Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

 
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Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 12.10.2021 - 07:17 Uhr  ·  #1
Hallo,

ich habe mich heutein euren Forum angemeldet.
Erst einmal Lob und Anerkennung. Schön dass ihr euch mit dem Thema so intensiv befasst.

Ich wohne in Duisburg, allerdings relativ ländlich im Aussenbereich und möchte gerne eine autarke Anlage für etwa 5 KW Leistung in Kombination von PV und Windkraft realisieren.

Da ich zwar technisch vorbelastet bin, ist es doch nicht einfach aus den ganzen Infos schlau zu werden.
Deshalb meine Bitte: Gibt es von euch eine Handlungsanweisung, wie man generell am besten vorgehen sollte ?!

Viele Grüße erst einmal.

Frieder Sperlich
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 12.10.2021 - 08:27 Uhr  ·  #2
:-) Am besten zu aller Erst den Standort der zukünftigen Anlagen auf turbulenzenfreie Windbedingungen mit ausreichenden Windgeschwindigkeiten über das Jahresmittel
- und -
möglichst unverschattete Ausrichtung zur Sonne - idealerweise nach Süden - achten. :-)

Erst danach lassen sich kosten-Nutzen Verhältnisse beurteilen.
Che
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 12.10.2021 - 08:57 Uhr  ·  #3
Hallo Herr Dr.-D :-)
hatte hier mal was geschrieben: topic.php?p=61149#real61149
Insbes. die Punkte 1 und 2 und vielleicht den letzten Satz.

Wenn Du einen Jahresmittelwind für Deinen Standort ermittelt hast, und in den Hauptwindrichtungen wenig Hindernisse liegen, bitte nochmal melden. Dann könnte ich einen Jahresertrag rechnerisch abschätzen.

Bezüglich Genehmigungsfreiheit sieht es in NRW recht gut aus: http://bundesverband-kleinwind…eslaender/
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 12.10.2021 - 19:43 Uhr  ·  #4
Hallo Frieder

Ich wohne ganz in der Nähe in Oberhausen.
Mit Solar wird es kaum Probleme geben, aber mit Wind ist es eher schwierig.
Hier geht die Bahnstrecke Duisburg-Essen durch, daneben ist ein Gewerbegebiet Lipperfeld gebaut worden.
Ein Anreiner hat eine Windenergieanlage mit Solar an einem Kontainer instaliert.
So 2 bis 2,5 mtr Durchmesser.
Die hat sich so gut wie nie gedreht.
Nach etwa 1,5 Jahren kamen "bessere " Blätter daran und es wurde noch schlechter.
Sie hat sich nur mal "bewegt" so 3 bis 10 sek eine Umdrehung, Bauhöhe wohl knapp 10 mtr.
Das ist alles wieder abgebaut.
Auf der anderen Seite ist eine Kleingartenanlage mit 2 Dreiblattrotoren, die drehen auch nur bei stürmischem Wetter bis 3 U/sek, und dann wieder Stillstand.
Die Besitzer sagen Sie hätten immer genug Strom aber auch Solarpanele auf dem Dach.
Das läst kaum hoffen bei Uns hier.
Dann ist eine grosse Anlage auf mülheimer Gebiet gebaut worden , die man von Duisburg auch sehen müste.
Die steht am alten Ruhrarm auf einer Halde.
Da weiß man aber nicht was die liefern kann wenn sie dreht, läuft sehr müde an.
Autark ist über 24 std schwierig .
Mit einer Kleinwindanlage mit diesen schmalen Blättern habe Ich daher Bedenken das das etwas bringt.

Gruß Aloys.
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 12.10.2021 - 20:10 Uhr  ·  #5
Zitat
ch wohne in Duisburg, allerdings relativ ländlich im Aussenbereich und möchte gerne eine autarke Anlage für etwa 5 KW Leistung in Kombination von PV und Windkraft realisieren.



Servus Frieder ^_^


Um eine autarke 5 kw Windanlage, scheint es ja nicht " nur" zugehen !


Bitte gebe mehr Details bekannt ......


Gruss Lars
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 13.10.2021 - 06:34 Uhr  ·  #6
mit Details meint Lars (WIESO) sicher Details zu einer geplanten Solaranlage falls diese wegen der Ausrichtung zur Sonne auch sinnvoll ist.

Lars hat Erfahrung mit autarken Systemen, für alles was Laderegelung, Speicherung in eine Akkubank sowie die Erstellung eines daraus gespeisten autarken Inselnetzes mit 230 Volt betrifft, die Frage nach Details dürfte dann die individuellen Wünsche betreffen.

Auch bei vorhandener Anbindung an das öffentliche Stromnetz kann mit Rat geholfen werden.
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 13.10.2021 - 11:30 Uhr  ·  #7
..... mit Details meine ich unter anderem

-Täglich , wöchentlicher Stromverbrauch bzw Ganzjahresverbrauch
- was ist mit 5 kw Leistung gemeint ( Wechselrichter Leistung ? 5 kw Windurbine ?
- Soll ins Netz eingespeist werden, fals vorhanden ?
-Ist die PV schon vorhanden ?
-was verstehst Du unter "autarke Anlage" ? Ist ein Stromanschluss vorhanden ?
- ist Dein Standort geeignet für Windanlage
-etc....

Gruss Lars
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 14.10.2021 - 06:35 Uhr  ·  #8
Hallo zusammen, erst einmal vielen Dank für eure Beiträge.
Da bin ich doch schon ein Stück weiter !

Ich gehe einmal in die Details meiner Bedingungen und Vorstellungen.

Die Anlage soll den Strombedarf für einen bereits vorhandenen aber noch auszubauenden Bauwagen decken.
Die 5 KW sind der geschätzte Tagesbedarf, besser 5KWh.
Das System soll netzunabhängig mit Batteriespeicher am liebsten Autobatterien sein.
Netzanschluß ist vorhanden. Soll auch als für Notfälle hin gelegt werden.
Eine PV - Anlage mit Netzeinspeisung habe ich bereits seit jahren auf dem Dach. Die soll aber auch unangetastet bleiben.
Soll heißen, für den Bauwagen kommen neue Module zum Einsatz. Diese sollen auch den wesentlichen Bedarf abdecken.
Die Windkraftanlage soll die Wintermonate abdecken.
Der Windatlas ergab einen Wert von 3,5 m/s, wobei die Standortbestimmung nicht ganz einfach ist.
Ich denke ich bin eher im höheren bereich, da mein Wohnort Mühlenwinkel heißt und hier auch früher Mühlen standen.
Ich habe zwar noch einen direkten Nachbarn, aber in der Hauptwindrichtung ( Westen ) liegt das nächste Haus gut 250 m entfernt.

Die Fragen.
Was kann ich mit einer Windkraftanlage wirtschaflich erreichen. Ich hatte so mit einer 0,5 - 1 KW Anlage geliebäugelt.
Welche Fabrikationen oder auch Selbstbau machen Sinn.
Wie hoch sollte der Mast sein. Er soll frei stehen !

Mit welcher Spannung sollte man arbeiten, wobei ich mit einer Grundspannung von 12 oder auch 24 Volt gerne arbeiten würde, da es da sehr günstige Verbraucher aus der Autowelt gibt.
Wie hoch sollte die Batteriekapazität sein.



 
 
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 14.10.2021 - 07:35 Uhr  ·  #9
Der Bauwagen - wenn ich die Position des Tores in Richtung Westen richtig deute - steht vom Haus nach Süden gegen Sonneneinstrahlung ungünstig verschattet so das dann Solar direkt auf dem Wagen wenig bringt.

Zudem, wenn die Nutzung im Winter vorgersehen wäre wegen Schneebedeckung eine senkrecht montierte Solaranlage . evtl- eine Bauwagenwand die nach einem Positionswechsel des Wagens frei nach Süden - ertragreicher, zumal dann im Sommer immer noch halbwegs gute Erträge kommen.

Mit den 3,5 m Wind per sec - das bringt ganz wenig. Ganz sicher keine 5 kw sondern eher im Bereich weit unter 1 kw .

Erst ab 5 - 6 m/sec Wind fängt es an interessant zu werden.

"Ich denke ich bin eher im höheren bereich, da mein Wohnort Mühlenwinkel heißt und hier auch früher Mühlen standen. "

Vergess dabei nicht dass die Müller früher Zeit hatten auf passenden Wind zu warten und das für das Mahlen vielleicht auch 3,5 m/sec genug waren.

Viele Windräder jedenfalls die in den Leistungsangaben mit 5 KW angegeben sind schaffen das bestenfalls nur als Höchstwert, bei 10 - 12 m/sec Wind etwa.

Mit der Windgeschwindigkeit steigt die Leistung im Quadrat um etwa das Dreifache.

Wenn Du selber bauen willst, was ja gut ist wenn man sich in das Thema hautnah reinknieen will da findest Du in den Tiefen des Forums vielleicht Referenzen oder auf dem Buchmarkt, wo es zu verschiedenen Bauarten Literatur mit Bauanweisungen gibt -

In der von Dir angestrebten Größe von 5 kw Nennleistung am besten die "Kukater" (googlen) von Horst Chrome.

Die Idee, Batterien aus dem KFZ Bereich zu nutzen ist nicht neu, solche Batterien unterscheiden sich von stationären Batterien dadurch das dort die Säure durch Fahrzeugbewegungen hinreichend durchgemischt wird.

Bei stehenden Batterien ist unter den Bleiplatten noch genug Raum wo sich Sedimente absetzen können und für die Säureschichtung wird mindestens einmal in Monat bis zur Gasung vollgeladen. KFZ Akkus sind so gesehen eher Notlösung oder Improvisation, wer das so will hat folglich mehr Aktion wegen früherem Verschleiss und Austausch.,
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 14.10.2021 - 10:00 Uhr  ·  #10
Hallo

So wie Carl schreibt ist der Bauwagen ja fast immer im Schatten des Hauses.
Die neuen Zellen könten an das große Tor montiert werden, mit Stützrad an einem Ende.
Dann kann eine Ausrichtung von Süd bis West angepasst werden, je nach Tageszeit.
Windrad bau = www.windenergie-technik-crome.de
Wichtig sind die breite Blattform dabei.
Denke an die Alten Mühlen und mache einen Kompromiß.
Es gab auch "Kokermülen" die direkt auf dem Boden standen und eine Wasserschnecke drehten zur Bewässerung, auch mit sehr breiten Blättern.
Starker Wind gleich schmale Blätter und schwacher Wind gleich breite Blätter.
Die Arbeit von 5 kwh sind auf 24 std verteilt nur 210 W .
Die Leistungsangaben sind aber immer die max Leistungbei 10 m/sek.
wie Carl schreibt muß die max Leistung daher wesentlich höher kalkuliert werden.
So sind 5 kw sicher nicht falsch.
Akkus würde ich wenigstens Solarakkus nehmen wegen Zyklenfestigkeit und auf 24 V setzen.

Gruß Aloys.
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 14.10.2021 - 13:08 Uhr  ·  #11
Da wäre noch zu sagen dass man für das Einspeisen in die Akkus am besten gleich einen Wind - Laderegler einkalkuliert. Der müsste dann die maximale Leistung von 5 kw abkönnen, das wird dann von der Baugröße nicht billig.

Vernünftig wäre dann auch darauf zu achten dass der Laderegler merkt wenn der Akku voll ist und in dem Moment auf einen genügend starken Verbraucher für den Überschuss umschaltet.

In der Praxis nehmen viele dafür eine Heizpatrone in einem Wassertank. Mit einer Wärmetauscherheizschlange in dem Tank kann man dann (Zentral) Heizen oder Duschen etc.

Man muss unbedingt die Energie Leistung des Windgenerators abnehmen, tut man das nicht so kann der Generator durchbrennen.

Alternativ könnte man auch direkt mechanisch in einem Wasser oder Öltank eine Wirbelbremse betreiben wo die Reibung von Schaufeln o.Ä. Wärme erzeugt. Dafür braucht man keine elektronische Regelung oder Akkubank sondern man bekommt mit hohem Wirkungsgrad auf rein mechanische Weise Wärme, nennenswert allerdings auch erst bei genügend Wind.

Dafür wäre dann ein Windrad mit senkrecht stehender Drehachse gut, vielleicht direkt durchgehend durch das Dach des Bauwagens ins Innere wo dann ein Kessel (schmal und hoch dafür stehen könnte der direkt nur als Ofen dient ohne Wärmetauscher für Dusch- Warmwasser weil man das Kesselinnere für die Wirbelbremse voll nutzen möchte.
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 14.10.2021 - 14:48 Uhr  ·  #12
Hallo Carl

Wie kommst Du denn auf so etwas ?
---Man muss unbedingt die Energie Leistung des Windgenerators abnehmen, tut man das nicht so kann der Generator durchbrennen. ---
Wenn man die Leistung nicht abnimmt hat der Pause, und dreht dann mit höherer Drehzahl.
Das problem wird eher das Windrad sein.
Die Magnete , wenn auf dem Rotor, sollten aber gut befestigt sein.
Eine Wirbelbremse in Wasser geht natürlich auch, aber die Drehzahl ist sehr gering.
Die drehende Scheibe muß dann zwische stehenden Scheiben laufen, da das Wasser in Bewegung käme , sich mit drehen würde , und die Bremswirkung geht verloren.
Es wurde mal, um grosse Motore zu Testen, eine Wirbelbremse gebaut.
Wie eine mehrstufige Turbine mit Aussenscheiben,und Innenscheiben, aber für 1 500 bis 3 000 U/min, also keine Langsamläufer.
Die Laststeuerung ging über Wasserzu - und Abfluß.

Gruß Aloys.
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 14.10.2021 - 19:52 Uhr  ·  #13
Hallo Alois, nicht etwa dass ich Deinen Einwand für unbegründet halte, warum - diese Frage stellt sich mir nun - können Generatoren dann durchbrennen? Denn dass so etwas an einem Windrad passieren kann habe icxh zwar noch nicht selber erlebt aber wohl davon gehört.

Der Hinweis mit der stehenden und der laufenden Scheibe um zu verhindern dass sich das Wasser mitdreht ist für mich unbedingt wertvoll, vielleicht ist Thermoöl in der Hinsicht ein besseres Medium zumal frostsicher.

Bei Wasser, so stelle ich es mir vor - Erfahrung habe ich selber damit noch nicht gemacht - müste es aber auch gehen wenn die Innenwand längsstehende Lamellen hat und eine vertikale Drehachse dann an diesen Lamellen die Schaufeln vorbeiführt. Also alternaqtiv zu Scheiben die das Gleiche bewirken würden.

Auf jeden Fall interessant weil total unkompliziert, keine Elektronik und die mechanisch erzeugte Energie wird relativ verlustfrei dort in Wärme verwandelt wo sie gebraucht wird.

Jedenfalls bei weitem kosten- und aufwandgünstiger auch als Ladeelektronik für ein 5 kw Windrad und die Akkus dazu. Dazu obligatorisch Dumpload und Heizkessel für die Heizpatrone. Was nicht Wärme erzeugen muss verbraucht weit weniger Strom so dass ich mir vorstellen kann dass dann auch ein paar Solarpanele den Fernseher, die Beleuchtung und den PC zum laufen bringen.

Also echt, wenn ich so einen Bauwagen ummodeln wollte würde ich alles so einfach und kostengünstig wie möglich machen. Das ist ja nun mal kein Luxus Wohnmobil mit allem teuren Schnick-Schnack. Die Dinger gibt es inzwischen sogar mit Garage für den Porsche.
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 14.10.2021 - 23:11 Uhr  ·  #14
Hallo Doc

Also von Autobatterien , kan ich Dir nur abraten , die haben ganz misserable Zyklen Anzahl , also da schaft eine Gebelstapler Bleibatterie 4-5 mal soviele Zyklen , ond kommt wohl deshalb dann auch günstiger .

Meine PV ist im Garten eine Fläche gen süd-osten , die andere gen süd-westen und ungefär bei 60° aufgeständert . Um auch spät in den Herbst hinein und frühzeitig im Frühjahr schon 100% mit nur PV autark zu sein .

Von 12 volt würde ich dir abraten , eher schon 24 oder sogar 48 volt . Da sparst Du Dir einiges an Kosten bezüglich Laderegler , und Kabel zb .

Natürlich ist es ein inntresannter Aspekt Verbraucher zu verwenden die direkt Batterie betrieben werden können .... , kann Dir aber nicht genau sagen ob das viel Unterschied macht , da ja dann auch ein 2.Netz aufgebaut werden muss und ja die Kabeldurchmesser erheblich stärker sein müssen , und die Auswahl der Verbraucher aus dem 230 Volt AC Berich halt grösser ist .
Ein guter Inselwechselrichter arbeitet ja mit einer Effizienz von über 90% .

Eine Bleibatterie sollte in einem gesunden Grössenverhätniss zur Generatorleistung stehen (hab aber grad die Zahlen nicht parat)

Wenn Du für den Notfall ja noch Netzanschluss hasst kan ja an der Kombi von PV/ Wind ja eher wenig schiefgehen

Gruss Lars
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 15.10.2021 - 06:09 Uhr  ·  #15
Ups, da ist ja jetzt einiges gesagt. Das muss ich auch einmal filtern.
Im groben will ich die PV Anlage neben der bereits vorhandenen PV Anlage auf meinen Süddach setzen. Das soll auch dann die Hauptkapazität an Strom für den Bauwagen bringen.
Die Windkraftanlage soll dann etwa 20 Prozent meiner Leistung und eher in der Winterperiode abdecken. Ich kann zur Not ja noch aus dem öffentlichen Netz meinen Bauwagenbedarf abdecken. Allerdings würde ich eine Insellösung anstreben. Wärme erzeugen kann ich über einen Pelletofen. Staplerbatterien hatte ich auch bereits im Netz gesehen. Die wären, wenn möglich die Wahl.
Wesentlich ist für mich zu wissen, welche vielleicht auch besser gekaufte Windkraftanlage für mich in Frage kommen würde. Wie hoch muss diese ( soll auch freistehen ) auf einen Mast montiert sein ?
Die Leistung der Windkraftanlage sehe ich so um die 1 KW.
Welche Batteriekapazität muss ich vorhalten ? Die Spannung könnte dann bei 24 Volt liegen
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 15.10.2021 - 08:01 Uhr  ·  #16
Wir haben ein Forenmitglied namens Cerco der Dir mit einer gekauften Windmühle in dieser Baugröße mit seinem Angebot sicher gerne weiterhilft, 1 kw ist überschaubar für eine Installation in Deiner Umgebung und auch vernünftiger wegen des Kosten Nutzen Faktors. Man darf ja nicht vergessen, dass erst ab einem Jahresmittelwert von etwa 6 m/sec Wind damit gerechnet werden kann dass sich ein Windrad amortisieren kann.

Wegen der Akkukapazität - da macht eine riesige Akkubank wenig Sinn weil im Schnitt nicht viel Energie reinkommt und dann eher nur selten bei starkem Wind so viel dass Du den Überschuss dann besser in eine Heizpatrone schickst. Es kann dann mehr kommen als man verbrauchen kann und weil man Bleiakkus immer in kurzen Abständen richtig vollladen sollte damit sie lange halten ist es ausreichend, die Kapazität an die Durchschnittsleistung des Windrades anzupassen und nicht an die seltenen Spitzen.

Das Laden macht dann ein Windladerichter mit Dumploadfunktion, der die Akkus vollläd und bei VOLL dann umschaltet auf Dumpload (Heißwassertank).
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 15.10.2021 - 10:53 Uhr  ·  #17
Hallo Carl,

danke für den Tip zur Anlage !
Bezüglich Akku: da soll die Leistung der Photovoltaik ja auch mit hinein, die da geschätzte 80 % der Gesamtleistung ausmachen soll.
Was gilt zur Masthöhe ? Je höher, desto besser ?!

Gruß

Frieder Sperlich
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 15.10.2021 - 11:47 Uhr  ·  #18
Ja natürlich, je höher die Masthöhe desto höhere Windgeschwindigkeit und auch weniger Turbulenzen die durch Bodenrauigkeit verursacht werden.

Wenn der Akku praktisch vorrangi für Solar genutzt werden soll dann - so habe ich es aus verschiedenen Quellen ist es vorteilhaft etwa das 10 fache an Speicherkapazität in Volt/Amperestunden relativ zu der Nennleistung in Watt der Solaranlage zu wählen um auch an trüben Tagen eine gewisse Reserve zu haben.

Da Du jedoch auch Netzanschluss hast kämest Du auch mit weniger über die Runden. Dann wäre zu überlegen ob Du ein Hybrid Ladegerät wählst welches auch gleich mit Wechselrichter den Batteriestrom in 220 V wandelt und ausserdem, falls der Akku sehr leer wird ihn aus dem Netz wieder aufläd, was der Gesundheit guter Solarakkus zuträglich ist, jedenfalls bei Blei Säure.

Bei alten nochmal ins Leben zurückgerufenen KFZ Akkus die man ja manchmal für ein Lied bekommen kann wäre das eher egal.#

Man spart sich mit solch einem Hybrid Lader eben den Aufwand der ladeseitigen manuellen Überwachung zur Pflege der Akkus.

Oft richtig vollladen eben.
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 15.10.2021 - 13:27 Uhr  ·  #19
Zitat
Wenn der Akku praktisch vorrangi für Solar genutzt werden soll dann - so habe ich es aus verschiedenen Quellen ist es vorteilhaft etwa das 10 fache an Speicherkapazität in Volt/Amperestunden relativ zu der Nennleistung in Watt der Solaranlage zu wählen um auch an trüben Tagen eine gewisse Reserve zu haben.


Ja Carl
Ja so hatte ich es auch im Kopf ..... meine 40 kwh Batterie steht einer 4 kw PV gegenüber
Wobei man bei Staplerbatterien sogar da sie ja mit C5 ( bei 5 Stunden entladung , ihre Kapazität angegeben werden )

Der C Begriff ist recht wichtig auch beim Kauf einer Batterie , viele Solarbatterien kommen leider mit oft C100 , das heisst die Gesamtkapazität der Batterie ist bemessen auf eine 100 stündige Entladung , entläd man diese aber in nur 10 Studen ist die wahre Kapazität der Batterie viel kleiner

Mal angenommen Du instlierst 4 kW PV , dann spuckt ein online Tool Namens PVGIS , für deine Örtlichkeit soviel Ertragserwartung aus . Aber Erträge kennst Du ja wohl von der Netzeinspeisealage

Ist das eine Scheunengiebel auf dem Foto, hinter dem Wohnwagen ? Recht gewaltig hoch :o , ob mann nicht doch irgendwie diese Höhe nutzen könnte für ein Windrad ....


Gruss Lars
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Re: Handlungsempfehlung für Neueinsteiger

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Gepostet: 15.10.2021 - 16:46 Uhr  ·  #20
@ Dr.-D:
Habe für optimistische 4 m/s Mittelwind Jahreserträge abgeschätzt, s. Anhänge.

Zum einen für eine 1 kW-Anlage, z.B. WSD1000. Zum anderen für eine mit 3,2m D, z.B. eine WSD3000.
Ist aber eher nur eine 2200 (bei 11 m/s Referenz)
Unglatte Jahreserträge, da ich EXCEL habe rückwärts rechnen lassen.

Also zum Einen ca. 777 kWh/a, zum Anderen ca. 1544, also fast genau das Doppelte.

Alles auch nur, wenn durch spezielle Laderegler (oder auch Einspeise-WR) immer die optimale Belastung
sicher gestellt wird. Macht man mit Übertragungskennlinien, die passen müssen (Midnite-Classic), oder auch mit MPPT (WindMaxx). Preise bei ersterem wohl so um 750 EUR und beim zweiten letztendlich auch nicht weniger.

Wenn nach Gleichrichtung gleich ran an eine Batterie, einfachen Laderegler noch dazwischen, damit die Batt. weder über- noch tiefentladen wird, bleiben die Jahreserträge wesentlich darunter!


Nun musst Du sehen, ob sich die Sache lohnt.
Zum Windrad (WSD1000 wohl um 1000 EUR, bei 3000 wohl um 2300) und Laderegler
kommt ja auch noch der Mast, die Verkabelung und vor Allem der Batt.-Block. Dann noch bischen Technik auf der Verbraucherseite.

Masthöhe ergibt sich aus zul. Gesamthöhe 10m minus halbem Rad-D. Es sei denn, Du willst das genehmigen lassen. Dann bezüglich weiterer Kosten gute Nacht!

Wenn cerco Dir ein WSD-Windrad liefert, dann wird er auch Ideen bezüglich Mast haben.
Allerdings wurde gerade gepostet, dass WSD seine -1000 Anlagen derzeit überarbeitet. Also momentan nicht lieferfähig ist.

Auch wenn c. wieder rumpoltern würde. Auch sowas wäre überlegenswert: topic.php?p=58112#real58112 Ist natürlich nur eine 2 kW-Anlage. Muss bei genehmigten 3 m D aber nicht getrickst werden, und ein 3,2m Rotor als 3m deklariert, oder auf dieses Maß gekürzt werden.

Als Masten würde ich welche mit Seilabspannung empfehlen. Brauchen nur wenig Aufwand bezüglich Mastfuß.
Fürs Erste genügt sogar ein dünnerer Baumstamm.

Akkuspannung 12V, "da es da sehr günstige Verbraucher aus der Autowelt gibt", das geht gut bis ca. 600W.
Bei 1 kW wäre der Strom schon 83 A (DC) / 1,27 = 65,6A AC.
Da macht man doch lieber 24V. Auch dafür gibts was aus der Autowelt (LKWs). Gemeint sind vermutlich WR auf 230V.
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