Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

Exceltool als Auslegungshilfe
 
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Leerlaufspannung richtig erfasst?

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Gepostet: 04.11.2011 - 21:38 Uhr  ·  #121
Hallo Daniel & friends,

man kritisiert ja ungern ein tool, welches auch vom Grafikdesign so schön ist.
Da Inhalt aber immer noch vor Form geht, geht es nicht ohne meinen Senf.
Hefte als Anlage eine Datei zur Referenz an.
Könnte ein Generator werden für diese Anlage http://www.kleinwindanlagen.de/Forum/cf3/topic.php?t=3468

Dass ich mir habe was einfallen lassen musste, um ne VAWT zu rechnen - kein Problem
Dass ich für das B in den Spulen auch ein eigenes Universaltool benutzt, und das etwas geringere B verwendet habe - auch kein Problem.
Wurden ja hier auch schon Vermutungen geäußert. Link http://www.kleinwindanlagen.de…#real23951

Empfehle eh nach dem Entwurf noch die von mir empohlene Vorgehensweise hier:
Zitat
Es gibt es für den magnet. Kreis einige Möglichkeiten, die Flussdichte im Luftspalt festzustellen.
1. FEM-Simulation, wem es möglich ist
2. Überschlagsentwurf Aufbau Magnetkreis und Messung, wer ein Gaussmeter hat.
3. Überschlagsentwurf und Aufbau Magnetkreis.
Dann 1 Testspule mit vielleicht 10 Windungen mit "mittlerer Windungslänge" herstellen, positionieren, und Aufbau langsam, aber so schnell rotieren lassen, dass Messergebnis nicht wackelt. Messen am Besten mit Oszillograph.
Ergebnis: Induktionspannung für 10 Windungen und sounso viel Drehzahl. Durch 10 dann für 1 Windung.

Mit diesem Ergebnis lässt sich dann die nötige Windungszahl gut ausrechnen. Bei dicker Wicklung (wenig Freiraum in Spulenmitte) wird es ggf. ungenau. Da muss man probieren.
Ich würde sowieso erst mal 1 Komplettspule wickeln und testen, bevor die Arbeit n-mal am Ende umsonst war.

Immerhin ist alles toleranzbehaftet, auch Magneten.
Wurde der Temperaturgang übrigens auch mal beleuchtet?


Beim Farbumschlag der Spulendicke Sternschaltung scheint was nicht ganz zu stimmen. Kommentar im Excel.

Das mit der Stern-Dreieck-Umschaltung als Option bei Starkwind, damit die Spannung nicht so hoch klettert, funktioniert so nicht.
Da müssen die Sternwicklungen zum Dreieck geschaltet werden. Dazu braucht man ein Schütz mit 3 Umschaltern.
Halbleiter würde ich dazu nicht nehmen.

Jetzt die Sache mit der Leistungsentwicklung:
Hatte sehr bald so ein fragliches Gefühl, dass es doch sonderbar praktisch wäre, wenn sämtlicher Spannungsanstieg über Ladespannung am Innenwiderstand verbraten wird.
Vielleicht ist das in der Praxis bei einfachen Ladeschaltungen sogar so. Dann hat das aber Konsequenzen für die ausgelegte TSR.
Jedenfalls am Beispiel:
Ladebeginn also bei 48V. Noch kein wirklicher Stromfluss, aber Flussspannung im Gleichrichter 2x0,7V, macht Leerlaufspannung EMK 49,4V bei 2,52 u/s respekt. 3 m/s
Da die Leerlaufspannung linear mit der Drehzahl geht und durch den Nullpunkt, lässt sie sich auch für 12 oder 15 m/s bereits bestimmen.
Man gebe temporär oben bei Ladebeginn 15m/s ein und erhält als Drehzahl 12,6 u/s. Ergibt MMK von 247 V.
Ziehen wir 49,4V und 3V, die bei 10m Doppelleitung 2,5² bei 20 A abfallen, verbleiben immer noch 194,6V, die an 1,3 Ohm + Zuleitung verbraten werden müssten.
Rechnen wir mal 195V/1,5 Ohm = 130A. Ist leistungsmäßig nicht drin, außer kurz bei Generatorkurzschluss, aber egal.

Wenn die 23,6A bei 15m/s leistungsgerecht fließen sollen, muss der Gesamtwiderstand 8,2 Ohm betragen. Kleinigkeit bringt davon der Innenwiderstand des Akkus, aber der ist unter 0,1 Ohm zu erwarten.
Was tun?
Generatorwiderstand erhöhen? Keinesfalls. Der brennt ab und Wirkungsgrad im Keller.
Ohmschen Widerstand in Reihe? Ja wenn er der Erwärmung des Brauchwassers dient? Allerdings sollte ja Strom erzeugt werden.
Bleibt nur eine Art Ladewechselrichter. Solles auch schon geben.
Ansonsten wäre folgendes denkbar:
Ladekondensator nach Gleichrichter, und über Pulsweiten-Modulation exakt so viel Energie auf Akku, dass TSR-Optimum erhalten bleibt.
TSR-Optimum-Regelung oder Kennfeldsteuerung. Bei Letzterem muss Anlagenkennkinie bekannt sein.
Muss aber ausprobiert werden. Nichts ist so exakt wie die Wirklichkeit.

Das tool geht jedenfalls davon davon aus, dass die Spannungsüberhöhung bei 15 m/s 1,3 Ohm x 23,6 A = 30.7 V beträggt, + 49,4 V dann Gesamtspannung 80V.
Dann ist es aber vorbei mit der Auslegungs-tsr von 3,3 im Beispiel. Da sind wir bei ungefähr 0,9, was nur noch 1/3,6-stel ist.

Kann sogar sein, dass sich das in der Praxis so einpegelt.
Da braucht man sich allerdings nicht wundern, wenn die Anlagen anfangen, Geräusche zu machen. Wirbel sind hörbar.
Bedeutet nämlich auch etwa 3 facher Anstellwinkel. (Geschätzt)
Da sind wir bei ursprünglich 8° schon bei 24°: Strömungsabriss.
Plädiere deshalb für 6°. Da bleiben mehr Reserven.
Auch könnte ein kleiner Widerstand oder ne lange Zuleitung wenigstens für Ruhe sorgen.

Ein Einspeise-Wechselrichter wird mit dem Spannungshub übrigens besser klar kommen.
Wenn da der Einspeisebeginn bei 30V liegt, hat man bei 15 m/s 150 V.

Da dann möglicherweise nach der Leistungsformel noch weniger Strom fließt, dürfte auch der Wirkungsgrad nöch höher sein.

Ja leider.
Beschäftigung mit WKAs ist nicht einfach so ein Freizeitvergnügen zum Entspannen, sondern sehr komplex.

Soweit erst mal.
Gruß vom Windfried
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 05.11.2011 - 04:13 Uhr  ·  #122
Morgen Andreas!

Zitat
Ladebeginn also bei 48V. Noch kein wirklicher Stromfluss, aber Flussspannung im Gleichrichter 2x0,7V, macht Leerlaufspannung EMK 49,4V bei 2,52 u/s respekt. 3 m/s
Da die Leerlaufspannung linear mit der Drehzahl geht und durch den Nullpunkt, lässt sie sich auch für 12 oder 15 m/s bereits bestimmen.
Man gebe temporär oben bei Ladebeginn 15m/s ein und erhält als Drehzahl 12,6 u/s. Ergibt MMK von 247 V.
Ziehen wir 49,4V und 3V, die bei 10m Doppelleitung 2,5² bei 20 A abfallen, verbleiben immer noch 194,6V, die an 1,3 Ohm + Zuleitung verbraten werden müssten.


Die Leerlaufspannung ist kein indiz um auf den entnehmbaren Ladestrom zu schließen, sondern ausschließlich die zur Verfügung stehende Leistung kann dazu herangezogen werden..
Leerlaufspannungen können sehr hohe Werte haben, brechen aber zusammen, sobald du Leistung entnimmst. ;-)

Verwende, wenn die Leistung bekannt ist, die Formel P=I² x Ri, umstellen nach I= Wurzel aus P:Ri . Das ergibt den Kurzschlußstrom, also den maximalen Strom, mit Ri x I hast du die dazu gehörige Spannung U.
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So so

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Gepostet: 05.11.2011 - 18:24 Uhr  ·  #123
Hallo Daniel,

Die Leerlaufspannung ist kein indiz um auf den entnehmbaren Ladestrom zu schließen, sondern ausschließlich die zur Verfügung stehende Leistung kann dazu herangezogen werden.. Ja, die mechan. Leistung muss natürlich auch vorhanden sein, sonst geht es nur kurzzeitig.

Leerlaufspannungen können sehr hohe Werte haben, brechen aber zusammen, sobald du Leistung entnimmst. ;-)
Nein, brechen nicht zusammen, sondern vermindern sich um den Betrag, der durch den Stromfluss an der Summe aller Widerstände abfällt.

Verwende, wenn die Leistung bekannt ist, die Formel P=I² x Ri, umstellen nach I= Wurzel aus P:Ri . Das ergibt den Kurzschlußstrom, also den maximalen Strom, mit Ri x I hast du die dazu gehörige Spannung U.
Ich habe wahrlich genug gerechnet. Würdest Du sie also bitte selber verwenden, und mir versuchen nachzuweisen, dass meine Rechnung falsch ist.
Bis dahin bin ich ganz zufrieden mit meiner Argumentation. Bekanntlich führen auch viele Wege nach Rom.

Vielleicht meldet sich aber mal ein Praktiker, der selber gemerkt hat, dass die TSR bei Lademaschinen nicht mehr die war, die man sich wünschte.


Grüße, A.
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 06.11.2011 - 08:19 Uhr  ·  #124
Moin Andreas!

Zitat
Leerlaufspannungen können sehr hohe Werte haben, brechen aber zusammen, sobald du Leistung entnimmst. ;-)
Nein, brechen nicht zusammen, sondern vermindern sich um den Betrag, der durch den Stromfluss an der Summe aller Widerstände abfällt.


Machen sie, wenn du eine entsprechende Energiequelle hast, die auch die Leistung liefert.Darum ist es nur von der Leistung her auflösbar.
Ich finde deine Threads sehr interessant, verstehe es also bitte nicht falsch.

Und mein Name ist nicht Daniel. ;-)

Nachtrag:

Zitat
Verwende, wenn die Leistung bekannt ist, die Formel P=I² x Ri, umstellen nach I= Wurzel aus P:Ri . Das ergibt den Kurzschlußstrom, also den maximalen Strom, mit Ri x I hast du die dazu gehörige Spannung U.
Ich habe wahrlich genug gerechnet. Würdest Du sie also bitte selber verwenden, und mir versuchen nachzuweisen, dass meine Rechnung falsch ist.
Bis dahin bin ich ganz zufrieden mit meiner Argumentation. Bekanntlich führen auch viele Wege nach Rom.


Hm... Nachweis?

Welche Formel soll ich dafür anwenden?
U=IxR
Wenn keine Leistung entnommen wird, kein Strom fließt, wie hoch ist nach der Formel dann die Spannung?
Ohne einen Strom ist die Spannung unendlich hoch, weil bei einem nicht geschlossenen Stromkreis R unendlich ist. Dieser Fall gilt für die Leerlaufspannung!

Nehmen wir deine 48V und 1A , dann erzeugt der Geni 48W, damit wäre die Leistung bei Drehazhl n bekannt .

Hast du eine Leerlaufspannung von 48v und entnimmst keinen Strom, ist und bleibt die Leistung unbekannt, somit bleibt auch die Belastbarkeit der Genileerlaufspannung unbekannt.
Steckt hinter der Leerlaufspannung eine bekannte Leistung P, kannst du anhand der Formel P=I² x R dir Spannung und Strom selbst einstellen, indem du den dafür benötigten R bestimmst.
Ein Generator ist keine Konstantstromquelle und auch keine Konstantspannungsquelle, sondern eher eine "Leistungsquelle", mit drehzahlabhängiger Leistungsänderung beim Windrad. Dieses trifft zumindest auf die Scheibengenis zu, da sie sich nicht selbst begrenzen, bei Eisengenis liegt der Sachverhalt etwas anders, in Abhängigkeit von der Drehzahl/Frequenz zu Eisensättigungsverluste und Blindwiderständen, da könnte man eine Konstantstromquelle( Selbstbegrenzung) von machen, siehe Fahrradnabendynamos.
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 06.11.2011 - 11:34 Uhr  ·  #125
Korrektur:
Zitat

Hast du eine Leerlaufspannung von 48v und entnimmst keinen Strom, ist und bleibt die Leistung unbekannt, somit bleibt auch die Belastbarkeit der Genileerlaufspannung unbekannt.


Ist nicht exakt:

Wenn du mit einem Spannungsmesser mit einem bekannten Innenwiderstand misst, fließt ein Strom I.
Somit wird die anliegende Leistung bestimmbar durch P=U²:R , ist aber vernachlässigbar gering. ;-)
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 07.11.2011 - 16:52 Uhr  ·  #126
Zitat geschrieben von Baphomet

Wenn du mit einem Spannungsmesser mit einem bekannten Innenwiderstand misst, fließt ein Strom I.
Somit wird die anliegende Leistung bestimmbar durch P=U²:R , ist aber vernachlässigbar gering. ;-)


Haarspalterei, was soll das?

Bitte, zur Kenntnis zu nehmen, dass für einen Generator außer dem Ohmschen und dem oben noch andere Gesetze gelten, wie z.B. das Induktionsgesetz.
Daher ist das Folgende zu kurz gegriffen und auch sonst falsch in der Begründung.
Zitat
Ohne einen Strom ist die Spannung unendlich hoch, weil bei einem nicht geschlossenen Stromkreis R unendlich ist. Dieser Fall gilt für die Leerlaufspannung!

So ein Generator mit Induktions-EMK und Innenwiderstand verhält sich ähnlich wie ein Blaeiakku. Nur ist da das Wort Induktion zu streichen.
Hast Du schon mal einen Akku erlebt, wo die Spannung unendlich hoch steigt, nur weil kein Strom entnommem wird?

Beim Generator ist die Leerlaufspannung bestimmt durch (d_Phi/d_t) x Windungszahl, d_t abhängig von Drehzahl, Spulenzahl/360°, Radiuslage der Spulenmitte. Da das letzte bauartbedingt, nur noch von der Drehzahl.
Dass die Generatorspannung dann bei Belastung runter geht durch Spannungsfall am Ri - da sind wir einer Meinung.

Nun könnte man einräumen - Zellenspannung (Leerlauf) beim Accu konstant, je nach Ladezustand,
beim Generator geht sie aber hoch.
Ja, in Grenzen.
Bei gleichbleibender Windgeschwindigkeit steigt die TSR bei Darrieusläufern im Lerrlauf z.B. um den Faktor 1,6. Bei HAWT mögen es etwas mehr sein.
Irgendwann ist Schluss.

Um noch einem Irrtum entgegen zu treten - hoffe, dass Du ihn nicht auch vertrittst:
Die Meinung, für Generatoren gelte der "Anpassfall" als Optimum, also 50% Spannungsfall am Ri, damit auch nur 50% Wirkungsgrad, ist falsch.

Das gilt zuweilen in der Schwachstromtechnik, Hochfrequenztechnik, andere.

In der Leistungs-Elektrotechnik legt man ja auf Leistung wert. Da gilt das nicht. Ist Fakt.
Würde ein anständiger Generator auch garnicht aushalten, wenn von 1000W 500 in den Spulen verbraten werden.

Ein Generator kann soweit belastet werden, wie die Spulendrähte das thermisch aushalten.
Da mit der Drehzahl die Leerlaufspannung linear nach oben geht, ist es eben so, dass
ein Generator bei 200 u/min nur eine z.B. 500W-Maschine ist, bei 800 u/min aber 2000W abgeben kann.
Alles bei gleichem möglichen Spulenstrom.

Nochmal zum Tool V. 1-7

Bei einfachen Ladeschaltungen ohne Wechselrichter ist der Ansatz im Tool vielleicht sogar richtig.
Immerhin wird entgegen reiner Anwendung von P=I² x Ri das so gestrickt, dass immer die Systemspannung nicht unterschlagen wird.
Also hier 48V + - , je nach Ladezustand. Aber so genau scheißt kein Hund.

Es ist mir hoffentlich gelungen, auf zu zeigen, dass dem aber ein deutliches Absinken der Nenn-TSR einher geht.
Damit verbunden ein Ansteigen der Nenn-Anstellwinkel bis zum Strömungsabriss.
Das kann sogar einen positiven Effekt haben im Sinne von Sturmsicherheit (Stallregelung, dänische Konzept)
Müsste das mal für 7 oder 8 m/s durchrechnen, ob es da weniger ist, als bei 15 m/s - von 3,3 auf 0,9.
Wäre wünschenswert.
Wer sich wundert, dass Darrieusläufer, speziell mit geringer TSR, als Lademaschine nicht gut laufen -
die gehen um TSR 1,5 mit dem Wirkungsgrad nämlich gegen Null.
Normalwindräder haben da mehr Anstellwinkelreserven.

Was beim Tool noch auszuweisen wäre ist der eigentliche Spulenstrom, der ja von der Stromdichte ausgehalten werden muss.
Nach meiner Anschauung und Unterlagen 1/3 vom Gleichstrom?


Auch sind die Spulenströme bei gleicher Leistungsabnahme geringer, wenn man mit Wechselrichtern arbeitet,
da die die höheren Spannungen, die sich bei höheren Drehzahlen bilden, zulassen. (Kennlinien-Anpasung Input/Output)
Dadurch kann die Nenn-TSR gehalten werden, wenn alles gut funktioniert.
Ob man sich über den höheren Wirkungsgrad freut, oder dünner wickelt.....?

Für Wechselrichter-Anwendung, (die Drehstromeingang haben ?) sollte die Leistung, Spannungen und Ströme als 3-Phasensystem
angeboten werden, und wenn es nur durch nachrägliche Umrechnung aus dem Gleichstromsystem geschieht.
Letzteres will aber gekonnt sein! (Wie alles, ist ja klar)


Ob sonst alle Rechenschritte richtig sind im Tool, habe ich nicht überprüft.
Wenn die Praxis es bestätigt - immerhin.

Gruß vom Windfried
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 07.11.2011 - 18:10 Uhr  ·  #127
Zitat
So ein Generator mit Induktions-EMK und Innenwiderstand verhält sich ähnlich wie ein Blaeiakku. Nur ist da das Wort Induktion zu streichen.
Hast Du schon mal einen Akku erlebt, wo die Spannung unendlich hoch steigt, nur weil kein Strom entnommem wird?


Andreas, das sind 2 paar Schuhe!

Beim Akku ist die Zellenspannung durch das eingesetzte Material fest vorgegeben und er kann Energie in höhe seiner Nennkapazität speichern, ohne das die Spannung ansteigt. Genau das kann der Geni nicht, zumindest nicht dauerhaft. Würdest du einen Akku über seine max Zellenspannung laden, geht er kaputt. Beim Akku gibt es auch einen kleinen Unterschied zwischen der Zellenspannung bei leerem und vollem Akku, hier nicht relevant.
Der Geni kann beim Einsatz von Luftspulen in deren Kern (Luftspalt) eine gewisse Energie in Form eines Magnetfeldes speichern, diese wird aber sofort nach dem der magnetische Fluß sein Vorzeichen ändert, wieder in elektrische Energie umgewandelt/abgegeben( Zustandserhaltungsgesetz). Somit gibt es keinen Grund einen Energiespeicher zu vermuten, der Grundlage für eine Festpannungquelle wäre. Die Leistung eines Genis wird stetig erzeugt, solange wie Feldlinien einen Leiter durchschneiden, sprich es eine magnetische Flußänderung gibt. Beim Wechselstromgeni mit Sinusspannung werden die Elektronen zwischen den Leiterenden ständig hin und her bewegt, da fällt Energie am Ri ab, weil Strom fließt, unabhängig davon, ob du einen geschlossenen Stromkreis hast oder nicht, schließlich werden Elektronen bewegt.
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 08.11.2011 - 11:25 Uhr  ·  #128
Hallo Windfried und Baphomet,

schonmal freut es mich sehr, dass mal Feedback und Diskussion entstehen, und dass hoffentlich Verbesserungen am Tool daraus folgen !
Leider habe ich es erst jetzt gelesen, und steige etwas spät ein in Eure Diskussion, und habe diese Woche nicht viel Zeit mir das genau zu Gemüte zu führen.

Nur eins schon vorweg: Ich habe ja einen Generator nach dem Tool gebaut und das Windrad damit läuft und ich konnte schon einiges messen, was gar nicht so daneben war.
Ich werde aber in Kürze auch Windgeschw., Umdrehungen > TSR, Strom, Spannung, Leistung, Arbeit und Statortemperatur messen und loggen, dann könnte man auch mal die hier gestrickten Theorien bestätigen oder widerlegen mit Praxis-Werten... leider bin ich noch nicht ganz fertig mit dem Gerät... also bitte um etwas Geduld !
Beste Grüße,
Daniel
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 08.11.2011 - 22:27 Uhr  ·  #129
@ Bahomet
Zitat
Beim Wechselstromgeni mit Sinusspannung werden die Elektronen zwischen den Leiterenden ständig hin und her bewegt, da fällt Energie am Ri ab, weil Strom fließt, unabhängig davon, ob du einen geschlossenen Stromkreis hast oder nicht, schließlich werden Elektronen bewegt.

Das stimmt eben in erster Näherung nicht, mal davon abgesehen, dass eine Spule auch eine Kapazität hat, und die zusammen mit der Induktivität Eigenschwingungen ausführt. Das wäre aber schon wieder Kümmern um Nebensachen.

Ansonsten ist das schon bei meinem Studium allgemein anerkannte Lehrmeinung gewesen, Akkus, Generatoren, Magneten ... als aktive Zweipole zu betrachten.
Die Induktionsspannung EMK (elektromotorische Kraft, nicht weil sie einen E.-motor antreibt, sondern der Motor für den Stromfluss ist) wird hier gebildet durch d_PHI/d_t , bleibt auch bei Belastung bestehen (oder ist im Induktionsgesetz bezüglich Bewegungsinduktion irgend ein Hinweis auf einen Stromfluss?), mit der Einschränkung geringer Feldschwächung durch Spulenstromfluss. Lezteres, nur bei Kurzschluss nennenswert, wenn meine Excel-berechnung stimmte.

Bei Belastung tritt aber am Innenwiderstand der Spulen ein Spannungsfall auf, der der EMK engegen gerichtet ist. Deshalb Klemmenspannung geringer, bis zu Null bei Kurzschluss. Dann Betrag Spannungsfall = EMK. Nur im Leerlauf dann EMK an den Klemmen - Leerlaufspannung.

Das Hochschnellen der Spannung bei Stromfluss-Unterbrechung ist die Abschaltinduktionsspannung. Die hat aber hiermit nichts zu tun.

Dass nicht mehr Leistung elektrisch erzeugt werden kann, als mechanisch vorhanden bzw. ständig nachgeführt wird, ist die andere gültige Wahrheit, die unbestritten ist. Quasi der Rahmen.
Hatte nur aufzeigen wollen, dass der Geni wegen Stromgierigkeit des Akkus nicht in den Bereich hochdrehen kann, wo die dort herrschende EMK leistungsmäßig einen zu großen Strom fließen lassen wöllte. Zu erwarten TSR-Reduzierung

Dazu hat Daniel in dieser jetzigen Phase den einzig vernünftigen Vorschlag:
Zitat
Ich werde aber in Kürze auch Windgeschw., Umdrehungen > TSR, Strom, Spannung, Leistung, Arbeit und Statortemperatur messen und loggen, dann könnte man auch mal die hier gestrickten Theorien bestätigen oder widerlegen mit Praxis-Werten... leider bin ich noch nicht ganz fertig mit dem Gerät... also bitte um etwas Geduld !
Beste Grüße,
Daniel

Nichts ist so wahrhaftig wie verlässliche Messwerte.

Auch ist die freundliche Wesensart beispielgebend! Ich meine, so sollten auch wir weiter verkehren.
Dsw. kann ich weiter gut leben, selbst wenn nicht jeder meiner Meinung ist.

Wir sollten also die Messungen abwarten und die Zahl der Beiträge zu diesem Thema nicht unnötig weiter erhöhen.
Es gibt auch noch die PN.

Grüße vom Windfried.
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 09.11.2011 - 16:41 Uhr  ·  #130
Hallo an Alle,
bin heute das erste mal "aktiv" hier und beginne mal mit einer kleinen Frage zum Generatortool.
Weitestgehend komme ich mit dem Teil klar, bin allerdings direkt am Anfang über eine Fußangel gestolpert in der ich noch festhänge und zwar beim Parameter "Durchmesser". Da ich im Moment einen Vertikalachser zusammenschraube, kann ich ja nur dessen Durchmesser eingeben. Woher weiss das Tool den am Ende wie hoch mein Vertikalachser ist, den es präsentiert mir ja eine Leistungsgrafik?

Sonnige Grüße, Hardy
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Für VAWT?

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Gepostet: 09.11.2011 - 18:00 Uhr  ·  #131
Zitat geschrieben von hardywagner

Hallo an Alle,
bin heute das erste mal "aktiv" hier und beginne mal mit einer kleinen Frage zum Generatortool.
Weitestgehend komme ich mit dem Teil klar, bin allerdings direkt am Anfang über eine Fußangel gestolpert in der ich noch festhänge und zwar beim Parameter "Durchmesser". Da ich im Moment einen Vertikalachser zusammenschraube, kann ich ja nur dessen Durchmesser eingeben. Woher weiss das Tool den am Ende wie hoch mein Vertikalachser ist, den es präsentiert mir ja eine Leistungsgrafik?

Sonnige Grüße, Hardy


Herzlich willkommen im "Club", Hardy,

mal sehen, ob der Daniel noch eine Version speziell für VAWTs rausbringt. Derzeit habe ich mir geholfen, wie es in der Anhangsdatei von Beitrag 121 zu sehen ist.
Als Willkommensgeschenk auch gleich mal der Link http://www.kleinwindanlagen.de…#real24000

1. Habe aus der Wirkfläche aus Höhe x Durchmesser einen Ersatzdurchmesser bestimmt, der dieser Fläche entspricht.
2. Habe, da TSR nicht auf diesen Ersatz bezogen werden darf, sondern auf den wahren Durchmesser vom Senkrechtachser
die Berechnung der Umdrehungen/Minute auf diesen bezogen umgestellt.

Alle meine Besonderheiten sind rot

Dass ich 3. das B korrigiert eingetragen habe aus http://www.kleinwindanlagen.de…#real23951
mag Dich animieren oder erschlagen.
Bevor letzteres passiert lieber mit dem Tool leben, und über Wenigwindungs-Test, wie weiter oben irgendwo vorgeschlagen, die korrekte Windungszahl bestimmen.
Kannst auch das errechnete Tool - B um 10% geringer eintragen oder besser, damit die Formel erhalten bleibt, diese ergänzen mit einem Multiplikator *0,9.
Formel musst Du in unberührtem Generatortool suchen und in meine Version reinkopieren.
Wenn zu schwer, da ich 2 Zeilen eingefügt habe, bitte melden.

PS.: Das könnte Dich vielleicht auch interessieren http://www.kleinwindanlagen.de…#real23997
Habe bischen Systematik reingebracht. Mal vor und zurück lesen.

Gruß vom Windfried
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 10.11.2011 - 09:21 Uhr  ·  #132
Hallo Windfried,

vielen Dank für Deine ausführliche Hilfestellung. An dieser habe ich noch ein bisschen zu kauen :D .
Wenn alle Stricke reissen, muß ich den Generator nach alter Väter Sitte zu Fuß berechnen. Das Wissen hierzu liegt aber in meinem Dachstübchen in einer Datei, wovon ich nicht mehr weiss wie ich sie benannt habe :sleep: .

Sonnige Grüße, Hardy
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 17.11.2011 - 16:23 Uhr  ·  #133
Hallo

ich habe da mal eine Frage zu dem Tool.

Was macht die Systemspannung in dem Ganzen Tool bzw welche trage ich dort ein?
Wenn ich z.B. einen MPPT Laderegler mit max. 150VOC habe welche Spannung sollte ich in dem Tool eintragen um das maximale aus dem Gen rauszuholen?

Gruß
coke
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 07.09.2012 - 17:50 Uhr  ·  #134
Hallo, ich brauche hilfe bei meinem scheinbengenerator:
Laut tool sollte mein generator Ca 40 watt haben und 12v. Also mindestens 4v pro Spule bei 330U(Rotor 850mm SLZ 4,2)? Haben aber nur 2v und das bei mehr windungen und grösserer drahtlänge und daaas bei 400 Umdrehungen
Ich vermute das liegt dadran das ich 3 runde 8mm magnete verwende und nich wie im tool angegeben 8x24 oder?
Hier mein generator:
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 07.09.2012 - 18:11 Uhr  ·  #135
Achja, generator hat 3 phasen!
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 07.09.2012 - 20:44 Uhr  ·  #136
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 07.09.2012 - 22:34 Uhr  ·  #137
Sind 3.9 - 4.4 ohm 2x0,3mm Draht Ca 270windungen pro Phase und mehr als 27 meter Drahtlänge(müsste fast schon 24V ergeben laut Tool)
Magnete 5mm dick abstand zwieschen magnetscheiben 6mm Generator selbst 3,4mm dick.

Hatte schon gedacht das es an Magneten liegt, aber das die Spannung so absinkt..!?
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 07.09.2012 - 22:45 Uhr  ·  #138
Nunja, du hast etwa 1/3 weniger Magnetvolumen das auch noch ungünstiger angeordnet ist da es aus drei Einzelmagneten besteht, das macht schon einiges aus, vor allem auch was die "Qualität" der Feldlinien angeht. Günstiger wäre es, die einzelmagneten über eine Art Polschuh zu verbinden und somit ein homogenes Feld zu erzeugen. Problematisch dabei ist nur dass das mit Neodymmagneten nicht immer sinnvoll ist, da Eisen nur eine bestimmte Flussdichte " aufnehmen " kann.

Solltest du im Dreieck verschaltet haben, könntest du noch auf Sternschaltung umlöten um die Spannung zu erhöhen...allerdings auch den Innenwiderstand. Für 20 Watt würde es aber reichen :-)

Was du auch versuchen kannst:

Kaufe nochmal die gleiche Anzahl an Magneten nach und doppel das ganze auf. Du erhälst dann zwar nicht die doppelte "Magnetstärke" aber etwa das 1,4- 1,5 fache. Das sollte auch schon merklich helfen und ist warscheinlcih die einfachste Lösung.

Gruß
Max
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Verständnisfrage

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Gepostet: 30.09.2012 - 17:53 Uhr  ·  #139
Hallo alle zusammen,
da ich neu hier bin
habe ich eine Verständnis Frage zu Scheibengenerator Berechnung V1.7.

Mir ist soweit alles klar außer :

1. Ladebeginn ausrechnen:

Schnellaufzahl
Windgeschw. (NUR für Ladebeginn)
Durchmesser

Könnt ihr mir sagen was mit diesen Daten gemeint ist?

Danke für eure Antwort
Moderator
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Re: Tool zur Berechnung von Scheibengeneratoren

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Gepostet: 30.09.2012 - 18:49 Uhr  ·  #140
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