Klappmast Osteuropa

 
Frank2
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Klappmast Osteuropa

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Gepostet: 09.02.2026 - 17:46 Uhr  ·  #1
Moin Moin

da ich viel in Osteuropa YouTube mäßig unterwegs bin, sehe ich öfter diese Klappmasten,
hier mal ein Video, es geht los bei min. 3:15.
Ich finde das ganz interessant, zum einen, es reicht ein Mann zum rauf und runter fahren
und zum anderen, man braucht nicht so viel Platz, als wenn man den ganzen Mast umlegt.

Man muss jetzt nicht so einen Mast bauen, es geht um den Gedanken den Mast nicht am
Boden sondern eben wesendlich höher zu klappen.
Lg.
Che
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Re: Klappmast Osteuropa

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Gepostet: 10.02.2026 - 11:20 Uhr  ·  #2
Durchaus genial, nur ganz zuletzt ist der Seilwinkel ungünstig. Da kann durch entsprechenden Gondeldruck der bewegliche Teil schnell leicht ankippen und große Seilkräfte erzeugen. Abhilfe könnte ne zusätzliche Seilrolle oben am Mast bringen, oder ne Arretiereinrichtung.
Che
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Re: Klappmast Osteuropa

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Gepostet: 10.02.2026 - 19:09 Uhr  ·  #3
"nur ganz zuletzt ist der Seilwinkel ungünstig." Dies bezüglich muss ich mich korrigieren.
Dazu ein Scrennshot aus dem Video vom Ende der Maststellung.

 


Ist ja ein Dreieckmast, mit Gelenklinie rot angedeutet. Der Zug ganz zuletzt geht durch den gelben Kreis.
Damit ist ein Abstand zur Gelenklinie, der ein unbeabsichtigtes Abkippen verhindert.

Zug geht an der Stelle aber voll über das Seil. Mehr ist nicht.
(Macht der Farmer ja auch, nur dass er gleich mal mit den Traktor hoch zieht und dabei nicht so viel Feingefühl haben kann, mit schon gehabten Konsequenzen.)
Wenn man hochklettert und im Bereich oragfarbener Kreis noch ne Sicherheitsverschraubung etc. vornimmt,
Kann es nicht schaden. Und wenn es nur ne feste Umwicklung mit....ist.

Gerade noch gesehen:
Es braucht zum Mastlegen Winddruck von rechts hinten, sonst steht das obere Dreieck-Maststück stabil auf dem unteren
und kippt nicht von selbst.
Aber erstens ließe sich das lösen, und 2. sollte man immer in Richtung der Hauptwindrichtung hoch kippen, und damit von ihr weg nach unten.
Frank2
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Re: Klappmast Osteuropa

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Gepostet: 11.02.2026 - 08:48 Uhr  ·  #4
Moin Moin

hier mal noch ein Video:

Ich stelle mir vor, das am zugseil eine gewaltige kraft herrscht,ab min 14:37

Etwa bei min. 14:50 hätte ich den Mast im Knick unterstützt und dann das zugseil an der Spitze befestigt.

Wenn bei min. 15:45 das Seil reißt, gibt es mindestens drei sehr schwer verletzte.

Wäre das Seil an der Mastspitze befestigt, würde er sich meiner Logik nach einfach zusammen falten,
da sind die räder dann von vorteil.

Berichtigt mich gerne, aber da hätte ich nicht dabei sein wollen :-)
Che
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Re: Klappmast Osteuropa

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Gepostet: 11.02.2026 - 23:32 Uhr  ·  #5
Auch wenn das was die machen beachtlich ist, hast Du mit Deiner Anmerkung recht. Auch ist die Zugrichtung des Seils bei Errichtung des Grundturms am Ende von der Richtung ungünstig, so dass diese Kraft nicht mehr beim Aufrichten hilft.
Daher mussten sie ja an den Rädern kräftig schieben.

Abhilfe würde Seilführung über einen Jütbaum bringen. Aber so waren Deine Vorschläge wohl gedacht. Beispiel im Anhang.
Seil Lässt sich am Schluss mit einer angestellten Leiter von der oberen Position lösen,
da der Mast ja geteilt ist und daher das Teilstück nicht besonders hoch.

Damit nichts passiert ist alles mit Mathematik zu unterlegen, oder mit Tests. Si-Faktor hier nicht unter 3!

Grüße, Che
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Frank2
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Re: Klappmast Osteuropa

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Gepostet: Gestern um 07:41 Uhr  ·  #6
Zitat geschrieben von Che

Abhilfe würde Seilführung über einen Jütbaum bringen. Aber so waren Deine Vorschläge wohl gedacht.
Damit nichts passiert ist alles mit Mathematik zu unterlegen, oder mit Tests. Si-Faktor hier nicht unter 3!
Grüße, Che


Moin Moin

nein ich meine ohne Jütbaum, das Seil unter dem Mast durch und an der Spitze wo die Räder sind befestigen.
Dazu: Etwa bei min. 14:50 hätte ich den Mast im Knick unterstützt und dann das Zugseil an der Spitze befestigt.

Also nach meiner Logik wäre das die beste Verteilung der Kräfte, lass mich aber gerne eines Besseren belehren.

Weiter oben schrieb ich aber auch: Man muss jetzt nicht so einen Mast bauen, es geht, um den Gedanken den
Mast nicht am Boden, sondern eben wesentlich höher zu klappen, also nicht für die Erstaufstellung, sondern später
bei Wartungsarbeiten zum Beispiel.
Im Moment hätte das für mich nur Vorteile, aber wie das so ist, vor lauter Euphorie sieht man vielleicht die
Nachteile nicht, für mich ist da das Bild eines Schlagbaumes mit Gegengewicht, im Idealfall stellt man ihn mit
dem kleinen Finger auf.
Danke
Lg.
Che
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Re: Klappmast Osteuropa

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Gepostet: Gestern um 10:11 Uhr  ·  #7
Zitat
nein ich meine ohne Jütbaum, das Seil unter dem Mast durch und an der Spitze wo die Räder sind befestigen.
Dazu: Etwa bei min. 14:50 hätte ich den Mast im Knick unterstützt und dann das Zugseil an der Spitze befestigt.


Am Knick z.B. mit einem Gabelstapler anheben geht auch. Aber Seil an der später oberen Mastspitze macht wenig Sinn.
1. Will man vom Mast beim 1. Mal ja nur den unteren Teil aufrichten. Es muss ja später noch ein Windrad dran.
2. Wie bekäme man das dann lange Aufrichtseil später wieder runter?
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Re: Klappmast Osteuropa

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Gepostet: Gestern um 10:40 Uhr  ·  #8
Zitat geschrieben von Che

Zitat
nein ich meine ohne Jütbaum, das Seil unter dem Mast durch und an der Spitze wo die Räder sind befestigen.
Dazu: Etwa bei min. 14:50 hätte ich den Mast im Knick unterstützt und dann das Zugseil an der Spitze befestigt.


Am Knick z.B. mit einem Gabelstapler anheben geht auch. Aber Seil an der später oberen Mastspitze macht wenig Sinn.
1. Will man vom Mast beim 1. Mal ja nur den unteren Teil aufrichten. Es muss ja später noch ein Windrad dran.
2. Wie bekäme man das dann lange Aufrichtseil später wieder runter?

Moin Moin
Che, das Seil unter den Mast, das Seil macht dann das, was die versucht haben zu schieben, dann
sind die Leute aus der Gefahrenzone und der Mast klappt einfach zusammen, die Spitze bleibt
dabei ja unten.
Lg.
Che
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Re: Klappmast Osteuropa

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Gepostet: Gestern um 11:49 Uhr  ·  #9
Wie unter den Mast?

Ist aber auch egal. Ich wüsste wie ich das mache und die werden inzwischen auch schon weiter sein.
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Re: Klappmast Osteuropa

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Gepostet: Gestern um 12:28 Uhr  ·  #10
 
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Re: Klappmast Osteuropa

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Gepostet: Gestern um 13:59 Uhr  ·  #11
Und am Ende? Was hindert den Aufbau gleich wieder zurück zu kippen, bei etwas Wind aus der falschen Richtung?

Auch ist es ansich nicht gut, dass die Spitze mit den Rädern bis zum Boden reicht.
Soll ja später noch ein Windrad drunter.
Wohl nur so zu lösen, dass extra eine Radeinheit aufgesteckt wurde, und fixiert.

Ich bleibe dabei: Mit Gabelstapler am oberen Knick auf etwa 3m anheben.
Seil in dessen Nähe einhängen (geht sogar etwas drunter, wenn das beim späteren Entfernen hilft)
und ziehen mit Seilwinde, welche einige Meter vom Mast weg steht. Gut arretiert, oder mit der von einem Trekker.

Gehen solche Konstruktionen mit hoch liegendem 2. Kippgelenk eigentlich auch bei Masten mit Seilabspannung,
also ohne massieves Zentralfundament?
Frank2
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Re: Klappmast Osteuropa

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Gepostet: Gestern um 15:19 Uhr  ·  #12
Zitat geschrieben von Che

Und am Ende? Was hindert den Aufbau gleich wieder zurück zu kippen, bei etwas Wind aus der falschen Richtung?

Auch ist es ansich nicht gut, dass die Spitze mit den Rädern bis zum Boden reicht.
Soll ja später noch ein Windrad drunter.
Wohl nur so zu lösen, dass extra eine Radeinheit aufgesteckt wurde, und fixiert.

Ich bleibe dabei: Mit Gabelstapler am oberen Knick auf etwa 3m anheben.
Seil in dessen Nähe einhängen (geht sogar etwas drunter, wenn das beim späteren Entfernen hilft)
und ziehen mit Seilwinde, welche einige Meter vom Mast weg steht. Gut arretiert, oder mit der von einem Trekker.

Gehen solche Konstruktionen mit hoch liegendem 2. Kippgelenk eigentlich auch bei Masten mit Seilabspannung,
also ohne massieves Zentralfundament?


Moin Moin
1)warum sollte er zurückkippen ist doch ein Seil dran.
2)zur Montage des Windrads lassen sie die Spitze nicht bis auf den Boden, sieht man in weiteren Videos.
3)wenn du einen Geländetauglichen Gabelstabler und einen Trecker hast, geht das natürlich auch.

Ohne Fundament? was ist für dich ein Fundament? Beton?

bei uns stehen Hochspannungsmasten, die die sind auf zusammen geschweißten und in den Boden
gerammten Spunbohlen geschraubt, wie tief weiß ich nicht, aber 10 meter werden es wohl sein, das
sind so Moorgebiete, da ist Beton schwierig, weil man in den gewachsenen Boden muss, kann
aber auch sein, das man es heute anders macht, bei mir ist das 40 Jahre her.

Ein Baustellenkran hat gar kein Fundament, man hat es so hingerechnet das er mit der zugelassenen
Last auch bei starkem Wind nicht umkippt.

Man könnte das erste Segment ja auch separat abspannen und das zweite zum ablassen lösen.

oder einfaches Beispiel , der Mast ist sage ich mal 9 meter hoch und wird in 6 metern höhe abgespannt,
du lässt die restlichen 3 meter runten und hast eine Plattform in 3 metern höhe, das wäre dann der
Boden, da du aber gut in 1,5 metern höhe am Windrad Arbeiten könntest, reicht eine Plattform in 1,5
metern höhe, oder eine Trittleiter.

Es gibt immer einen Weg

Lg.
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