalten...
21-29V auf 48V mit 20A aufblasen ich kein Problem und vor allem mit über 90% Wirkungsgrad...

Die Ideen ist einfach grenzenlos.

Da unsere Apfelfarm ja erst noch gebaut werden muß und meine Freundin selber über 2,4ha verfügt,
aber ich nun mitbekommen habe, das die Familie insgesamt 18ha zusammenhängend hat...

...ergeben sich noch ganz andere Möglichkeiten, wie z.B., die Installation einer 10kW oder 15kW WKA!
Familienmitglieder würden die nicht unter 75.000€ per Mühle mitfinanzieren.
Wir können die Mühlen mitten ins Feld frei von Störquellen stellen...
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 10.03.2015 - 16:35 Uhr  ·  #9
Noch eine Idee

Für die 10 kw Anlage wird ein normaler Generator wie in Notstromanlagen eingebaut.
Der hat dann 400 V und 50 Hz.
Drehzahlsteuerung über Pitch am Repeller.
Kein hochdrehen ohne Last oder bei zu starkem Wind .

Gruß Aloys.
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 10.03.2015 - 17:06 Uhr  ·  #10
Neee, da habe ich einen Hatz Diesel 1,9kW 28V 68A
Läuft mit allem was nach Diesel oder ähnlichem aussieht...
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 05.04.2015 - 22:16 Uhr  ·  #11
Also Wärmespeicher ist so eine Sache, hab für meine neue Heizanlage einiges gerechnet und probiert mit Puffern, Wärmepumpen etc. ...
Hab dann ne Solewärmepumpe verbaut und läuft auch gut, meine Beobachtungen ...

Radiator und Wärmepumpen kann man vergessen, will man per WP über 40° hinaus (egal ob Luft oder Sole (auch eine LWP läuft bei mir)) geht der Wirkungsgrad in den Keller, die höhere Vorlauftemperatur braucht man aber am Heizkörper sonst wir das Ding riesig, bleibt also Fußbodenheizung.
Bei der Fußbodenheizung mit den Rohren und Kreisen nicht geizen, mehr Heizkreise enger Verlegeabstand kostet nicht wirklich signifikant mehr, dafür kann man Umwälzpumpen mit geringerer Leistungsaufnahme laufen lassen und die Vorlauftemperatur der WP tief ansetzen, was den Wirkungsgrad deutlich verbessert.
Einzelraumregler sind in der Kombination Müll ... die Regelungen stören den hydraulischen Abgleich, eher kontraproduktiv, kann dazu führen, dass die WP nicht mehr den Durchfluss bekommt die sie haben muss, senkt den Wirkungsgrad, kann Anlagenstörung bringen.
Pufferspeicher ... der gleiche Käse, Estrichmasse speichert meist ein vielfaches an Wärmeenergie ... oder man stellt nen sehr teuren riesigen unwirtschaftlichen Speicher. Pufferspeicher für Heizung ist nur sinnvoll wenn alternative Wärmequelle eingesetzt wird in Verbindung mit Wärmepumpe.
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 05.04.2015 - 23:37 Uhr  ·  #12
Also ich hatte in München vor 22 Jahren mit einem Bekannten einen offenen Kies-Wasser Speicher mit guten
1200m³ gegraben. Dort wird die dann die Temperatur im Speicher auf 85°C angehoben (die ersten zwei Jahre
kannste Du die Nutzung auf weniger als 50% reduzieren, weil sich erst die Umgebung MITAUFHEIZEN muss) und
bei der Fußbodenheizung haste dann gerade mal 28-32°C Temeratur nach dem Mischer gehabt.

Der Erdwärmespeicher wird simpel mit 1" Solarrohren (so flexibele schwarze temperaturbeständige PE Rohre)
welche auf einem Flachdach liegen direkt per Umwälzpumpe aufgeheizt, also OHNE Wärmepumpe dazwischen.
Das einzige was man zu beachten hat, ist, das der Kies-Wasser Speicher mit gewaschenem Kies aufgefüllt wird
und man einen Filter vor der Pumpe verwenden muß, da es keine unterirdischen Heizschlangen gibt. Das ist
wesentlich günstiger und effektiver. Heute würde ich anstatt einer Grundfos UPS 25-60 eher eine Alpha2
einsetzen welche ja wesentlich sparsamer ist... außerdem kann man bei zu niedriger Solartemperatur die
Pumpe im Durchsatz runterregeln... Ist echt genial!

Der Wärmespeicher mit 1200m³ und 85°C heizen ein 140m² Haus gute 50 Tage dann ist die Temperatur auf dem
Niveau der Fußbodenheizung und Du brauchst eine Wärmepumpe...

Unser Haus ist anfänglich auf zwei Etagen nur 90m² also sollte so ein Erdspeicher, wennd as Haus ein Log-Haus
ist, wesentlich länger herhalten. Ich will eine Speicherkapazität von 90 Tage erreichen.

Allerdings buddele ich das Loch selber... Habe ja Zeit und ist ein interesantes Versuchsprojekt!

Wie dem auch sei, wie haben in der mitte des Hauses (wirklich symetrisch central) den Schornstein und den
großen Holzofen wo man auch anständig drauf Kochen und im Inneren Backen kann... Sowas habe ich in DE
noch nicht gesehen. Im Inneren ist dann noch die Heizschlange mit der man dann den Heißwasserboiler und
eben die Fußbodenheizung noch bedienen kann.

Das einzige was mir noch nicht klar ist mit dem Holzofen ist die Sicherheitseinrichtung denn wenn nicht mehr
Wärme gebraucht wird, was passiert dann? Die Heizschlange wird sich warscheinlich überheizen... womit man
dann die überschüssige Wärme in den Erdwärmespeicher pumpen kann!
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 06.04.2015 - 09:40 Uhr  ·  #13
Zitat
Auf der anderen Seite haben wir Holz in massen wegen gut 7ha Wald und einen funktionsfähigen
Holzscheidtofen an den ein Bufferspeicher von 1000-1500 Liter angeschlossen werden kann.

Das Problem ist nur, das man ihn von Hand bestücken muß...

...und wenn man jetzt mal im Winter 2 Monate in den Urlaub fährt oder man Krank wird,
kühlt das Haus vollständig aus.


Hast Du dich mit Kompostheizung und Biogas schon mal auseinandergesezt ? , Das schwebte mir vor, als ich eine Weidenplantage anlegte .....


Hier der Pioneer Jean Pain , [video]https://www.youtube.com/watch?v=JHRvwNJRNag[/video]

Ich persoenlich hier in Irland , brauche , wegen dem milden Klima , eher wenig Heizung , sodass ich eher , neben unserm 4 kw Holzofen als alleinige Heizquelle (neben der elektrischen Ueberschus Heizung aus der Inselanlage ) , zu mehr PV und die angesprochene Waermepumpe tendiere ....

Unser Knackpunkt sind die 2 Autos (schaetze mal zusammen verfahren wir ca 2500 Euro Sprit) die wir Hier in der Pampa brauchen , liebend gerne wuerd ich ein Elektroauto fahren , und zb die Nissan Leaf modele gibts hier schon recht ok gebraucht....

Jedoch die Biogasidee um aus Abfallholz , Gruenzeug und andere Schei$$e :bandit: , Biogas herzustellen , finde ich recht intersannt .... und die Ueberschuss Energie der PV im Sommer zu benutzen um den Bio-Digester , zu erwaemen , damit die Gasproduktion funkzioniert ....

Aber gut , viele Traeume , und die Realitaet kommt dann ins Spiel , wenn mans dann machen will und einem die Zeit fehlt, die man braucht um das Geld zu verdienen ....

Thats life , i guess :fgrin:

Gruss Lars
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 06.04.2015 - 11:48 Uhr  ·  #14
Schade das dieses Video nicht vollständig ist.
Die die gesamte Doku auf YouTube verfügbar?

Also die BIO Farm ist ja ein Experimental Projekt, sprich, ich lebe dort und werde nebenbei mein
Entwicklungs Büro für OpenSource (GNU/Linux), Elektronik und Erneuerbare Energien aufbauen.

Denke, das ich genug Zeit haben werde, etwas zu machen...

Ich habe eine satte Ladung an Eigenentwicklungen die ich in Estland technisch realisieren werde.

Meine Liste der technischen Möglichkeiten ist schwindelerregend lang!

Wer auch nur ein bischen technisch begabt ist und lust dazu hat, kann jedenfals 100% autonom
leben und vor allem Überschuß verkaufen, denn ohne Geld ja keine Ersatzteile...
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 06.04.2015 - 19:44 Uhr  ·  #15
Zitat

Denke, das ich genug Zeit haben werde, etwas zu machen...


Möglicherweise wirst Du Dich wundern...

Trotzdem: viel Glück!

Dieter
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 15.04.2016 - 10:39 Uhr  ·  #16
Hallo zusammen,

ich will nur kurz sagen, dass Windenergie eine gute Sache ist und wir alle mal darüber nachdenken sollten, ob es nicht doch sinnvoller ist, mit Windrädern Strom zu erzeugen, als mit Atom.

Liebe Grüße
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Re: Solar- und Windenergie und dann zuviel Energie im Sommer

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Gepostet: 15.04.2016 - 14:28 Uhr  ·  #17
Ja sicher und in Miila/Estland funktioniert selbst eine in Deutschland verschriehende iSTA-Breeze i-500.

Meine i-700 Marine rannte ja im Oktober lezten Jahres wie vom Teufel angetrieben!

Leider kann ich sie nicht wie geplant im August installieren, denn die Strommasten wurden aus sicherheitsgruenden (sind von 1969, also Sowjet-Zeit) entfernt.
Wir haben aber einen massiven 24m Betonmasten geschenkt bekommen.

Das Loch zu bohren und den Masten aufzustellen kostet gute 1000€, welche wir leider derzeit nicht haben...

Habe auch eine i-1500 kostenguenstig auf eBay geschossen und wir haben vor, insgesamt folgendes zu installieren:

1) windMax1000 MPPT + iSTA-Breeze i-700 Marine 24V
2) windMax2000 MPPT + iSTA-Breeze i-1500 48V
3) 4 x Victron BlueSolar MPPT 150/85 mit je 20 Modulen 135W (maximale abgabeleistung ist dann 4 x 2,4kW)
4) Batter 7SOPzS735 Zellen (24V mit 1470Ah)
5) Hatz Diesel 1,9kW 28V 68A

6) 300m 1" Solar-Pipes von Rehau (es sei denn, ich finde eine bessere und kostenguenstigere Firma)
7) 100m³ Erdwaermespeicher (aber erst in 2018)
8) Holzschnitz Kompostheizung (wie Jean Pain, denn 2,8ha Wald und 1jha Weide sollten dafuer ausreichen)
9) Externer Holzofen (kann auch zum Backen und Raeuchern verwendet werden mit Kamin-Waermetauscher)
10) Fussbodenheizung
11) fuer den Notfall eine Eberspaecher D5WSC

Die Umwaelzpumpen sind Xylem Lowara Ecocirc D5vario (24V und benotigt ein Vorschaltgeraet wegen der hohen Batterie-Ladespannung)

Habe jetzt aus China eine IEC132 48V/6,3kW DC Motor bekommen und eine geeignete Bosch/Rexroth Hydraulikpumpe mit 200bar und 20l/min angeschlossen.

Meine Holzschnitzmaschine wird ueber einen Sauer-Danfoss Hydraulikmotor mit 5kW angetrieben und hackt selbst 50mm Aeste klein...

Mir fehlen derzeit allerdings die 24 Stueck 4PzS220 Zellen fuer den Traktor... macht nochmal 1400€... plus seperaten Solarladeregler.

Mein 500W (Scooter Motor) 24V-DC-Elektro-Grastrimmer hat ueberraschende Leistung im Verhaeltnis zu einem 2,2PS Benzintrimmer.

Meine AKS-30 (Akku-Kettensaege) fuer die ich keine Akkus mehr bekomme, hat einen CEE Wandstecker 32A bekommen und kennt jetzt im Kabelbetrieb ;-)
Muss allerdings eine Temperaturueberwachung einbauen, denn meine PzS Batterien koennen den 24V Motor kochen!

Das gleiche fuer meine 24V BOSCH Power Tools (blaue serie). Have zwar ein 12/24V KFZ Ladegeraet fuer die L-Pack (Fast Charger) und O-Pack (DC Charger) aber eine 3Ah Batterie zu erneuern (original Sanyo Zellen) kostet halt 120€/Akku. Also habe ich zwei der 12 Bayyerien auf Kabelbetrieb umgeruestet.

1) GSA 24V Saebelsaege
2) GBH 24VF Bohrhammer
3) GKS 24V Kreissaege

Die Auktione fuer den Trennschleifer GWS, die Stichsaege GSK und die Kappsaege GKM habe ich leider gerattert...
Vieleicht werde ich sie irgendwann noch bekommen. GBS, GSR und GLI waehren auch nicht zu verachten.
Dann haette ich das 24V Akku Sortiment von Bosch vollstaendig.

Wenn man bedenkt, das ich im Notfall noch nicht mal die winMax und BlueSolar zum Laden der Batterien benoetige...

Ich kann 100% mit 24V DC leben!

Achja, meine Staenderbohrmaschine Rothwerk 500W lauft nun auch mit 24V (750W S2 15min) und ich bin auf der Suche nach einem geeigneten Doppelschleifbock mit 350-500W.

Nebenbei suche ich noch einen geeigneten Motor fuer eine Bosch MUM4409 Kuechenmaschine...
Platz ist genug, wenn man die original Eisenkern/Spule entfernt und von der Motorachse den Anker abzieht.
Dann ein Ritzel drauf und daneben einem Mabuchi oder Johnson Motor mit 400-500 W gesetzt.
Ist zwar nicht dauerbetriebtauglich, aber wie oft knetet man Brotteig?


Gruesse
Michelle
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