Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

 
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Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 01.01.2022 - 11:25 Uhr  ·  #1
Hallo

ich habe gerade angefangen mich in das Thema Windrad einzulesen und spiele mit dem Gedanken eines zur Unterstützung meiner PV Anlage anzuschaffen.
Zur Situation:
Wir kommen aus Ilsede (Region Braunschweig) und wohnen im Außenbereich (rund 400 m zum Ortsrand). Außer unserem Haus steht hier nur noch ein Nachbarhaus (top Verhältnis).
Laut Datenbank [img]
 
[/img] haben wir im Herbst/Winter eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 17,1km/h im Ort. Da wir außerhalb wohnen (Richtung Nord, Süd und West nur freies Feld), hier früher eine Windmühle stand und in gut 500 m Entfernung 14 große Windräder stehen gehe ich davon aus, dass die Geschwindigkeit direkt bei uns noch höher ist.
Da wir Pferde am Haus halten grenzt direkt an unser Grundstück unser Pferdeweide an, hier wäre Platz zum Aufbauen vorhanden). Wenn ich die Bauordnung aus NdS richtig gelesen habe darf ich im Außenbereich zwar fast nichts, aber Anlagen zur Stromerzeugung sind dort privilegiert.
Momentan verrichtet bei uns eine 6,5 kW PV Anlage ihren Dienst (ohne Speicher), wobei sie mit 10% Neigung Richtung Norden montiert werden musste.
Von April/Mai bis Oktober versorgt sie uns recht gut, wobei ich hier theoretisch für die Nacht noch einen Speicher spendieren müsste. [img]
 
[/img]
Durch eine Wärmepumpe habe ich natürlich den meisten Verbrauch im Winter (wo auch der Wind stärker ist), so dass ich dachte, das sich hier ein Windrad zur Unterstützung anbieten würde.

Jetzt habe ich mal etwas gerechnet. Bei WSD auf der Seite habe ich für die WSD3000 die Angabe gefunden, dass sie bei 5,5m/s etwa 280W an Ertrag bringt. D.h. in den Wintermonaten (Oktober-April) könnte ich pro Monat etwa 200kWh ernten, sprich etwa 1,2kWh in Summe. Macht also eine Ersparnis von rund 400€. Im restlichen Jahr kämen noch einmal etwa 600Wh dazu, die ich allerdings tendenziell eher verkaufen müsste. Macht also rund 50€ Erlös. Somit komme ich auf jährliche Einnahmen von etwa 450€ oder habe ich da einen groben Rechenfehler? Muss ich die Einnahmen/ den selbst verbrauchten Strom analog zur PV auch versteuern?
Damit sich die Anlage nach 20 Jahren rechnet dürfte ich somit maximal 9000 € ausgeben. Ist dies machbar (der Wechselrichter der PV von SMA hat keinen freien Eingang mehr, es ist aber ein Homemanger von SMA verbaut, der hier Regelaufgaben übernehmen könnte)

Vielen Dank Euch und ein frohes neues Jahr

Alexander
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Re: Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 01.01.2022 - 11:34 Uhr  ·  #2
Das sind etwa 3 m/sec Wind im mittleren Durchschnitt übers Jahr? Nicht so viel, dass Du damit die Kosten schnell wieder reinholst aber Kosten sind immer relativ. Was zählt ist der Brauchwert. Besonders dann, wenn einmal der Traum von einer ewig sprudelnden Energieversorgung durch fossile Quellen ausgeträumt ist.

Dann sind die Leute welche vorgesorgt haben auf der Gewinnerseite.
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Re: Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 02.01.2022 - 10:05 Uhr  ·  #3
Moin,

Bitte mitbedenken :

Die WKA in solcher Lage liefert auch Nachts Strom, wenn die PV voll arbeitet. Die muss aber leise sein, vorher mal eine anhören.
Noch kanns schwer mit der Genehmigung werden.
Bauämter reagieren unterschiedlch.
Ggfls mal jemand anders telefonieren lassen vorab.. Für ähnlichen Standort.
Der Mast nicht unter 8.5 M Naben Höhe, besser mehr.

Ein Speicher wird entlastet, bei uns seit 10 Jahren ein SPzS Akku in Berieb.
Oder auch Heyde Wind mal fragen.
Unsere nächste von Euch gesehen in Salzwedel.
Na, mal schauen..
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Re: Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 02.01.2022 - 10:17 Uhr  ·  #4
Moin,

Du kannst von uns ein einfaches Windmessgerät ausleihen.
Hilfsmast zur Not noch hier.
Jeden Tag mal Mittelwert zeigen lassen.
Das gibt ein ganz gutes Ergeniss auf Deine Frage!

Cerco
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Re: Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 02.01.2022 - 11:50 Uhr  ·  #5
17,1 km/h / 3,6 sind schon mal 4,75 m/s!
Auch weist der Globalwindatlas für ein 3x3 km Quadrat um Ilsede für 10% der windigsten Areale (wohl im Durchschnitt)
4,7 m/s Jahresmittelwind für 10m Masthöhe aus. Für das Binnenland nicht schlecht!

Dies bezüglich war die Idee mit Windkraft schon ganz richtig. Auch mit der Fa. WSD.
Ich habe für den Rotor mit 3,2m D nur mal für 4,27m/s Jahresmittelwind den Jahresertrag rechnerisch abgeschätzt, s. Anhang.

Für Einspeisung der Überschüsse inns Netz braucht es in jedem Fall einen speziellen Einspeise-WR für Wind.
Wohl auch einen extra Zähler, denn die Vergütung für Wind und PV ist geringfügig anders.
Aber vielleicht lässt sich vertraglich da was machen.

Probleme könnte es in Niedersachsen bezüglich Genehmigungsfreiheit kleiner Windräder geben.
Cerco, Inhaber von WSD, hatte sich noch im Sommer letzten Jahres dazu konsterniert geäußert:
topic.php?p=60507#real60507
Der Rechtsanwalt vom BVKW hatte mir aber geschrieben, dass es da hoffnungsvolle Gespräche gegeben hätte.
Möglich, dass auch die neue Zusammensetzung der Bundesregierung einiges bewirkt.
Wenn Du nämlich bezüglich Genehmigung die volle Ochsentour gehen musst, würde es Dir vermulich die Laune verderben und den Geldbeutel entleeren.

PS:
Da inzwischen Beiträge dazu gekommen sind:
Wenn die Hauptwindrichtungen nach folgendem Bild frei sind, kann man auch ohne Windmesstechnik loslegen.

 


Gebiet Ilsede in 10m Höhe. Bei grün-gelb gehts dann hoch bis 4,7 m/s.
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Re: Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 03.01.2022 - 11:29 Uhr  ·  #6
Vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich nehme für mich erstmal mit das ich mit so einer Anlage nicht fürchterlich viel Geld einsparen würde, es sich auf 20 Jahre aber durchaus rechnen kann.
Folglich macht es für mich durchaus Sinn mich etwas tiefer in die Materie einzuarbeiten.

Vielen Dank erstmal
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Re: Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 04.01.2022 - 23:48 Uhr  ·  #7
Aber nein.
Unser System kann als Stecker Anlage betrieben werden.
Hybrid mit WKA.
Mit 4 Aleo Modulen
Das dauert dann keine 20 Jahre.

Erstmal messen.?
Nach einer Windmessung (Bresser, Kaufland, 49.-wissen wir mehr..
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Re: Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 26.03.2022 - 11:41 Uhr  ·  #8
Ich habe die letzten Wochen genutzt um ein paar Fragen zu klären.
In einem ersten Gespräch mit dem Bauamt wurde mir gesagt, dass in Niedersachsen Windkraftanlagen im Außenbereich bis 15m genehmigungsfrei sind. Der nette Herr wollte sich noch etwas genauer erkundigen, da für ihn das Thema neu war. Leider braucht er dafür noch Zeit, da er momentan mit der Unterbringung von Flüchtlingen stark ausgelastet ist. Da unser Grundstück aber im Außenbereich liegt, wüsste ich nicht was da gegen spricht.
Hier sieht man noch die genaue Lage.
 

Laut Windatlas liege ich im Schnitt bei 4,75m/s und die Hauptwindrichtung ist ohne Hindernisse.
 


Evtl. könnte ich auch Messdaten von den Windrädern aus der Nähe bekommen, da ich den Besitzer flüchtig kenne. Ich denke das könnte aber erst relevant werden wenn es ganz konkret wird.
Als nächstes würde ich gerne abschätzen ob sich das Ganze lohnen könnte. Leider habe ich im Internet keine wirklichen Zahlen gefunden, bzw. nur welche mit einer extremen Streuung.
Darum einfach mal die konkrete Frage (gerne auch per PN), mit welchen Kosten müsste ich grob für eine Kleinwindanlage (ich denke die Größenordnung 3kW würde recht gut zu den maximal 15m passen) inkl. Mast und Wechselrichter und einem kleinen Speicher rechnen? Den Tiefbau und die Kabelverlegung würde ich selber durchführen.

Gruß
Che
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Re: Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 26.03.2022 - 12:59 Uhr  ·  #9
4,75 m/s Mittelwind ist recht ordentlich. Da kannst Du mit einem 3,2 m D - Windrad ca. 2700 kWh im Jahr ernten.
Rechne aber zunächst mal mit 2500! Allerdings ist in 15 m Höhe mehr los als in 10 m. Lässt sich rechnerisch sogar abschätzen.

Ein solches Windrad mit Einspeise-WR würde bei einem dt. Lieferant z.B. ca. 4500 EUR kosten.
Da ist aber noch kein Mastsystem dabei.

"Und einen kleinen Speicher" sagt sich so einfach. Aber der muss eingebunden werden.
Daher lies Dir bitte mal durch, was ich gerade hier veröffentlicht habe: topic.php?p=63271#real63271 Dann weiter zum ersten Link auf den Beitrag von wieso.

Der kann Dir auch Preise zu Bleiakkus geben. Empfehle aber persönlich, Li-Akkus zu nehmen, wenn irgend bezahlbar.
Einfach weil die schadlos eine Entladung auf 20% Restladung vertragen oder sogar drunter.
Bei Blei werden die Betreiber bei solchen Werten regelrecht nervös und sehen zu, dass möglichst immer 80% in der Batterie sind.
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Re: Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 26.03.2022 - 13:31 Uhr  ·  #10
Vielen Dank, damit kann ich doch schon etwas anfangen.
Grob geschätzt würde ich also für das Windrad mit Mast und Aufbau bei unter 10.000 € landen.
Da ich bereits eine PV Anlage habe und die damals auf eine evtl. spätere Einbindung einer Batterie vorbereitet habe (es wurde der Home Manager 2 von SMA verbaut) sollte die Einbindung eigentlich klappen. Da ich auch einen Warmwasserspeicher habe wäre eine zweite Möglichkeit diesen mittels eines Heizstabes als zusätzlichen Speicher zu nutzen.
An die Detailplanung mache ich mich wenn es wirklich los gehen sollte, die ersten Zahlen sehen aber ganz gut aus. Ich denke es kann sich bei uns rechnen ;=
Che
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Re: Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 26.03.2022 - 14:47 Uhr  ·  #11
Aber bei einem Inselsystem gibts neben + auch - .
So bevorzugen die User Einphasen-Wechselstrom, weil dann die Standby-Verluste der Insel-WR geringer sind.
Sich aber vom Stand der Technik seit ca. 100 jahren, dem 3-Phasensystem, ab zu wenden, ist nicht wirklich prickelnd.

Für 3-Phasen werden manchmal 3 WR genommen, mit einem als "Master".

Ansonsten bleibts eben bei Selbstverbrauch und Einspeisung der Überschüsse.
Ob und wie das mit Wind und PV geht, müssten neben dem schon verlinkten Heyde auch WSD und Braun wissen.

Da sollte man auch Mastsysteme bekommen.
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Re: Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 07.04.2022 - 08:13 Uhr  ·  #12
Nach dem Gespräch mit unserem Windparkbetreiber (leider hat er keine Ahnung von der Technik) hat er mich an den Hersteller verwiesen, da er meinte der müsste die Daten haben. Obwohl ich mir dies nicht vorstellen konnte habe ich da mal nachgefragt. Wie erwartet haben die natürlich keine Daten. Die Firma (Aeolos) hat mir aber gleich ein Angebot für ein 3kW Vertikalwindrad gemacht.
Bisher war ich immer der Meinung das der Wirkungsgrad bei Horizontalanlagen deutlich besser ist. Laut Prospekt kann ich bei einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 5m/s mit einem Jahresertrag von über 5.000 kWh rechnen. Bei den Horizontalanlagen von denen ich bisher Datenblättergesehen habe liegt der Ertrag eher bei der Hälfte.
 

Können diese Angaben realistisch sein? Immerhin gibt es die Firma seit fast 40 Jahren und sie kommt aus Dänemark.

Vielen Dank
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Re: Überlegung ob Microwindrad zur PV Unterstützung

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Gepostet: 08.04.2022 - 08:47 Uhr  ·  #13
Solche Dokumente immer im Anhang unterbringen, sonst kann man sie nicht lesen!
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