Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

 
dognose
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Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 04.11.2022 - 13:48 Uhr  ·  #1
Hallo Zusammen,

seit längerer Zeit spiele ich mit dem Gedanken, mir eine kleine Windkraftanlage zuzulegen. Wir haben eine 8kwp Solar-Anlage auf dem Dach, die bei schönem Wetter Ihren Dienst natürlich außerordenlich gut verrichtet (Weitere 8 kommen diesen Monat noch hinzu) - und ich erfreue mich jedesmal, wenn ich in meinem Monitoring sehe, wie "Strom aus dem Nichts" bei mir ankommt :)

Wir haben einen 9kwh Speicher - der reicht gaaaanz knapp die Nacht durch - außer im Winter, wenn er nicht vollgeladen werden konnte. Dann ärgere ich mich immer, wenn ich noch eine bis drei kwh zukaufen musste.

Mit einem Windrädchen möchte ich hier eine kleine Ergänzung schaffen - nicht profitorientiert, sondern einfach mit dem Hintergedanken die Batterie-Ladung über die Nacht noch ein bisschen zu strecken.

Ich habe zu dem Thema bereits lange gegoogelt und viel gelesen und bin mit der ganzen Thematik relativ gut vertraut. (Achtung: Dunning-Kruger-Effekt lässt grüßen) - Nein, natürlich bin ich kein "Experte", aber ich bin mittlerweile so belesen, dass ich verstanden habe, dass ein 10.000 Watt Windrad von Amazon eher nicht so prall ist ;)

Nach vielem Lesen habe ich mir so zusammengereimt, dass ein Black 600 für meine Belange wohl ein geeignetes Windrad wäre. Die Erwartung liegt hier natürlich nicht daran auf magische Weise irgendwie permanent 600 Watt zu erzeugen, mir ist klar, dass die Effizienz von Windrädern unterhalb der Nennleistung drastisch sinkt.

In meinem Monitoring Tool überwache ich daher seit längerer Zeit die vom Windwächter der Jalousien gemessene Windgeschwindigkeit. Gestern nachmittag war z.b. wieder ein beständiges Lüftlein von 6 - 8 m/s zu verzeichnen.

 


Anhand der Leistungskurve des Black 600 entspräche das also etwa 110-250 Watt, was für mein Vorhaben absolut i.O. wäre.
Wie gesagt möchte ich hier eher ein bisschen in Richtung "technischer Abrundung meines Systems" gehen, die Wirtschaftlichkeit ist nicht sonderlich relevant.

Daher habe ich mir just heute früh mal ein granulareres Tracking eingebaut, das mir nun so in der nächsten Zeit einfach mal die Minuten pro Windgeschwindigkeit dokumentiert. (seither ist natürlich quasi flaute)

 


 


----

Unser Grundstück ist an der "Ecke" unseres Dorfes gelegen, die äußerste Ecke ist von unserem Haus ca 10m entfernt - drum herum befinden sich weder andere Gebäude noch hohe Bäume. Hier ist (Hanglage) auch ein Bächlein und von der Stadt eine "Frischluftschneise" für die Stadt vorgesehen -> Da möchte ich das Windrad gerne platzieren. Nachbarn, die sich daran stören könnten gibt es keine.

Der Wind weht hier eigentlich nahezu immer aus Nord / Ost vom Berg herunter, Gebäude werden hier keine mehr gebaut werden.

"Höher ist besser", das ist soweit klar, jedoch fände ich an dieser Stelle ein 10m hohes Windrad optisch etwas merkwürdig, spiele daher mit dem Gedanken auf etwa 5-6m zu gehen - macht das Sinn, oder verliere ich hierbei "immens" Potential?

Quasi in der Ecke des Zauns - die beiden Nahgelegenen Pfosten und ein 500kg Findling im Bach würde ich direkt zum Abspannen des Masts verwenden. (Gute Idee, oder eher weniger?)

 


Gibt es für das Vorhaben dann vielleicht doch ein besser geeignetes Model als das "Black 600"?

Grüße,
dognose
Che
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 04.11.2022 - 18:26 Uhr  ·  #2
Die örtliche Lage scheint ja ganz gut, wobei Hauptwindrichtungen i.A. nicht N oder O sind.
Wenn der Wind über einen Acker kommt, kannst Du auch mit kurzem Mast arbeiten.

Bezüglich globalem Wind am Ort rate ich Dir, das mal durch zu exerzieren und die Ergebnisse zu posten:
Forum/cf3/topic.php?t=6661

Das Problem ist, dass die Black600 derzeit nicht gebaut wird. Man erwägt, sie wieder aufleben zu lassen. Scheitert wohl bisher an den geforderten hohen Mindeststückzahlen.
Eine empfehlenswerten Ersatz in der Klasse gibt es derzeit leider nicht. Erst ab 1000W evtl. wieder, mit D 2,2m.
Aber keine Preise mehr "zum Spielen"!

Vorsicht vor Chinaimporten und auch Ista! Da wird z.B. die Nennspannung so deklariert, dass sie zur Nennleistung passt. Letztere z.B. bei 11 m/s oder aufwärts.
wieso
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 04.11.2022 - 22:44 Uhr  ·  #3
Hallo Dog

Erstmal Glück Wunsch zur baldigen 16 kW PV Anlage - let the sun shine - :fgrin:

[quote]Wir haben einen 9kwh Speicher - der reicht gaaaanz knapp die Nacht durch - außer im Winter, wenn er nicht vollgeladen werden konnte. Dann ärgere ich mich immer, wenn ich noch eine bis drei kwh zukaufen musste.
/quote]

Hmm, sei froh dass du erstmal einen "9kwh Speicher" hasst , andere wählen noch kleinere Speicher , bzw falsch beraten

Der neue Zubau an PV wird deine Defizite im Winter ja nun etwas oder ganz elliminieren .

Die Frage welche Du Dir selber auch stellen must ist , wenns auch im Sommer recht knapp wird mit dem Speicher durch die Nacht zu kommen , ob Du nicht lieber einfach den Speicher vergrosserst , parallel zur PV Vergrösserung ?


Zu hoffen das eine kleine Windturbine wie die Black 600 oder ähnliches recht genau Nachts im Winter deine Defizitte ausgleichen kann , ist wohl zuviel der Hoffnung

Hier ist zum Beispiel ein User der sehr genau und aufschlussreich dokumentiert Forum/cf3/topic.php?p=54791#real54791 etwas komplex die Darstellung zwar , aber meine Hochachtung das jemand sowas macht und messen kann ( sind Wattstunden Angaben.... keine kwh)
dognose
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 05.11.2022 - 07:23 Uhr  ·  #4
Guten Morgen zusammen,

Ja, für die Batterie habe ich auch nochmal 2 * 1,28 kwh Module ergattern können (BYD Speicher) - aber mehr geht dann erstmal nicht.
Dann bräuchte ich einen zweiten Turm, zweites BMS, Combiner-Box usw.

Insgesamt ergeben sich dann 11.52 kwh (Brutto) - Aber viel mehr macht auch keinen Sinn mehr, denn der Speicher ansich arbeitet nur wirtschaftlich,
wenn man ihn tagsüber voll und nachts auch wieder leer bekommt. Was für eine Winternacht groß genug wäre, wäre im Sommer dann leider viel zu groß und
viel der Kapazität verbleibt ungenutzt.

Langfristig möchte ich hier schon ein 2000+ Windrad hinstellen und Effizienz optimieren. Allerdings sind wir bei größeren Windanlagen natürlich sehr viel teurer unterwegs. D.h. was ich "kurzfristig" suche ist ein Windrad, das "solide" funktioniert und dann basis für eine tatsächlich plausible Hochrechnung für evtl. größere Anlagen darstellen kann. Wenn ich da jetzt ein 100 Euro Vevor-Windrad aufbaue, kommt mit 95%iger Wahrscheinlichkeit nichts plausibles raus - und einfach auf gut Glück ein 5000 Euro Rad aufstellen möchte ich jetzt auch nicht.

So im Bereich 2000 Euro komplett wäre ich mal bereit "für Spielerei" in die Hand zu nehmen. Ein qualitativ gutes Windrad kann man dann auch wieder gebraucht adäquat verkaufen, wenn sich der Standort doch absolut nicht eignen sollte. Billig-Räder sind dann meist für die Tonne, und bei einem Größeren ergeben sich da ggf. wieder logistische Probleme für eine reibungslose Liquidierung ;)

----

Den Windatlas muss ich mal durchchecken und "Verdauen" - Auf den ersten Blick sagt er für das Jahresmittel 3.5 m/s (in 10m Höhe) wobei die Monatsaufdröselung das zeigt, was ich auch "fühle", nämlich dass es Nov - März etwa doppelt so windig ist, wie die Sommermonate.

Ich denke ich werde mir jetzt erstmal einen geeigneten Windmesser besorgen, den mit einer Dachlatten-Konstruktion da aufbauen, wo ich mir das Windrad vorstelle - und dann mal über den Winter Daten sammeln. Wenn da was verwertbares rauskommt, dann hab ich ein neues Sommer-Projekt :D

Kennt jemand zufällig einen kompakten, (Batterie-Betriebenen) Wlan-Windmesser, den man extern auslesen kann? (JSON / XML o.ä.)
Carl
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 05.11.2022 - 07:32 Uhr  ·  #5
Eine beeindruckende Tabelle Lars!

Gefühlt ist das bei mir ähnlich, nur wegen Extrem - Schwachwindstandort noch viel dramatischer.

Dennoch kann man die Black 600 loben, auch meine (nur) Black 300, die nun schon fast ein Methusalem an Arbeitsjahren ist musste ich noch nie warten, was sie in der Hinsicht dem Konfort von Solarpanelen gleichstellt. Da wurde - selten genug - richtig solide und pfiffig konstruiert & gebaut.

Wegen Wartungsaufgaben: ich klettere zwar auch in meinem Alter noch auf hohe Bäume aber nur noch wenn es wirklich sein muß und langsam wie ein Chameleon.

Was man im Alter am meisten benötigt ist Motivation, dann kommt die "ewige Jugend" ganz von alleine in die Knochen!

Also: Die Black 600 auch als Spielzeug? Besser gehts doch gar nicht!
Che
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 05.11.2022 - 09:06 Uhr  ·  #6
@ dognose:
Was noch fehlt vom Globalen ist die Windrose zur Bestimmung der Hauptwindrichtung.
3,5 m/s ist energetisch-wirtschaftlich sehr wenig. Kann ich Dir Beispiele berechnen.

Dass der Wind im Jahr dann aufffrischt, wenn die Sonne nach lässt, ja das ist so. Im Dez. oder Jan. schwächeln sie aber bisweilen beide.

Zitat
Kennt jemand zufällig einen kompakten, (Batterie-Betriebenen) Wlan-Windmesser, den man extern auslesen kann?
Wenn er in Echtzeit anzeigen soll, wird es teuer.

Meintest Du aber eine Wetterstation mit Funkanbindung, welche den Jahresmittelwind anzeigen kann,
dann fängt es wohl an bei der: https://www.kaufland.de/produc…terstation
Wenn es bunt werden soll im Display, die Windrichtungsverteilung mit angezeigt wird,
dann evtl. https://www.kaufland.de/produc…terstation
oder ne Lösung von dnt
(Aber persönlich noch keine ausprobiert.)

Bei allen aber gilt: Um Batteriestrom zu sparen werden die Daten nur z.B. alle 90s übertragen. Was da gerade gemesen wurde, muss als Windgeschw. her halten bis zum neuen Datensatz!
dognose
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 05.11.2022 - 18:12 Uhr  ·  #7
Hallo Zusammen,

oh, da ist mein Post von heute früh leider verschüt' gegangen - vermute mal, als "Neuling" darf ich noch nicht mit externen
Links um mich werfen ;)

---

Okay, also ich habe mir nun eine Wetter-Station bestellt, eine BRESSER 5-in-1 mit Wlan. (ca. 100 Euro)

Lt. Handbuch werden Werte von den Sensoren alle 45 Sekunden zur Basisstation übertragen. Diese kann dann Cloud-Dienste bemühen, um die Werte dort zu speichern. (weathercloud.net und Weather Underground sind vordefiniert).

Meine "alte" Wetterstation kann das auch schon, jedoch hat diese kein integriertes Wlan, zu Testzwecken nun mal via USB / PC aufgebaut, ist auf Dauer aber nicht praktikabel. (Falls meine Frau wegen einer 6m hochen Dachlattenkonstruktion keine Scheidung einreicht - wenn mein Notebook 24/7 auf dem Küchentisch steht, tut sie es :P )

An der Stelle: Weather Underground gefällt mir besser, es scheint kein limit bei den Updates zu haben - Weathercloud aktualisiert die Werte nur einmal alle 10 Minuten, egal wie oft man "pusht".

Aber in Summe denke ich "1 Wert pro Minute" sollte ausreichend sein, dass man eine Idee bekommt, ob der Standort taugt. Hübsche Grafiken und Statistiken bieten dann beide Dienste.
Erdorf
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 05.11.2022 - 20:14 Uhr  ·  #8
Hallo dognose,

Zitat
oh, da ist mein Post von heute früh leider verschüt' gegangen

Das kann gut sein das dein Post gelöscht wurde, weil dieser einem unerwünschten Muster entsprach.
Es gibt, leider, immer wieder, mehr oder weniger professionelle Akteure,
die unser Forum Nutzen um Werbung zu platzieren.

Zitat
- vermute mal, als "Neuling" darf ich noch nicht mit externen Links um mich werfen

Du darfst, wie jeder andere auch hier, agieren und Themen bezogene Links einstellen.
Das ist in der Regel sogar erwünscht, weil so schneller technische Daten und mehr ausgetauscht werden können.

Willkommen im Forum und viel Spaß damit ;-)
XXLRay
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 05.11.2022 - 20:46 Uhr  ·  #9
Che
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 05.11.2022 - 22:24 Uhr  ·  #10
@dognose:
Zitat
Scheidung einreicht - wenn mein Notebook 24/7 auf dem Küchentisch steht, tut sie es
Nach meiner Kenntnis haben die Masteinheiten einen zumindest kleinen Datenlogger. Der ermöglicht, die Daten periodisch ab zu rufen.

Bei dem Produkt hier werden sie 30 Tage vorgehalten.
Kann man aber auch schon nach z.B. 20 oder 14 Tagen abrufen. Werden dann auf dem Laptop kombiniert.
Werden die 30 Tage aber überschritten, dann beginnt die Überschreibung!
Steht in den Datenblättern, bzw. habe ich vom Support telefonisch.

Diese Internetdienste sind aus meiner Sicht mit Vorsicht zu genießen. Kennt doch anschließend jeder im Netz die Adresse.
Wenn dann gar noch Fotos gezogen werden bzw. mit Google Streetview kombiniert wird, und da z.B. ein Tesla auf dem Hof steht,
wissen gewisse Elemente, wo was zu holen ist.

Muss nicht so sein, aber man sollte es vorher prüfen.
Die Übertragung mittels 400 MHz-Technik ist frei vom Internet und daher sicher.
dognose
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 06.11.2022 - 19:10 Uhr  ·  #11
Guten Abend Zusammen,

Zitat geschrieben von Erdorf

Willkommen im Forum und viel Spaß damit ;-)


Dankeschön, den werde ich hoffentlich haben ;)

Zitat

Wenn es eh nur ein erster Versuch ist, kannst du auch gut versuchen, ein gebrauchtes Black600 zu bekommen.


Das wäre fürs erste natürlich eine Option - wobei ich mich jetzt auch nicht auf das Black 600 festnageln will, das ist nur eines in augenscheinlich geeigneter Größe, das auch durchweg positive Kritik bekommen hat. Das würde halt - wenn es später doch nicht so hinhaut - das Windrad als "Fehlerquelle" ein wenig rausnehmen.

Zitat

Diese Internetdienste sind aus meiner Sicht mit Vorsicht zu genießen. Kennt doch anschließend jeder im Netz die Adresse.
Wenn dann gar noch Fotos gezogen werden bzw. mit Google Streetview kombiniert wird, und da z.B. ein Tesla auf dem Hof steht, wissen gewisse Elemente, wo was zu holen ist.


Ja, das ist natürlich richtig - aber wenn man ein bisschen aufpasst, was man wo reinstellt, dann geht das schon. Ich habe natürlich bei der Auswahl für die GPS-Position nicht "mein Haus" ausgewählt, sondern einfach Ortsmitte und gut ists.

Und wer tatsächlich auf der Suche nach irgendwelchen schönen Dingen ist, der braucht heutzutage nur ein paar Facebook-Profile mit falschen Privacy-Einstellungen durchschauen und wird fündig - der wird sich nicht auf einer Karte für Wetterstationsdaten herumtreiben :P

--------

Also, gestern habe ich mal meine alte Wetterstation an eine 5m-Latte montiert und jetzt fast 24h draußen stehen gehabt. Von der persönlichen Einschätzung her war es nun kein besonders windiger Tag, aber es kam schon etwas zusammen.

 


Die Werte pro Geschwindigkeit habe ich mal aus der Kurve des Black 600 "ungefähr" abgelesen, nicht ablesbares aproximiert und dann mein Tool das ganze dokumentieren lassen.

Insgesamt ergaben sich nach 1200 Betriebsminuten meines imaginären Black 600 etwa 480 Wh generierter Strom. (hochgerechnet auf 1440 Minuten / Tag = 576Wh). Das ist denke ich etwas entfernt von "wirtschaftlich rentabel", aber natürlich soll 1 Tag nicht über Sieg oder Niederlage entscheiden. Auch ist die Frage, wie genau meine doch schon 10 Jahre alte Wetterstation da noch ist - ich werde wie gesagt mal abwarten, was über den Winter so zusammenkommen würde.

Nächste Woche kommt die neue Station, ich denke die werde ich dann doch eher auf 6 - 6,5m setzen, man gewöhnt sich doch schnell an das "hohe Ding" in der Ecke, denke das schadet auch dem Ertrag nicht.

Hier ein Teil der erzeugten Auswertung, vorne die Geschwindigkeit und fiktive Leistung, Anzahl Minuten und errechnet die Anzahl Wh:

 


(Werte unter 5 oder über 18 gab es heute nicht)

Nun kam mir beim Vergleichen verschiedener Windräder, bzw. Ihrer Leistungskurven folgender Gedankengang, vielleicht könnte Ihr mir ja mal helfen, ob ich da soweit richtig liege:

Größere Generatoren (z.b. 1,2 kw) erreichen ja einen höheren Peak-Output, sind aber durch den höheren Widerstand des Generators auch schwergängiger. Zur Kompensation bekommen solche Rädchen dann entsprechend auch einen größeren Rotor um mehr Windenergie in Drehmoment umwandeln zu können.

Dadurch sind die Windräder höherer Leistung bei gleicher Windgeschwindigkeit dennoch wieder produktiver als z.b. ein 300 Watt Generator mit kleinerem Rotor.

Wie würde es jetzt aber aussehen, wenn ich z.b. einen 300 Watt Generator nehme und dem einen großen Rotor, level 1kw Generator verpasse?

Meiner Vermutung nach müsste dann der kleine Generator bereits früher einen höheren Output erreichen, oder?
Klar, die Maximalleistung bliebe damit 300Watt, aber die Leistungskurve müsste sich doch weiter in den Bereich niedriger Windgeschwindigkeiten verschieben, oder?

Wie gesagt ist mir die Wirtschaftlichkeit kein sonderlich wichtiger Aspekt, aber wenn ich schon versuche eine "Lücke" in meinem System ein bisschen zu stopfen, dann sollte die anvisierte Lösung auch zum Problem passen - Ob Sie es nachher zu 100% löst, oder mit 10% einfach nur eine "unterdimensionierte Idee in die Richtige Richtung" war sei mal egal.

Tagsüber habe ich viel PV, da bin ich nicht auf die paar hundert Watt vom Windrad angewiesen.
Nachts, wenn die Batterie entleert wird würde eine "konstante" Bereitstellung von z.b. 60 Watt schon fast 10% des nächtlichen Strombedarfs ausmachen und damit die Batterielebensdauer ziehen.
Auch im Sommer ... stehts dann halt da und dreht sich - oder nicht. ;)

Zieleinsatzgebiet wäre tatsächlich "die lange Winternacht".

Technisch am Einfachsten wäre es noch mehr Batterien in den Keller zu werfen, ohne Frage - Aber im Sommer brauch ich die Kapazität dann nicht, und wenn dann täglich 50% Strom im Akku verbleiben ist auch der Batteriespeicher nicht mehr wirtschaftlich. (Der hat auch bei Komplett-Entleerung immer noch eine schwierige Zeit, durch die Strompreisanpassung jetzt zwar einen Boost erhalten - aber trotzdem noch kein Selbstläufer)

Auch wäre mir weniger wichtig, dass das Windrad jetzt 600, 1000 oder 2000 Peak leisten kann (die ich dann einmal im Jahr sehe) - wichtiger wäre mir ein möglichst "hohes" Grundrauschen - was mich eben zur Überlegung mit dem größeren Rotor und kleineren Generator bringt.

Aber vielleicht gibt es hier ja Windräder die genau für so etwas optimiert sind, die damit prinzipiell besser zu mir / meinem Vorhaben passen würden als einfach "größer / stärker / höher"?
Che
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 06.11.2022 - 21:47 Uhr  ·  #12
Von einem einzigen Tag auf ein ganzes Jahr lässt sich nichts hoch rechnen.
Warte immer noch auf Deine Hauptwindrichtungen bezüglich Globalwindatlas.

Es heißt übrigens die Black!
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 07.11.2022 - 10:40 Uhr  ·  #13
Zitat geschrieben von Che

Es heißt übrigens die Black!


kommt auf den Kontext an. Ganz richtig wäre wohl "die Black 600 Windkraftanlage" - da ich aber im Kontext immer von "das Windrad" spreche, ist "das Black 600 [Windrad]" die richtige Referenz.

Zitat geschrieben von Che

Warte immer noch auf Deine Hauptwindrichtungen bezüglich Globalwindatlas.


Oh, das bin ich schuldig geblieben. die 3 Windrosen mal im Anhang.

Wenn ich das richtig deute ist die Hauptwindrichtung NWW,aber auch der Ost-Wind relevant.
(Auf dem obigen Bild meines Versuchsaufbaus haben wir Blickrichtung NNO)

Klingt einleuchtend, unser Dörfchen liegt in einem Tal, das etwa SO-NW Verlauf hat

 


 


 
Che
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 07.11.2022 - 11:12 Uhr  ·  #14
Die Power-Rose ist die wichtigste. Steht im Widerspruch zu:
Zitat
Der Wind weht hier eigentlich nahezu immer aus Nord / Ost vom Berg herunter
Letzteres möglicherweise eine temporäre Momentberachtung. Auch hatten wir letztes Jahr im Herbst verstärkt Nordwind.

W-O sollte bei Dir aber gehen. Zur Auswirkung vom Jahresmittelwind im Anhang 2 Beispiele.
Bei dem mit D 1,65m müssen bezüglich Jahresertrag sogar noch 13% abgezogen werden, da der D der Black-600 nur 1,6 m ist.
Erträge und Leistungen auch nur, wenn immer mit Cp_best garbeitet werden kann. Das ist bei einfachen Ladereglern nicht so.
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 07.11.2022 - 14:05 Uhr  ·  #15
Zitat geschrieben von Che

Die Power-Rose ist die wichtigste. Steht im Widerspruch zu:
Zitat
Der Wind weht hier eigentlich nahezu immer aus Nord / Ost vom Berg herunter
Letzteres möglicherweise eine temporäre Momentberachtung. Auch hatten wir letztes Jahr im Herbst verstärkt Nordwind.

W-O sollte bei Dir aber gehen. Zur Auswirkung vom Jahresmittelwind im Anhang 2 Beispiele.
Bei dem mit D 1,65m müssen bezüglich Jahresertrag sogar noch 13% abgezogen werden, da der D der Black-600 nur 1,6 m ist.
Erträge und Leistungen auch nur, wenn immer mit Cp_best garbeitet werden kann. Das ist bei einfachen Ladereglern nicht so.


Vielen Dank für die Beispiele. Also das Große Geld wird man damit entsprechend Erwartung nicht verdienen - ob Sich die Anlage jemals selbst amortisiert hängt dann im Prinzip von der Lebensdauer ab - aber auch nur, wenn man sie alleine Betrachten würde, sprich davon ausgeht, dass 100% des Stroms auch tatsächlich selbst verbraucht werden kann.

Das ist aber natürlich in Verbindung mit meiner PV-Anlage nicht der Fall.

Zum Thema "Anschluss und Nutzung" des Stroms habe ich mir noch nicht zu viele Gedanken gemacht - "let's worry in order" sag ich da immer. (Am liebsten wäre mir ein Grid-Tie Inverter, aber da gibt es natürlich wieder (bürokratische) Hürden. Dann bräuchte ich einen Zähler, der Solar- und Windstrom getrennt zählen kann wenn man das dann ganz regelkonform realisiert.)

Auch bin ich mir gar nicht sicher, wie es sich bei einem 7m hohen "Bauwerk" hier mit dem einzuhaltenden Grenzabstand verhält. Rein rechtlich / bürokratisch müsste ich mich wohl daran halten, wobei sich wohl weder "Nachbar Wiese" oder "Nachbar Acker" offiziell beschweren würden.

----

Ja, ich schätze mit der Windrichtung täuscht es etwas. Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir eine Ostterrasse haben, daher der West-Wind gar nicht so kräftig wahrgenommen wird (Terrasse im Windschatten) bzw. das was "ums Haus herum" geleitet wird, dann auf Terrassenlevel von Norden her zu spüren ist.

Versuchsaufbau für den kommenden Winter steht nun - Wenn Ihr in der Zeitung lest "Hobby-Tüftler tot neben provisorischer Windmesseinrichtung gefunden" - Dann war das wahrscheinlich nicht meine Konstruktion, die zusammengeklappt ist, sondern meine Frau, die nach Hause gekommen ist :D (Sind jetzt 7m, bin mal gespannt was dabei rauskommt.)

 
Che
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 07.11.2022 - 16:13 Uhr  ·  #16
Was ist eigentlich die größere Herausforderung? Die Windtechnik oder Deine Frau? :D
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 08.11.2022 - 09:51 Uhr  ·  #17
Zitat geschrieben von Che

Was ist eigentlich die größere Herausforderung? Die Windtechnik oder Deine Frau? :D


Beides sind Herausforderungen der Moderne, die Windkraft ist aber deutlich leichter zu verstehen :D

Heute früh hat mein Bastler-Herz gestrahlt - heute Nacht gab es für 4h eine "steife Brise" im Bereich von 18-23 km/h (65 - 131 Watt) - insgesamt kamen hierbei 380 imaginäre Wattstunden zusammen, das ist tatsächlich so der Bereich der für mein Vorhaben interessant wird.

Sagen wir also nach Systemverlusten wären hier 320 Wattstunden zusammengekommen, sind das grob 80 Watt pro Stunde - was bei meinem nächtlichen Verbrauch von 550 - 650 Watt schon etwa 12 - 14 % gedeckt hätte und die PV-Batterie entsprechend entlasten würde.

Luft nach oben haben wir noch, im Winter springt häufig (nachts) der Windwächter der Jalousien ein (Das tut er meine ich ab 30 35 km/h) - der schweig aber dieses Jahr noch.
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 09.11.2022 - 21:19 Uhr  ·  #18
Hallo, in der Lage ist eine gut geregelte Kleinwindanlage am Akku ideal

Bei uns seit 15 Jahren ein SPzS Akku, 12 kWh.

Wie oft hat die WKA, mit DC DC Wandler ab 2m /sec den Akku unterstützt..
Bitte, die Verringerung der Entladetiefe bringt die Lebensdauer des Akkis, und diese die Amortisation.

diverse Messwerte aus aller Welt gern per PN.
Mfg.Cerco
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 18.11.2022 - 08:50 Uhr  ·  #19
Mal ein kleines Update von der "Auswertungsfront" :)

Mittlerweile beobachte ich den Wind bei uns seit 14 Tagen und habe mal verschiedene Windräder in die Auswertung aufgenommen:

Der "beste Tag" seit Begin hätte (lt. Datenblätter der Hersteller) bei der Black 600 zu 1200 Wh, beim iSta Breeze 1500/2000 zu ca. 2300 Wh geführt.

 


Aber der Absolut Ertrag ist für mein Vorhaben ja weniger wichtiger. interessant ist für mich die Verteilung Tag / Nacht, da tagsüber die PV regelt.

Am Beispiel des 14.11 sah das so aus:

 


 


Peak-Time ging am Vortag um 22 Uhr los, und lieferte bis 6 Uhr morgens einen "akzeptablen Sockelbetrag".

Leider fällt mir bei der "All-Zeit-Betrachtung" auf, dass die von mir verwendete Wetterstation bei "15 km/h" eine kleine Hürde zu haben scheint. Entweder es ist tatsächlich so, dass hier das hauptsächliche Maximum liegt - ich vermute aber eher, dass hier die Wetterstation eine Umstellungsschwelle hat (Motor-Widerstand rauf, Drehzahl des Messers runter) und die nicht so 100% sauber ist und etwas länger bei 15 km/h "klebt".

Auch bei 8 km/h scheint dies so zu sein, wäre möglicherweise eine weitere Schwelle, bei der die Drehzahl durch Laständerung nach unten korrigiert wird.

 


Also in Summe meine Einschätzung bisher:

- Wirtschaftlich wird das ganze nicht werden.
- Mit dem Ziel der "Hobby-Einstufung" bin ich da eher auf dem richtigen Weg.
- Ergänzung zu meinem nächtlichen Batterie-Problem kann es sein - hängt natürlich davon ab, ob der Wind dann gerade zeitlich passend weht.

Die Leistungsdaten habe ich aus den Hersteller-Handbüchern "entnommen", alle Kurven sind im Vergleich mit einem "idealen" 1 bzw. 2m Repeller "realistisch", auch wenn ich bei den Ista Breeze der festen Überzeugung bin, dass die Kurven flacher sein müssten - auch was ich bisher von Besitzern in Erfahrung bringen konnte.

 
Che
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Re: Mittlere Anlage als "Spielzeug" / Liebhaberei

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Gepostet: 18.11.2022 - 11:20 Uhr  ·  #20
Die Kurven in den Hersteller-Handbüchern sind oft von der Art "mit dem Würfelbecher ermittelt", bzw. so geschönt, dass der Verkauf unterstützt wird.

Was bei Dir auffällt: Alle Istas liegen of aufeinander, trotz unterschiedlicher Größe.

Zitat
Wetterstation eine Umstellungsschwelle hat (Motor-Widerstand rauf, Drehzahl des Messers runter)
Da ist kein Motor (Generator) drin. Läuft ohne Last. Wird lediglich abgetastet durch einen Magneten auf 1 oder mehrere Reed-Kontakte.
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