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Che
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Gepostet: 14.11.2020 - 16:06 Uhr  ·  #1
Hallo,
mal anknüpfend an folgendes Zitat: "Französisch war bei mir zweite Fremdsprache, ist nichts von übrig geblieben."
Forum/cf3/topic.php?p=56166#real56166

Ich hatte vor wenigen Jahren die Möglichkeit gehabt, einen Grundkurs für Französisch zu belegen. Wäre nur 5 min Fußweg gewesen, also sehr bequem.
Vorbereitend hatte ich mich nochmal im Netz mit der Sprache auseinander gesetzt, und bin zu dem Schluss gekommen, das tue ich mir nicht an. Nicht, bevor auch die eine Rechtschreibreform veranstaltet haben, die sich gewaschen hat.
Derzeit braucht man bisweilen noch 4 Buchstaben, um einen Laut aus zu drücken.

Bezüglich Sprachklang: Manchmal mag es ja melodisch sein, oft aber auch arrogant. Wahrscheinlich historisch gewachsen, aus einer Zeit, in der angeblich alles "superb" war.
Und das mit der schwierigen Aussprache - man redet gewiss nicht wie die Schrift - mag auch mit dem Bildungssystem zusammen hängen. Wie ich hörte lernt man da noch viel auswendig. Muss man wohl auch.

Was ich nochmal freiwillig lernen würde wäre Niederländisch.
Das klingt so erheiternd, dass es einfach die Laune hebt. Stecker "uitrekken", "Autoverhuur", zum Beispiel nur.
Hätte nur mit meinen Sprachkenntnissen dann kaum Verwendung. Einfach zu weit weg.

Ähnlich wäre es mit dem Italienischen, obwohl auch sehr schöner Sprachklang.
Marlene94
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Re: Sprachen

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Gepostet: 15.11.2020 - 10:14 Uhr  ·  #2
Hallo,

ja, man muss sehr motiviert sein um französisch lernen zu wollen :)

Es ist sehr erfüllend, eine Sprache zu lernen, es bereichert die Seele. Die praktische Frage ist - wo kann es verwendet werden ... denn sonst wird man es bald vergessen.

Ich nehme an, es würde Dir Spaß machen, Niederländisch zu lernen - zumindest ist es eine germanische Sprache, also würde es "im Ohr bleiben".
Ja, unter den romanischen Sprachen ist Italienisch ziemlich leicht zu lernen, auch sehr melodisch :)
heraldini21
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Re: Sprachen

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Gepostet: 15.01.2021 - 18:11 Uhr  ·  #3
Ich habe auch in der Schule Französisch gelernt. Als wir gerade anfingen, hatte jeder Schwierigkeiten, die Wörter zu lesen, und es dauerte lange, bis wir richtig lesen konnten. Das ist jetzt schon fast 15 Jahre her. Manchmal überlege ich auch, meine Kenntnisse aufzufrischen, aber es gibt nie einen guten Zeitpunkt :D

Französisch und Italienisch sind ziemlich ähnliche Sprachen, meine Freundin spricht beide. Sie hat mir einmal erzählt, dass sie so schnell Französisch gelernt hat, weil es so viele ähnliche Wörter wie Italienisch hat.
kleinwindanlagenfan1
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Re: Sprachen

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Gepostet: 14.02.2021 - 10:41 Uhr  ·  #4
Hallo Che,

die Sprache Französisch zu erlernen stellt für Deutsche in der Tat eine Herausforderung dar. Das liegt vor allem an der völlig unterschiedlichen Aussprache, Betonung und den Buchstaben. Das stellt auch bei der Schriftsprache eine Schwierigkeit dar. Eine besondere Herausforderung stellen bei dieser Sprache die Nasallaute dar.

Warum möchtest du denn eine Sprache erlernen? Bzw. mit welchem Hintergedanken oder mit welchem Zweck.
Es kann beispielsweise auch schön sein, sich im Urlaub mit den dort lebenden Menschen in deren Sprache zu unterhalten. Wenn du eine Sprache jedoch in regelmäßigen Abständen sprechen und üben möchtest, könntest du beispielsweise verschiedene Sprachkurse belegen oder auch mit einem Muttersprachler/einer Muttersprachlerin eine Brieffreundschaft aufbauen oder dich auf Social-Media-Plattformen auf dieser Sprache unterhalten. Es muss nicht immer sein, dass du regelmäßig in diesem Land bist, um diese Sprache anzuwenden.

Liebe Grüße :)
illiat
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Re: Sprachen

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Gepostet: 22.02.2021 - 23:54 Uhr  ·  #5
Im zarten Alter von 45 hatte ich die Gelegenheit eine Ausbildung zum fremdspachlichen Wirtschaftsassisteneten mit Vorschaltkurs Englisch zu absolvieren. Das waren 3 Monate Englisch. Jeden Tag 8 Stunden.Wir hatten amerikanische Lehrer und komischer Weise hat man verstanden , was unser David uns auf geniale schauspielerische Art so rübergebracht hat. Nur mit dem Sprechen klemmte die Säge. Diese Angst, die beim Englischunterricht in der Schule und beim Studium ein ständiger Begleiter war, weil der Lehrer sofort einhakte und dir beweisen wollte, wie blöd du eigentlich bist, wurde uns genommen. Unser nativ speaking theatcher gab klar zu verstehen:" sprecht, sprecht , sprecht" . Er würde erst dann einhaken, wenn der Sinn bzw. der Zusammenhang überhaupt nicht mehr zu verstehen wäre. So habe ich in 3 Monaten die englische Sprache erlernt und kann mich fließend unterhalten. Das hat kein Sprachunterricht in der Schule und im Studium jemals geschafft. Anstatt sinlose Gramatik zu pauken. lieber versuchen in der Sprache zu kommunizieren. Das Gefühl für die Sprache kommt dann von ganz allein.
Es gibt mittlerweile Methoden, eine Sprache auf einfacher Basis mit ca. 4-tausend Vokabeln in etwa 2 - 3 Wochen zu erlernen.Da müssten aber dann einige Lehrer für Fremdsprachen möglicherweise mit richtiger Arbeit ihre Brötchen verdienen. Auf jeden Fall hat mir diese Sprachausbildung in meiner beruflichen Tätigkeit in Osteuropa und Asien enorm geholfen. Entscheidend ist, was kommt beim Erlernen einer Sprache vom Kurzzeitgedächtnis rüber ins Langzeitgedächtnis und ist dort flexibel verfügbar.
Carl
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Re: Sprachen

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Gepostet: 23.02.2021 - 09:41 Uhr  ·  #6
Illiat:

Ähnlich so erging es mir auch. Nachdem ich aus der Quarta des Gymnasiums geflogen war wo ich im Englisch Unterricht kaum etwas mitbekommen hatte führte erst der Kontakt mit der lebendigen Sprache zu einem Interesse und zum Verstehen.

Englisch lernte ich erst nach dem Besuch der Schiffsjungenschule in Amerika und anderen Ländern im Austausch mit der weiblichen Bevölkerung.

Viel später nach einer abgeschlossenen Berufslaufbahn als Matrose im Decksdienst kam noch etwas Französisch dazu, weil ich in einer Abendschule versuchte, das Abitur nachzumachen. Ich hatte dort einen fantastischen Lehrer, der in den Lehrraum kam und uns gleich auf Französisch begrüßte, dann zum Fenster ging, sagte: " je ouvrier le fenetre " usw. den ganzen Unterricht hindurch.

Es war wie eine nette Unterhaltung.

Französisch habe ich dort nicht perfekt gelernt weil die Abendschule mit den anderen Fächern letztendlich dann doch zu trocken für meine jugendliche Ungeduld war, aber die Grundlage zum Spanisch lernen "learning by doing" war gelegt.

Heute lese ich englische und spanische Romane so gut wie die in meiner Muttersprache. Alles nur deshalb weil beim Lernen die Motivation wichtiger ist als der Zwang des trockenen Büffelns.

Hasta la vista Carl
Che
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Re: Sprachen

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Gepostet: 23.02.2021 - 19:22 Uhr  ·  #7
Forum ist ähnlich wie Stammtisch, was feht ist aber die direkte Nähe. Wenn die nämlich gewesen wäre, da hätte ich dem Jüngling mit den 31 jahren sehr schnell geantwortet, lass gut sein Jungchen. Immerhin bin ich 16 Jahre "zur Schule" gegangen, und das nicht weil irgendwann sitzen geblieben.

Es ist nicht die Fragem warum ich eine Sprache lernen will, sondern bei mir ist es immer höchstens ein Müssen. Bis auf Niederländisch, das würde ich lernen aus Symphatie und mit Freude. Lohnt sich nur nicht, weil zu weit entfernt.

Sicher ist es aus verschiedenen Gründen vorteilhaft, Sprachen zu können. Nur klingen die meisten doch sehr fremdartig und unschön. Italienisch vielleicht ausgenommen, Englisch, aber nicht vom Ami und eben Nederlands.

Selbst wenn ich Nachteile habe, ich tue mir diesen Frust nicht an. Und Französisch schon garnicht, es sei denn, die machen eine Schreibreform, die sich gewaschen hat. :-)
Carl
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Re: Sprachen

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Gepostet: 23.02.2021 - 20:28 Uhr  ·  #8
Wem Gott will rechte Gunst erweisen ...
wieso
 
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Re: Sprachen

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Gepostet: 23.02.2021 - 22:44 Uhr  ·  #9
?? Um was gehts ?

hmm, warum so einen Thread aufmachen ? bezüglich Sprachen , und dann so antworten ?

Zitat
da hätte ich dem Jüngling mit den 31 jahren sehr schnell geantwortet, lass gut sein Jungchen. Immerhin bin ich 16 Jahre "zur Schule" gegangen,



ich hatte gehofft bzw gedacht , dass wir eventuel über Sprachen und Fachbegriffe aus dem Bereich unsere Intressen, in anderen Sprachen uns hier austauschen können , ....
Carl
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Re: Sprachen

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Gepostet: 24.02.2021 - 06:15 Uhr  ·  #10
:-) Das ganze Leben ist eine Schule. :-)

Was man oft erst sehr spät lernt ist, dass man nicht immer Erfolg haben kann, wenn man die Anerkennung bei anderen sucht.

Eine wirklich zufrieden stellende Bestätigung steckt oft tief verborgen im eigenen Inneren.
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